Lexikon - Gesamtglossar aller Bücher

  • Begriff
    Erklärung
  • C-Horizont
    → Ausgangsgestein
  • c-Maf
    Transkriptionsfaktor, der bei der Entwicklung der TFH-Zellen eine Rolle spielt.
  • C-reaktives Protein
    → Akute-Phase-Protein, das an Phosphatidylcholin bindet, das seinerseits Bestandteil des C-Polysaccharids (daher die Bezeichnung C-reaktiv) des Bakteriums Streptococcus pneumoniae und vieler anderer Bakterien ist. Das C-reaktive Protein kann die Bakterien daher opsonisieren und für eine schnelle Endocytose durch Phagocyten vorbereiten.
  • C-reaktives Protein
    Akut-Phase-Protein
  • C-terminale Src-Kinase (Csk)
    Kinase, die das C-terminale Tyrosin der Src-Kinasen in Lymphocyten phosphoryliert und die Src-Kinasen dadurch inaktiviert.
  • C-Typ-Lektine
    Eine große Gruppe von kohlenhydratbindenden Proteinen, die für die Bindung Ca2+ benötigen. Viele dieser Proteine sind bei der angeborenen Immunität aktiv.
  • C1, C1-Komplex
    Proteinkomplex, der als erster Schritt des klassischen Komplementwegs aktiviert wird und aus C1q sowie je zwei Molekülen der Proteasen C1r und C1s besteht. Die Bindung eines Pathogens oder Antikörpers an C1q aktiviert die C1r-Protease, die wiederum die C1s-Protease spaltet und aktiviert, die dann C4 und C2 spaltet.
  • C1-Inhibitor (C1INH)
    Inhibitorprotein für C1, das die C1r:C1s-Enzymaktivität blockiert. Ein Defekt von C1INH ist die Ursache des → erblichen angioneurotischen Ödems, bei dem die Aktivität von gefäßaktiven Peptiden zu Schwellungen unter der Haut und am Kehlkopf führt.
  • Komplementprotein des klassischen und des Lektinwegs, das durch den C1-Komplex in C2b und C2a gespalten wird. C2a ist eine aktive Protease und eine Untereinheit der klassischen C3-Konvertase C4bC2a.
  • Komplementprotein, in dem alle Komplementaktivierungswege zusammenlaufen. Durch Spaltung von C3 entsteht C3b, das dann kovalent an mikrobielle Oberflächen bindet, wo es die Zerstörung der Mikroorganismen durch Phagocyten stimuliert.
  • C3-Konvertase
    Enzymkomplex, der auf der Oberfläche von Pathogenen C3 in C3b und C3a spaltet. Die C3-Konvertase des klassischen und des Lektinwegs entsteht durch die Zusammenlagerung des membrangebundenen C4b-Proteins mit der Protease C2a zu einem Komplex. Die C3-Konvertase des alternativen Weges wird von dem membrangebundenen C3b-Protein und der Protease Bb gebildet.
  • C3-Konvertase der flüssigen Phase (C3(H2O)Bb)
    Kurzlebige C3-Konvertase des alternativen Komplementwegs, die im Plasma ständig auf niedrigem Niveau produziert wird und die Aktivierung des alternativen Komplementwegs in Gang setzen kann.
  • Pflanze, die bei der primären Einspeisung des CO2 in den Stoffwechsel im Zuge der Photosynthese als erstes stabiles Stoffwechselprodukt einen C3-Körper bildet. > C4-Pflanze, > Photosynthese
  • C3-Pflanzen, engl. C3 plants
    Pflanzen, bei denen während der Kohlenstofffixierung im Rahmen der Photosynthese als erstes stabiles Produkt 3-Phosphoglycerat gebildet wird; verwenden Ribulose-1,5-bisphosphat als CO2-Rezeptor
  • → Anaphylatoxine
  • → C3
  • C3b2Bb
    C5-Konvertase des alternativen Weges der Komplementaktivierung.
  • C3bBb
    C3-Konvertase des alternativen Weges der Komplementaktivierung.
  • Abbauprodukt von iC3b. Es bleibt auf der Oberfläche von Mikroorganismen haften und bindet dort an den Komplementrezeptor CR2.
  • Kleines Fragment von C3b, das von Faktor I und MCP entfernt wird, sodass iC3b auf der Oberfläche des Mikroorganismus übrigbleibt.
  • Komplementprotein des klassischen und des Lektinwegs. C4 wird von C1s zu C4b gespalten. C4b ist eine Untereinheit der klassischen C3-Konvertase.
  • Pflanze, die bei der primären Einspeisung des CO2 in den Stoffwechsel im Zuge der Photosynthese als erstes stabiles Stoffwechselprodukt einen C4-Körper bildet. > C3-Pflanze, > Photosynthese
  • C4-Pflanzen, engl. C4 plants
    Pflanzen, bei denen während der Kohlenstofffixierung im Rahmen der Photosynthese als erstes stabiles Produkt Oxalacetat gebildet wird; verwenden Phosphoenolpyruvat als CO2-Rezeptor; eine Vorfixierung von Kohlenstoff als Anpassung an warme, trockene Standorte
  • C4b-bindendes Protein (C4BP)
    Komplementregulatorisches Protein, das die C3-Konvertase des klassischen Weges inaktiviert, wenn sie sich auf der Oberfläche von Körperzellen bildet. Dadurch wird C2a aus dem C4b:C2a-Komplex verdrängt. C4BP bindet an C4b-Moleküle auf den Körperzellen, jedoch nicht an C4b-Moleküle auf der Oberfläche von Krankheitserregern.
  • C4b2a
    C3-Konvertase des klassischen und des Lektinwegs der Komplementaktivierung.
  • C4b2a3b
    C5-Konvertase des klassischen und des Lektinwegs der Komplementaktivierung.
  • C5-Konvertase
    Enzym, das C5 zu C5a und C5b spaltet.
  • → Anaphylatoxine
  • C5a-Rezeptor
    Zelloberflächenrezeptor für das proinflammatorische C5a-Fragment des Komplementsystems, das auf Makrophagen und neutrophilen Zellen vorkommt.
  • Fragment von C5, das die Bildung des membranangreifenden Komplexes (MAC) in Gang setzt.
  • C5L2 (GPR77)
    "Köder"-Rezeptor (decoy receptor) für C5a, der aber keine Signale aussendet und von Phagocyten exprimiert wird.
  • C6, C7, C8, C9
    Komplementproteine, die zusammen mit C5b den membranangreifenden Komplex bilden.
  • Ein Bereich des Ammonshorns im Hippocampus, der von den Neuronen der CA3-Region erregt wird (CA von Cornu ammonis, Ammonshorn).
  • Ein Bereich des Ammonshorns im Hippocampus, der von den Neuronen des Gyrus dentatus erregt wird (CA von Cornu ammonis, Ammonshorn).
  • CAAT-Box
    Quelle: Genetik
    Hochkonserviertes DNA-Sequenzelement (CAAT) in der Promotorregion eukaryotischer Gene. Die vier Basen werden von Proteinen erkannt, die an der Initiation der Transkription beteiligt sind.
  • Cadherin
    Zell-Zell-Adhäsionen vermittelnde transmembrane Glykoproteine
  • Blinddarm
  • Caecum (von lat. caecus für „blind“), engl. blind gut
    Blinddarm; blind endende Abzweigung des Dickdarms. Bei vielen nicht wiederkäuenden Säugetieren enthält der Blinddarm Kolonien von cellulosezersetzenden Mikroorganismen, die den Tieren bei der Verdauung helfen.
  • Calcineurin
    Cytosolische Serin/Threonin-Phosphatase, die bei der Signalübertragung über den T-Zell-Rezeptor von entscheidender Bedutung ist. Die Immunsuppressiva → Ciclosporin und → Tacrolimus inaktivieren Calcineurin und unterdrücken so T-Zell-Reaktionen.
  • Calcitonin
    ER-Lektin, Regulation der Calcium-Resorption
  • Calcitonin, engl. calcitonin
    von der Schilddrüse gebildetes Hormon, das den Calciumspiegel im Blut senkt und den Aufbau von Knochensubstanz fördert (vgl. → Parathormon)
  • Calcitriol, engl. calcitriol
    ein Hormon, das aus Vitamin D synthetisiert wird und unter anderem die Zellen des Verdauungstrakts zur Absorption von Calcium aus der aufgenommenen Nahrung anregt
  • Calcium-Calmodulin-abhängige Proteinkinase (CaMK)
    Eine Proteinkinase, die durch einen Anstieg der internen Calciumkonzentration aktiviert wird.
  • Calciumpumpe
    Eine Ionenpumpe, die Calcium aus dem Cytoplasma transportiert.
  • Calmodulin
    Calciumbindendes Protein, das durch die Bindung von Ca2+ aktiviert wird. Es kann dann an eine Vielzahl von Enzymen binden und ihre Aktivität regulieren.
  • Calmodulin, engl. calmodulin
    in allen tierischen und pflanzlichen Zellen vorkommendes, calciumbindendes Protein; vermittelt viele durch Calcium regulierte Prozesse
  • Calnexin
    Chaperonprotein, das im endoplasmatischen Reticulum vorkommt. Es bindet an teilweise gefaltete Proteine der Immunglobulinsuperfamilie und hält sie im endoplasmatischen Reticulum zurück, bis sie ihre endgültige Konformation eingenommen haben.
  • Calnexin
    ER-Lektin, Regulation der Calciumresorption
  • Calprotectin
    Komplex aus Heterodimeren der antimikrobiellen Peptide S100A8 und S100A9, die Zink und Mangan aus Mikroorganismen abziehen. Der Komplex wird von neutrophilen Zellen in großer Menge und von Makrophagen und Epithelzellen in geringer Menge produziert.
  • Calreticulin
    Chaperonprotein im endoplasmatischen Reticulum, das zusammen mit ERp57 und Tapasin einen Peptidbeladungskomplex bildet, der Peptide an neu synthetisierte MHC-Klasse-I-Moleküle heftet.
