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Begriff Erklärung

Calcitonin

Hormon, das bei den Wirbeltieren für die Regulation der Konzentration freier Calciumionen in den extrazellulären Körperflüssigkeiten zuständig ist

campaniforme Sensille

Sinneszelle bei Insekten, die auf eine Verbiegung der Cuticula reagiert

Carboanhydrase

Enyzm, das die schnelle Umwandlung von Kohlendioxid und Wasser zu Kohlensäure (bzw. die Rückreaktion) katalysiert

Carnivora

fleischfressende Lebewesen

Carotinoid

natürlicher Farbstoff (Terpen), der in Tiergeweben oder -produkten eine gelbe oder rötliche Färbung verursachen kann

Carrier

Transportprotein in der biologischen Membran, das als passiver Transporter bestimmte Ionen oder Moleküle durch die Membran schleusen kann

Catecholamin

biogenes Amin mit einem Catecholring (1,2-Dihydroxybenzol); Dopamin, Noradrenalin, Adrenalin

Cellulose

Kohlenhydratpolymer (β -D-Glucose-Moleküle in β -1,4-glykosidischen Bindungen) in den pflanzlichen Zellwänden zur Erhöhung deren Festigkeit; für Tiere unverdaulich

Cephalisation

evolutionärer Prozess der Kopfbildung bei den → Metazoa

Cerebellum

Kleinhirn; dorsal Teil des Metencephalons von Wirbeltieren, motorisches Zentrum zur Koordination von Körperbewegungen

Cerebralisation

evolutionärer Prozess der Gehirnbildung (Konzentration neuronaler Zentren im Kopfbereich) bei den → Metazoa

Chaperon

Hilfs- oder Gerüstmolekül in Zellen, das anderen Proteinen hilft, ihre reguläre räumliche Konformation (Faltung) beizubehalten oder diese nach partieller Denaturierung wieder einzunehmen

Chemorezeptor

auch: Chemosensor; Sinneszelle, die die Wahrnehmung von Geruchs- oder Geschmacksstoffen ermöglicht

Chitin

Polysaccharid aus N-Acetyl-D-glucosamin-Einheiten, die durch β-1,4-glykosidische Bindungen verknüpft sind; sklerotische Substanz des Exoskeletts bei Arthropoden; kommt auch bei Pilzen vor (Hauptbestandteil der Zellwand) sowie bei Mollusca, selten auch bei Wirbeltieren, so bei Knochenfischen (Teleostei) und Schleimfischen (Blenniidae)

Chlorid/Hydrogencarbonat-Austauscher

Carrierprotein für den elektroneutralen Austausch von Chlorid- und Hydrogencarbonationen über Zellmembranen Ð sehr häufig in der Erythrocytenmembran (Bande-III-Protein)

Chloridzelle

transportaktive Zelle im Oberflächenepithel von Tieren (z. B. Kiemen) zur Aufnahme von Chloridionen für die Wahrung der Osmo- und Ionenhomöostase

Chlorocruorin

respiratorisches Pigment in den Körperflüssigkeiten bestimmter Anneliden (Polychaeten); die Struktur entspricht der des Hämoglobins, wobei die Formylgruppe an der Position 2 des Protoporphyrinrings des Häms durch einen Vinylrest ersetzt ist

Cholesterin

in allen tierischen Zellen anzutreffendes Sterol (Synthese im Mevalonatweg), das als Substrat für viele lebenswichtige Moleküle dient (u. a. Glucocorticoide und Sexualsteroide, Sterine der Plasmamembranen)

chromatische Aberration

Linsenfehler, bei dem kurzwelliges Licht (Blau, UV) stärker gebrochen wird als langwelliges Licht (Gelb, Rot)

Chromatophor

Zelle eines Tieres (meist im Integument), die größere Mengen eines Farbstoffs oder eines → Pigments enthäl

Chromophor

lichtabsorbierender Bestandteil in Photopigmenten, zum Beispiel → Retinal

Chromosom

mit Proteinen vergesellschaftetes DNA-Molekül, in dem die Erbinformation gespeichert ist

Chylomikron

nach der Fettresorption von Enterocyten gebildeter Lipidpartikel bei Wirbeltieren, bestehend aus Triglyceriden, Phospholipiden, Cholesterin und Lipoproteinen; Chylomikronen werden mit dem Pfortaderblut vom Darm in die Leber transportiert

Chymus

Nahrungsbrei im Gastrointestinalsystem von Tieren

circadianer Rhythmus

Rhythmus mit einer Periodenlänge von etwa (circa) einem Tag (dian)

circadianer Schrittmacher

interner Oszillator mit einer Periodenlänge von etwa 24 h, der zeitliche Rhythmen in einem Organismus organisier

Citratzyklus

auch: Krebszyklus; zellulärer Stoffwechselweg des Energiestoffwechsels, in dem in Redoxreaktionen Wasserstoffatome zwischen Donatoren und Akzeptoren übertragen werden

Clearance

technischer Begriff aus der Nierenphysiologie: Plasmavolumen, das bei einem Durchlauf durch die Niere vollständig von einer gelösten Substanz befreit wird

Cochlea

auch: Schnecke; Teil des Innenohrs bei Vertebraten

Codon

auch: Basentriplett; drei aufeinanderfolgende Nucleotide in DNA bzw. mRNA, die während der Proteinbiosynthese eine bestimmte Aminosäure in der Proteinsequenz codieren

Coelomflüssigkeit

Körperflüssigkeit der sekundären Leibeshöhle; das Coelom ist umschlossen vom Coelomepithel, das sich aus dem Mesoderm ableitet

Coenzym

ein nichtproteinartiges organisches Molekül (z. B. ein Vitamin), das sich an ein Protein anlagern kann und diesem damit enzymatische Aktivität verleiht

Colon

Dickdarm

Compliance

Beziehung zwischen Volumen- und Druckänderung (Weitbarkeit) im geschlossenen Gefäßsystem der Wirbeltiere

Connexin, Connexon

molekulare Komponenten von → Gap Junctions; ein Connexon (Membranpore) ist aus sechs identischen Polypetidketten (Connexinen) aufgebaut

Corium

auch: Dermis, Lederhaut; Schicht der Wirbeltierhaut unterhalb der Epidermis; im Corium liegen die Nervenendigungen der Hautsinneszellen

Cortex

Großhirnrinde (Cortex cerebri) oder Kleinhirnrinde (Cortex cerebelli) der Wirbeltiere

Corti-Organ

Gehörorgan im Innenohr von Säugetieren

Cotransport

auch: Symport; Mitnahme eines Ions oder Moleküls über eine biologische Membran durch einen Carrier für einen anderen Stoff, der durch einen präformierten Gradienten dieses Stoffes oder durch ATP-Hydrolyse energetisiert wird

Cryptochrom

Klasse von Flavoproteinen in den Sinneszellen der Retina einiger Tiere, die möglicherweise Funktionen bei der Magnetfeldwahrnehmung haben

Ctenidium

Fiederkieme bei Gastropoden und einigen Arten der Prosobranchia

Cytokin

Gewebshormon, oft in Immunfunktionen eingebunden

Cytoskelett

ein aus Proteinfilamenten und → Mikrotubuli aufgebautes Netzwerk im Cytoplasma eukaryotischer Zellen zur Stabilisierung der Zellform und zur Strukturierung des Zellinhalts

cytosolischer Rezeptor

Rezeptormolekül, das im nichtligandengebundenen Zustand am inneren Blatt der Plasmamembran liegt und auf den Eintritt eines bestimmten lipophilen Hormonmoleküls wartet, dieses bindet und als Rezeptor-Ligand-Komplex in den Zellkern transportiert

clock-Gen

Ein Gen, das entscheidend am molekularen Mechanismus des circadianen Rhythmus beteiligt ist; clock-Gene werden in Proteine translatiert, die ihre eigene Transkription regulieren, und ihre Expression nimmt mit einem Zyklus von 24 h ab und wieder zu.

Clostridium difficile

Grampositives, anaerobes, toxigenes, sporenbildendes Bakterium, das häufig mit schweren Koliken in Zusammenhang steht, die nach einer Behandlung mit bestimmten Breitbandantibiotika auftreten können.

Cochraine-reviews

vergleichende Bewertung von klinischen Studien

cyclic AMP response element binding protein (CREB)

Ein Protein, das an spezifische Bereiche der DNA bindet (cyclic AMP response elements) und die Gentranskription reguliert; ein sehr wichtiger Regulator der von der Proteinsynthese abhängigen Gedächtniskonsolidierung.

C-Horizont

→ Ausgangsgestein

c-Maf

Transkriptionsfaktor, der bei der Entwicklung der TFH-Zellen eine Rolle spielt.

C-reaktives Protein

→ Akute-Phase-Protein, das an Phosphatidylcholin bindet, das seinerseits Bestandteil des C-Polysaccharids (daher die Bezeichnung C-reaktiv) des Bakteriums Streptococcus pneumoniae und vieler anderer Bakterien ist. Das C-reaktive Protein kann die Bakterien daher opsonisieren und für eine schnelle Endocytose durch Phagocyten vorbereiten.

C-reaktives Protein

Akut-Phase-Protein

C-terminale Src-Kinase (Csk)

Kinase, die das C-terminale Tyrosin der Src-Kinasen in Lymphocyten phosphoryliert und die Src-Kinasen dadurch inaktiviert.

C-Typ-Lektine

Eine große Gruppe von kohlenhydratbindenden Proteinen, die für die Bindung Ca2+ benötigen. Viele dieser Proteine sind bei der angeborenen Immunität aktiv.

C1, C1-Komplex

Proteinkomplex, der als erster Schritt des klassischen Komplementwegs aktiviert wird und aus C1q sowie je zwei Molekülen der Proteasen C1r und C1s besteht. Die Bindung eines Pathogens oder Antikörpers an C1q aktiviert die C1r-Protease, die wiederum die C1s-Protease spaltet und aktiviert, die dann C4 und C2 spaltet.

C1-Inhibitor (C1INH)

Inhibitorprotein für C1, das die C1r:C1s-Enzymaktivität blockiert. Ein Defekt von C1INH ist die Ursache des → erblichen angioneurotischen Ödems, bei dem die Aktivität von gefäßaktiven Peptiden zu Schwellungen unter der Haut und am Kehlkopf führt.

C2

Komplementprotein des klassischen und des Lektinwegs, das durch den C1-Komplex in C2b und C2a gespalten wird. C2a ist eine aktive Protease und eine Untereinheit der klassischen C3-Konvertase C4bC2a.

C3

Komplementprotein, in dem alle Komplementaktivierungswege zusammenlaufen. Durch Spaltung von C3 entsteht C3b, das dann kovalent an mikrobielle Oberflächen bindet, wo es die Zerstörung der Mikroorganismen durch Phagocyten stimuliert.

