Lexikon - Gesamtglossar aller Bücher

  • Begriff
    Erklärung
  • B-Gedächtniszelle
    → Gedächtniszellen
  • B-Horizont
    → Unterboden
  • B-Lymphocyten
    → B-Zellen
  • B-Lymphocyten
    → B-Zellen
  • B-Lymphocyten-Chemokin (BLC)
    → CXCL13
  • B-und-T-Lymphocyten-Attenuator (BTLA)
    Inhibitorischer, mit CD28 verwandter Rezeptor, der in B- und T-Lymphocyten exprimiert wird und mit dem Eintrittsmolekül des Herpesvirus (HVEM) interagiert. Er gehört zur TNF-Rezeptor-Familie.
  • B-Zell-Antigenrezeptor, B-Zell-Rezeptor (BCR)
    Rezeptor auf der Oberfläche von B-Zellen, der das spezifische Antigen erkennt. Der Rezeptor besteht aus einem membrandurchspannenden Immunglobulinmolekül, das ein Antigen erkennen kann und mit den invarianten → Igα- und → Igβ-Ketten, die eine Signalfunktion besitzen, assoziiert ist. Nach der Aktivierung durch ein Antigen differenzieren B-Zellen zu Plasmazellen, die Antikörper produzieren, welche dieselbe Antigenspezifität besitzen wie der Rezeptor.
  • B-Zell-Corezeptor
    Transmembranrezeptor auf der Oberfläche von B-Zellen, der Signale übermittelt und aus den Proteinen CD19, CD81 und CD21 (Komplementrezeptor 2) besteht. Er bindet Komplementfragmente auf bakteriellen Antigenen, die auch vom B-Zell-Rezeptor gebunden werden. Die Zusammenlagerung dieses Komplexes mit dem B-Zell-Antigenrezeptor erhöht die Empfindlichkeit für Antigene etwa um das 100-Fache.
  • B-Zell-Mitogene
    Substanzen, die B-Zellen zur Teilung anregen.
  • B-Zellen (B-Lymphocyten), engl. B cells
    Lymphocytentyp, der bei der humoralen Immunantwort von Wirbeltieren eine Rolle spielt. Durch Erkennen und Binden eines Antigens entwickelt sich eine B-Zelle zu einer Plasmazelle weiter, die einen Antikörper freisetzt. (Gegensatz zu → T-Zellen)
  • B-Zellen der Randzonen (marginal zone B cells)
    Eine eigene Population von B-Zellen, die in den Randzonen der Milz vorkommen. Sie zirkulieren nicht und unterscheiden sich von den konventionellen B-Zellen durch eine besondere Zusammensetzung der Oberflächenproteine.
  • B-Zellen, B-Lymphocyten
    Eine der beiden Formen der antigenspezifischen Lymphocyten, die für die adaptiven Immunreaktionen verantwortlich sind (die andere Form bilden die T-Zellen). Die Funktion der B-Zellen besteht darin, Antikörper zu produzieren. B-Zellen lassen sich in zwei Klassen einteilen: Die konventionellen B-Zellen verfügen über ein vielfältiges Repertoire von Antigenrezeptoren. Sie werden während des gesamten Lebens im Knochenmark neu gebildet und gelangen danach ins Blut und in die Lymphgewebe. B1-Zellen besitzen eine wesentlich geringere Vielfalt von Antigenrezeptoren. Sie bilden eine Population von sich selbst erneuernden B-Zellen in der Peritoneal- und Pleurahöhle.
  • B1-Zellen
    Gruppe von atypischen, sich selbst erneuernden B-Zellen, die man auch als CD5-B-Zellen bezeichnet. Sie kommen bei Erwachsenen vor allem in der Peritoneal- und in der Pleurahöhle vor und werden mehr der angeborenen als der adaptiven Immunität zugeordnet. Sie verfügen über ein wesentlich weniger vielfältiges Antigenrezeptorrepertoire als konventionelle B-Zellen und sie sind der Hauptlieferant für die natürlichen Antikörper (→ follikuläre B-Zellen).
  • B7.1, B7.2
    Proteine auf der Oberfläche von spezialisierten antigenpräsentierenden Zellen, beispielsweise von dendritischen Zellen. Sie sind die wichtigsten costimulierenden Moleküle der T-Zellen. B7.1 (CD80) und B7.2 (CD86) sind eng verwandt mit Proteinen der Immunglobulinsuperfamilie und binden beide an CD28- und CTLA-4-Moleküle auf T-Zellen. Sie werden in verschiedenen antigenpräsentierenden Zelltypen unterschiedlich exprimiert und können sich auf reagierende T-Zellen unterschiedlich auswirken. Der Begriff B7-Molekül bezieht sich sowohl auf B7.1 als auch auf B7.2.
  • B-Zell-aktivierender Faktor, der zur TNF-Familie gehört und an die Rezeptoren BAFF-R und TACI bindet und so zum Überleben der B-Zellen beiträgt.
  • BAFF-R
    Rezeptor für BAFF, der den kanonischen und den nichtkanonischen NFκB-Signalweg aktiviert und so zum Überleben der B-Zellen beiträgt.
  • Bahn (Tractus)
    Eine Ansammlung von Axonen im zentralen Nervensystemmit einem gemeinsamen Ursprung und einem gemeinsamen Ziel.
  • bakterielle Konjugation, engl. bacterial conjugation
    → Konjugation
  • Bakterien
    Eine riesige Gruppe von einzelligen prokaryotischen Mikroorganismen, von denen einige beim Menschen und bei Tieren Infektionskrankheiten hervorrufen, während andere den größten Teil der kommensalen Mikroflora des Körpers ausmachen. Pathogene Bakterien können in Extrazellularräumen oder innerhalb von Zellen in zellulären Vesikeln oder im Cytosol leben.
  • Bakteriophage
    Quelle: Genetik
    Virus, das Bakterien infiziert (S. 123).
  • Bakteriophagen (von griech. bacterion für „Stäbchen“ und phagein für „essen“), engl. bacteriophages
    meist kurz als Phagen bezeichnet; Gruppe von Viren, die Bakterien infizieren
  • Bakteroide, engl. bacteroides
    stickstofffixierende Organellen, die sich aus endosymbiotischen Bakterien entwickeln
  • balancierter Polymorphismus (von griech. polymorphos für „vielgestaltig“), engl. balanced polymorphism
    die Fähigkeit der Selektion, stabile Häufigkeiten von zwei oder mehr Phänotypen (bzw. Allelen an einem Genort) mit einer Häufigkeit von mehr als 1% in der Population aufrechtzuerhalten; häufig die Folge einer erhöhten Fitness der Heterozygoten im Vergleich zu den Homozygoten ( → Heterosis)
  • Balbiani-Ring
    Quelle: Genetik
    Besonders große Verdickung in Riesenchromosomen (S. 249).