  • Calreticulin
    unterstützt Proteinstrukturbildung (Chaperon, heat-shock-protein)
  • Caltha palustris – Sumpfdotterblume
    Ranunculaceae
  • Calvin-Zyklus, engl. Calvin cycle
    auch als reduktiver Pentosephosphatzyklus bezeichnet; Abschnitt der Photosynthese, in dem CO2 mit Ribulose-1,5-bisphosphat zu 3-Phosphoglycerat reagiert, dieses anschließend zu einem Zucker reduziert wird und Ribulose-1,5-bisphosphat wieder neu entsteht. Andere Nebenprodukte werden dabei an die Pflanze abgegeben.
  • Calyptra
    → Wurzelhaube
  • "Kelch; Teil der Blütenhülle der Dikotyledonen; besteht aus den oft grünen Kelchblättern (Sepalen). > Perianth"
  • Siehe Zelladhäsionsmolekül.
  • CAM-Pflanzen, engl. crassulacean acid metabolism plants
    Pflanzen mit einem Stoffwechselweg, der es ihnen ermöglicht, nachts Kohlenstoffdioxid zu speichern und daher tagsüber bei geschlossenen Spaltöffnungen Photosynthese zu betreiben (Crassulaceen-Säurestoffwechsel)
  • Siehe zyklisches Adenosinmonophosphat.
  • cAMP (zyklisches AMP), engl. cyclic AMP
    zyklisches Adenosinmonophosphat; aus ATP gebildetes, ringförmiges Molekül, das als sekundärer Botenstoff fungiert
  • Cancerogen
    → Karzinogen
  • Cannon-Bard-Theorie
    Eine Theorie aus der Psychologie, nach der das emotionale Erleben unabhängig vom emotionalen Ausdruck ist und durch das Aktivierungsmuster im Thalamus bestimmt wird.
  • Cap-Gruppe (G-Cap), engl. cap
    chemisch modifiziertes GTP, das am 5‘-Ende der mRNA als „Kappe“ angeheftet ist; erleichtert die Bindung der mRNA an Ribosomen und verhindert den Abbau der mRNA
  • Während der Transkription (> G) eines eukaryotischen Gens wird der Anfang der mRNA markiert. Diese Veränderung stabilisiert das Transkript für seinen Transport in das Zytoplasma (> G) von Eukaryoten und ist für den Beginn der Translation wichtig.
  • Capping
    Ein Vorgang im Zellkern, bei dem das modifizierte Purin 7-Methylguanosin an die 5?-Phosphatgruppe des ersten Nucleotids des RNA-Transkripts befestigt wird.
  • Capsid, engl. capsid
    äußere Virushülle, welche die Nucleinsäure des Virus umschließt
  • Capsomer
    Proteinstruktur-Einheiten der Virushülle
  • Capsula interna
    Eine Ansammlung von Axonen, die das Großhirn mit dem Zwischenhirn verbindet.
  • Caput, engl. caput
    (1) in der Anatomie für den Kopfteil eines Organs; (2) bei Arthropoden der aus den vorderen Körpersegmenten entstandene Kopf
  • Carboanhydrase (CA), engl. carbonic anhydrase
    Enzym, das die Hydratisierung von CO2 zu Kohlensäure katalysiert
  • Carbonsäuren, carboxylic acids
    organische Säuren mit einer Carboxylgruppe (-COOH), die durch Abgabe eines Wasserstoffatoms zum Carboxylation (-COO-) dissoziiert
  • Carbonylgruppe
    → Ketone
  • Carboxylase, engl. carboxylase
    Enzym, das die Bindung einer Carboxylgruppe (O=C-OH) an ein Substrat katalysiert
  • Carboxylgruppe
    → Carbonsäuren
  • Carboxypeptidase N (CPN)
    Metalloproteinase, die C3a und C5a inaktiviert. Ein CPN-Defekt führt zu rezidivierenden Angioödemen.
  • CARD (caspase recruitment domain)
    Proteindomäne, die in einigen Rezeptorschwänzen vorkommt und mit anderen Proteinen, die CARD-Domänen enthalten, dimerisieren kann, etwa mit Caspasen, die dadurch für Signalwege aktiviert werden.
  • Cardiolipin
    Lipid, das bei vielen Bakterien und an der inneren Mitochondrienmembran vorkommt und von einigen γ:δ-T-Zellen als Ligand erkannt wird.
  • carnivore Pflanzen, engl. carnivorous plants
    Pflanzen, die in der Lage sind, Tiere zu fangen und zu verdauen, und sich dadurch mit stickstoffhaltigen Verbindungen versorgen
  • Carnivoren (von lat. caro, carnis für „Fleisch“ und vorare für „fressen“), engl. carnivores
    Fleischfresser; Organismen, die sich von tierischen Geweben ernähren (Gegensatz zu → Detritivoren, → Herbivoren, → Omnivoren)
  • Carnivorie, engl. carnivory
    Eine Form der Prädation, bei der sowohl der Prädator als auch die Beute ein Tier ist. (Gegensatz zu → Herbivorie, → Parasitismus, → Omnivorie)
  • Carotinoide, engl. carotinoids
    gelbe, orangefarbene oder rote, fettlösliche akzessorische Pigmente, die bei der Photosynthese eine Rolle spielen; finden sich auch bei Pilzen
  • Carrierproteine, engl. carrier proteins
    Proteine, die andere Moleküle binden, diese transportieren, beispielsweise im Blut oder durch eine Biomembran, und sie dann wieder freisetzen
  • fettreiches Anhangsgewebe bei Samen
  • Caspary-Streifen
    streifenförmige Einlagerung von wasserundurchlässigen Substanzen in die Zellwand der Endodermiszelle. > Endodermis
  • Caspary-Streifen, engl. Casparian strip
    suberin- und ligninenthaltender Zellwandstreifen in der Endodermis von Pflanzenwurzeln; schränkt die Wasserdurchlässigkeit der Endodermis ein
  • Caspase 11
    Diese Caspase ist zu den Caspasen-4 und -5 beim Menschen homolog. Die Expression wird von TLR-Signalen induziert.
  • Caspase 8
    Initiatorcaspase, die durch unterschiedliche Rezeptoren aktiviert wird und die Apoptose einleitet.
  • Caspase, engl. caspase
    Vertreter einer Gruppe von Proteasen, die die Spaltung von Zielproteinen katalysieren und bei der Apoptose eine Rolle spielen
  • Caspasen
    Familie von Cysteinproteasen, die Proteine an Asparaginsäureresten spalten. Sie besitzen wichtige Funktionen bei der Prozessierung von inaktiven Cytokinvorstufen.
  • Caspasen
    cysteinyl-aspartat-spezifische Proteasen der Apoptose
  • Catecholamine
    Die Neurotransmitter Dopamin, Noradrenalin und Adrenalin.
  • Cathelecidine
    antimikrobiell wirkendes Peptid
  • Cathelicidine
    Familie von antimikrobiellen Peptiden, die beim Menschen nur einen einzigen Vertreter umfasst.
  • Cathelin
    Ein Cathepsin-L-Inhibitor
  • Cathepsin
    lysosomale Proteasen
  • Cathepsine
    Familie von Proteasen, die in ihrem aktiven Zentrum einen Cysteinrest enthalten und häufig bei der Prozessierung von Antigenen mitwirken, die in den vesikulären Weg aufgenommen wurden.
  • Caudal
    Anatomische Lagebezeichnung; Richtung Schwanz gelegen oder posterior.
  • CC-Chemokine
    Eine der beiden Hauptgruppen der Chemokine, die sich durch zwei benachbarte Cysteinreste (CC) im Aminoterminus von denen der anderen Hauptgruppe unterscheiden. Sie werden mit CCL1, CCL2 und so weiter bezeichnet. In Anhang IV sind Chemokine im Einzelnen aufgeführt.
  • Siehe Cholecystokinin.
  • CCL19
    Chemokin, das von dendritischen Zellen und Stromazellen in den T-Zell-Bereichen der Lymphknoten erzeugt wird, an CCR7 bindet und naive T-Zellen anlockt.
  • CCL20
    Chemokin, das von follikelassoziierten Epithelzellen erzeugt wird, an CCR6 bindet und aktivierte T- und B-Zellen, NK-Zellen und dendritische Zellen zu den GALT-Geweben dirigiert.
  • CCL21
    Chemokin, das von dendritischen Zellen und Stromazellen in den T-Zell-Bereichen der Lymphknoten erzeugt wird, an CCR7 bindet und naive T-Zellen anlockt.
  • CCL25 (TECK)
    Chemokin, das von Epithelzellen im Dünndarm produziert wird, an CCR9 bindet, um den Darm ansteuernde T- und B-Zellen zu rekrutieren.
  • CCL28 (MEC, mucosales Epithelchemokin)
    Chemokin, das von Dickdarmzellen, in den Speicheldrüsen und von den Milchdrüsenzellen der Säuger erzeugt wird, an CCR10 bindet und B-Lymphocyten aktiviert, in diesen Geweben IgA zu produzieren.
  • CCL9 (MIP-1γ)
    Chemokin, das von follikelassoziierten Epithelzellen produziert wird, an CCR6 bindet und aktivierte T- und B-Zellen, NK-Zellen und dendritische Zellen zu den GALT-Geweben dirigiert.
  • Chemokinrezeptor, der von neutrophilen Zellen, Monocyten, B-Zellen und dendritischen Zellen exprimiert wird und verschiedene Chemokine bindet, etwa CCL6 und CCL9.
  • CCR10
    Chemokinrezeptor, der von vielen Zellen exprimiert wird und CCL27 und CCL28 bindet, die im Darm B-Lymphocyten rekrutieren, welche wiederum IgA sezernieren.
  • Chemokinrezeptor, der von B-Zellen in den Follikeln und Randzonen und von dendritischen Zellen exprimiert wird und CCL20 bindet.
  • Chemokinrezeptor, der von allen naiven T- und B-Zellen, auch von einigen T- und B-Gedächtniszellen (etwa den zentralen T-Gedächtniszellen) exprimiert wird. CCR7 bindet CCL19 und CCL21, die in den Lymphgeweben von dendritischen Zellen und Stromazellen erzeugt werden.
  • Chemokinrezeptor, der von dendritischen Zellen, T-Zellen und Thymocyten sowie von einigen γ:δ-T-Zellen exprimiert wird. CCR9 bindet das Chemokin CCL25, das Zellen rekrutiert, die den Darm ansteuern.