C3-Konvertase

Enzymkomplex, der auf der Oberfläche von Pathogenen C3 in C3b und C3a spaltet. Die C3-Konvertase des klassischen und des Lektinwegs entsteht durch die Zusammenlagerung des membrangebundenen C4b-Proteins mit der Protease C2a zu einem Komplex. Die C3-Konvertase des alternativen Weges wird von dem membrangebundenen C3b-Protein und der Protease Bb gebildet.

C3-Konvertase der flüssigen Phase (C3(H2O)Bb)

Kurzlebige C3-Konvertase des alternativen Komplementwegs, die im Plasma ständig auf niedrigem Niveau produziert wird und die Aktivierung des alternativen Komplementwegs in Gang setzen kann.

C3-Pflanze

Pflanze, die bei der primären Einspeisung des CO2 in den Stoffwechsel im Zuge der Photosynthese als erstes stabiles Stoffwechselprodukt einen C3-Körper bildet. > C4-Pflanze, > Photosynthese

C3-Pflanzen, engl. C3 plants

Pflanzen, bei denen während der Kohlenstofffixierung im Rahmen der Photosynthese als erstes stabiles Produkt 3-Phosphoglycerat gebildet wird; verwenden Ribulose-1,5-bisphosphat als CO2-Rezeptor

C3a

→ Anaphylatoxine

C3b

→ C3

C3b2Bb

C5-Konvertase des alternativen Weges der Komplementaktivierung.

C3bBb

C3-Konvertase des alternativen Weges der Komplementaktivierung.

C3dg

Abbauprodukt von iC3b. Es bleibt auf der Oberfläche von Mikroorganismen haften und bindet dort an den Komplementrezeptor CR2.

C3f

Kleines Fragment von C3b, das von Faktor I und MCP entfernt wird, sodass iC3b auf der Oberfläche des Mikroorganismus übrigbleibt.

C4

Komplementprotein des klassischen und des Lektinwegs. C4 wird von C1s zu C4b gespalten. C4b ist eine Untereinheit der klassischen C3-Konvertase.

C4-Pflanze

Pflanze, die bei der primären Einspeisung des CO2 in den Stoffwechsel im Zuge der Photosynthese als erstes stabiles Stoffwechselprodukt einen C4-Körper bildet. > C3-Pflanze, > Photosynthese

C4-Pflanzen, engl. C4 plants

Pflanzen, bei denen während der Kohlenstofffixierung im Rahmen der Photosynthese als erstes stabiles Produkt Oxalacetat gebildet wird; verwenden Phosphoenolpyruvat als CO2-Rezeptor; eine Vorfixierung von Kohlenstoff als Anpassung an warme, trockene Standorte

C4b-bindendes Protein (C4BP)

Komplementregulatorisches Protein, das die C3-Konvertase des klassischen Weges inaktiviert, wenn sie sich auf der Oberfläche von Körperzellen bildet. Dadurch wird C2a aus dem C4b:C2a-Komplex verdrängt. C4BP bindet an C4b-Moleküle auf den Körperzellen, jedoch nicht an C4b-Moleküle auf der Oberfläche von Krankheitserregern.

C4b2a

C3-Konvertase des klassischen und des Lektinwegs der Komplementaktivierung.

C4b2a3b

C5-Konvertase des klassischen und des Lektinwegs der Komplementaktivierung.

C5-Konvertase

Enzym, das C5 zu C5a und C5b spaltet.

C5a

→ Anaphylatoxine

C5a-Rezeptor

Zelloberflächenrezeptor für das proinflammatorische C5a-Fragment des Komplementsystems, das auf Makrophagen und neutrophilen Zellen vorkommt.

C5b

Fragment von C5, das die Bildung des membranangreifenden Komplexes (MAC) in Gang setzt.

C5L2 (GPR77)

"Köder"-Rezeptor (decoy receptor) für C5a, der aber keine Signale aussendet und von Phagocyten exprimiert wird.

C6, C7, C8, C9

Komplementproteine, die zusammen mit C5b den membranangreifenden Komplex bilden.

CA1

Ein Bereich des Ammonshorns im Hippocampus, der von den Neuronen der CA3-Region erregt wird (CA von Cornu ammonis, Ammonshorn).

CA3

Ein Bereich des Ammonshorns im Hippocampus, der von den Neuronen des Gyrus dentatus erregt wird (CA von Cornu ammonis, Ammonshorn).

CAAT-Box

Quelle: Genetik

Hochkonserviertes DNA-Sequenzelement (CAAT) in der Promotorregion eukaryotischer Gene. Die vier Basen werden von Proteinen erkannt, die an der Initiation der Transkription beteiligt sind.

Cadherin

Zell-Zell-Adhäsionen vermittelnde transmembrane Glykoproteine

Caecum

Blinddarm

Caecum (von lat. caecus für „blind“), engl. blind gut

Blinddarm; blind endende Abzweigung des Dickdarms. Bei vielen nicht wiederkäuenden Säugetieren enthält der Blinddarm Kolonien von cellulosezersetzenden Mikroorganismen, die den Tieren bei der Verdauung helfen.

Calcineurin

Cytosolische Serin/Threonin-Phosphatase, die bei der Signalübertragung über den T-Zell-Rezeptor von entscheidender Bedutung ist. Die Immunsuppressiva → Ciclosporin und → Tacrolimus inaktivieren Calcineurin und unterdrücken so T-Zell-Reaktionen.

Calcitonin

ER-Lektin, Regulation der Calcium-Resorption

Calcitonin, engl. calcitonin

von der Schilddrüse gebildetes Hormon, das den Calciumspiegel im Blut senkt und den Aufbau von Knochensubstanz fördert (vgl. → Parathormon)

Calcitriol, engl. calcitriol

ein Hormon, das aus Vitamin D synthetisiert wird und unter anderem die Zellen des Verdauungstrakts zur Absorption von Calcium aus der aufgenommenen Nahrung anregt

Calcium-Calmodulin-abhängige Proteinkinase (CaMK)

Eine Proteinkinase, die durch einen Anstieg der internen Calciumkonzentration aktiviert wird.

Calciumpumpe

Eine Ionenpumpe, die Calcium aus dem Cytoplasma transportiert.

Calmodulin

Calciumbindendes Protein, das durch die Bindung von Ca2+ aktiviert wird. Es kann dann an eine Vielzahl von Enzymen binden und ihre Aktivität regulieren.

Calmodulin, engl. calmodulin

in allen tierischen und pflanzlichen Zellen vorkommendes, calciumbindendes Protein; vermittelt viele durch Calcium regulierte Prozesse

Calnexin

ER-Lektin, Regulation der Calciumresorption

Calnexin

Chaperonprotein, das im endoplasmatischen Reticulum vorkommt. Es bindet an teilweise gefaltete Proteine der Immunglobulinsuperfamilie und hält sie im endoplasmatischen Reticulum zurück, bis sie ihre endgültige Konformation eingenommen haben.

Calprotectin

Komplex aus Heterodimeren der antimikrobiellen Peptide S100A8 und S100A9, die Zink und Mangan aus Mikroorganismen abziehen. Der Komplex wird von neutrophilen Zellen in großer Menge und von Makrophagen und Epithelzellen in geringer Menge produziert.

Calreticulin

unterstützt Proteinstrukturbildung (Chaperon, heat-shock-protein)

Calreticulin

Chaperonprotein im endoplasmatischen Reticulum, das zusammen mit ERp57 und Tapasin einen Peptidbeladungskomplex bildet, der Peptide an neu synthetisierte MHC-Klasse-I-Moleküle heftet.

Caltha palustris – Sumpfdotterblume

Ranunculaceae

Calvin-Zyklus, engl. Calvin cycle

auch als reduktiver Pentosephosphatzyklus bezeichnet; Abschnitt der Photosynthese, in dem CO2 mit Ribulose-1,5-bisphosphat zu 3-Phosphoglycerat reagiert, dieses anschließend zu einem Zucker reduziert wird und Ribulose-1,5-bisphosphat wieder neu entsteht. Andere Nebenprodukte werden dabei an die Pflanze abgegeben.

Calyptra

→ Wurzelhaube

Calyx

"Kelch; Teil der Blütenhülle der Dikotyledonen; besteht aus den oft grünen Kelchblättern (Sepalen). > Perianth"

CAM

Siehe Zelladhäsionsmolekül.

CAM-Pflanzen, engl. crassulacean acid metabolism plants

Pflanzen mit einem Stoffwechselweg, der es ihnen ermöglicht, nachts Kohlenstoffdioxid zu speichern und daher tagsüber bei geschlossenen Spaltöffnungen Photosynthese zu betreiben (Crassulaceen-Säurestoffwechsel)

cAMP

Siehe zyklisches Adenosinmonophosphat.

cAMP (zyklisches AMP), engl. cyclic AMP

zyklisches Adenosinmonophosphat; aus ATP gebildetes, ringförmiges Molekül, das als sekundärer Botenstoff fungiert

Cancerogen

→ Karzinogen

Cannon-Bard-Theorie

Eine Theorie aus der Psychologie, nach der das emotionale Erleben unabhängig vom emotionalen Ausdruck ist und durch das Aktivierungsmuster im Thalamus bestimmt wird.

Cap-Gruppe (G-Cap), engl. cap

chemisch modifiziertes GTP, das am 5‘-Ende der mRNA als „Kappe“ angeheftet ist; erleichtert die Bindung der mRNA an Ribosomen und verhindert den Abbau der mRNA

Capping

Während der Transkription (> G) eines eukaryotischen Gens wird der Anfang der mRNA markiert. Diese Veränderung stabilisiert das Transkript für seinen Transport in das Zytoplasma (> G) von Eukaryoten und ist für den Beginn der Translation wichtig.

Capping

Ein Vorgang im Zellkern, bei dem das modifizierte Purin 7-Methylguanosin an die 5?-Phosphatgruppe des ersten Nucleotids des RNA-Transkripts befestigt wird.

Capsid, engl. capsid

äußere Virushülle, welche die Nucleinsäure des Virus umschließt

Capsomer

Proteinstruktur-Einheiten der Virushülle

Capsula interna

Eine Ansammlung von Axonen, die das Großhirn mit dem Zwischenhirn verbindet.

Caput, engl. caput

(1) in der Anatomie für den Kopfteil eines Organs; (2) bei Arthropoden der aus den vorderen Körpersegmenten entstandene Kopf

Carboanhydrase (CA), engl. carbonic anhydrase

Enzym, das die Hydratisierung von CO2 zu Kohlensäure katalysiert

Carbonsäuren, carboxylic acids

organische Säuren mit einer Carboxylgruppe (-COOH), die durch Abgabe eines Wasserstoffatoms zum Carboxylation (-COO-) dissoziiert

Carbonylgruppe

→ Ketone

Carboxylase, engl. carboxylase

Enzym, das die Bindung einer Carboxylgruppe (O=C-OH) an ein Substrat katalysiert

Carboxylgruppe

→ Carbonsäuren

Carboxypeptidase N (CPN)

Metalloproteinase, die C3a und C5a inaktiviert. Ein CPN-Defekt führt zu rezidivierenden Angioödemen.