  • "Streufrucht; Öffnung bei Samenreife an einer Naht.> Frucht, > Fruchttyp"
  • Balken (Corpus callosum)
    Die große Kommissur im Großhirn, die aus Axonen besteht und die Rinde der beiden Hirnhälften verbindet.
  • Ballismus
    Eine Bewegungsstörung, die durch eine Schädigung des Nucleus subthalamicus verursacht wird und durch heftige Schleuderbewegungen der Extremitäten gekennzeichnet ist.
  • Barbiturate
    Eine Wirkstoffklasse mit beruhigender, anästhesierender und krampflösenderWirkung; Barbiturate wirken teilweise über die Bindung an GABAA-Rezeptoren und verlängern deren hemmendeWirkung.
  • Barorezeptor (von griech. baros für „Gewicht“), engl. baroreceptor
    bisweilen auch als Pressorezeptor bezeichnet; Drucksinneskörperchen; druckempfindliche Zelle oder Organ
  • Barr-Körper
    Quelle: Genetik
    Inaktives X-Chromosom in Säugern (S. 319).
  • Barr-Körperchen, engl. barr body
    das inaktivierte X-Chromosom bei weiblichen Säugetieren
  • basal, engl. basal
    Lagebezeichnung; an einem Ende - der Basis - einer Achse liegend
  • Basaler Vorderhirnkomplex
    Verschiedene cholinerge Kerne des Großhirns, einschließlich des Nucleus septalis medialis und des Nucleus basalis Meynert.
  • Basales Großhirn
    Der Bereich des Großhirns, der tief in den Großhirnhälften liegt. Auch als basales Telencephalon bezeichnet.
  • Basalganglien
    Eine Reihe von assoziierten Zellgruppen im basalen Großhirn, umfasst den Nucleus caudatus, das Putamen, das Pallidum und den Nucleus subthalamicus.
  • Basalkörper, engl. basal body
    Centriol an der Basis einer eukaryotischen Geißel oder Cilie
  • Basalmembran
    Grenzmembran von Bindegewebe
  • Basalmembran; engl. basal membrane
    eine Art Matte aus Bindegewebe an der Basis von Epithelgeweben; dient unter anderem der Verankerung und Stabilisierung dieses Gewebes
  • Base, engl. base
    (1) Substanz, die in einer Lösung Protonen (H+) aufnehmen kann (Gegensatz zu → Säure); (2) bei den Nucleinsäuren Bezeichnung für die Purine oder Pyrimidine, die jeweils zusammen mit einem Zucker und einer Phosphatgruppe die einzelnen Nucleotide bilden
  • Basedow-Krankheit (Graves’ disease)
    Autoimmunerkrankung, bei der Antikörper gegen den Rezeptor für das schilddrüsenstimulierende Hormon gebildet werden. Dies führt zu einer Überproduktion von Schilddrüsenhormonen und somit zu dem Krankheitsbild der Hyperthyreose.
  • Bausteine des genetischen Codes – Adenin, Cytosin, Guanin und Thymin bzw. Uracil.
  • Basenexzisionsreparatur
    Eine Form der DNA-Reparatur, die zu einer Mutation führen kann und bei der somatischen Hypermutation und beim Klassenwechsel der B-Zellen beteiligt ist.
  • Basenpaar (bp), engl. base pair
    bei doppelsträngiger DNA ein Nucleotidpaar, das durch komplementäre Basenpaarung zwischen einer Purinbase des einen Strangs und einer Pyrimidinbase des anderen Strangs entsteht (vgl. → komplementäre Basenpaarung)
  • Basentriplett
    → Codon
  • Basic Action Concepts
    Basic Action Concepts (BACs) sind die kognitiven Bausteine von Bewegungsrepräsentationen und bündeln folgende Merkmale einer Bewegungshandlung:
    1) proximale sensorische Effekte,
    2) distale sensorische Effekte und
    3) biomechanische Parameter des eigenen Bewegungssystems.
  • Basidiocarp
    → Basidioma
  • Basidioma (Basidiocarp; Plural: Basidiomata), engl. Basidioma
    Fruchtkörper der Basidiomycota (Ständerpilze)
  • Basidium, engl. basidium
    das charakteristische Sporangium der Ständerpilze, in dem während der Meiose vier haploide Sporen (Basidiosporen) gebildet werden. Diese bilden zunächst äußere Anhänge, zum Beispiel an den Lamellen der Fruchtkörper, und werden später abgeworfen.
  • Basilarmembran
    Eine Membran, die die Scala tympani und die Scala media in der Hörschnecke des Innenohrs voneinander trennt. Schwingungen der Basilarmembran sind für die Transduktion des Schallreizes entscheidend.
  • Basilarmembran, engl. basilar membrane
    Membran im Innenohr von Wirbeltieren, deren Schwingung als Reaktion auf Schallwellen Haarsinneszellen anregt; in Abhängigkeit von der Tonhöhe finden die Schwingungen an spezifischen Orten statt
  • Basiliximab
    Antikörper gegen CD25 beim Menschen. Er wird angewendet, um bei der Behandlung gegen die Abstoßung von Nierentransplantaten die Signale des IL-2-Rezeptors der T-Zellen zu blockieren.
  • basisch
    → alkalisch
  • basisches Hauptprotein (MBP) (major basic protein)
    Protein, das von aktivierten eosinophilen Zellen freigesetzt wird und auf Mastzellen sowie auf basophile Zellen einwirkt, dass diese Zellen die Degranulierung auslösen.
  • Basisemotionen
    Eine überschaubare Anzahl grundlegender Emotionen, die sich nicht aus anderen emotionalen Komponenten zusammensetzen, angeboren sind und in allen Kulturen gleichermaßen vorkommen. Auch Grundgefühle genannt.
  • basophile Zellen
    Eine Form der weißen Blutzellen. Sie enthalten Granula, die sich mit basischen Farbstoffen anfärben lassen. Vermutlich haben sie eine ähnliche Funktion wie → Mastzellen.