  • Kleine Familie von MHC-Klasse-I-ähnlichen Proteinen, die nicht im MHC codiert sind und den CD4-T-Zellen Glykolipidantigene präsentieren.
  • CD103
    αE:β7-Integrin, ein Zelloberflächenmarker auf einer Untergruppe der dendritischen Zellen im Gastrointestinaltrakt, die dazu beitragen, dass sich gegenüber der Nahrung und der kommensalen Mikroflora eine Immuntoleranz entwickelt.
  • CD11b (αM-Integrin)
    Von Makrophagen und einigen dendritischen Zellen exprimiertes Integrin, das zusammen mit dem β2-Integrin (CD18) als Komplementrezeptor 3 (CR3) fungiert.
  • CD127
    Wird auch als IL-7-Rezeptor α (IL-7 α) bezeichnet und bildet zusammen mit der gemeinsamen γ-Kette aus der IL-2-Rezeptor-Familie den IL-7-Rezeptor. Es wird von naiven T-Zellen und einem Teil der T-Gedächtniszellen exprimiert und trägt zu deren Überleben bei.
  • → B-Zell-Corezeptor
  • Andere Bezeichnung für den Komplementrezeptor 2 (CR2) → B-Zell-Corezeptor
  • Inhibitorischer Rezeptor auf B-Zellen, der sialinsäuremodifizierte Glykoproteine erkennt, die auf Säugerzellen häufig vorkommen. CD22 enthält in der cytoplasmatischen Domäne ein ITIM-Motiv.
  • Fc-Rezeptor für IgE mit geringer Affinität.
  • Wird auch als IL-2-Rezeptor α (IL-2Rα) bezeichnet. Es ist die IL-2-Rezeptor-Komponente mit hoher Affinität. IL-2R enthält zudem IL-2Rβ und die gemeinsame γ-Kette. Der IL-2-Rezeptor wird von aktivierten T-Zellen hochreguliert und von Treg-Zellen konstitutiv exprimiert, sodass die Empfindlichkeit für IL-2 zunimmt.
  • Protein der TNF-Rezeptor-Familie, das von naiven T-Zellen konstitutiv exprimiert wird, an CD70 auf dendritischen Zellen bindet und ein starkes costimulierendes Signal an T-Zellen in der frühen Aktivierungsphase übermittelt.
  • Aktivierender Rezeptor auf T-Zellen, der die costimulierenden B7-Moleküle bindet, die auf spezialisierten antigenpräsentierenden Zellen wie den dendritischen Zellen vorkommen. CD28 ist der hauptsächliche costimulierende Rezeptor auf naiven T-Zellen.
  • CD3-Komplex
    Die unveränderlichen Proteine CD3γ, δ, und ε sowie die dimeren ζ-Ketten, die zusammen den Signalkomplex des T-Zell-Rezeptors bilden. Jede Untereinheit enthält ein oder mehrere ITAM-Signalmotive in den cytoplasmatischen Domänen.
  • CD30, CD30-Ligand
    CD30 auf B-Zellen und der CD30-Ligand (CD30L) auf T-Helferzellen sind costimulierende Moleküle, die bei der Anregung der Proliferation von antigenaktivierten naiven B-Zellen mitwirken.
  • Zelladhäsionsmolekül, das sowohl auf Lymphocyten als auch an den Zellverbindungen der Endothelzellen vorkommt. CD31-CD31-Wechselwirkungen ermöglichen es wahrscheinlich den Leukocyten, Blutgefäße zu verlassen und in Gewebe einzudringen.
  • Der Corezeptor für T-Zell-Rezeptoren, die Peptidantigene erkennen, welche an MHCKlasse-II-Moleküle gebunden sind. CD4 bindet an die Seitenfläche der MHC-Moleküle.
  • CD4-T-Effektorzellen
    Untergruppe der differenzierten T-Effektorzellen, die den CD4-Corezeptor tragen. Dazu gehören die TH1-, TH2- und TH17-Zellen sowie die regulatorischen T-Zellen.
  • CD4-T-Helferzellen
    CD4-T-Effektorzellen, die B-Zellen stimulieren (ihnen "helfen"), nach einem Antigenkontakt Antikörper zu produzieren. Die Untergruppen – TH2-, TH1- und TFH-Zellen – können diese Funktion übernehmen.
  • CD40, CD40-Ligand
    CD40 auf B-Zellen und der CD40-Ligand (CD40L, CD154) auf aktivierten T-Helferzellen sind costimulierende Moleküle, deren Wechselwirkung für die Proliferation und den Klassenwechsel von aktivierten naiven B-Zellen erforderlich sind. CD40 wird auch von dendritischen Zellen exprimiert. Hier liefert die CD40-CD40L-Wechselwirkung costimulierende Signale für naive T-Zellen.
  • CD40-Ligand-Defekt
    Immunschwächekrankheit, bei der wenig oder überhaupt keine IgG-, IgE- oder IgA-Antikörper produziert werden. IgM-Antworten fehlen zwar auch, aber im Serum ist der IgM-Titer normal bis erhöht. Ursache ist ein Defekt im Gen für den CD40-Liganden (CD154), sodass kein Klassenwechsel stattfinden kann. Man bezeichnet diese Krankheit auch als X-gekoppeltes Hyper-IgM-Syndrom, was darauf verweisen soll, dass das CD40L-codierende Gen auf dem X-Chromosom liegt und sich der Phänotyp in einem gegenüber den übrigen Immunglobulinen erhöhten IgM-Titer zeigt.
  • Wird auch als phagocytotisches Glykoprotein 1 (Pgp1) bezeichnet. CD44 ist ein Glykoprotein auf der Zelloberfläche. Es wird von naiven Lymphocyten exprimiert und von aktivierten T-Zellen hochreguliert. Es handelt sich um einen Rezeptor für Hyaluronsäure, der an der Adhäsion zwischen den Zellen und zwischen den Zellen und der extrazellulären Matrix beteiligt ist. Eine hohe CD44-Expression ist ein Marker für T-Effektor- und T-Gedächtniszellen.
  • Transmembrantyrosinphosphatase, die bei allen Leukocyten vorkommt. Das Enzym wird auf unterschiedlichen Zelltypen, etwa bei den verschiedenen Untergruppen der T-Zellen, in verschiedenen Isoformen exprimiert. Man bezeichnet CD45 auch als gemeinsames Leukocytenantigen und es ist ein generischer Marker für hämatopoetische Zellen, mit Ausnahme der Erythrocyten.
  • CD45RO
    Alternativ gespleißte Variante von CD45, die als Marker für T-Gedächtniszellen dient.
  • → 2B4
  • CD59, Protectin
    Zelloberflächenprotein, das Körperzellen vor Schäden durch das Komplement schützt, indem es die Bindung von C9 an den C5b678-Komplex verhindert, sodass die Bildung des membranangreifenden Komplexes nicht möglich ist.
  • Zelloberflächenprotein, das von T-Zellen nach ihrer Aktivierung durch ein Antigen schnell exprimiert wird. Seine Funktion besteht darin, die Expression des Sphingosin-1-phosphat-Rezeptors 1 (S1PR1) abzuschwächen, sodass aktivierte T-Zellen in den T-Zell-Zonen von sekundären lymphatischen Geweben zurückgehalten werden, wo sie sich teilen und sich zu T-Effektorzellen differenzieren.
  • Ligand für CD27. Es wird von aktivierten dendritischen Zellen exprimiert und liefert ein starkes costimulierendes Signal für T-Zellen in der frühen Aktivierungsphase.
  • Der Corezeptor für T-Zell-Rezeptoren, die an MHC-Klasse-I-Moleküle gebundene Peptidantigene erkennen. CD8 bindet an die Seitenfläche der MHC-Moleküle.
  • → B-Zell-Corezeptor
  • → SLAM
  • CD86 (B7.2)
    Transmembranprotein aus der Immunglobulinsuperfamilie, das von antigenpräsentierenden Zellen exprimiert wird und an CD28 bindet, das wiederum von T-Zellen exprimiert wird.
  • C-Typ-Lektin; Untereinheit des KLR-Rezeptors der NK-Zellen.
  • Cdks
    → cyclinabhängige Kinasen
  • cDNA
    Quelle: Genetik
    "DNA, die von dem Enzym Reverse Transkriptase an einer mRNA-Matrize synthetisiert wird; als Primer wird ein Desoxythymidin-Oligonukleotid (»Oligo-dT«) verwendet, das zu dem Poly(A)-Schwanz der mRNA komplementär ist."
  • cDNA (komplementäre DNA), engl. complementary DNA
    DNA, die von einer Reversen Transkriptase an einer RNA-Matrize gebildet wird; wichtiges Zwischenprodukt bei der Reproduktion von Retroviren; dient als Werkzeug bei der DNA-Rekombinationstechnik; besitzt keine Introns
  • cDNA-Bibliothek, engl. cDNA library
    auch als cDNA-Bank bezeichnet; Sammlung komplementärer DNAs, die von mRNAs aus einem bestimmten Gewebe zu einem bestimmten Zeitpunkt im Lebenszyklus eines Organismus hergestellt wurden
  • "bildet den Hauptbestandteil der Zellwand der Landpflanzen; Polymer der Glucose; die Glucosemoleküle liegen in Beta-1,4-Bindung vor und bilden langgestreckte Moleküle, die als Bündel zusammengefasst die Fibrillen bilden"
  • Cellulose, engl. cellulose
    geradkettiges Polymer aus Glucosemolekülen; dient in der Zellwand von Pflanzen als hauptsächliches Verfestigungs- und Stützmaterial
  • Centi-Morgan (cM)
    Quelle: Genetik
    "Genetische Einheit des Abstands zweier Gene auf einem Chromosom. 1 cM entspricht 1 % der Rekombinationsfrequenz; es ist keine physikalische Einheit des Abstands."
  • Centriol
    Quelle: Genetik
    Zylinderförmiges Element aus Mikrotubuli an jedem Ende der Teilungsspindel (S. 167).