CARD (caspase recruitment domain)

Proteindomäne, die in einigen Rezeptorschwänzen vorkommt und mit anderen Proteinen, die CARD-Domänen enthalten, dimerisieren kann, etwa mit Caspasen, die dadurch für Signalwege aktiviert werden.

Cardiolipin

Lipid, das bei vielen Bakterien und an der inneren Mitochondrienmembran vorkommt und von einigen γ:δ-T-Zellen als Ligand erkannt wird.

carnivore Pflanzen, engl. carnivorous plants

Pflanzen, die in der Lage sind, Tiere zu fangen und zu verdauen, und sich dadurch mit stickstoffhaltigen Verbindungen versorgen

Carnivoren (von lat. caro, carnis für „Fleisch“ und vorare für „fressen“), engl. carnivores

Fleischfresser; Organismen, die sich von tierischen Geweben ernähren (Gegensatz zu → Detritivoren, → Herbivoren, → Omnivoren)

Carnivorie, engl. carnivory

Eine Form der Prädation, bei der sowohl der Prädator als auch die Beute ein Tier ist. (Gegensatz zu → Herbivorie, → Parasitismus, → Omnivorie)

Carotinoide, engl. carotinoids

gelbe, orangefarbene oder rote, fettlösliche akzessorische Pigmente, die bei der Photosynthese eine Rolle spielen; finden sich auch bei Pilzen

Carrierproteine, engl. carrier proteins

Proteine, die andere Moleküle binden, diese transportieren, beispielsweise im Blut oder durch eine Biomembran, und sie dann wieder freisetzen

Caruncula

fettreiches Anhangsgewebe bei Samen

Caspary-Streifen

streifenförmige Einlagerung von wasserundurchlässigen Substanzen in die Zellwand der Endodermiszelle. > Endodermis

Caspary-Streifen, engl. Casparian strip

suberin- und ligninenthaltender Zellwandstreifen in der Endodermis von Pflanzenwurzeln; schränkt die Wasserdurchlässigkeit der Endodermis ein

Caspase 11

Diese Caspase ist zu den Caspasen-4 und -5 beim Menschen homolog. Die Expression wird von TLR-Signalen induziert.

Caspase 8

Initiatorcaspase, die durch unterschiedliche Rezeptoren aktiviert wird und die Apoptose einleitet.

Caspase, engl. caspase

Vertreter einer Gruppe von Proteasen, die die Spaltung von Zielproteinen katalysieren und bei der Apoptose eine Rolle spielen

Caspasen

cysteinyl-aspartat-spezifische Proteasen der Apoptose

Caspasen

Familie von Cysteinproteasen, die Proteine an Asparaginsäureresten spalten. Sie besitzen wichtige Funktionen bei der Prozessierung von inaktiven Cytokinvorstufen.

Catecholamine

Die Neurotransmitter Dopamin, Noradrenalin und Adrenalin.

Cathelecidine

antimikrobiell wirkendes Peptid

Cathelicidine

Familie von antimikrobiellen Peptiden, die beim Menschen nur einen einzigen Vertreter umfasst.

Cathelin

Ein Cathepsin-L-Inhibitor

Cathepsin

lysosomale Proteasen

Cathepsine

Familie von Proteasen, die in ihrem aktiven Zentrum einen Cysteinrest enthalten und häufig bei der Prozessierung von Antigenen mitwirken, die in den vesikulären Weg aufgenommen wurden.

Caudal

Anatomische Lagebezeichnung; Richtung Schwanz gelegen oder posterior.

CC-Chemokine

Eine der beiden Hauptgruppen der Chemokine, die sich durch zwei benachbarte Cysteinreste (CC) im Aminoterminus von denen der anderen Hauptgruppe unterscheiden. Sie werden mit CCL1, CCL2 und so weiter bezeichnet. In Anhang IV sind Chemokine im Einzelnen aufgeführt.

CCK

Siehe Cholecystokinin.

CCL19

Chemokin, das von dendritischen Zellen und Stromazellen in den T-Zell-Bereichen der Lymphknoten erzeugt wird, an CCR7 bindet und naive T-Zellen anlockt.

CCL20

Chemokin, das von follikelassoziierten Epithelzellen erzeugt wird, an CCR6 bindet und aktivierte T- und B-Zellen, NK-Zellen und dendritische Zellen zu den GALT-Geweben dirigiert.

CCL21

Chemokin, das von dendritischen Zellen und Stromazellen in den T-Zell-Bereichen der Lymphknoten erzeugt wird, an CCR7 bindet und naive T-Zellen anlockt.

CCL25 (TECK)

Chemokin, das von Epithelzellen im Dünndarm produziert wird, an CCR9 bindet, um den Darm ansteuernde T- und B-Zellen zu rekrutieren.

CCL28 (MEC, mucosales Epithelchemokin)

Chemokin, das von Dickdarmzellen, in den Speicheldrüsen und von den Milchdrüsenzellen der Säuger erzeugt wird, an CCR10 bindet und B-Lymphocyten aktiviert, in diesen Geweben IgA zu produzieren.

CCL9 (MIP-1γ)

Chemokin, das von follikelassoziierten Epithelzellen produziert wird, an CCR6 bindet und aktivierte T- und B-Zellen, NK-Zellen und dendritische Zellen zu den GALT-Geweben dirigiert.

CCR1

Chemokinrezeptor, der von neutrophilen Zellen, Monocyten, B-Zellen und dendritischen Zellen exprimiert wird und verschiedene Chemokine bindet, etwa CCL6 und CCL9.

CCR10

Chemokinrezeptor, der von vielen Zellen exprimiert wird und CCL27 und CCL28 bindet, die im Darm B-Lymphocyten rekrutieren, welche wiederum IgA sezernieren.

CCR6

Chemokinrezeptor, der von B-Zellen in den Follikeln und Randzonen und von dendritischen Zellen exprimiert wird und CCL20 bindet.

CCR7

Chemokinrezeptor, der von allen naiven T- und B-Zellen, auch von einigen T- und B-Gedächtniszellen (etwa den zentralen T-Gedächtniszellen) exprimiert wird. CCR7 bindet CCL19 und CCL21, die in den Lymphgeweben von dendritischen Zellen und Stromazellen erzeugt werden.

CCR9

Chemokinrezeptor, der von dendritischen Zellen, T-Zellen und Thymocyten sowie von einigen γ:δ-T-Zellen exprimiert wird. CCR9 bindet das Chemokin CCL25, das Zellen rekrutiert, die den Darm ansteuern.

CD1

Kleine Familie von MHC-Klasse-I-ähnlichen Proteinen, die nicht im MHC codiert sind und den CD4-T-Zellen Glykolipidantigene präsentieren.

CD103

αE:β7-Integrin, ein Zelloberflächenmarker auf einer Untergruppe der dendritischen Zellen im Gastrointestinaltrakt, die dazu beitragen, dass sich gegenüber der Nahrung und der kommensalen Mikroflora eine Immuntoleranz entwickelt.

CD11b (αM-Integrin)

Von Makrophagen und einigen dendritischen Zellen exprimiertes Integrin, das zusammen mit dem β2-Integrin (CD18) als Komplementrezeptor 3 (CR3) fungiert.

CD127

Wird auch als IL-7-Rezeptor α (IL-7 α) bezeichnet und bildet zusammen mit der gemeinsamen γ-Kette aus der IL-2-Rezeptor-Familie den IL-7-Rezeptor. Es wird von naiven T-Zellen und einem Teil der T-Gedächtniszellen exprimiert und trägt zu deren Überleben bei.

CD19

→ B-Zell-Corezeptor

CD21

Andere Bezeichnung für den Komplementrezeptor 2 (CR2) → B-Zell-Corezeptor

CD22

Inhibitorischer Rezeptor auf B-Zellen, der sialinsäuremodifizierte Glykoproteine erkennt, die auf Säugerzellen häufig vorkommen. CD22 enthält in der cytoplasmatischen Domäne ein ITIM-Motiv.

CD23

Fc-Rezeptor für IgE mit geringer Affinität.

CD25

Wird auch als IL-2-Rezeptor α (IL-2Rα) bezeichnet. Es ist die IL-2-Rezeptor-Komponente mit hoher Affinität. IL-2R enthält zudem IL-2Rβ und die gemeinsame γ-Kette. Der IL-2-Rezeptor wird von aktivierten T-Zellen hochreguliert und von Treg-Zellen konstitutiv exprimiert, sodass die Empfindlichkeit für IL-2 zunimmt.

CD27

Protein der TNF-Rezeptor-Familie, das von naiven T-Zellen konstitutiv exprimiert wird, an CD70 auf dendritischen Zellen bindet und ein starkes costimulierendes Signal an T-Zellen in der frühen Aktivierungsphase übermittelt.

CD28

Aktivierender Rezeptor auf T-Zellen, der die costimulierenden B7-Moleküle bindet, die auf spezialisierten antigenpräsentierenden Zellen wie den dendritischen Zellen vorkommen. CD28 ist der hauptsächliche costimulierende Rezeptor auf naiven T-Zellen.

CD3-Komplex

Die unveränderlichen Proteine CD3γ, δ, und ε sowie die dimeren ζ-Ketten, die zusammen den Signalkomplex des T-Zell-Rezeptors bilden. Jede Untereinheit enthält ein oder mehrere ITAM-Signalmotive in den cytoplasmatischen Domänen.

CD30, CD30-Ligand

CD30 auf B-Zellen und der CD30-Ligand (CD30L) auf T-Helferzellen sind costimulierende Moleküle, die bei der Anregung der Proliferation von antigenaktivierten naiven B-Zellen mitwirken.

CD31

Zelladhäsionsmolekül, das sowohl auf Lymphocyten als auch an den Zellverbindungen der Endothelzellen vorkommt. CD31-CD31-Wechselwirkungen ermöglichen es wahrscheinlich den Leukocyten, Blutgefäße zu verlassen und in Gewebe einzudringen.

CD4

Der Corezeptor für T-Zell-Rezeptoren, die Peptidantigene erkennen, welche an MHCKlasse-II-Moleküle gebunden sind. CD4 bindet an die Seitenfläche der MHC-Moleküle.

CD4-T-Effektorzellen

Untergruppe der differenzierten T-Effektorzellen, die den CD4-Corezeptor tragen. Dazu gehören die TH1-, TH2- und TH17-Zellen sowie die regulatorischen T-Zellen.

CD4-T-Helferzellen

CD4-T-Effektorzellen, die B-Zellen stimulieren (ihnen "helfen"), nach einem Antigenkontakt Antikörper zu produzieren. Die Untergruppen – TH2-, TH1- und TFH-Zellen – können diese Funktion übernehmen.

CD40, CD40-Ligand

CD40 auf B-Zellen und der CD40-Ligand (CD40L, CD154) auf aktivierten T-Helferzellen sind costimulierende Moleküle, deren Wechselwirkung für die Proliferation und den Klassenwechsel von aktivierten naiven B-Zellen erforderlich sind. CD40 wird auch von dendritischen Zellen exprimiert. Hier liefert die CD40-CD40L-Wechselwirkung costimulierende Signale für naive T-Zellen.