  • basophile Zellen (basophile Granulocyten), engl. basophil cells
    Typ hoch entwickelter, phagocytotischer Leukocyten, die Histamine ausschütten und möglicherweise die Entwicklung von T-Zellen fördern
  • "infolge sekundären Wachstums entstandenes Phloem; bei Angiospermen oft Differenzierung in Hartbast (besteht vorwiegend aus sklerenchymatischen Zellen) und in Weichbast (besteht aus Siebröhren und Geleitzellen sowie parenchymatischen Zellen). > sekundäres Wachstum, > Xylem"
  • Bast
    → sekundäre Rinde
  • Bastarde
    → Hybriden
  • Bastardwüchsigkeit
    → Heterosis
  • Bates’sche Mimikry, engl. Batesian mimicry
    konvergentes Aussehen einer genießbaren Art (des Nachahmers) und einer ungenießbaren Art (des Modells) (vgl. → Müller’sche Mimikry)
  • BATF3
    Transkriptionsfaktor, der von dendritischen Zellen exprimiert wird und wie c-Jun und Fos zur AP1-Familie gehört.
  • Bauchfell
    → Peritoneum
  • Bauchspeicheldrüse
    → Pankreas
  • Bazillen (von lat. bacillus für „Stäbchen“), engl. bacilli
    alle stäbchenförmigen Bakterien
  • Bcl-2-Familie
    Familie von intrazellulären Proteinen, von denen einige die Apoptose stimulieren (Bax, Bak und Bok), andere hingegen hemmen die Apoptose (Bckl-2, Bcl-W und Bcl-XL).
  • Bcl-6
    Ein Transkriptionsrepressor, der der Differenzierung von B-Zellen zu Plasmazellen entgegenwirkt.
  • BCM-Theorie
    Eine Theorie, die besagt, dass Synapsen in zwei Richtungen beeinflussbar sind. Eine Verstärkung der synaptischen Übertragungsstärke erfolgt, wenn die präsynaptische Aktivität mit einer starken postsynaptischen Reaktion zusammentrifft, und eine Verringerung der synaptischen Übertragungsstärke erfolgt, wenn die präsynaptische Aktivität mit einer schwachen postsynaptischen Reaktion einhergeht. Eine Erweiterung des Synapsenkonzepts von Hebb, die von Bienenstock, Cooper und Munro an der Brown University entwickelt wurde. Siehe auch Hebb-Synapse, Hebb’sches Lernen.
  • Rezeptor aus der TNFR-Superfamilie, der das Cytokin → APRIL bindet.
  • Bcr-Abl-Tyrosinkinase
    Konstitutiv aktive Tyrosinkinase. Ein Fusionsprotein, das auf eine chromosomale Translokation zwischen den Tyrosinkinasegenen Bcr und Abl zurückzuführen ist (Philadelphia-Chromosom) und einhergeht mit einer chronischen myeloischen Leukämie.
  • BDCA-2 (blood dendritic cell antigen 2)
    C-Typ-Lektin, das beim Menschen selektiv als Rezeptor auf der Oberfläche von plasmacytoiden dendritischen Zellen exprimiert wird.
  • Becherzellen
    Spezialisierte Epithelzellen, die an vielen Stellen im Körper vorkommen und für die Schleimproduktion zuständig sind; wichtig für den Schutz der Epithelien.
  • bedingter Reflex, engl. conditioned reflex
    auch als konditionierter Reflex bezeichnet; eine Form des assoziativen Lernens, die erstmals von Iwan Pawlow beschrieben wurde. Hierbei wird eine natürliche Reaktion (etwa der Speichelfluss als Reaktion auf Nahrung) mit einem normalerweise nicht damit in Zusammenhang stehenden Reiz assoziiert (wie dem Ertönen einer Glocke oder eines Metronoms).
  • Bedorntes Neuron
    Ein Neuron mit dendritischen Dornen.
  • Schließfrucht, bei der das gesamte Perikarp parenchymatisch ist. > Frucht, > Fruchttyp
  • Befruchtung (Fertilisation, Syngamie), engl. fertilization
    die Vereinigung zweier Gameten
  • Befruchtungshülle, engl. fertilization envelope
    Membran, die eine tierische Eizelle umgibt und die sich innerhalb von Sekunden nach der Befruchtung abhebt. Dadurch entsteht eine schützende Hülle um die Eizelle, die das Eindringen eines zweiten Spermiums verhindert.
  • Begabung
    "Begabung steht für den Besitz von hoch ausgeprägten, zum Teil genetisch bedingten, natürlichen Fähigkeiten in mindestens einem Fähigkeitsbereich (z. B. Intelligenz oder Motorik; Heller 2001; Heller und Perleth 2008)."
  • Begonia rex – Königsbegonie
    Begoniaceae
  • Behaviorismus, engl. behaviorism
    eine der beiden klassischen Forschungsansätze zur Erforschung der proximaten Ursachen des Verhaltens von Tieren; entstand durch die Entdeckungen von Iwan Pawlow und beschränkt sich überwiegend auf Untersuchungen an Modelltieren im Labor (vgl. → Ethologie)
  • behüllte Viren, engl. enveloped viruses
    von einer Phospholipidmembran umgebene Viren (die Membran stammt von der Wirtszelle)
  • Belegzellen (Parietalzellen), engl. parietal cells
    einer der drei Typen von sekretorischen Zellen in den Magengrübchen der Magenwand. Belegzellen produzieren Salzsäure (HCl) und erzeugen so ein saures Milieu, durch das viele der mit der Nahrung aufgenommenen, schädlichen Mikroorganismen abgetötet werden und das eine Rolle bei der Verdauung von Proteinen hat (vgl. → Hauptzellen).
  • Bellis perennis – Gänseblümchen
    Asteraceae
  • benigner Tumor, engl. benign tumor
    gutartiger Tumor; Tumor, der nur bis zu einer bestimmten Größe anwächst und dann das Wachstum einstellt. Gewöhnlich wird diese Zellmasse von einer fibrösen Kapsel umgeben. Benigne oder gutartige Tumoren bilden keine Metastasen, das heißt, sie breiten sich nicht in andere Organe aus (Gegensatz zu → maligner Tumor).
  • Benthal (von griech. benthos für „Boden“), engl. benthal
    der Bodenbereich von Gewässern; die dort vorkommende Lebensgemeinschaft heißt Benthos
  • Benzodiazepine
    Eine Wirkstoffklasse mit angstlösender, sedativer, muskelentspannender und krampflösender Wirkung; wirkt durch die Bindung an GABAA-Rezeptoren und verlängert deren hemmendeWirkung.