  • Centriolen, engl. centrioles
    paarige Organellen, die in den Zellen von Tieren und Protisten während der Zellteilung an der Bildung des Spindelapparats beteiligt sind
  • Centroblasten
    Große, sich schnell teilende aktivierte B-Zellen in den dunklen Zonen der → Keimzentren in den Follikeln der peripheren lymphatischen Organe.
  • Centrocyten
    Kleine B-Zellen in den → Keimzentren in den Follikeln der peripheren lymphatischen Organe, die sich von den → Centroblasten ableiten. Centrocyten kommen in den hellen Zonen der Keimzentren vor.
  • Centromer
    Quelle: Genetik
    "Spindelansatzstelle eines Chromosoms; Region, an der die beiden Schwesterchromatiden zusammengehalten werden; primäre Einschnürung eines Chromosoms, die den langen Arm vom kurzen Arm trennt (7 Abschn. 6.1.3)."
  • Centromer (von griech. kentron für „Mitte“ und meros für „Teil“), engl. centromeres
    Region eines Chromosoms, in der die Schwesterchromatiden verbunden sind
  • Centrosom, engl. centrosomes
    wichtigstes Mikrotubuliorganisationszentrum in tierischen Zellen
  • Cephalisation (von griech. kephale für „Kopf“), engl. cephalization
    Trend der Evolution, das Gehirn, die Sinnesorgane und die Mundwerkzeuge am Vorderende eines Tieres zu konzentrieren
  • Cerebellum
    Siehe Kleinhirn.
  • Cerebellum (Verkleinerungsform von lat. cerebrum für „Gehirn“), engl. cerebellum
    Kleinhirn; Gehirnregion, welche die Muskelkoordination kontrolliert; am vorderen Ende des Hinterhirns gelegen
  • Cerebraler Aquädukt
    Ein im Mittelhirn gelegener Kanal, der mit Liquor gefüllt ist.
  • Cerebrospinalflüssigkeit
    Siehe Liquor cerebrospinalis.
  • Cerebrum
    Siehe Großhirn.
  • Cerebrum
    → Großhirn
  • Cervix (von lat. cervix für „Hals“), engl. cervix
    Gebärmutterhals; Öffnung des Uterus zur Scheide hin
  • cGas (cyclic GAMP synthase)
    Enzym im Cytosol, das von doppelsträngiger DNA aktiviert wird und dann zyklisches Guanosinmonophosphat-Adenosinmonophosphat bildet (→ zyklische Dinucleotide, CDNs).
  • Siehe Corpus geniculatum laterale.
  • Siehe Corpus geniculatum mediale.
  • Siehe zyklisches Guanosinmonophosphat.
  • cGMP (zyklisches GMP), engl. cyclic GMP
    zyklisches Guanosinmonophosphat; intrazellulärer Botenstoff bei der Signaltransduktion
  • Channelrhodopsin-2 (ChR2)
    Lichtempfindlicher Kationenkanal, der erstmals bei Grünalgen isoliert wurde. Kann in Neuronen exprimiert und dazu verwendet werden, deren Aktivität mittels Licht zu steuern.
  • Chaperon
    die räumliche Proteinstruktur stabilisierendes Hilfsprotein
  • Chaperone (Chaperonine), engl. chaperones
    Proteine, die andere Proteine vor molekularen Interaktionen schützen, welche deren dreidimensionale Struktur beeinträchtigen
  • Charakteristische Frequenz
    Die Schallfrequenz, bei der ein Neuron des Hörsystems die stärkste Reaktion zeigt.
  • Checkpoint-Blockade
    Ansatz in der Tumortherapie, bei dem versucht wird, in die normalen inhibitorischen Signale einzugreifen, durch die Lymphocyten reguliert werden.
  • Chediak-Higashi-Syndrom
    Funktionsdefekt bei Phagocyten aufgrund eines Proteins, das bei der Vesikelfusion innerhalb der Zelle von Bedeutung ist. Die Lysosomen können nicht richtig mit den Phagosomen fusionieren, sodass das Abtöten von aufgenommenen Bakterien gestört ist.
  • Chemiosmose, engl. chemiosmosis
    Bildung von ATP in Mitochondrien und Chloroplasten. Dabei werden Protonen gegen einen Ladungs- und pH-Gradienten durch eine Membran gepumpt. Anschließend werden diese Protonen durch die ATPase-Aktivität über Ionenkanäle wieder nach außen geschleust.
  • chemische Bindung, engl. chemical bond
    Anziehungskraft, die zwei Atome fest aneinander bindet
  • chemische Evolution, engl. chemical evolution
    die Entstehung von Makromolekülen und schließlich des Lebens aus unbelebter Materie durch chemische und physikalische Prozesse
  • chemische Reaktion, engl. chemical reaction
    chemische Umwandlung, bei der Art, Zahl oder Position von Atomen einer Substanz verändert werden, mit daraus resultierenden veränderten Eigenschaften
  • Chemische Synapse
    Eine Synapse, bei der die präsynaptische Aktivität die Freisetzung von Neurotransmittern stimuliert, welche Rezeptoren in der postsynaptischen Membran aktivieren.
  • chemische Synapse, engl. chemical synapse
    Verbindungsstelle zweier Nervenzellen, bei der von einer präsynaptischen Zelle freigesetzte Neurotransmittermoleküle Veränderungen in einer postsynaptischen Zelle bewirken (Gegensatz zu → elektrischen Synapse)
  • chemisches Element, engl. chemical element
    Reinsubstanz, die nur einen Typ von Atomen enthält
  • chemisches Gleichgewicht, engl. chemical equilibrium
    → Gleichgewicht
  • Chemoaffinitätshypothese
    Eine Hypothese, die besagt, dass chemische Markermoleküle auf wachsenden Axonen zu komplementären Markermolekülen auf den Zielstrukturen passen.
  • Chemoattraktoren
    Immunzellen rekrutierende Signalstoffe
  • Chemoautotrophe, engl. chemoautotrophs
    auch als Chemolithotrophe bezeichnet; Organismen, die ihre Energie durch die Oxidation anorganischer Stoffe gewinnen und einen Teil dieser Energie dazu nutzen, Kohlenstoff zu fixieren (Gegensatz zu → Chemoheterotrophe, → Photoautotrophe, → Photoheterotrophe)
  • Chemoheterotrophe, engl. chemoheterotrophs
    Organismen, die sowohl den Kohlenstoff als auch die Energie aus organischen Substanzen gewinnen (Gegensatz zu → Chemoautotrophe, → Photoautotrophe, → Photoheterotrophe)
  • Chemokine
    Kleine Chemoattraktorproteine, die besonders die Wanderung und Aktivierung von Phagocyten und Lymphocyten stimulieren. Chemokine sind für Entzündungsreaktionen von zentraler Bedeutung. Eigenschaften der einzelnen Chemokine sind in Anhang IV aufgeführt.
  • Chemokine
    Immunzellen rekrutierende Signalstoffe
  • Chemolithotrophe
    → Chemoautotrophe
  • Chemorezeptor
    Ein sensorischer Rezeptor, der selektiv für bestimmte chemische Substanzen ist.
  • Chemorezeptor, engl. chemoreceptor
    Rezeptorprotein, das an bestimmte Moleküle (wie Duftmoleküle oder Pheromone) aus der Umwelt bindet
  • Chemosynthese, engl. chemosynthesis
    die Fixierung von Kohlenstoff und Produktion von Kohlenhydraten mittels des Calvin-Zyklus unter Verwendung von Energie aus anorganischen Verbindungen durch bestimmte Archaeen und Bakterien
  • Chemotaxis
    Zelluläre Bewegung als Reaktion auf chemische Signale in der Umgebung.
  • Chi-Quadrat-Test, engl. chi-square goodness-of-fit
    statistischer Test zur Beurteilung der Anpassungsgüte, das heißt, ob die Häufigkeit der Beobachtungen in verschiedenen Kategorien mit einer hypothetischen Häufigkeitsverteilung in Einklang steht
  • Chiasma
    Quelle: Genetik
    (1) Chromosomenkonstitution in der meiotischen Prophase I als Folge eines Crossing-overs (S. 239). (2) Kreuzung der Sehnerven auf die kontralaterale Seite (S. 670).
  • Chiasma (Plural: Chiasmata; von griech. chiasma für „Kreuzung“), engl. chiasma
    eine X-förmige Verbindung zwischen gepaarten homologen Chromosomen in der Prophase I derMeiose. Ein Chiasma ist die sichtbare Erscheinungsformeines Crossingovers zwischen homologen Chromosomen.
  • Chiasma opticum (Sehnervenkreuzung)
    Die Struktur, in der der linke und der rechte Sehnerv zusammenlaufen und sich teilweise kreuzen, um den linken und rechten Tractus opticus zu bilden.
  • Chiasma opticum (von griech. chiasma für „Kreuzung“), engl. chiasma opticum
    Sehnervenkreuzung; bei Wirbeltieren an der Basis des Zwischenhirns liegende Stelle, an der sich die beiden Sehnerven kreuzen
  • Chimäre
    Quelle: Genetik
    Aus unterschiedlichen Zelltypen verschiedener Organismen künstlich zusammengesetzter Organismus (S. 587).
  • chimäre Antigenrezeptoren (CARs)
    Künstliche Fusionsproteine, die aus extrazellulären antigenspezifischen Rezeptoren (beispielsweise Einzelkettenantikörper) und intrazellulären Signaldomänen zusammengesetzt sind. Sie dienen der Aktivierung und Costimulation, werden in T-Zellen exprimiert und in der Krebsimmuntherapie angewendet.
  • Chitin (von griech. kiton für „Hülle“), engl. chitin
    charakteristische harte, aber flexible organische Komponente des Exoskeletts der Arthropoden (Gliederfüßer); besteht aus einem komplexen, stickstoffhaltigen, linearen Polysaccharid und findet sich auch in der Zellwand von Pilzen aus der Gruppe der Fungi („Chitinpilze“)
  • Chlamydomonas sp.
    Chlorophyceae, Chlorophyta
  • Chlorophyll
    Quelle: Genetik
    Grüner Blattfarbstoff der Pflanzen, der zur Photosynthese benötigt wird.