CD40-Ligand-Defekt

Immunschwächekrankheit, bei der wenig oder überhaupt keine IgG-, IgE- oder IgA-Antikörper produziert werden. IgM-Antworten fehlen zwar auch, aber im Serum ist der IgM-Titer normal bis erhöht. Ursache ist ein Defekt im Gen für den CD40-Liganden (CD154), sodass kein Klassenwechsel stattfinden kann. Man bezeichnet diese Krankheit auch als X-gekoppeltes Hyper-IgM-Syndrom, was darauf verweisen soll, dass das CD40L-codierende Gen auf dem X-Chromosom liegt und sich der Phänotyp in einem gegenüber den übrigen Immunglobulinen erhöhten IgM-Titer zeigt.

CD44

Wird auch als phagocytotisches Glykoprotein 1 (Pgp1) bezeichnet. CD44 ist ein Glykoprotein auf der Zelloberfläche. Es wird von naiven Lymphocyten exprimiert und von aktivierten T-Zellen hochreguliert. Es handelt sich um einen Rezeptor für Hyaluronsäure, der an der Adhäsion zwischen den Zellen und zwischen den Zellen und der extrazellulären Matrix beteiligt ist. Eine hohe CD44-Expression ist ein Marker für T-Effektor- und T-Gedächtniszellen.

CD45

Transmembrantyrosinphosphatase, die bei allen Leukocyten vorkommt. Das Enzym wird auf unterschiedlichen Zelltypen, etwa bei den verschiedenen Untergruppen der T-Zellen, in verschiedenen Isoformen exprimiert. Man bezeichnet CD45 auch als gemeinsames Leukocytenantigen und es ist ein generischer Marker für hämatopoetische Zellen, mit Ausnahme der Erythrocyten.

CD45RO

Alternativ gespleißte Variante von CD45, die als Marker für T-Gedächtniszellen dient.

CD48

→ 2B4

CD59, Protectin

Zelloberflächenprotein, das Körperzellen vor Schäden durch das Komplement schützt, indem es die Bindung von C9 an den C5b678-Komplex verhindert, sodass die Bildung des membranangreifenden Komplexes nicht möglich ist.

CD69

Zelloberflächenprotein, das von T-Zellen nach ihrer Aktivierung durch ein Antigen schnell exprimiert wird. Seine Funktion besteht darin, die Expression des Sphingosin-1-phosphat-Rezeptors 1 (S1PR1) abzuschwächen, sodass aktivierte T-Zellen in den T-Zell-Zonen von sekundären lymphatischen Geweben zurückgehalten werden, wo sie sich teilen und sich zu T-Effektorzellen differenzieren.

CD70

Ligand für CD27. Es wird von aktivierten dendritischen Zellen exprimiert und liefert ein starkes costimulierendes Signal für T-Zellen in der frühen Aktivierungsphase.

CD8

Der Corezeptor für T-Zell-Rezeptoren, die an MHC-Klasse-I-Moleküle gebundene Peptidantigene erkennen. CD8 bindet an die Seitenfläche der MHC-Moleküle.

CD81

→ B-Zell-Corezeptor

CD84

→ SLAM

CD86 (B7.2)

Transmembranprotein aus der Immunglobulinsuperfamilie, das von antigenpräsentierenden Zellen exprimiert wird und an CD28 bindet, das wiederum von T-Zellen exprimiert wird.

CD94

C-Typ-Lektin; Untereinheit des KLR-Rezeptors der NK-Zellen.

Cdks

→ cyclinabhängige Kinasen

cDNA

Quelle: Genetik

"DNA, die von dem Enzym Reverse Transkriptase an einer mRNA-Matrize synthetisiert wird; als Primer wird ein Desoxythymidin-Oligonukleotid (»Oligo-dT«) verwendet, das zu dem Poly(A)-Schwanz der mRNA komplementär ist."

cDNA (komplementäre DNA), engl. complementary DNA

DNA, die von einer Reversen Transkriptase an einer RNA-Matrize gebildet wird; wichtiges Zwischenprodukt bei der Reproduktion von Retroviren; dient als Werkzeug bei der DNA-Rekombinationstechnik; besitzt keine Introns

cDNA-Bibliothek, engl. cDNA library

auch als cDNA-Bank bezeichnet; Sammlung komplementärer DNAs, die von mRNAs aus einem bestimmten Gewebe zu einem bestimmten Zeitpunkt im Lebenszyklus eines Organismus hergestellt wurden

Cellulose

"bildet den Hauptbestandteil der Zellwand der Landpflanzen; Polymer der Glucose; die Glucosemoleküle liegen in Beta-1,4-Bindung vor und bilden langgestreckte Moleküle, die als Bündel zusammengefasst die Fibrillen bilden"

Cellulose, engl. cellulose

geradkettiges Polymer aus Glucosemolekülen; dient in der Zellwand von Pflanzen als hauptsächliches Verfestigungs- und Stützmaterial

Centi-Morgan (cM)

Quelle: Genetik

"Genetische Einheit des Abstands zweier Gene auf einem Chromosom. 1 cM entspricht 1 % der Rekombinationsfrequenz; es ist keine physikalische Einheit des Abstands."

Centriol

Quelle: Genetik

Zylinderförmiges Element aus Mikrotubuli an jedem Ende der Teilungsspindel (S. 167).

Centriolen, engl. centrioles

paarige Organellen, die in den Zellen von Tieren und Protisten während der Zellteilung an der Bildung des Spindelapparats beteiligt sind

Centroblasten

Große, sich schnell teilende aktivierte B-Zellen in den dunklen Zonen der → Keimzentren in den Follikeln der peripheren lymphatischen Organe.

Centrocyten

Kleine B-Zellen in den → Keimzentren in den Follikeln der peripheren lymphatischen Organe, die sich von den → Centroblasten ableiten. Centrocyten kommen in den hellen Zonen der Keimzentren vor.

Centromer

Quelle: Genetik

"Spindelansatzstelle eines Chromosoms; Region, an der die beiden Schwesterchromatiden zusammengehalten werden; primäre Einschnürung eines Chromosoms, die den langen Arm vom kurzen Arm trennt (7 Abschn. 6.1.3)."

Centromer (von griech. kentron für „Mitte“ und meros für „Teil“), engl. centromeres

Region eines Chromosoms, in der die Schwesterchromatiden verbunden sind

Centrosom, engl. centrosomes

wichtigstes Mikrotubuliorganisationszentrum in tierischen Zellen

Cephalisation (von griech. kephale für „Kopf“), engl. cephalization

Trend der Evolution, das Gehirn, die Sinnesorgane und die Mundwerkzeuge am Vorderende eines Tieres zu konzentrieren

Cerebellum

Siehe Kleinhirn.

Cerebellum (Verkleinerungsform von lat. cerebrum für „Gehirn“), engl. cerebellum

Kleinhirn; Gehirnregion, welche die Muskelkoordination kontrolliert; am vorderen Ende des Hinterhirns gelegen

Cerebraler Aquädukt

Ein im Mittelhirn gelegener Kanal, der mit Liquor gefüllt ist.

Cerebrospinalflüssigkeit

Siehe Liquor cerebrospinalis.

Cerebrum

→ Großhirn

Cerebrum

Siehe Großhirn.

Cervix (von lat. cervix für „Hals“), engl. cervix

Gebärmutterhals; Öffnung des Uterus zur Scheide hin

cGas (cyclic GAMP synthase)

Enzym im Cytosol, das von doppelsträngiger DNA aktiviert wird und dann zyklisches Guanosinmonophosphat-Adenosinmonophosphat bildet (→ zyklische Dinucleotide, CDNs).

CGL

Siehe Corpus geniculatum laterale.

CGM

Siehe Corpus geniculatum mediale.

cGMP

Siehe zyklisches Guanosinmonophosphat.

cGMP (zyklisches GMP), engl. cyclic GMP

zyklisches Guanosinmonophosphat; intrazellulärer Botenstoff bei der Signaltransduktion

Channelrhodopsin-2 (ChR2)

Lichtempfindlicher Kationenkanal, der erstmals bei Grünalgen isoliert wurde. Kann in Neuronen exprimiert und dazu verwendet werden, deren Aktivität mittels Licht zu steuern.

Chaperon

die räumliche Proteinstruktur stabilisierendes Hilfsprotein

Chaperone (Chaperonine), engl. chaperones

Proteine, die andere Proteine vor molekularen Interaktionen schützen, welche deren dreidimensionale Struktur beeinträchtigen

Charakteristische Frequenz

Die Schallfrequenz, bei der ein Neuron des Hörsystems die stärkste Reaktion zeigt.

Checkpoint-Blockade

Ansatz in der Tumortherapie, bei dem versucht wird, in die normalen inhibitorischen Signale einzugreifen, durch die Lymphocyten reguliert werden.

Chediak-Higashi-Syndrom

Funktionsdefekt bei Phagocyten aufgrund eines Proteins, das bei der Vesikelfusion innerhalb der Zelle von Bedeutung ist. Die Lysosomen können nicht richtig mit den Phagosomen fusionieren, sodass das Abtöten von aufgenommenen Bakterien gestört ist.

Chemiosmose, engl. chemiosmosis

Bildung von ATP in Mitochondrien und Chloroplasten. Dabei werden Protonen gegen einen Ladungs- und pH-Gradienten durch eine Membran gepumpt. Anschließend werden diese Protonen durch die ATPase-Aktivität über Ionenkanäle wieder nach außen geschleust.

chemische Bindung, engl. chemical bond

Anziehungskraft, die zwei Atome fest aneinander bindet

chemische Evolution, engl. chemical evolution

die Entstehung von Makromolekülen und schließlich des Lebens aus unbelebter Materie durch chemische und physikalische Prozesse

chemische Reaktion, engl. chemical reaction

chemische Umwandlung, bei der Art, Zahl oder Position von Atomen einer Substanz verändert werden, mit daraus resultierenden veränderten Eigenschaften

Chemische Synapse

Eine Synapse, bei der die präsynaptische Aktivität die Freisetzung von Neurotransmittern stimuliert, welche Rezeptoren in der postsynaptischen Membran aktivieren.

chemische Synapse, engl. chemical synapse

Verbindungsstelle zweier Nervenzellen, bei der von einer präsynaptischen Zelle freigesetzte Neurotransmittermoleküle Veränderungen in einer postsynaptischen Zelle bewirken (Gegensatz zu → elektrischen Synapse)

chemisches Element, engl. chemical element

Reinsubstanz, die nur einen Typ von Atomen enthält

chemisches Gleichgewicht, engl. chemical equilibrium

→ Gleichgewicht

Chemoaffinitätshypothese

Eine Hypothese, die besagt, dass chemische Markermoleküle auf wachsenden Axonen zu komplementären Markermolekülen auf den Zielstrukturen passen.