  • Berlin-Patient
    Ein Mann mit HIV, der in Berlin mit einem Transplantat aus hämatopoetischen Stammzellen (HSCs) gegen eine damit nicht zusammenhängende Krankheit (Leukämie) behandelt wurde. Das Transplantat stammte von einem Spender, dem der Corezeptor CCR5 für das Virus fehlte. Man nimmt an, dass die HIV-Infektion dadurch geheilt wurde. Er ist einer der wenigen Patienten, bei denen das Virus vollständig entfernt werden konnte (eine sogenannte sterilisierende Heilung).
  • berufsbedingte Allergie (occupational allergy)
    Allergische Reaktion auf Antigene, denen ein Betroffener am Arbeitsplatz ausgesetzt ist.
  • beschleunigte Abstoßung
    Die schnellere Abstoßung eines zweiten Transplantats, nachdem das erste bereits abgestoßen wurde. Dies war einer der Hinweise darauf, dass die Gewebeabstoßung auf die adaptive Immunreaktion zurückzuführen ist.
  • Messwerte eines Versuchs werden mit einfachen Maßzahlen (z. B. Mittelwert, Standardabweichung, Variationsbreite) und tabellarischen sowie grafischen Darstellungen aufbereitet, um sie anschaulich und verständlich vorzustellen.
  • Besorgnis
    Besorgnis ist die kognitive Komponente von Angst, die sich in Sorgen, Befürchtungen und negativen Gedankenschleifen ausdrückt.
  • Bestäubung (Pollination), engl. pollination
    die Übertragung von Pollen von der Anthere auf die Narbe (Stigma) des Stempels bei Angiospermen oder von einem männlichen Strobilus (Zapfen) auf eine Samenanlage bei Gymnospermen
  • Beta-Diversität, engl. beta diversity
    die Veränderung der Artenzahl und -zusammensetzung (die Fluktuation der Arten) in einem Habitat (vgl. → Alpha-Diversität, → Gamma-Diversität)
  • Beta-Fehler, engl. beta error
    auch als falsch negative Entscheidung bezeichnet; Fehler 2. Art bei statistischen Tests; das Bestätigen einer nicht zutreffenden Nullhypothese (Gegensatz zu → Alpha-Fehler)
  • Beute, engl. prey
    umfassend angewandt ein Lebewesen, das von einem Fressfeind ( → Prädator) als Nährstoffquelle teilweise oder ganz konsumiert wird; kann ein Tier, aber auch eine Pflanze, ein Pilz oder ein Mikroorganismus sein
  • Beuteaggression
    Angriffsverhalten, oft mit dem Ziel, Nahrung zu erbeuten, begleitet von einigen wenigen Lautäußerungen und geringer Aktivität des vegetativen Nervensystems.
  • Bewegungsrepräsentationen
    Bewegungsrepräsentationen sind diejenigen im Langzeitgedächtnis gespeicherten kognitiven Einheiten, die die Bausteine für die Ausführung von Handlungen darstellen.
  • Bewusstsein
    Bewusste Wahrnehmung äußerer Reize und innerer Gedanken und Gefühle.
  • Bewusstseinslage
    Bewusstseinslage beschreibt eine kognitive Orientierung, die jeweils mit einer Phase des Handlungsverlaufs verbunden ist.
  • bidirektionale Ventilation, engl. bidirectional ventilation
    die in zwei Richtungen erfolgende Form des Luftaustauschs bei allen Landwirbeltieren außer den Vögeln. Die Luft gelangt beim Einatmen auf dem gleichen Weg in die Lunge, auf dem sie diese beim Ausatmen verlässt.
  • bienne Pflanzen, engl. biennial plants
    zweijährige Pflanzen, die im ersten Jahr nur vegetativ wachsen, im zweiten Jahr dann blühen und absterben (Gegensatz zu → annuelle Pflanzen, → perennierende Pflanzen)
  • Bikuspidalklappe (Mitralklappe) (von lat. bis für „zwei“ und cuspides für Segel), engl. bicuspid valve
    die Segelklappe zwischen linkem Atrium und linkem Ventrikel beim Säugerherzen
  • Bilateralsymmetrie, engl. bilateral symmetry
    Zustand, bei dem nur die rechte und die linke Körperhälfte eines Organismus durch eine longitudinale Schnittebene in zwei spiegelbildliche Hälften geteilt wird (Gegensatz zu → Radiärsymmetrie, → Biradialsymmetrie, → Kugelsymmetrie)
  • Bildungsort
    → Quelle
  • binäre Nomenklatur, engl. binomial nomenclature
    in der Taxonomie die Vergabe eines zweiteiligen Namens (Binomen) zur eindeutigen wissenschaftlichen Bezeichnung der Organismen, bestehend aus dem Gattungs- und dem Artnamen
  • binäre Spaltung, engl. binary fission
    Form der Vermehrung bei Prokaryoten durch Teilung der Zelle in zwei gleiche Tochterzellen
  • Bindegewebe, engl. connective tissue
    tierisches Gewebe, das andere Gewebe verbindet oder stützt; die Zellen des Bindegewebes sind in eine Kollagenmatrix eingebettet; einer der vier Hauptgewebetypen vielzelliger Organismen; umfasst unter anderem Knorpel, Knochen, Blut und Fettgewebe
  • Bindehaut
    Die Membran, die sich vom Augenlid zurückfaltet und mit der Lederhaut des Auges verbunden ist.
  • Bindin, engl. bindin
    artspezifisches Erkennungsmolekül am Akrosom von Spermien
  • Binokuläre Rivalität
    Zeitlich alternierende Wahrnehmung, die auftritt, wenn die beiden Augen gleichzeitig verschiedene Bilder sehen.
  • Binokulärer Wettstreit
    Ein Prozess, von dem man annimmt, dass er während der Entwicklung des Sehsystems abläuft und bei dem die über beide Augen eingehende Information um die Innervation derselben Zelle konkurriert.
  • Binokuläres Gesichtsfeld
    Der Bereich des Gesichtsfeldes, der von beiden Augen wahrgenommen wird.
  • Binokuläres rezeptives Feld
    Das rezeptive Feld eines Neurons, das auf die Stimulierung durch sowohl das eine als auch das andere Auge reagiert.