  • Chlorophyll
    pflanzlicher Farbstoff mit photosynthetischer Funktion
  • Chlorophyll (von griech. kloros für „grün“ und phyllon für „Blatt“), engl. chlorophyll
    grünes Pigment in den Chloroplasten grüner Pflanzen und bei bestimmten Bakterien. Mithilfe von Chlorophyll wird bei der Photosynthese die Lichtenergie des Sonnenlichts absorbiert.
  • Chloroplast
    Quelle: Genetik
    Cytoplasmatische, selbstreplizierende Organelle, in welcher Photosynthese stattfindet.
  • Kleines Organell (> Plastid) im Zytoplasma von pflanzlichen Zellen. Es besitzt eigene Erbsubstanz und ist Ort der Photosynthese.
  • Organell der Pflanzenzelle, in dem die Photosynthese abläuft. > Photosynthese
  • Chloroplasten (von griech. kloros für „grün“ und plastos für „geformt“), engl. chloroplasts
    von einer doppelten Membran umhüllte Zellorganellen; enthalten die für die Photosynthese erforderlichen Enzyme und Pigmente; kommen ausschließlich bei Eukaryoten vor
  • Choanocyten, engl. choanocytes
    die Kragengeißelzellen der Schwämme, die als Nährzellen dienen
  • Choking under pressure
    Unter choking under pressure („Versagen unter Druck“) ist der durch erhöhte Angst unter wahrgenommenem Druck ausgelöste, akute und bedeutsame Einbruch von Fertigkeitsausführung und Leistung, selbst wenn eigene Leistungserwartungen eigentlich erreichbar wären, zu verstehen (Mesagno und Hill 2013).
  • Cholecystokinin (CCK)
    Ein Peptid, das in einigen Neuronen des zentralen und peripheren Nervensystems und in einigen Endothelzellen, die den oberen Magen-Darm-Trakt auskleiden, vorkommt; ein Sättigungssignal, das die Nahrungsaufnahme hemmt, teilweise, indem es auf die Axone des Nervus vagus wirkt, welche für die Magendehnung empfindlich sind.
  • Cholecystokinin (CKK), engl. cholecystokinin
    ein von der Wand des Zwölffingerdarms produziertes Hormon, dessen Freisetzung durch unverdaute Fette und Proteine stimuliert wird; setzt die Aktivität desMagens herab und regt die Gallenblase zur Abgabe von Gallenflüssigkeit an
  • Cholinerg
    Beschreibt Neuronen oder Synapsen, die Acetylcholin bilden und freisetzen.
  • Chondroklast
    Knorpelaufnehmende Phagozyten
  • Chorda dorsalis, engl. notochord
    auch als Notochord oder Rückensaite bezeichnet; flexibler, unter hydrostastischen Druck stehender Stab aus gallertigem Material, der bei den Embryonen aller Chordaten sowie bei den erwachsenen Tunicaten und Cephalochordaten eine Stützfunktion ausübt
  • Chorea Huntington
    Eine unheilbare, tödliche Erbkrankheit, die durch Bewegungsstörungen (Dyskinese), Demenz und Persönlichkeitsstörungen gekennzeichnet ist; verbunden mit einer umfassenden Degenerierung von Neuronen in den Basalganglien und in der Großhirnrinde.
  • Chorion
    Quelle: Genetik
    Embryonalhülle, bei Insekten Eihülle (S. 573).
  • Chorion (von griech. khorion für „Nachgeburt“), engl. chorion
    äußerste der schützenden Embryonalhüllen bei Säugetieren und Reptilien (einschließlich Vögel); bildet bei Säugetieren einen Teil der Placenta (vgl. → extraembryonale Membranen)
  • Chromatid
    Quelle: Genetik
    "Elementare, in der Zelle nicht unter teilbare Längseinheit des Chromosoms (enthält eine DNA-Doppelhelix) (S. 32); Schwesterchromatide."
  • Riesenmolekül (DNA-Doppelhelix), das die Erbinformation in linearer Abfolge trägt. Seine wesentlichen Bausteine sind Nukleotide (> G), die Elemente des genetischen Codes sind. In der aktiven Phase einer Zelle besteht ein Chromosom (> G) aus einer Chromatide. Vor der Mitose und Meiose (> G) eukaryotischer Zellen werden Chromatiden „identisch“ verdoppelt und die Schwesterchromatiden (> G) sind durch das Zentromer (> G) miteinander verbunden.
  • Chromatiden, engl. chromatids
    neu replizierte Chromosomen vom Zeitpunkt der molekularen Duplikation bis zu dem Zeitpunkt, an dem sich die Centromere trennen (während der Anaphase der Mitose oder der Meiose II)
  • Chromatin
    Quelle: Genetik
    Färbbares Material im Inneren des Zellkerns, besteht aus DNA, RNA und Proteinen. Repräsentiert die dekondensierten Chromosomen.
  • Chromatin, engl. chromatin
    fädiger Komplex im Zellkern, der aus DNA und Histonen besteht und bei der Zellteilung zu Chromosomen kondensiert (vgl. → Euchromatin, → Heterochromatin)
  • Chromatophoren (von griech. chroma für „Farbe“ und phoreus für „Träger“), engl. chromatophores
    pigmenthaltige Zellen, die sich ausweiten oder zusammenziehen können und dadurch eine Farbänderung von Tieren bewirken
  • Chromomer
    Quelle: Genetik
    Verdickung auf der Achse des meiotischen Prophasechromosoms (S. 238).
  • Organell der Pflanzenzelle, das aus Proplastiden oder Chloroplasten entsteht und durch Carotinoide rötlich/braun/gelb gefärbt ist. > Chloroplast, > Proplastid
  • Chromosom
    Quelle: Genetik
    Träger der Erbanlagen (Kap. 6).
  • Ein Riesenmolekül, das die Erbinformation trägt.
  • Riesenmolekül mit einer oder mehreren identischen (> Chromatiden).
  • Chromosom
    Eine Struktur im Zellkern, die einen einzelnen DNA-Strang enthält.
  • Chromosom
    strukturell hochkondensierter DNA-Strang
  • Chromosomen (von griech. chroma für „Farbe“ und soma für „Körper“), engl. chromosomes
    (1) bei Bakterien und Viren die DNA-Moleküle, welche die gesamte oder zumindest den größten Teil der Erbinformation der Zelle oder des Virus enthalten; (2) bei Eukaryoten einzelne Komplexe aus DNA und Proteinen, die jeweils einen Teil der genetischen Information der Zelle tragen
  • Die Chromosomenzahl oder -struktur weicht vom artspezifischen numerischen oder strukturellen Muster ab (Beispiel ist die Trisomie 21 beim Menschen: Zellen haben neben den beiden elterlichen Chromosomen 21 noch ein weiteres Chromosom 21).
  • Das Zentromer (> G) teilt das Chromosom (> G) einer eukaryotischen Zelle in den kurzen p-Arm und langen q-Arm.
  • Chromosomenmutation, engl. chromosome mutation
    Verlust oder Veränderung von Lage oder Richtung eines DNA-Segments auf einem Chromosom (Gegensatz zu → Genommutation, → Genmutation, → Punktmutation)
  • Das Kerngenom jedes Eukaryoten enthält eine für die Art charakteristische Anzahl von Chromosomen, den Chromosomensatz. Bei geschlechtlicher Vermehrung erhält ein Lebewesen von beiden Elternteilen die gleiche Anzahl von Chromosomen. In jeder Zelle finden wir also Paare elterlicher Chromosomen, die sich in ihrer mikroskopischen Struktur gleichen (homologe Chromosomen). Doch können sich die mütterlichen und väterlichen Erbanlagen der Loci auf den Chromosomen unterscheiden. Es gibt allerdings auch Organismen, die mehr als zwei Kopien eines Chromosoms tragen (triploid, tetraploid, …, polyploid).
  • chronische Abstoßung
    Spät einsetzendes Versagen eines übertragenen Organs aufgrund immunologischer und nichtimmunologischer Ursachen.
  • chronische Allograftvaskulopathie
    Chronische Schädigungen, die zu einem spät einsetzenden Versagen transplantierter Organe führen können. Die Arteriosklerose von transplantierten Blutgefäßen führt zu einer Unterversorgung des Transplantats und schließlich zu einer Fibrose und Atrophie.
  • chronische Granulomatose
    → septische Granulomatose
  • Chroococcus sp.
    Cyanobakterien
  • Chylomikron
    Lipoproteinpartikel zum Transport von Nahrungsfetten in Lymphe und Blut
  • Chylomikronen, engl. chylomicrons
    kleine proteinhaltige Lipidpartikel, die in den Darmschleimhautzellen aus Lipiden in der Nahrung gebildet und an die lymphatischen Gefäße der Submucosa abgegeben werden
  • Chymotrypsin
    pankreatisches Protein-Verdauungsenzym
  • Chymus (von griech. chymos für „Saft“), engl. chyme
    im Magen gebildeter Speisebrei; besteht aus aufgenommener Nahrung und den Verdauungssäften der Speicheldrüsen und der Magenschleimhaut
  • Ciclosporin
    Wirksamer nichtcytotoxischer, immunsuppressiver Wirkstoff. Er hemmt die Signalübertragung über den → T-Zell-Rezeptor und verhindert dadurch die Aktivierung der T-Zellen, sodass sie ihre Effektorfunktionen nicht ausüben können. Ciclosporin bindet an Cyclophilin und dieser Komplex inaktiviert wiederum die Serin/Threonin-Phosphatase (→ Calcineurin).
  • Ciliarmuskel
    Ein Muskel, der die Form der Augenlinse kontrolliert.
  • Cilien (von lat. cilium für „Wimper“), engl. cilia
    Wimpern; haarartige Organellen, die vielen einzelligen Organismen zur Fortbewegung sowie vielen mehrzelligen Organismen zum Transport von Wasser und Schleim dienen; im Allgemeinen kürzer als Geißeln (Flagellen)
  • CINCA-Syndrom (chronic infantile neurologic cutaneous and articular syndrome)
    Autoinflammatorische Erkrankung aufgrund eines Defekts im NLRP3-Gen, das eine Komponente des Inflammasoms codiert.
  • Circadianer Rhythmus
    Ein Rhythmus mit einer Periode von etwa einem Tag.