Chemoattraktoren

Immunzellen rekrutierende Signalstoffe

Chemoautotrophe, engl. chemoautotrophs

auch als Chemolithotrophe bezeichnet; Organismen, die ihre Energie durch die Oxidation anorganischer Stoffe gewinnen und einen Teil dieser Energie dazu nutzen, Kohlenstoff zu fixieren (Gegensatz zu → Chemoheterotrophe, → Photoautotrophe, → Photoheterotrophe)

Chemoheterotrophe, engl. chemoheterotrophs

Organismen, die sowohl den Kohlenstoff als auch die Energie aus organischen Substanzen gewinnen (Gegensatz zu → Chemoautotrophe, → Photoautotrophe, → Photoheterotrophe)

Chemokine

Kleine Chemoattraktorproteine, die besonders die Wanderung und Aktivierung von Phagocyten und Lymphocyten stimulieren. Chemokine sind für Entzündungsreaktionen von zentraler Bedeutung. Eigenschaften der einzelnen Chemokine sind in Anhang IV aufgeführt.

Chemokine

Immunzellen rekrutierende Signalstoffe

Chemolithotrophe

→ Chemoautotrophe

Chemorezeptor

Ein sensorischer Rezeptor, der selektiv für bestimmte chemische Substanzen ist.

Chemorezeptor, engl. chemoreceptor

Rezeptorprotein, das an bestimmte Moleküle (wie Duftmoleküle oder Pheromone) aus der Umwelt bindet

Chemosynthese, engl. chemosynthesis

die Fixierung von Kohlenstoff und Produktion von Kohlenhydraten mittels des Calvin-Zyklus unter Verwendung von Energie aus anorganischen Verbindungen durch bestimmte Archaeen und Bakterien

Chemotaxis

Zelluläre Bewegung als Reaktion auf chemische Signale in der Umgebung.

Chi-Quadrat-Test, engl. chi-square goodness-of-fit

statistischer Test zur Beurteilung der Anpassungsgüte, das heißt, ob die Häufigkeit der Beobachtungen in verschiedenen Kategorien mit einer hypothetischen Häufigkeitsverteilung in Einklang steht

Chiasma

Quelle: Genetik

(1) Chromosomenkonstitution in der meiotischen Prophase I als Folge eines Crossing-overs (S. 239). (2) Kreuzung der Sehnerven auf die kontralaterale Seite (S. 670).

Chiasma (Plural: Chiasmata; von griech. chiasma für „Kreuzung“), engl. chiasma

eine X-förmige Verbindung zwischen gepaarten homologen Chromosomen in der Prophase I derMeiose. Ein Chiasma ist die sichtbare Erscheinungsformeines Crossingovers zwischen homologen Chromosomen.

Chiasma opticum (Sehnervenkreuzung)

Die Struktur, in der der linke und der rechte Sehnerv zusammenlaufen und sich teilweise kreuzen, um den linken und rechten Tractus opticus zu bilden.

Chiasma opticum (von griech. chiasma für „Kreuzung“), engl. chiasma opticum

Sehnervenkreuzung; bei Wirbeltieren an der Basis des Zwischenhirns liegende Stelle, an der sich die beiden Sehnerven kreuzen

Chimäre

Quelle: Genetik

Aus unterschiedlichen Zelltypen verschiedener Organismen künstlich zusammengesetzter Organismus (S. 587).

chimäre Antigenrezeptoren (CARs)

Künstliche Fusionsproteine, die aus extrazellulären antigenspezifischen Rezeptoren (beispielsweise Einzelkettenantikörper) und intrazellulären Signaldomänen zusammengesetzt sind. Sie dienen der Aktivierung und Costimulation, werden in T-Zellen exprimiert und in der Krebsimmuntherapie angewendet.

Chitin (von griech. kiton für „Hülle“), engl. chitin

charakteristische harte, aber flexible organische Komponente des Exoskeletts der Arthropoden (Gliederfüßer); besteht aus einem komplexen, stickstoffhaltigen, linearen Polysaccharid und findet sich auch in der Zellwand von Pilzen aus der Gruppe der Fungi („Chitinpilze“)

Chlamydomonas sp.

Chlorophyceae, Chlorophyta

Chlorophyll

pflanzlicher Farbstoff mit photosynthetischer Funktion

Chlorophyll

Quelle: Genetik

Grüner Blattfarbstoff der Pflanzen, der zur Photosynthese benötigt wird.

Chlorophyll (von griech. kloros für „grün“ und phyllon für „Blatt“), engl. chlorophyll

grünes Pigment in den Chloroplasten grüner Pflanzen und bei bestimmten Bakterien. Mithilfe von Chlorophyll wird bei der Photosynthese die Lichtenergie des Sonnenlichts absorbiert.

Chloroplast

Kleines Organell (> Plastid) im Zytoplasma von pflanzlichen Zellen. Es besitzt eigene Erbsubstanz und ist Ort der Photosynthese.

Chloroplast

Quelle: Genetik

Cytoplasmatische, selbstreplizierende Organelle, in welcher Photosynthese stattfindet.

Chloroplast

Organell der Pflanzenzelle, in dem die Photosynthese abläuft. > Photosynthese

Chloroplasten (von griech. kloros für „grün“ und plastos für „geformt“), engl. chloroplasts

von einer doppelten Membran umhüllte Zellorganellen; enthalten die für die Photosynthese erforderlichen Enzyme und Pigmente; kommen ausschließlich bei Eukaryoten vor

Choanocyten, engl. choanocytes

die Kragengeißelzellen der Schwämme, die als Nährzellen dienen

Choking under pressure

Unter choking under pressure („Versagen unter Druck“) ist der durch erhöhte Angst unter wahrgenommenem Druck ausgelöste, akute und bedeutsame Einbruch von Fertigkeitsausführung und Leistung, selbst wenn eigene Leistungserwartungen eigentlich erreichbar wären, zu verstehen (Mesagno und Hill 2013).

Cholecystokinin (CCK)

Ein Peptid, das in einigen Neuronen des zentralen und peripheren Nervensystems und in einigen Endothelzellen, die den oberen Magen-Darm-Trakt auskleiden, vorkommt; ein Sättigungssignal, das die Nahrungsaufnahme hemmt, teilweise, indem es auf die Axone des Nervus vagus wirkt, welche für die Magendehnung empfindlich sind.

Cholecystokinin (CKK), engl. cholecystokinin

ein von der Wand des Zwölffingerdarms produziertes Hormon, dessen Freisetzung durch unverdaute Fette und Proteine stimuliert wird; setzt die Aktivität desMagens herab und regt die Gallenblase zur Abgabe von Gallenflüssigkeit an

Cholinerg

Beschreibt Neuronen oder Synapsen, die Acetylcholin bilden und freisetzen.

Chondroklast

Knorpelaufnehmende Phagozyten

Chorda dorsalis, engl. notochord

auch als Notochord oder Rückensaite bezeichnet; flexibler, unter hydrostastischen Druck stehender Stab aus gallertigem Material, der bei den Embryonen aller Chordaten sowie bei den erwachsenen Tunicaten und Cephalochordaten eine Stützfunktion ausübt

Chorea Huntington

Eine unheilbare, tödliche Erbkrankheit, die durch Bewegungsstörungen (Dyskinese), Demenz und Persönlichkeitsstörungen gekennzeichnet ist; verbunden mit einer umfassenden Degenerierung von Neuronen in den Basalganglien und in der Großhirnrinde.

Chorion

Quelle: Genetik

Embryonalhülle, bei Insekten Eihülle (S. 573).

Chorion (von griech. khorion für „Nachgeburt“), engl. chorion

äußerste der schützenden Embryonalhüllen bei Säugetieren und Reptilien (einschließlich Vögel); bildet bei Säugetieren einen Teil der Placenta (vgl. → extraembryonale Membranen)

Chromatid

Quelle: Genetik

"Elementare, in der Zelle nicht unter teilbare Längseinheit des Chromosoms (enthält eine DNA-Doppelhelix) (S. 32); Schwesterchromatide."

Chromatide

Riesenmolekül (DNA-Doppelhelix), das die Erbinformation in linearer Abfolge trägt. Seine wesentlichen Bausteine sind Nukleotide (> G), die Elemente des genetischen Codes sind. In der aktiven Phase einer Zelle besteht ein Chromosom (> G) aus einer Chromatide. Vor der Mitose und Meiose (> G) eukaryotischer Zellen werden Chromatiden „identisch“ verdoppelt und die Schwesterchromatiden (> G) sind durch das Zentromer (> G) miteinander verbunden.

Chromatiden, engl. chromatids

neu replizierte Chromosomen vom Zeitpunkt der molekularen Duplikation bis zu dem Zeitpunkt, an dem sich die Centromere trennen (während der Anaphase der Mitose oder der Meiose II)

Chromatin

Quelle: Genetik

Färbbares Material im Inneren des Zellkerns, besteht aus DNA, RNA und Proteinen. Repräsentiert die dekondensierten Chromosomen.

Chromatin, engl. chromatin

fädiger Komplex im Zellkern, der aus DNA und Histonen besteht und bei der Zellteilung zu Chromosomen kondensiert (vgl. → Euchromatin, → Heterochromatin)

Chromatophoren (von griech. chroma für „Farbe“ und phoreus für „Träger“), engl. chromatophores

pigmenthaltige Zellen, die sich ausweiten oder zusammenziehen können und dadurch eine Farbänderung von Tieren bewirken

Chromomer

Quelle: Genetik

Verdickung auf der Achse des meiotischen Prophasechromosoms (S. 238).

Chromoplast

Organell der Pflanzenzelle, das aus Proplastiden oder Chloroplasten entsteht und durch Carotinoide rötlich/braun/gelb gefärbt ist. > Chloroplast, > Proplastid

Chromosom

Eine Struktur im Zellkern, die einen einzelnen DNA-Strang enthält.

Chromosom

Ein Riesenmolekül, das die Erbinformation trägt.

Chromosom

Riesenmolekül mit einer oder mehreren identischen (> Chromatiden).

Chromosom

strukturell hochkondensierter DNA-Strang

Chromosom

Quelle: Genetik

Träger der Erbanlagen (Kap. 6).

Chromosomen (von griech. chroma für „Farbe“ und soma für „Körper“), engl. chromosomes

(1) bei Bakterien und Viren die DNA-Moleküle, welche die gesamte oder zumindest den größten Teil der Erbinformation der Zelle oder des Virus enthalten; (2) bei Eukaryoten einzelne Komplexe aus DNA und Proteinen, die jeweils einen Teil der genetischen Information der Zelle tragen

Chromosomenaberration

Die Chromosomenzahl oder -struktur weicht vom artspezifischen numerischen oder strukturellen Muster ab (Beispiel ist die Trisomie 21 beim Menschen: Zellen haben neben den beiden elterlichen Chromosomen 21 noch ein weiteres Chromosom 21).

Chromosomenarm

Das Zentromer (> G) teilt das Chromosom (> G) einer eukaryotischen Zelle in den kurzen p-Arm und langen q-Arm.