  • binokulares Sehen, engl. binocular vision
    räumliches Sehen durch Überlappen der Gesichtsfelder der beiden Augen von Tieren; ermöglicht eine dreidimensionale Wahrnehmung
  • Binomen (von lat. bis für zwei und nomen für Namen)
    → binäre Nomenklatur
  • Algebraische quadratische Formel. Mit p und q gilt: (a) (p + q)^2 = p^2 + 2pq + q^2, (b) (p – q)^2 = p^2 – 2pq + q^2, (c) (p + q)(p – q) = p^2 – q^2. Die erste Gleichung findet in der Genetik bei der Hardy-Weinberg-Regel ihre Anwendung.
  • Biodiversität, engl. biodiversity
    die Vielfalt wichtiger biologischer Einheiten, die ein breites Spektrum abdecken, von Genen über Populationen und Arten bis zu Lebensgemeinschaften
  • Biofilm, engl. biofilm
    in eine Polysaccharidmatrix eingebettete Gemeinschaft von Mikroorganismen, die einen sehr widerstandsfähigen Überzug auf fast allen feuchten Oberflächen bilden
  • biogeochemische Kreisläufe, engl. biogeochemical cycles
    die verschiedenen Kreisläufe der anorganischen chemischen Elemente wie Wasser, Stickstoff, Phosphor und Kohlenstoff durch die lebenden Organismen und ihre abiotischen Umwelt
  • Biogeographie, engl. biogeography
    Wissenschaft von der Verbreitung der Organismenarten auf der Erde
  • biogeographische Regionen, engl. biogeographic regions
    mehrere eindeutig abgrenzbare Teilgebiete der Erde in kontinentalem Maßstab, deren Biota sich von denen anderer derartiger Regionen unterscheiden (Gegensatz zu → Biome)
  • Bioinformatik, engl. bioinformatics
    wissenschaftliche Disziplin, die unter Verwendung von Computern und/oder Mathematik komplexe biologische Daten wie DNA-Sequenzen analysiert
  • Biologie (von griech. bios für „Leben“ und logos für „Wissenschaft“), engl. biology
    die naturwissenschaftliche Erforschung der Lebewesen und ihrer Evolution. Biologen erforschen Vorgänge von der Ebene der Moleküle über die Ebene der Organismen bis hin zur Ebene ganzer Ökosysteme.
  • Biologikatherapie
    Behandlungsmethoden mit natürlichen Proteinen, etwa mit Antikörpern und Cytokinen, sowie mit Antiseren oder ganzen Zellen.
  • biologische Fitness
    → Fitness
  • biologische Schädlingsbekämpfung, engl. biological control
    der Einsatz von natürlichen Feinden (Räuber, Parasiten oder Pathogene) zur Verringerung der Populationsdichte von wirtschaftlich verheerenden (Schädlings-)Arten
  • biologischer Artbegriff, engl. biological species concept
    Definition einer Art als Gruppe natürlicher Populationen, deren Mitglieder sich tatsächlich miteinander fortpflanzen oder dies potenziell können und die von anderen solchen Populationen reproduktiv isoliert sind (Gegensatz zu → evolutionärer Artbegriff, → morphologischer Artbegriff)
  • Biolumineszenz, engl. bioluminescence
    die Erzeugung von Licht in einem Organismus durch biochemische Prozesse, oft durch das Luciferin-Luciferase-System
  • Biomasse, engl. biomass
    das Trockengewicht aller lebenden Organismen oder einer bestimmten Gruppe von lebenden Organismen in einem definierten Lebensraum
  • Biomassepyramide, engl. biomass pyramid
    grafische Darstellung der Gesamtbiomasse in den verschiedenen trophischen Ebenen eines Ökosystems
  • Biome, engl. biomes
    die großen Biozönosen der Erde; charakterisiert durch unterschiedliche Vegetation sowie das jährliche Muster von Temperatur und Niederschlägen; eine bestimmte biogeographische Region umfasst viele verschiedene Biome
  • Biomembran, engl. biomembrane
    eine Phospholipiddoppelschicht mit eingelagerten und aufgelagerten Proteinen, die eine Abtrennung bildet zwischen dem Inneren einer Zelle und der abiotischen Außenwelt oder die Organellen innerhalb einer Zelle umschließt. Die Biomembran reguliert den Durchtritt von molekularen Substanzen (vgl. → Flüssig-Mosaik-Modell).
  • Biopsychologische Erklärungsansätze
    Biopsychologische Erklärungsansätze zur Motivation begründen Verhalten und Erleben mithilfe von Funktionen des Gehirns/des Zentralnervensystems. Dabei werden häufig Befunde aus Experimenten mit Tieren verwandter Arten herangezogen und auf die Funktionsweise des menschlichen Gehirns übertragen (Schultheiss und Wirth 2008).
  • Bioremediation (Biosanierung), engl. bioremediation
    Entgiftung oder Eliminierung umweltbelastender Schadstoffe und Verunreinigungen durch den Einsatz von Organismen (vgl. → Phytoremediation)
  • Biosphäre, engl. biosphere
    alle terrestrischen und aquatischen Regionen der Erde sowie der bodennahe Luftraum der Erdatmosphäre, in denen Organismen leben können
  • Biota, engl. biota
    Lebewelt; sämtliche Organismen eines bestimmten Gebiets oder einer geologischen Periode – Tiere, Pflanzen, Pilze und Mikroorganismen (vgl. → Flora, → Fauna)
  • Biotechnologie, engl. biotechnology
    die Verwendung von Zellen oder lebenden Organismen, um für den Menschen nützliche Materialien herzustellen
  • Ein Enzym, das die Bildung des Vitamins Biotin aus Proteinen gewährleistet.
  • biotisch (von griech. bios für „Leben“), engl. biotic
    Eigenschaft von lebenden Bestandteilen der Umwelt (Organismen) und deren organischen Produkten (Gegensatz zu → abiotisch)
  • biotische Resistenz, engl. biotic resistance
    die Fähigkeit ortsansässiger Arten, das Populationswachstum von nichtheimischen Arten zu verhindern oder zu verlangsamen
  • Biotop
    Quelle: Genetik
    Lebensbereich von daran angepassten Organismen.