  • circadianer Rhythmus (von lat. circa für „ungefähr“ und dies für „Tag“), engl. circadian rhythm
    eine das Wachstum oder das Verhalten betreffende Rhythmik, die sich alle 24 Stunden wiederholt
  • circannualer Rhythmus (von lat. circa für „ungefähr“ und annus für „Jahr“), engl. circannual rhythm
    die das Verhalten, das Wachstum oder andere Aktivitäten betreffende Rhythmik, die periodisch auftritt und die Dauer von ungefähr einem Jahr hat
  • cis, trans, engl. cis, trans
    gibt bei Molekülen mit einer Doppelbindung (zumeist zwischen zwei Kohlenstoffatomen) an, auf welcher Seite der Doppelbindung ähnliche Atome oder funktionelle Gruppen angeordnet sind. Liegen sie auf der gleichen Seite, handelt es sich bei dem Molekül um das cis-Isomer, liegen die ähnlichen Atome auf den entgegengesetzten Seiten der Doppelbindung, handelt es sich um das trans-Isomer (vgl. → Isomere).
  • Cis-Konstitution
    Quelle: Genetik
    Zwei oder mehr gekoppelte Allele, die in einer heterozygoten Konstitution auf demselben Chromosom liegen, sind in einer cis-Konstitution.
  • Cis-trans-Test
    Quelle: Genetik
    Ermittelt, ob zwei Mutationen im gleichen Cistron liegen oder nicht (Komplementation).
  • Cistron
    Quelle: Genetik
    Definition Benzers für eine genetische Funktionseinheit (Gen). Stimmt meistens überein mit einer für ein Protein codierenden Region der DNA (S. 130).
  • Kleinste Einheit eines Gens (> G), das für eine Aminosäurekette codiert (> Aminosäure).
  • Citratzyklus, engl. citric acid cycle
    auch als Krebs-Zyklus bezeichnet; ein aus mehreren chemischen Reaktionen bestehender Zyklus der Zellatmung, bei dem Acetyl-CoA zu Kohlenstoffdioxid oxidiert wird und Wasserstoffatome in Form von NADH und FADH2 gespeichert werden
  • Cladophora sp.
    Cladophorophyceae, Chlorophyta
  • Clathrin, engl. clathrin
    fibröses Protein auf den inneren Oberflächen der Plasmamembranen von Tieren; an der → rezeptorvermittelten Endocytose beteiligt
  • CLIP (Klasse-II-assoziiertes Peptid der invarianten Kette)(class II-associated invariant chain peptide)
    Ein Peptid mit variabler Länge, das von Proteasen von der invarianten Kette (li) abgespalten wird. Es bleibt mit dem MHC-Klasse-II-Molekül instabil verbunden, bis es durch das HLA-DM-Protein entfernt wird.
  • Clivia miniata – Klivie
    Amaryllidaceae
  • Coated Pit, engl. coated pit
    „Stachelsaumgrube“, die sich bei der → rezeptorvermittelten Endocytose in der Plasmamembran bildet und ein → Coated Vesicle abschnürt
  • Coated Vesicle, engl. coated vesicle
    cytoplasmatische „Stachelsaumvesikel“, die charakteristische Proteine enthalten, zumBeispiel → Clathrin; bilden sich bei der → rezeptorvermittelten Endocytose aus → Coated Pits
  • Coazervate (von lat. coacervare für „zusammenhäufen“), engl. coacervates
    in wässriger Lösung spontan entstehende, aus Kolloiden gebildete, tröpfchenartige Partikel
  • Cochlea
    Siehe Hörschnecke.
  • Cochlea (von griech. kokhlos für „Schnecke“), engl. cochlea
    spiralig gewundene Röhre im Innenohr von Wirbeltieren; enthält die Hörsinneszellen
  • Cochleärer Verstärker
    Die äußeren Haarzellen, einschließlich der Motorproteine in der Membran dieser Zellen, die die Auslenkung der Basilarmembran in der Hörschnecke verstärken.
  • Cochleariskern
    Siehe dorsaler Cochleariskern, ventraler Cochleariskern.
  • codierende Verknüpfungssequenz
    DNA-Verknüpfungsstelle, die während der Rekombination von Genen für Immunglobulin- oder T-Zell-Rezeptoren durch ungenaues Zusammenfügen eines V-Gen-Segments mit einem (D)J-Gen-Segment entsteht (→ Signalverknüpfungssequenz).
  • Codominant
    Quelle: Genetik
    Zwei unabhängig voneinander im Phänotyp zur Ausprägung kommende Allele, die keine reine rezessive oder dominante Beziehung aufweisen (S. 476).
  • codominant
    Situation, in der beide Allele eines Gens in einem heterozygoten Individuum annähernd gleich stark exprimiert werden. Dies ist bei den meisten Genen der Fall, auch bei den hoch polymorphen MHC-Genen.
  • Codominanz, engl. codominance
    Zustand, bei dem zwei Allele am gleichen Genort unterschiedliche phänotypische Wirkungen zeigen und beide Auswirkungen bei Heterozygoten sichtbar werden
  • Codon
    Quelle: Genetik
    Drei aufeinanderfolgende Nukleotide (Triplett), die die Information für eine Aminosäure oder ein Translationssignal (Start/Stopp) enthalten.
  • Es besteht aus drei Nukleotiden, den elementaren Bausteinen der Erbinformation, die in Nukleinsäuren (> G) niedergelegt ist. Ein solches Dreierpaket, ein Triplett, codiert für eine Aminosäure (> G), für den Anfang oder das Ende eines Gens (> G).
  • Codon, engl. codon
    Sequenz aus drei Nucleotiden (Basentriplett) der mRNA mit der Information für den Einbau einer bestimmten Aminosäure in die Polypeptidkette (Gegensatz zu → Anticodon)
  • Coelom (sekundäre Leibeshöhle), engl. coelom
    ein mit mesodermalen Häuten (Peritoneum) ausgekleideter, mit Flüssigkeit gefüllter, innerer Hohlraum bei dreikeimblättrigen Tieren
  • Coenocyten (von griech. koinos für „gemeinsam“ und kytos für „Behälter“), engl. coenocytes
    Pilzhyphen mit vielkernigen „Zellen“, die von einer einzigen Plasmamembran umgeben sind; entstehen durch Kernteilungen ohne nachfolgende Cytokinese (vgl. → Syncytium)
  • Coenzym
    → Cosubstrat
  • Coevolution, engl. coevolution
    Evolutionsprozess, bei dem eine Anpassung bei einer Art zur Evolution einer Anpassung bei einer anderen Art führt, mit der sie in Wechselbeziehungen steht
  • Coexistenz, engl. coexistence
    die Fähigkeit von Arten, gemeinsam am gleichen Ort leben zu können, obwohl sie beide um eine begrenzte Ressource konkurrieren (Gegensatz zu → Konkurrenzausschluss)
  • Cofaktor, engl. cofactor
    nichtproteinartiges Ion, das schwach an ein Enzym bindet und für dessen Aktivität erforderlich ist
  • Cohäsine, engl. cohesins
    Proteine, die an der gegenseitigen Bindung der Chromatiden beteiligt sind
  • Coisogen
    Quelle: Genetik
    "(lat. cum, mit) Ein coisogener Stamm unterscheidet sich vom Partnerstamm lediglich bezüglich eines einzigen genetischen Locus; die Veränderung (Mutation) kann gezielt eingeführt oder spontan entstanden sein."
  • Coleoptile (Keimscheide), engl. coleoptile
    Scheide, die das Apikalmeristem und die jungen Primärblätter eines Keimlings umhüllt und schützt, wenn diese in der Erde keimen
  • Darmschleimhautentzündung des Dickdarms
  • Colitis ulcerosa
    Eine der beiden Hauptformen der entzündlichen Darmerkrankung, die wahrscheinlich aufgrund einer anormalen Überreaktion auf die kommensale Mikroflora (→ Morbus Crohn) entsteht.
  • Collagen
    Proteinfaser des Bindegewebes
  • Colliculus inferior
    Ein zentraler Kern im Mittelhirn, von dem alle absteigenden Hörsignale zum Nucleus geniculatus medialis ziehen. Auch als unterer Hügel bezeichnet.
  • Colliculus superior
    Eine Struktur im Mittelhirndach, die direkten retinalen Eingang erhält und die sakkadischen Augenbewegungen kontrolliert.
  • Dickdarm
  • Colon (vom griech. kolon für „Dickdarm“), engl. colon
    Dickdarm; Teil des Darms von Säugetieren zwischen dem Dünndarm und dem After
  • Congen
    Quelle: Genetik
    (lat. cum, mit) Ein congener Stamm unterscheidet sich von seinem Partnerstamm durch das Einkreuzen (Introgression) eines bisher nicht vorhandenen Gens oder Allels. Durch das Ein- und spätere Zurückkreuzen zu einem der Elternstämme bleiben jedoch eine unbekannte Anzahl flankierender Gene erhalten.
  • Connexon, engl. connexon
    ein Proteinkanal, der Gap Junctions bildet, die benachbarte tierische Zellen verbinden
  • Consensussequenz
    Quelle: Genetik
    (lat. consensus, Einigkeit, Übereinstimmung) Funktionell wichtige DNA- oder Proteinsequenz, die bei verschiedenen Organismen weitgehend übereinstimmt, aber nicht identisch ist.
  • Consensussequenzen, engl. consensus sequences
    kurze Abschnitte der DNA, die mit geringen Abweichungen in vielen verschiedenen Genen vorkommen
  • Convallaria majalis – Maiglöckchen
    Asparagaceae
  • Corepressor, engl. corepressor
    ein Molekül, das sich bei der Regulation bakterieller Operons mit dem Repressor verbindet und bewirkt, dass dieser die Form verändert und an den Operator bindet. Dadurch wird die Transkription verhindert.
  • Corezeptor
    Zelloberflächenprotein, das die Empfindlichkeit eines Antigenrezeptors für sein Antigen erhöht, indem es an benachbarte Liganden bindet und an der Signalkaskade mitwirkt. Die Antigenrezeptoren auf den T- und B-Zellen sind in Verbindung mit den Corezeptoren CD4 oder CD8 auf T-Zellen beziehungsweise mit einem Corezeptorkomplex aus drei Proteinen bei den B-Zellen aktiv.