Chromosomenmutation, engl. chromosome mutation

Verlust oder Veränderung von Lage oder Richtung eines DNA-Segments auf einem Chromosom (Gegensatz zu → Genommutation, → Genmutation, → Punktmutation)

Chromosomensatz

Das Kerngenom jedes Eukaryoten enthält eine für die Art charakteristische Anzahl von Chromosomen, den Chromosomensatz. Bei geschlechtlicher Vermehrung erhält ein Lebewesen von beiden Elternteilen die gleiche Anzahl von Chromosomen. In jeder Zelle finden wir also Paare elterlicher Chromosomen, die sich in ihrer mikroskopischen Struktur gleichen (homologe Chromosomen). Doch können sich die mütterlichen und väterlichen Erbanlagen der Loci auf den Chromosomen unterscheiden. Es gibt allerdings auch Organismen, die mehr als zwei Kopien eines Chromosoms tragen (triploid, tetraploid, …, polyploid).

chronische Abstoßung

Spät einsetzendes Versagen eines übertragenen Organs aufgrund immunologischer und nichtimmunologischer Ursachen.

chronische Allograftvaskulopathie

Chronische Schädigungen, die zu einem spät einsetzenden Versagen transplantierter Organe führen können. Die Arteriosklerose von transplantierten Blutgefäßen führt zu einer Unterversorgung des Transplantats und schließlich zu einer Fibrose und Atrophie.

chronische Granulomatose

→ septische Granulomatose

Chroococcus sp.

Cyanobakterien

Chylomikron

Lipoproteinpartikel zum Transport von Nahrungsfetten in Lymphe und Blut

Chylomikronen, engl. chylomicrons

kleine proteinhaltige Lipidpartikel, die in den Darmschleimhautzellen aus Lipiden in der Nahrung gebildet und an die lymphatischen Gefäße der Submucosa abgegeben werden

Chymotrypsin

pankreatisches Protein-Verdauungsenzym

Chymus (von griech. chymos für „Saft“), engl. chyme

im Magen gebildeter Speisebrei; besteht aus aufgenommener Nahrung und den Verdauungssäften der Speicheldrüsen und der Magenschleimhaut

Ciclosporin

Wirksamer nichtcytotoxischer, immunsuppressiver Wirkstoff. Er hemmt die Signalübertragung über den → T-Zell-Rezeptor und verhindert dadurch die Aktivierung der T-Zellen, sodass sie ihre Effektorfunktionen nicht ausüben können. Ciclosporin bindet an Cyclophilin und dieser Komplex inaktiviert wiederum die Serin/Threonin-Phosphatase (→ Calcineurin).

Ciliarmuskel

Ein Muskel, der die Form der Augenlinse kontrolliert.

Cilien (von lat. cilium für „Wimper“), engl. cilia

Wimpern; haarartige Organellen, die vielen einzelligen Organismen zur Fortbewegung sowie vielen mehrzelligen Organismen zum Transport von Wasser und Schleim dienen; im Allgemeinen kürzer als Geißeln (Flagellen)

CINCA-Syndrom (chronic infantile neurologic cutaneous and articular syndrome)

Autoinflammatorische Erkrankung aufgrund eines Defekts im NLRP3-Gen, das eine Komponente des Inflammasoms codiert.

Circadianer Rhythmus

Ein Rhythmus mit einer Periode von etwa einem Tag.

circadianer Rhythmus (von lat. circa für „ungefähr“ und dies für „Tag“), engl. circadian rhythm

eine das Wachstum oder das Verhalten betreffende Rhythmik, die sich alle 24 Stunden wiederholt

circannualer Rhythmus (von lat. circa für „ungefähr“ und annus für „Jahr“), engl. circannual rhythm

die das Verhalten, das Wachstum oder andere Aktivitäten betreffende Rhythmik, die periodisch auftritt und die Dauer von ungefähr einem Jahr hat

cis, trans, engl. cis, trans

gibt bei Molekülen mit einer Doppelbindung (zumeist zwischen zwei Kohlenstoffatomen) an, auf welcher Seite der Doppelbindung ähnliche Atome oder funktionelle Gruppen angeordnet sind. Liegen sie auf der gleichen Seite, handelt es sich bei dem Molekül um das cis-Isomer, liegen die ähnlichen Atome auf den entgegengesetzten Seiten der Doppelbindung, handelt es sich um das trans-Isomer (vgl. → Isomere).

Cis-Konstitution

Quelle: Genetik

Zwei oder mehr gekoppelte Allele, die in einer heterozygoten Konstitution auf demselben Chromosom liegen, sind in einer cis-Konstitution.

Cis-trans-Test

Quelle: Genetik

Ermittelt, ob zwei Mutationen im gleichen Cistron liegen oder nicht (Komplementation).

Cistron

Kleinste Einheit eines Gens (> G), das für eine Aminosäurekette codiert (> Aminosäure).

Cistron

Quelle: Genetik

Definition Benzers für eine genetische Funktionseinheit (Gen). Stimmt meistens überein mit einer für ein Protein codierenden Region der DNA (S. 130).

Citratzyklus, engl. citric acid cycle

auch als Krebs-Zyklus bezeichnet; ein aus mehreren chemischen Reaktionen bestehender Zyklus der Zellatmung, bei dem Acetyl-CoA zu Kohlenstoffdioxid oxidiert wird und Wasserstoffatome in Form von NADH und FADH2 gespeichert werden

Cladophora sp.

Cladophorophyceae, Chlorophyta

Clathrin, engl. clathrin

fibröses Protein auf den inneren Oberflächen der Plasmamembranen von Tieren; an der → rezeptorvermittelten Endocytose beteiligt

CLIP (Klasse-II-assoziiertes Peptid der invarianten Kette)(class II-associated invariant chain peptide)

Ein Peptid mit variabler Länge, das von Proteasen von der invarianten Kette (li) abgespalten wird. Es bleibt mit dem MHC-Klasse-II-Molekül instabil verbunden, bis es durch das HLA-DM-Protein entfernt wird.

Clivia miniata – Klivie

Amaryllidaceae

Coated Pit, engl. coated pit

„Stachelsaumgrube“, die sich bei der → rezeptorvermittelten Endocytose in der Plasmamembran bildet und ein → Coated Vesicle abschnürt

Coated Vesicle, engl. coated vesicle

cytoplasmatische „Stachelsaumvesikel“, die charakteristische Proteine enthalten, zumBeispiel → Clathrin; bilden sich bei der → rezeptorvermittelten Endocytose aus → Coated Pits

Coazervate (von lat. coacervare für „zusammenhäufen“), engl. coacervates

in wässriger Lösung spontan entstehende, aus Kolloiden gebildete, tröpfchenartige Partikel

Cochlea

Siehe Hörschnecke.

Cochlea (von griech. kokhlos für „Schnecke“), engl. cochlea

spiralig gewundene Röhre im Innenohr von Wirbeltieren; enthält die Hörsinneszellen

Cochleärer Verstärker

Die äußeren Haarzellen, einschließlich der Motorproteine in der Membran dieser Zellen, die die Auslenkung der Basilarmembran in der Hörschnecke verstärken.

Cochleariskern

Siehe dorsaler Cochleariskern, ventraler Cochleariskern.

codierende Verknüpfungssequenz

DNA-Verknüpfungsstelle, die während der Rekombination von Genen für Immunglobulin- oder T-Zell-Rezeptoren durch ungenaues Zusammenfügen eines V-Gen-Segments mit einem (D)J-Gen-Segment entsteht (→ Signalverknüpfungssequenz).

codominant

Situation, in der beide Allele eines Gens in einem heterozygoten Individuum annähernd gleich stark exprimiert werden. Dies ist bei den meisten Genen der Fall, auch bei den hoch polymorphen MHC-Genen.

Codominant

Quelle: Genetik

Zwei unabhängig voneinander im Phänotyp zur Ausprägung kommende Allele, die keine reine rezessive oder dominante Beziehung aufweisen (S. 476).

Codominanz, engl. codominance

Zustand, bei dem zwei Allele am gleichen Genort unterschiedliche phänotypische Wirkungen zeigen und beide Auswirkungen bei Heterozygoten sichtbar werden

Codon

Quelle: Genetik

Drei aufeinanderfolgende Nukleotide (Triplett), die die Information für eine Aminosäure oder ein Translationssignal (Start/Stopp) enthalten.

Codon

Es besteht aus drei Nukleotiden, den elementaren Bausteinen der Erbinformation, die in Nukleinsäuren (> G) niedergelegt ist. Ein solches Dreierpaket, ein Triplett, codiert für eine Aminosäure (> G), für den Anfang oder das Ende eines Gens (> G).

Codon, engl. codon

Sequenz aus drei Nucleotiden (Basentriplett) der mRNA mit der Information für den Einbau einer bestimmten Aminosäure in die Polypeptidkette (Gegensatz zu → Anticodon)

Coelom (sekundäre Leibeshöhle), engl. coelom

ein mit mesodermalen Häuten (Peritoneum) ausgekleideter, mit Flüssigkeit gefüllter, innerer Hohlraum bei dreikeimblättrigen Tieren

Coenocyten (von griech. koinos für „gemeinsam“ und kytos für „Behälter“), engl. coenocytes

Pilzhyphen mit vielkernigen „Zellen“, die von einer einzigen Plasmamembran umgeben sind; entstehen durch Kernteilungen ohne nachfolgende Cytokinese (vgl. → Syncytium)

Coenzym

→ Cosubstrat

Coevolution, engl. coevolution

Evolutionsprozess, bei dem eine Anpassung bei einer Art zur Evolution einer Anpassung bei einer anderen Art führt, mit der sie in Wechselbeziehungen steht

Coexistenz, engl. coexistence

die Fähigkeit von Arten, gemeinsam am gleichen Ort leben zu können, obwohl sie beide um eine begrenzte Ressource konkurrieren (Gegensatz zu → Konkurrenzausschluss)

Cofaktor, engl. cofactor

nichtproteinartiges Ion, das schwach an ein Enzym bindet und für dessen Aktivität erforderlich ist

Cohäsine, engl. cohesins

Proteine, die an der gegenseitigen Bindung der Chromatiden beteiligt sind

Coisogen

Quelle: Genetik

"(lat. cum, mit) Ein coisogener Stamm unterscheidet sich vom Partnerstamm lediglich bezüglich eines einzigen genetischen Locus; die Veränderung (Mutation) kann gezielt eingeführt oder spontan entstanden sein."

Coleoptile (Keimscheide), engl. coleoptile

Scheide, die das Apikalmeristem und die jungen Primärblätter eines Keimlings umhüllt und schützt, wenn diese in der Erde keimen

Colitis

Darmschleimhautentzündung des Dickdarms

Colitis ulcerosa

Eine der beiden Hauptformen der entzündlichen Darmerkrankung, die wahrscheinlich aufgrund einer anormalen Überreaktion auf die kommensale Mikroflora (→ Morbus Crohn) entsteht.