  • Biotop (von griech. topos für „Ort“), engl. biotope
    der natürliche Lebensraum einer darauf abgestimmten Lebensgemeinschaft ( → Biozönose) aus Mikroorganismen, Pflanzen, Pilzen und Tieren
  • Bioverfügbarkeit
    Resorbierbarkeit einer Substanz
  • Biozönose, engl. community
    Lebensgemeinschaft aller Arten, die zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort vorkommen und miteinander interagieren
  • bipede Fortbewegung, engl. bipedal locomotion
    zweibeinige Fortbewegung an Land auf den beiden Hinterextremitäten
  • Bipolare Störung
    Eine affektive psychische Störung, die durch manische Phasen charakterisiert ist, welche von depressiven Phasen unterbrochen werden; auch als manisch-depressive Störung bezeichnet.
  • Bipolares Neuron
    Ein Neuron mit zwei Neuriten.
  • Bipolarzelle
    Eine Zelle in der Netzhaut, die Photorezeptoren mit Ganglienzellen verbindet.
  • Bipolarzellen, engl. bipolar cells
    Zellen der Netzhaut, die der Kommunikation zwischen Photorezeptoren und Ganglionzellen dienen
  • Biradialsymmetrie, engl. biradial symmetry
    abgewandelte Radiärsymmetrie, bei der nur zwei Schnittebenen den Organismus in zwei gleiche Hälften unterteilen können (bei Rippenquallen)
  • Bivalent
    Quelle: Genetik
    "(lat. bi-, zwei-; lat. valens, mächtig) Gepaarte homologe meiotische Prophasechromosomen (Meiose, Prophase) (S. 240)."
  • Bivalent
    → Tetrade
  • Blastocoel (von griech. blastos für „Keim“ und koilos für „hohl“), engl. blastocoel
    der zentrale Hohlraum der Blastula; die primäre Leibeshöhle der Tiere (vgl. → Coelom)
  • Blastocyste, engl. blastocyst
    frühes Embryonalstadium nach den ersten Zellteilungen der befruchteten Eizelle (Zygote). Bei Säugetieren ist dies eine Hohlkugel aus Zellen ( → Trophoblast) mit einer inneren Zellmasse ( → Embryoblast).
  • Blastoderm
    Quelle: Genetik
    Frühes Entwicklungsstadium eines Embryos, der nach den Furchungsteilungen nicht als kugelförmige Blastula vorliegt, sondern als kompakte Zellschicht dem Dotter aufliegt (Beispiel: Drosophila) (S. 548).
  • Blastoderm, engl. blastoderm
    eine Schicht undifferenzierter Zellen in einem sehr frühen Entwicklungsstadium vor der Spezifizierung der embryonalen Achse
  • Blastodiskus
    → Keimscheibe
  • Blastomeren, engl. blastomeres
    Zellen in frühen Zellteilungsstadien der befruchteten Eizelle
  • Blastoporus
    → Urmund
  • Blastula
    Quelle: Genetik
    "Hohlkugel aus einer Schicht von Epithelzellen; embryonales Entwicklungsstadium der Tiere nach den Furchungsteilungen."
  • Blastula, engl. blastula
    frühes Stadium der Embryonalentwicklung; bei vielen Tierarten in Form einer hohlen Zellkugel mit einem zentralen Hohlraum, dem Blastocoel (Gegensatz zu → Keimscheibe, → Blastocyste)
  • "neben Sprossachse und Wurzel organisatorische Grundeinheit der Kormophyten; dient der Schaffung einer dem Licht exponierten Oberfläche, mit der die Pflanze das für die Photosynthese benötigte Sonnenlicht auffängt und Kohlendioxid und Wasser in Sauerstoff und Kohlenhydrate (Zucker) umwandelt. > Kormophyt, > Blatttyp, > Blattstellung"
  • Blatt, engl. leaf
    eine abgeflachte, photosynthetisch aktive Struktur, die seitlich an einer Hauptachse beziehungsweise einem Spross entspringt und ein echtes Leitgewebe besitzt
  • Blattanlage
    → Blattprimordium
  • Blättermagen, engl. omasum
    die dritte Kammer des vierkammerigen Magens von Wiederkäuern. Hier wird der Nahrungsbrei durch die Resorption von Wasser eingedickt, bevor er in den eigentlichen Magen, den Labmagen gelangt.
  • Blattprimordium (von lat. primordium für „Ursprung“), engl. leaf primordium (Plural: primordia)
    Blattanlage, als seitlicher Auswuchs des Apikalmeristems eines Sprosses
  • Leitbündel im Blatt, das von einer sklerenchymatischen Scheide umfasst wird. > Blatt, > Costalfeld, > Leitbündel
  • Blattspreite, engl. blade
    der dünne, flache Teil eines Blattes
  • Blattstellung
    gibt Auskunft über Zahl und Stellung der Blätter pro Knoten (Nodium) der Sprossachse. > Blatt, > Blatttyp, > Nodium
  • gibt Auskunft über die Organisation der einzelnen Gewebe im Blatt. > Blatt
  • Blau-Syndrom
    Vererbbare granulomatöse Erkrankung, die durch Funktionsgewinnmutationen im NOD2-Gen hervorgerufen wird.
  • Blaulichtrezeptoren, engl. bluelight receptors
    Photorezeptoren bei Pflanzen, die kurzwelliges blaues Licht absorbieren (400-500 nm); verantwortlich für viele Reaktionen von Pflanzen, zum Beispiel Phototrophismus, Bewegungen der Stomata und Expression mancher Gene
  • BLIMP-1 (B-Lymphocyten-induziertes Reifungsprotein 1)(B-lymphocyte-induced maturation protein 1)
    Transkriptionsrepressor, der die Differenzierung der B-Zellen zu → Plasmazellen stimuliert und dabei die Proliferation unterdrückt. Später unterstützt er auch den Klassenwechsel und die Affinitätsreifung.
  • Blinddarm
    Appendix vermiformis
  • Blinddarm (Appendix)
    → darmassoziiertes lymphatisches Gewebe, das sich am Anfang des Dickdarms befindet.
  • B-Zell-Linker-Protein (→ SLP-65)
  • Ein Bereich, hauptsächlich in Schicht II und III der primären Sehrinde, der durch eine hohe Konzentration des Enzyms Cytochromoxidase in den Zellen gekennzeichnet ist.
  • Blob-Pfad
    Eine Bahn für die Verarbeitung visueller Informationen, die über parvozelluläre und koniozelluläre Schichten des CGL verläuft und in den Blobs der Schicht III der primären Sehrinde zusammenläuft; vermutlich an der Verarbeitung von Informationen über die Objektfarbe beteiligt.