  • Coriolis-Effekt, engl. Coriolis effect
    die Ablenkung von Luft oder Wasser infolge unterschiedlicher Geschwindigkeit der Erdrotation in verschiedenen Breiten
  • Cornea
    Siehe Hornhaut.
  • "Krone; Teil der Blütenhülle der Dikotyledonen; besteht aus den oft farbigen Kronblättern (Petalen). > Perianth"
  • Corolla (von lat. corolla für „Krönchen“), engl. corolla
    die Blütenkrone, bestehend aus allen Petalen (Blütenkronblättern) einer Blüte
  • Corpora allata, engl. corpora allata
    paarige endokrine Drüsen von Insekten, die das Juvenilhormon sezernieren
  • Corpora cardiaca, engl. corpora cardiaca
    paarige endokrine Drüsen von Insekten, die das prothoracotrope Hormon (PTTH) sezernieren
  • zentraler Teil des Apikalmeristems des Sprosses, das aus sich parallel (periklin) und senkrecht (antiklin) zur Oberfläche des Meristems teilenden Zellen besteht. > Apikalmeristem, > Tunica
  • Corpus callosum
    Siehe Balken.
  • Corpus geniculatum laterale (CGL)
    Ein thalamischer Kern, der Informationen von der Netzhaut auf die primäre Sehrinde überträgt.
  • Corpus geniculatum mediale (CGM)
    Ein Umschaltkern im Thalamus, durch den alle auditorischen Informationen auf ihrem Weg vom inferioren Colliculus zur Hörrinde laufen.
  • Corpus luteum (lat. für „Gelbkörper“), engl. corpus luteum
    aus einem ovulierten Follikel entstandene Struktur; bildet wichtige Hormone für den Fortbestand der Schwangerschaft
  • Corpus striatum
    Siehe Striatum.
  • Cortex
    Der äußere Bereich eines Gewebes oder Organs. Bei den Lymphknoten bezieht sich der Begriff auf die Follikel, die vor allem aus B-Zellen bestehen.
  • Cortex
    Siehe Großhirnrinde.
  • Großhirnrinde (Cortex cerebri)
  • Cortex (lat. für „Rinde“), engl. cortex
    (1) bei Pflanzen das Gewebe zwischen Epidermis und dem Leitbündel in Spross oder Wurzel; (2) bei Tieren das äußere Gewebe bestimmter Organe, zum Beispiel Nierenrinde, Nebennierenrinde oder Großhirnrinde; (3) peripher liegender Cytoplasmabereich mancher Zellen, insbesondere von Eizellen
  • Cortex cerebelli
    Siehe Kleinhirnrinde.
  • Corti-Organ
    Das Rezeptororgan des auditorischen Systems im Innenohr, das aus Haarzellen, Pfeilerzellen und Stützzellen besteht.
  • Corti-Organ, engl. organ of Corti
    Teil des Gehörorgans im Innenohr; wandelt die von Druckwellen (Schallwellen) erzeugten mechanischen Kräfte in Aktionspotenziale um, die als Geräusch wahrgenommen werden
  • Corticoliberin (Corticotropin-releasing-Hormon, CRH)
    Ein Hormon, das von Neuronen des Nucleus paraventricularis des Hypothalamus freigesetzt wird; stimuliert die Freisetzung von ACTH durch den Hypophysenvorderlappen.
  • Corticosteroide
    Gruppe von Wirkstoffen, die mit den natürlichen Steroiden wie Cortison verwandt sind. Corticosteroide können Lymphocyten und besonders heranreifende → Thymocyten abtöten, indem sie eine → Apoptose auslösen. Man setzt sie als entzündungshemmende und immunsuppressive Wirkstoffe und gegen lymphatische Tumoren ein.
  • Corticosteroide, engl. corticosteroids
    Steroidhormone der Nebennierenrinde (vgl. → Glucocorticoide)
  • Corticotropin
    → adrenocorticotropes Hormon
  • Cortikale Platte
    Eine Zellschicht der unreifen Hirnrinde, die nichtdifferenzierte Neuronen enthält.
  • Cortikale weiße Substanz
    Ein Bündel von Axonen, das direkt unterhalb der Großhirnrinde liegt.
  • Cortikales Modul
    Die Einheit der Hirnrinde, die notwendig und hinreichend ist, um einen abgegrenzten Punkt auf der sensorischen Oberfläche zu analysieren.
  • Cortisol
    Ein Steroidhormon, das von der Nierenrinde freigesetzt wird; mobilisiert Energiereserven, unterdrückt das Immunsystem und wirkt direkt auf einige Neuronen des zentralen Nervensystems.
  • Cortisol, engl. cortisol
    Steroidhormon, das Stressreaktionen vermittelt
  • Bereich des Grasblatts, in dem ein Leitbündel verläuft (Blattrippenbereich). > Blatt, > Blattrippe, > Intercostalfeld
  • costimulierende Moleküle
    Proteine auf der Oberfläche von antigenpräsentierenden Zellen, die an naive T-Zellen costimulierende Signale übermitteln. Beispiele sind die B7-Moleküle auf dendritischen Zellen, die für CD28 auf naiven T-Zellen Liganden sind.
  • costimulierende Rezeptoren
    Rezeptoren auf der Oberfläche von naiven Lymphocyten, durch welche die Zellen zusätzlich zu den Signalen aus dem Antigenrezeptor weitere Signale erhalten. Die costimulierenden Rezeptoren sind für die vollständige Aktivierung der Lymphocyten notwendig. Beispiele sind CD30 und CD40 auf B-Zellen sowie CD27 und CD28 auf T-Zellen.
  • Cosubstrat, engl. cosubstrate
    nichtproteinartiges, organisches Molekül, das bei bestimmten Enzymkatalysen im aktiven Zentrum zusätzlich zum Substrat gebunden und mit umgesetzt wird
  • Cotransmitter
    Einer von zwei oder mehr verschiedenen Neurotransmittern, die aus einer einzelnen präsynaptischen Nerventerminale freigesetzt werden.
  • CpG-Inseln, engl. CpG islands
    DNA-Abschnitte mit besonders hoher Dichte von CpG-Dinucleotiden; besonders häufig in Promotoren; Abschnitte, in denen Cytosin oft methyliert wird
  • CR1 (CD35)
    Von phagocytotischen Zellen exprimierter Rezeptor, der C3b bindet. Er stimuliert die Phagocytose und blockiert die Bildung der C3-Konvertase auf der Oberfläche von Körperzellen.
  • CR2 (CD21)
    Komplementrezeptor, der Teil des B-Zell-Corezeptor-Komplexes ist. CD21 bindet Antigene, an die verschiedene Abbauprodukte von C3b gebunden haben, insbesondere C3dg. Durch Quervernetzung mit dem B-Zell-Rezeptor erhöht es die Empfindlichkeit für ein Antigen um mindestens das 100-Fache. Auch das Epstein-Barr-Virus nutzt CR2, um in B-Zellen einzudringen.
  • CR3 (CD11b:CD18)
    Komplementrezeptor 3. Ein β2-Integrin, das als Adhäsionsmolekül und als Komplementrezeptor wirkt. CR3 bindet auf Phagocyten iC3b und stimuliert die → Phagocytose.
  • CR4 (CD11c:CD18)
    Ein β2-Integrin, das als Adhäsionsmolekül und als Komplementrezeptor wirkt. CR4 auf Phagocyten bindet an iC3b (ein Abbauprodukt von C3b auf der Oberfläche von Pathogenen) und stimuliert die → Phagocytose.
  • CRAC-Kanäle (calcium release-activated calcium channels)
    Kanäle in der Plasmamembran von Lymphocyten, die sich öffnen, wenn ein Lymphocyt auf ein Antigen reagiert, und so Calcium in die Zelle strömen lassen. Das Öffnen des Kanals wird durch die Freisetzung von Calcium aus dem endoplasmatischen Reticulum ausgelöst.
  • Crassulaceen-Säurestoffwechsel (CAM)
    → CAM-Pflanzen
  • Siehe Corticoliberin.
  • CRIg (Komplementrezeptor der Immunglobulinfamilie)
    Komplementrezeptor, der inaktivierte Formen von C3b bindet.
  • CRISPR, engl. CRISPR (clustered regularly interspaced short palindomic repeat)
    kurze, sich wiederholende, palindromische DNA-Abschnitte im Genom von Archaeen und auch Bakterien, die einen Spacer (ein DNA-Fragment aus einem Virus, das die Zelle infiziert hat und in das Genom integriert wurde) umschließt. Wird die Zelle erneut von einem Virus infiziert, wird die Sequenz aus CRISPR und Spacer in einer RNA transkribiert. Nach Bindung einer weiteren RNA lagert sich der Komplex an die virale DNA und bindet die Nuclease Cas9, die die virale DNA spaltet und inaktiviert. Die CRISPR/Cas9-Methode kann zur Inaktivierung und zum Auslösen von gezielten Mutationen sämtlicher Gene angewendet werden.
  • Cristae, engl. cristae
    kleine septenartige Einstülpungen der inneren Membran der Mitochondrien; Ort der oxidativen Phosphorylierung
  • Crossing-over
    Quelle: Genetik
    Genetischer Austausch zwischen (homologen) Chromosomen (S. 239).
  • Brüche zweier elterlicher homologer Chromosomen (> G) können während der Bildung von Keimzellen falsch verknüpft werden. Auf diese Weise entstehen Chromosomen, bei denen Abschnitte beider elterlichen Chromosomen kombiniert sind. Dieser Vorgang wird als Rekombination bezeichnet. Unter dem Mikroskop sehen wir eine Überkreuzung der Chromosomen (Crossing-over).
  • Crossing-over, engl. crossing over
    Mechanismus, durch den gekoppelte Gene rekombiniert werden können. Im Allgemeinen bezieht sich der Begriff auf den reziproken Austausch übereinstimmender Chromosomenstücke zwischen homologen Chromatiden.