Collagen

Proteinfaser des Bindegewebes

Colliculus inferior

Ein zentraler Kern im Mittelhirn, von dem alle absteigenden Hörsignale zum Nucleus geniculatus medialis ziehen. Auch als unterer Hügel bezeichnet.

Colliculus superior

Eine Struktur im Mittelhirndach, die direkten retinalen Eingang erhält und die sakkadischen Augenbewegungen kontrolliert.

Colon

Dickdarm

Colon (vom griech. kolon für „Dickdarm“), engl. colon

Dickdarm; Teil des Darms von Säugetieren zwischen dem Dünndarm und dem After

Congen

Quelle: Genetik

(lat. cum, mit) Ein congener Stamm unterscheidet sich von seinem Partnerstamm durch das Einkreuzen (Introgression) eines bisher nicht vorhandenen Gens oder Allels. Durch das Ein- und spätere Zurückkreuzen zu einem der Elternstämme bleiben jedoch eine unbekannte Anzahl flankierender Gene erhalten.

Connexon, engl. connexon

ein Proteinkanal, der Gap Junctions bildet, die benachbarte tierische Zellen verbinden

Consensussequenz

Quelle: Genetik

(lat. consensus, Einigkeit, Übereinstimmung) Funktionell wichtige DNA- oder Proteinsequenz, die bei verschiedenen Organismen weitgehend übereinstimmt, aber nicht identisch ist.

Consensussequenzen, engl. consensus sequences

kurze Abschnitte der DNA, die mit geringen Abweichungen in vielen verschiedenen Genen vorkommen

Convallaria majalis – Maiglöckchen

Asparagaceae

Corepressor, engl. corepressor

ein Molekül, das sich bei der Regulation bakterieller Operons mit dem Repressor verbindet und bewirkt, dass dieser die Form verändert und an den Operator bindet. Dadurch wird die Transkription verhindert.

Corezeptor

Zelloberflächenprotein, das die Empfindlichkeit eines Antigenrezeptors für sein Antigen erhöht, indem es an benachbarte Liganden bindet und an der Signalkaskade mitwirkt. Die Antigenrezeptoren auf den T- und B-Zellen sind in Verbindung mit den Corezeptoren CD4 oder CD8 auf T-Zellen beziehungsweise mit einem Corezeptorkomplex aus drei Proteinen bei den B-Zellen aktiv.

Coriolis-Effekt, engl. Coriolis effect

die Ablenkung von Luft oder Wasser infolge unterschiedlicher Geschwindigkeit der Erdrotation in verschiedenen Breiten

Cornea

Siehe Hornhaut.

Corolla

"Krone; Teil der Blütenhülle der Dikotyledonen; besteht aus den oft farbigen Kronblättern (Petalen). > Perianth"

Corolla (von lat. corolla für „Krönchen“), engl. corolla

die Blütenkrone, bestehend aus allen Petalen (Blütenkronblättern) einer Blüte

Corpora allata, engl. corpora allata

paarige endokrine Drüsen von Insekten, die das Juvenilhormon sezernieren

Corpora cardiaca, engl. corpora cardiaca

paarige endokrine Drüsen von Insekten, die das prothoracotrope Hormon (PTTH) sezernieren

Corpus

zentraler Teil des Apikalmeristems des Sprosses, das aus sich parallel (periklin) und senkrecht (antiklin) zur Oberfläche des Meristems teilenden Zellen besteht. > Apikalmeristem, > Tunica

Corpus callosum

Siehe Balken.

Corpus geniculatum laterale (CGL)

Ein thalamischer Kern, der Informationen von der Netzhaut auf die primäre Sehrinde überträgt.

Corpus geniculatum mediale (CGM)

Ein Umschaltkern im Thalamus, durch den alle auditorischen Informationen auf ihrem Weg vom inferioren Colliculus zur Hörrinde laufen.

Corpus luteum (lat. für „Gelbkörper“), engl. corpus luteum

aus einem ovulierten Follikel entstandene Struktur; bildet wichtige Hormone für den Fortbestand der Schwangerschaft

Corpus striatum

Siehe Striatum.

Cortex

Siehe Großhirnrinde.

Cortex

Der äußere Bereich eines Gewebes oder Organs. Bei den Lymphknoten bezieht sich der Begriff auf die Follikel, die vor allem aus B-Zellen bestehen.

Cortex

Großhirnrinde (Cortex cerebri)

Cortex (lat. für „Rinde“), engl. cortex

(1) bei Pflanzen das Gewebe zwischen Epidermis und dem Leitbündel in Spross oder Wurzel; (2) bei Tieren das äußere Gewebe bestimmter Organe, zum Beispiel Nierenrinde, Nebennierenrinde oder Großhirnrinde; (3) peripher liegender Cytoplasmabereich mancher Zellen, insbesondere von Eizellen

Cortex cerebelli

Siehe Kleinhirnrinde.

Corti-Organ

Das Rezeptororgan des auditorischen Systems im Innenohr, das aus Haarzellen, Pfeilerzellen und Stützzellen besteht.

Corti-Organ, engl. organ of Corti

Teil des Gehörorgans im Innenohr; wandelt die von Druckwellen (Schallwellen) erzeugten mechanischen Kräfte in Aktionspotenziale um, die als Geräusch wahrgenommen werden

Corticoliberin (Corticotropin-releasing-Hormon, CRH)

Ein Hormon, das von Neuronen des Nucleus paraventricularis des Hypothalamus freigesetzt wird; stimuliert die Freisetzung von ACTH durch den Hypophysenvorderlappen.

Corticosteroide

Gruppe von Wirkstoffen, die mit den natürlichen Steroiden wie Cortison verwandt sind. Corticosteroide können Lymphocyten und besonders heranreifende → Thymocyten abtöten, indem sie eine → Apoptose auslösen. Man setzt sie als entzündungshemmende und immunsuppressive Wirkstoffe und gegen lymphatische Tumoren ein.

Corticosteroide, engl. corticosteroids

Steroidhormone der Nebennierenrinde (vgl. → Glucocorticoide)

Corticotropin

→ adrenocorticotropes Hormon

Cortikale Platte

Eine Zellschicht der unreifen Hirnrinde, die nichtdifferenzierte Neuronen enthält.

Cortikale weiße Substanz

Ein Bündel von Axonen, das direkt unterhalb der Großhirnrinde liegt.

Cortikales Modul

Die Einheit der Hirnrinde, die notwendig und hinreichend ist, um einen abgegrenzten Punkt auf der sensorischen Oberfläche zu analysieren.

Cortisol

Ein Steroidhormon, das von der Nierenrinde freigesetzt wird; mobilisiert Energiereserven, unterdrückt das Immunsystem und wirkt direkt auf einige Neuronen des zentralen Nervensystems.

Cortisol, engl. cortisol

Steroidhormon, das Stressreaktionen vermittelt

Costalfeld

Bereich des Grasblatts, in dem ein Leitbündel verläuft (Blattrippenbereich). > Blatt, > Blattrippe, > Intercostalfeld

costimulierende Moleküle

Proteine auf der Oberfläche von antigenpräsentierenden Zellen, die an naive T-Zellen costimulierende Signale übermitteln. Beispiele sind die B7-Moleküle auf dendritischen Zellen, die für CD28 auf naiven T-Zellen Liganden sind.

costimulierende Rezeptoren

Rezeptoren auf der Oberfläche von naiven Lymphocyten, durch welche die Zellen zusätzlich zu den Signalen aus dem Antigenrezeptor weitere Signale erhalten. Die costimulierenden Rezeptoren sind für die vollständige Aktivierung der Lymphocyten notwendig. Beispiele sind CD30 und CD40 auf B-Zellen sowie CD27 und CD28 auf T-Zellen.

Cosubstrat, engl. cosubstrate

nichtproteinartiges, organisches Molekül, das bei bestimmten Enzymkatalysen im aktiven Zentrum zusätzlich zum Substrat gebunden und mit umgesetzt wird

Cotransmitter

Einer von zwei oder mehr verschiedenen Neurotransmittern, die aus einer einzelnen präsynaptischen Nerventerminale freigesetzt werden.

CpG-Inseln, engl. CpG islands

DNA-Abschnitte mit besonders hoher Dichte von CpG-Dinucleotiden; besonders häufig in Promotoren; Abschnitte, in denen Cytosin oft methyliert wird

CR1 (CD35)

Von phagocytotischen Zellen exprimierter Rezeptor, der C3b bindet. Er stimuliert die Phagocytose und blockiert die Bildung der C3-Konvertase auf der Oberfläche von Körperzellen.

CR2 (CD21)

Komplementrezeptor, der Teil des B-Zell-Corezeptor-Komplexes ist. CD21 bindet Antigene, an die verschiedene Abbauprodukte von C3b gebunden haben, insbesondere C3dg. Durch Quervernetzung mit dem B-Zell-Rezeptor erhöht es die Empfindlichkeit für ein Antigen um mindestens das 100-Fache. Auch das Epstein-Barr-Virus nutzt CR2, um in B-Zellen einzudringen.

CR3 (CD11b:CD18)

Komplementrezeptor 3. Ein β2-Integrin, das als Adhäsionsmolekül und als Komplementrezeptor wirkt. CR3 bindet auf Phagocyten iC3b und stimuliert die → Phagocytose.

CR4 (CD11c:CD18)

Ein β2-Integrin, das als Adhäsionsmolekül und als Komplementrezeptor wirkt. CR4 auf Phagocyten bindet an iC3b (ein Abbauprodukt von C3b auf der Oberfläche von Pathogenen) und stimuliert die → Phagocytose.

CRAC-Kanäle (calcium release-activated calcium channels)

Kanäle in der Plasmamembran von Lymphocyten, die sich öffnen, wenn ein Lymphocyt auf ein Antigen reagiert, und so Calcium in die Zelle strömen lassen. Das Öffnen des Kanals wird durch die Freisetzung von Calcium aus dem endoplasmatischen Reticulum ausgelöst.

Crassulaceen-Säurestoffwechsel (CAM)

→ CAM-Pflanzen

CRH

Siehe Corticoliberin.

CRIg (Komplementrezeptor der Immunglobulinfamilie)

Komplementrezeptor, der inaktivierte Formen von C3b bindet.

CRISPR, engl. CRISPR (clustered regularly interspaced short palindomic repeat)

kurze, sich wiederholende, palindromische DNA-Abschnitte im Genom von Archaeen und auch Bakterien, die einen Spacer (ein DNA-Fragment aus einem Virus, das die Zelle infiziert hat und in das Genom integriert wurde) umschließt. Wird die Zelle erneut von einem Virus infiziert, wird die Sequenz aus CRISPR und Spacer in einer RNA transkribiert. Nach Bindung einer weiteren RNA lagert sich der Komplex an die virale DNA und bindet die Nuclease Cas9, die die virale DNA spaltet und inaktiviert. Die CRISPR/Cas9-Methode kann zur Inaktivierung und zum Auslösen von gezielten Mutationen sämtlicher Gene angewendet werden.