  • Blühhormon
    → Florigen
  • Blühinduktion, engl. floral induction
    Auslösemechanismen des Blühzustands bei Blütenpflanzen (vgl. → Induktion)
  • Blume, engl. flower
    (1) umgangssprachlich eine krautige Pflanze, die eine oder mehrere auffällige Blüten hervorbringt; (2) botanisch eine Bestäubungseinheit der Blütenpflanzen; also anders als die → Blüte nicht morphologisch, sondern nach der Funktion definiert. So enthält eine Irisblüte drei Blumen (Bestäubungseinheiten), eine Mohnblüte ist zugleich eine Blume, doch das aus vielen Blüten bestehende Körbchen eines Löwenzahns ist ebenfalls eine Blume.
  • Blut, engl. blood
    flüssiges Gewebe, das als Bestandteil des Kreislaufsystems durch den Körper gepumpt wird (vgl. → Hämolymphe)
  • Blut-Hirn-Schranke
    Eine Spezialisierung von Wänden der Gehirnkapillaren, die den Übergang von Substanzen aus dem Blut in die extrazelluläre Hirnflüssigkeit begrenzt.
  • Blut-Hirn-Schranke, engl. blood-brain barrier
    die selektive Undurchlässigkeit der Blutgefäße im Gehirn, die eine Diffusion der meisten Substanzen aus dem Blut ins Gehirn verhindert
  • "gestauchter Sprossabschnitt mit begrenztem Wachstum; meist am Sprossende; mit Blättern, die Spezialfunktionen im Dienste der Fortpflanzung besitzen. > Angiospermenblüte, > Gymnospermenblüte"
  • Blüte, engl. flower
    morphologisch definierte Reproduktionseinheit bei Blütenpflanzen
  • Blütenboden (Receptaculum), engl. receptacle
    Ansatzstelle der Blüte am Ende eines Pflanzensprosses
  • Blütenidentitätsgene, engl. floral organ identity genes
    Gene bei Angiospermen, die das Schicksal der Zellen des Blütenmeristems festlegen; ihre Expression wird von den Produkten der Meristemidentitätsgene ausgelöst
  • Blütenmeristem, engl. floral meristem
    Meristem, das die Fortpflanzungsorgane von Angiospermen (Bedecktsamern) bildet (Kelchblätter, Kronblätter, Staubblätter und Fruchtblätter)
  • Blütenstand
    → Infloreszenz
  • Blutgerinnung, engl. blood clotting
    dem Wundverschluss von beschädigten Blutgefäßen dienende Kaskade von Ereignissen unter Beteiligung von Blutplättchen (Thrombocyten) und im Blut zirkulierenden Proteinen (Gerinnungsfaktoren)
  • Blutplasma, engl. blood plasma
    der flüssige Anteil des Blutes, in dem die Blutzellen und Zellfragmente suspendiert sind
  • Blutplättchen
    → Thrombocyten
  • Blutplättchen
    Thrombozyten
  • Böden, engl. soils
    die obersten Schichten der Erdoberfläche, in denen Pflanzen wachsen können
  • Bodenfruchtbarkeit, engl. soil fertility
    die Eigenschaft eines Bodens, durch entsprechende Konzentrationen an verfügbaren Pflanzennährelementen den Anbau von Pflanzen zu ermöglichen
  • Bodenhorizonte, engl. soil horizons
    die horizontalen Schichten eines Bodenprofils; hierzu gehören Oberboden (A-Horizont), Unterboden (B-Horizont) und Ausgangsgestein, Muttergestein oder Untergrund (C-Horizont)
  • Bodenlösung, engl. soil solution
    der wässrige Anteil des Bodens, aus dem Pflanzen gelöste mineralische Nährelemente aufnehmen
  • Bogengang
    Ein Bestandteil des vestibulären Labyrinths im Innenohr, der die Rotation des Kopfes überträgt.
  • Bogengänge, engl. semicircular canals
    drei Kanäle im Innenohr des Menschen, die Bestandteil des Gleichgewichtsorgans sind
  • Bohr-Effekt, engl. Bohr effect
    Veränderung der O2-Bindungskurve von Hämoglobin als Reaktion auf den pH-Wert; hat zur Folge, dass Hämoglobin bei niedrigem pH-Wert mehr O2 in die Gewebe abgibt und bei höherem pH-Wert mehr O2 über die Atemorgane aufnimmt
  • Booster-Immunisierung
    → sekundäre Immunisierung
  • Bootstrap-Analyse
    Quelle: Genetik
    Verfahren zur Bestimmung von Verzweigungen bei einem evolutionären Stammbaum. Vom ursprünglichen Datensatz werden sehr viele (100 bis 200) zufällig erzeugte Pseudodatensätze gleicher Größe erstellt. Dabei werden Basenpositionen des ursprünglichen Datensatzes durch willkürliches Sammeln und Weglassen so verändert, dass zufällig einzelne Positionen mehrfach vorkommen und andere wegfallen.
  • "sekundäres Abschlussgewebe von Spross und Wurzel; stellt die Gesamtheit des aktiven und der ehemals aktiven Periderme dar; je nach Lage der aufeinanderfolgenden, aktiven Phellogene bilden sich unterschiedliche Borkentypen heraus, zum Beispiel Ringelborke, Schuppenborke. > Periderm"
  • Die komplementäre Abschrift eines Gens (> Transkription), die in eine Aminosäurekette übersetzt wird (> Translation). Die Abkürzung mRNA ist von „messenger-RNA“.
  • Bottom-up-Prozess
    Wenn Ereignisse oder Reize „automatisch“ Aufmerksamkeit auf sich lenken, spricht man von Bottom-up-Prozessen. Das sind z. B. Orientierungsreaktionen auf einen Knall.
  • Bowman-Kapsel, engl. Bowman’s capsule
    aus Podocyten bestehender Teil eines Nephrons der Niere, das ein Knäuel von Kapillaren umgibt (den Glomerulus). Das Blut wird durch die Kapillarwände filtriert, und das Filtrat, der Primärharn, wird in der Bowman-Kapsel gesammelt.
  • Bradykinin
    Vasoaktives Peptid, das als Folge einer Gewebeschädigung gebildet wird und als Entzündungsmediator wirkt.