  • Crosstalk, engl. crosstalk
    die Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Signaltransduktionswegen
  • Cryptidine
    α-Defensine (antimikrobielle Polypeptide), die von den Paneth-Zellen des Dünndarms produziert werden.
  • Cryptochrome (von griech. kryptos für „versteckt“ und chroma für „Farbe“), engl. cryptochrome
    Rezeptorproteine für Blaulicht und UV-Licht bei Pflanzen und Tieren
  • Cryptoplaques (cryptopatches)
    Aggregate aus Lymphgewebe in der Darmwand, aus denen wahrscheinlich isolierte Lymphfollikel hervorgehen.
  • CstF-64
    Untereinheit des CstF-Faktors (cleavage stimulation factor), der die Polyadenylierung an pAS unterstützt, sodass die sezernierte Form von IgM gebildet wird.
  • → Thymuscortex
  • CTLA-4
    Ein hochaffiner inhibitorischer Rezeptor für B7-Moleküle auf T-Zellen. Durch seine Bindung wird die Aktivierung einer T-Zelle blockiert.
  • Cumulus, engl. cumulus
    dicke, gallertige Schutzschicht der Eizelle von Säugetieren
  • Cupula, engl. cupula
    gallertige Masse in den Bogengängen des Gleichgewichtorgans; umschließt die Sinneshärchen (Stereocilien), die auf die Bewegung der Flüssigkeit in den Kanälen reagieren
  • kurkuma- und pfefferhaltige Gewürzmischung
  • wasserabweisende Schicht auf der Epidermis, die auch antibiotisch wirksame Stoffe enthält. > Cutin
  • Cuticula, engl. cuticula
    (1) bei Pflanzen die vor Wasserverlust schützende Wachsschicht auf der Epidermis; (2) bei Ecdysozoa (Häutungstieren) die äußere Körperhülle, die periodisch gehäutet wird und eine Schutz- und Stützfunktion hat
  • wasserabweisendes pflanzliches Biopolymer. > Cuticula
  • → variables Immundefektsyndrom
  • CXC-Chemokine
    Eine der beiden Hauptgruppen der Chemokine, die deren besonderes Merkmal das Cys-X-Cys-(CXC-)Motiv in der Nähe des Aminoterminus ist. Man bezeichnet sie mit CXCL1, CXCL2 und so weiter. Eine Liste der einzelnen Chemokine findet sich in Anhang IV.
  • CXCL12 (SDF-1)
    Chemokin, das von den Stromazellen in der dunklen Zone des Keimzentrums gebildet wird und CXCR4 bindet, das von Centroblasten exprimiert wird.
  • CXCL13
    Chemokin, das in den Follikeln und hellen Zonen der Keimzentren produziert wird und an den CXR4-Rezeptor bindet, der von Centroblasten exprimiert wird.
  • CXCR5
    Chemokinrezeptor, der von zirkulierenden B-Zellen und aktivierten T-Zellen exprimiert wird, das Chemokin CXCL13 bindet und wandernde Zellen in die Follikel dirigiert.
  • CXR3R1
    Chemokinrezeptor, der von Monocyten, Makrophagen, NK-Zellen und aktivierten T-Zellen exprimiert wird und CXCL1 (Fractalin) bindet.
  • cyclinabhängige Kinasen (Cdks), engl. cyclin-dependent kinases
    cyclinabhängige Proteinkinasen. Die Zielproteine der cyclinabhängigen Kinasen sind an der Steuerung des Zellzyklus beteiligt. Cyclinabhängige Kinasen sind nur dann aktiv, wenn sie mit zusätzlichen Proteinuntereinheiten, den Cyclinen, einen Komplex bilden.
  • Cycline, engl. cyclins
    Proteine, die cyclinabhängige Kinasen (Cdks) aktivieren und dadurch den Zellzyklus steuern
  • Cyclooxygenase
    Fettsäurenoxidierendes Enzym
  • Cyclophiline
    Familie von Polyisomerasen, welche die Proteinfaltung beeinflussen und Ciclosporin binden. Der so entstehende Komplex bindet an Calcineurin und verhindert so dessen Umwandlung in Calmodulin.
  • Cyclophosphamid
    DNA-alkylierendes Agens, das häufig als → Immunsuppressivum eingesetzt wird. Es tötet schnell proliferierende Zellen ab, darunter auch Lymphocyten, die sich infolge eines Antigenkontakts teilen.
  • cystische Fibrose
    Krankheit, die durch einen Defekt im CFTR-Gen verursacht wird. Dadurch kommt es zur Absonderung von dickem, klebrigem Schleim und zu rezidivierenden Infektionen der Lunge.
  • Cytidin-Desaminase-Aktivität (CDA)
    Enzymatische Aktivität der Proteine aus der AIDAPOBEC-Familie bei Spezies der kieferlosen Vertebraten (Agnatha). Diese Proteine bewirken wahrscheinlich die Umlagerung und das Zusammensetzen der gesamten VLR-Gene.
  • Cytoarchitektonische Karte
    Eine Karte, in der Regel der Großhirnrinde, die auf Unterschieden in der Cytoarchitektur beruht.
  • Cytoarchitektur
    Die Anordnung von Nervenzellkörpern in den verschiedenen Teilen des Gehirns.
  • Cytochrom c, engl. cytochrome c
    eisenhaltiges, rotes Protein als Elektronenüberträger in der Atmungskette. Cytochrome sind allgemein Bestandteile der Elektronentransportketten, die bei der Photophosphorylierung und der Zellatmung, aber auch im Entgiftungssystem der Leber eine Rolle spielen.
  • Cytochromoxidase
    Ein mitochondriales Enzym, das in Zellen häufig ist, die in der primären Sehrinde Blobs bilden.
  • Cytogenetik
    Quelle: Genetik
    Spezialgebiet der Genetik, das vor allem die Struktur und Funktion der Chromosomen analysiert.
  • Cytokine
    Von Zellen gebildete Proteine, die das Verhalten anderer Zellen beeinflussen, vor allem das der Immunzellen. Von Lymphocyten produzierte Cytokine nennt man auch oft → Interleukine (abgekürzt IL). Eine Auflistung der verschiedenen Cytokine und ihrer Rezeptoren findet sich in Anhang III (→ Chemokine; Anhang IV).
  • Cytokine, engl. cytokines
    von Zellen des Immunsystems produzierte regulatorisch wirkende Proteine, die auf andere Zellen des Immunsystems wirken
  • Cytokinese (von griech. kinein für „bewegen“), engl. cytokinesis
    Teilung des Cytoplasmas einer sich teilenden Zelle (Gegensatz zu → Mitose)
  • Cytokinine, engl. cytokinins
    Klasse von Phytohormonen, die bei der Alterung, der Zellteilung und anderen Phänomenen eine Rolle spielen
  • Cytoplasma
    Quelle: Genetik
    Wässrige Substanz im Inneren der Zelle (S. 167).
  • Cytoplasma
    Zellmaterial, das von der Zellmembran umschlossen ist; einschließlich der Organellen, doch ohne den Zellkern.
  • Cytoplasma (cytoplasm)
    Der Zellinhalt, den die Plasmamembran umschließt, mit Ausnahme des Zellkerns. Das Cytoplasma umfasst das wässrige Zellmedium mit den darin gelösten Molekülen (Cytosol), das Cytoskelett und die Organellen.
  • Cytoplasma, engl. cytoplasm
    Inhalt einer Zelle mit Ausnahme des Zellkerns
  • Cytoplasmaströmung
    fließende Bewegung des Cytoplasmas in der intakten Zelle, wahrscheinlich bedingt durch ATP-abhängige Lageveränderungen von Strukturproteinen
  • Cytoplasmaströmung, cytoplasmic streaming
    das Fließen des Cytoplasmas in Pflanzenzellen, Pilzzellen und amöboiden Zellen, beruhend auf einer Interaktion von Actin und Myosin
  • cytoplasmatische Determinanten, engl. cytoplasmic determinants
    Genprodukte in Eizellen von Tieren, deren dortige räumliche Verteilung sie in unterschiedliche Zellen gelangen lässt und so deren Entwicklungsschicksal im Embryo bestimmt
  • cytoplasmatische Segregation, engl. cytoplasmic segregation
    die asymmetrische Verteilung cytoplasmatischer Determinanten in der Embryonalentwicklung eines Tieres
  • Cytosin (C), engl. cytosine
    Pyrimidinbase in DNA und RNA
  • Cytoskelett
    Das innere Gerüst, das einer Zelle die charakteristische Gestalt verleiht; besteht aus Mikrotubuli, Neurofilamenten und Mikrofilamenten.
  • Cytoskelett (cytoskeleton)
    Sammelbegriff für fadenartige und teilweise vernetzte Proteinstrukturen innerhalb der Zelle, die Stabilität vermitteln, Transportvorgänge und Bewegungen ermöglichen sowie an Signalprozessen beteiligt sind.
  • Cytoskelett, engl. cytoskeleton
    das Netzwerk aus Mikrotubuli und Mikrofilamenten, das einer eukaryotischen Zelle ihre Form und ihr Volumen verleiht und eine Bewegung der Organellen ermöglicht
  • Cytosol
    Eines von mehreren Hauptkompartimenten innerhalb einer Zelle. Es enthält Bestandteile wie das Cytoskelett und die Mitochondrien und ist durch Membranen von den eigenständigen Kompartimenten, beispielsweise dem Zellkern oder dem vesikulären System, abgegrenzt.
  • Cytosol
    Die wässrige Flüssigkeit im Zellinneren.
  • Cytosol, engl. cytosol
    der Anteil des Cytoplasmas, der außerhalb von membranumhüllten Organellen liegt
  • cytotoxische T-Zellen
    T-Zellen, die andere Zellen abtöten können. Das sind vor allem die CD8-T-Zellen, die intrazelluläre Krankheitserreger bekämpfen, die im Cytosol leben oder sich dort vermehren. Aber auch CD4-T-Zellen können in manchen Fällen andere Zellen abtöten.
  • cytotoxische T-Zellen (T-Killerzellen, TC), engl. cytotoxic T cells
    Zellen (Lymphocyten) der zellulären Immunantwort, die virusinfizierte Zellen direkt erkennen und zerstören können (vgl. → T-Helferzellen)