Cristae, engl. cristae

kleine septenartige Einstülpungen der inneren Membran der Mitochondrien; Ort der oxidativen Phosphorylierung

Crossing-over

Quelle: Genetik

Genetischer Austausch zwischen (homologen) Chromosomen (S. 239).

Crossing-over

Brüche zweier elterlicher homologer Chromosomen (> G) können während der Bildung von Keimzellen falsch verknüpft werden. Auf diese Weise entstehen Chromosomen, bei denen Abschnitte beider elterlichen Chromosomen kombiniert sind. Dieser Vorgang wird als Rekombination bezeichnet. Unter dem Mikroskop sehen wir eine Überkreuzung der Chromosomen (Crossing-over).

Crossing-over, engl. crossing over

Mechanismus, durch den gekoppelte Gene rekombiniert werden können. Im Allgemeinen bezieht sich der Begriff auf den reziproken Austausch übereinstimmender Chromosomenstücke zwischen homologen Chromatiden.

Crosstalk, engl. crosstalk

die Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Signaltransduktionswegen

Cryptidine

α-Defensine (antimikrobielle Polypeptide), die von den Paneth-Zellen des Dünndarms produziert werden.

Cryptochrome (von griech. kryptos für „versteckt“ und chroma für „Farbe“), engl. cryptochrome

Rezeptorproteine für Blaulicht und UV-Licht bei Pflanzen und Tieren

Cryptoplaques (cryptopatches)

Aggregate aus Lymphgewebe in der Darmwand, aus denen wahrscheinlich isolierte Lymphfollikel hervorgehen.

CstF-64

Untereinheit des CstF-Faktors (cleavage stimulation factor), der die Polyadenylierung an pAS unterstützt, sodass die sezernierte Form von IgM gebildet wird.

cTEC

→ Thymuscortex

CTLA-4

Ein hochaffiner inhibitorischer Rezeptor für B7-Moleküle auf T-Zellen. Durch seine Bindung wird die Aktivierung einer T-Zelle blockiert.

Cumulus, engl. cumulus

dicke, gallertige Schutzschicht der Eizelle von Säugetieren

Cupula, engl. cupula

gallertige Masse in den Bogengängen des Gleichgewichtorgans; umschließt die Sinneshärchen (Stereocilien), die auf die Bewegung der Flüssigkeit in den Kanälen reagieren

Curry

kurkuma- und pfefferhaltige Gewürzmischung

Cuticula

wasserabweisende Schicht auf der Epidermis, die auch antibiotisch wirksame Stoffe enthält. > Cutin

Cuticula, engl. cuticula

(1) bei Pflanzen die vor Wasserverlust schützende Wachsschicht auf der Epidermis; (2) bei Ecdysozoa (Häutungstieren) die äußere Körperhülle, die periodisch gehäutet wird und eine Schutz- und Stützfunktion hat

Cutin

wasserabweisendes pflanzliches Biopolymer. > Cuticula

CVID

→ variables Immundefektsyndrom

CXC-Chemokine

Eine der beiden Hauptgruppen der Chemokine, die deren besonderes Merkmal das Cys-X-Cys-(CXC-)Motiv in der Nähe des Aminoterminus ist. Man bezeichnet sie mit CXCL1, CXCL2 und so weiter. Eine Liste der einzelnen Chemokine findet sich in Anhang IV.

CXCL12 (SDF-1)

Chemokin, das von den Stromazellen in der dunklen Zone des Keimzentrums gebildet wird und CXCR4 bindet, das von Centroblasten exprimiert wird.

CXCL13

Chemokin, das in den Follikeln und hellen Zonen der Keimzentren produziert wird und an den CXR4-Rezeptor bindet, der von Centroblasten exprimiert wird.

CXCR5

Chemokinrezeptor, der von zirkulierenden B-Zellen und aktivierten T-Zellen exprimiert wird, das Chemokin CXCL13 bindet und wandernde Zellen in die Follikel dirigiert.

CXR3R1

Chemokinrezeptor, der von Monocyten, Makrophagen, NK-Zellen und aktivierten T-Zellen exprimiert wird und CXCL1 (Fractalin) bindet.

cyclinabhängige Kinasen (Cdks), engl. cyclin-dependent kinases

cyclinabhängige Proteinkinasen. Die Zielproteine der cyclinabhängigen Kinasen sind an der Steuerung des Zellzyklus beteiligt. Cyclinabhängige Kinasen sind nur dann aktiv, wenn sie mit zusätzlichen Proteinuntereinheiten, den Cyclinen, einen Komplex bilden.

Cycline, engl. cyclins

Proteine, die cyclinabhängige Kinasen (Cdks) aktivieren und dadurch den Zellzyklus steuern

Cyclooxygenase

Fettsäurenoxidierendes Enzym

Cyclophiline

Familie von Polyisomerasen, welche die Proteinfaltung beeinflussen und Ciclosporin binden. Der so entstehende Komplex bindet an Calcineurin und verhindert so dessen Umwandlung in Calmodulin.

Cyclophosphamid

DNA-alkylierendes Agens, das häufig als → Immunsuppressivum eingesetzt wird. Es tötet schnell proliferierende Zellen ab, darunter auch Lymphocyten, die sich infolge eines Antigenkontakts teilen.

cystische Fibrose

Krankheit, die durch einen Defekt im CFTR-Gen verursacht wird. Dadurch kommt es zur Absonderung von dickem, klebrigem Schleim und zu rezidivierenden Infektionen der Lunge.

Cytidin-Desaminase-Aktivität (CDA)

Enzymatische Aktivität der Proteine aus der AIDAPOBEC-Familie bei Spezies der kieferlosen Vertebraten (Agnatha). Diese Proteine bewirken wahrscheinlich die Umlagerung und das Zusammensetzen der gesamten VLR-Gene.

Cytoarchitektonische Karte

Eine Karte, in der Regel der Großhirnrinde, die auf Unterschieden in der Cytoarchitektur beruht.

Cytoarchitektur

Die Anordnung von Nervenzellkörpern in den verschiedenen Teilen des Gehirns.

Cytochrom c, engl. cytochrome c

eisenhaltiges, rotes Protein als Elektronenüberträger in der Atmungskette. Cytochrome sind allgemein Bestandteile der Elektronentransportketten, die bei der Photophosphorylierung und der Zellatmung, aber auch im Entgiftungssystem der Leber eine Rolle spielen.

Cytochromoxidase

Ein mitochondriales Enzym, das in Zellen häufig ist, die in der primären Sehrinde Blobs bilden.

Cytogenetik

Quelle: Genetik

Spezialgebiet der Genetik, das vor allem die Struktur und Funktion der Chromosomen analysiert.

Cytokine

Von Zellen gebildete Proteine, die das Verhalten anderer Zellen beeinflussen, vor allem das der Immunzellen. Von Lymphocyten produzierte Cytokine nennt man auch oft → Interleukine (abgekürzt IL). Eine Auflistung der verschiedenen Cytokine und ihrer Rezeptoren findet sich in Anhang III (→ Chemokine; Anhang IV).

Cytokine, engl. cytokines

von Zellen des Immunsystems produzierte regulatorisch wirkende Proteine, die auf andere Zellen des Immunsystems wirken

Cytokinese (von griech. kinein für „bewegen“), engl. cytokinesis

Teilung des Cytoplasmas einer sich teilenden Zelle (Gegensatz zu → Mitose)

Cytokinine, engl. cytokinins

Klasse von Phytohormonen, die bei der Alterung, der Zellteilung und anderen Phänomenen eine Rolle spielen

Cytoplasma

Zellmaterial, das von der Zellmembran umschlossen ist; einschließlich der Organellen, doch ohne den Zellkern.

Cytoplasma

Quelle: Genetik

Wässrige Substanz im Inneren der Zelle (S. 167).

Cytoplasma (cytoplasm)

Der Zellinhalt, den die Plasmamembran umschließt, mit Ausnahme des Zellkerns. Das Cytoplasma umfasst das wässrige Zellmedium mit den darin gelösten Molekülen (Cytosol), das Cytoskelett und die Organellen.

Cytoplasma, engl. cytoplasm

Inhalt einer Zelle mit Ausnahme des Zellkerns

Cytoplasmaströmung

fließende Bewegung des Cytoplasmas in der intakten Zelle, wahrscheinlich bedingt durch ATP-abhängige Lageveränderungen von Strukturproteinen

Cytoplasmaströmung, cytoplasmic streaming

das Fließen des Cytoplasmas in Pflanzenzellen, Pilzzellen und amöboiden Zellen, beruhend auf einer Interaktion von Actin und Myosin

cytoplasmatische Determinanten, engl. cytoplasmic determinants

Genprodukte in Eizellen von Tieren, deren dortige räumliche Verteilung sie in unterschiedliche Zellen gelangen lässt und so deren Entwicklungsschicksal im Embryo bestimmt

cytoplasmatische Segregation, engl. cytoplasmic segregation

die asymmetrische Verteilung cytoplasmatischer Determinanten in der Embryonalentwicklung eines Tieres

Cytosin (C), engl. cytosine

Pyrimidinbase in DNA und RNA

Cytoskelett

Das innere Gerüst, das einer Zelle die charakteristische Gestalt verleiht; besteht aus Mikrotubuli, Neurofilamenten und Mikrofilamenten.

Cytoskelett (cytoskeleton)

Sammelbegriff für fadenartige und teilweise vernetzte Proteinstrukturen innerhalb der Zelle, die Stabilität vermitteln, Transportvorgänge und Bewegungen ermöglichen sowie an Signalprozessen beteiligt sind.

Cytoskelett, engl. cytoskeleton

das Netzwerk aus Mikrotubuli und Mikrofilamenten, das einer eukaryotischen Zelle ihre Form und ihr Volumen verleiht und eine Bewegung der Organellen ermöglicht

Cytosol

Die wässrige Flüssigkeit im Zellinneren.

Cytosol

Eines von mehreren Hauptkompartimenten innerhalb einer Zelle. Es enthält Bestandteile wie das Cytoskelett und die Mitochondrien und ist durch Membranen von den eigenständigen Kompartimenten, beispielsweise dem Zellkern oder dem vesikulären System, abgegrenzt.

Cytosol, engl. cytosol

der Anteil des Cytoplasmas, der außerhalb von membranumhüllten Organellen liegt

cytotoxische T-Zellen

T-Zellen, die andere Zellen abtöten können. Das sind vor allem die CD8-T-Zellen, die intrazelluläre Krankheitserreger bekämpfen, die im Cytosol leben oder sich dort vermehren. Aber auch CD4-T-Zellen können in manchen Fällen andere Zellen abtöten.

cytotoxische T-Zellen (T-Killerzellen, TC), engl. cytotoxic T cells

Zellen (Lymphocyten) der zellulären Immunantwort, die virusinfizierte Zellen direkt erkennen und zerstören können (vgl. → T-Helferzellen)

„compound heterozygosity“

Zusammengesetzte Heterozygotie. Heterozygote Genotypen mit unterschiedlichen rezessiven Allelen.