  • Brassinosteroide, engl. brassinosteroids
    Klasse von Phytohormonen, die Lichtstress mindern und wachstumsfördernd auf Sprosse und Pollenschläuche wirken
  • braunes Fettgewebe, engl. brown fat tissue
    spezielles Fettgewebe bei Säugetieren, das der Wärmeerzeugung dient; enthält viele Mitochondrien und Kapillaren sowie ein Protein, das die oxidative Phosphorylierung abkoppelt
  • Brechung
    Die Richtungsänderung von Lichtstrahlen, die beim Übertritt von einem transparenten Medium in ein anderes auftreten kann.
  • Breitbandantikörper
    Antikörper, die eine Infektion durch mehrere Virusstämme bekämpfen können, welche als Folge einer HIV-Infektion auftritt. Diese Antikörper blockieren die Bindung des Virus an CD4- und/oder Chemokincorezeptoren.
  • Broca-Aphasie
    Eine Sprachstörung, bei der eine Person Schwierigkeiten mit der Wortfindung und dem Wiederholen von Wörtern hat, Sprache jedoch verstehen kann; auch bekannt als motorische Aphasie oder nichtflüssige Aphasie.
  • Broca-Areal, engl. Broca’s area
    eine der beiden Komponenten des Sprachzentrums des menschlichen Gehirns; im Frontallappen unmittelbar vor dem primären motorischen Cortex gelegen
  • Broca-Zentrum
    Ein Bereich des Frontallappens des Gehirns, dessen Schädigung eng mit der Broca-Aphasie assoziiert ist.
  • Bronchien
    Luftwege der Lunge
  • Bronchien (Singular: Bronchus), engl. bronchi
    große Abzweigungen von der Luftröhre in die Wirbeltierlunge. Von den beiden Primärbronchien (Stammbronchien) zweigen Gruppen von Sekundärbronchien ab. Sie verzweigen sich immer weiter bis in die kleinsten Luftwege ( → Bronchiolen).
  • bronchienassoziiertes lymphatisches Gewebe (BALT) (bronchial-associated lymphoid tissue)
    Organisiertes Lymphgewebe, das bei einigen Tieren in den Bronchien vorkommt. Erwachsene Menschen verfügen in den Atemwegen normalerweise nicht über ein solches organisiertes Lymphgewebe, aber bei einigen Kleinkindern und älteren Kindern kann es zu finden sein.
  • Bronchiolen, engl. bronchioles
    die kleinsten Luftwege in der Säugerlunge; die feinsten Verzweigungen der → Bronchien
  • Bronchokonstriktion
    Verengung der Luftwege der Lunge
  • Brücke (Pons)
    Der Teil des rostralen Rautenhirns, der ventral zum Kleinhirn und dem vierten Ventrikel liegt.
  • Brückenkerne (Nuclei pontis)
    Ein Cluster von Neuronen, das als Umschaltstation Informationen aus der Großhirnrinde an die Kleinhirnrinde weiterleitet.
  • Brunstzyklus
    Weiblicher Fruchtbarkeitszyklus, der bei den meisten nicht zu den Primaten gehörenden Säugetieren auftritt und bei dem es Phasen der Paarungsbereitschaft gibt.
  • Brusthöhle, engl. thoracic cavity
    der von den Rippen, den Schultern und dem Zwerchfell begrenzte Teil der Körperhöhle von Säugetieren, der Herz und Lunge enthält
  • Bruton-Syndrom
    → X-gekoppelte Agammaglobulinämie
  • Bruton-Tyrosinkinase (Btk)
    Tyrosinkinase aus der Tec-Familie, die für die Signalübertragung von B-Zellen von Bedeutung ist. Btk ist bei der humanen Immunschwächekrankheit → X-gekoppelte Agammaglobulinämie mutiert.
  • Bruttoprimärproduktion, engl. gross primary production
    die Gesamtmenge an Kohlenstoff, der von den Primärproduzenten eines Ökosystems fixiert wird (vgl. → Nettoprimärproduktion)
  • Bulbourethraldrüsen, engl. bulbourethal glands
    paarige sekretorische Geschlechtsdrüsen bei männlichen Säugetieren; produzieren kleine Mengen eines schleimigen alkalischen Sekrets, das dazu beiträgt, das saure Milieu in der Harnröhre zu neutralisieren und diese zu befeuchten, um den Durchfluss der Samenflüssigkeit zu erleichtern
  • Bulbus arteriosus, engl. bulbus arteriosus
    die letzte Kammer des Herzens von Fischen
  • Bulbus olfactorius
    Siehe Riechkolben.
  • Bulbus olfactorius, engl. olfactory bulb
    Struktur im Vorderhirn (Prosencephalon) von Wirbeltieren, die Informationen von den Geruchsrezeptorneuronen erhält und verarbeitet
  • Bulimia nervosa
    Eine psychische Störung, die durch starke, unkontrollierte Essattacken gefolgt von Kompensationsverhalten wie herbeigeführtem Erbrechen gekennzeichnet ist.
  • Bündel
    Eine Ansammlung von Axonen, die nebeneinanderliegen, aber nicht zwangsläufig denselben Ursprung und dasselbe Ziel haben müssen.
  • Bündelscheidenzellen, engl. bundle sheath cells
    Gewebebestandteil, der die Gefäße von Pflanzen umgibt
  • Burnout im Leistungssport
    Im Leistungssport wird Burnout als multidimensionales Konstrukt verstanden. Die zentralen Dimensionen sind: a) emotionale und physische Erschöpfung, b) ein subjektives Gefühl des Versagens bzw. der Unzulänglichkeit im Sport, und c) eine Abwertung der Bedeutung und Sinnhaftigkeit des (Leistungs-)Sports.
  • Bursa Fabricii
    Lymphatisches Organ der Hühner, das mit dem Darm assoziiert ist und in dem sich die B-Lymphocyten entwickeln.
  • Bürstensaum
    fadenförmige Zellfortsätze resorptiver Epithelzellen
  • Büschelwurzelsystem, engl. fibrous root system
    für Monokotylen typisches Wurzelsystem aus zahlreichen dünnen Adventivwurzeln, die alle ungefähr den gleichen Durchmesser aufweisen (Gegensatz zu → Pfahlwurzelsystem)
  • Buttersäure (Butyrat)
    Kurzkettige Fettsäure, die beim anaeroben Abbau von Kohlenhydraten durch die kommensalen Bakterien im Darm in großer Menge gebildet wird und die Körperzellen auf verschiedene Weise beeinflusst. Butyrat dient den Enterocyten als Energiequelle und fungiert als Inhibitor der Histon-Deacetylasen.