Lexikon - Gesamtglossar aller Bücher

  • Begriff
    Erklärung
  • E-Cadherin
    Integrin, das von Epithelzellen exprimiert wird und für die Bildung der Adherens Junctions zwischen benachbarten Zellen von Bedeutung ist.
  • E-Selektin
    → Selektine
  • E3-Ubiquitin-Ligase
    Enzymaktivität, welche die Übertragung eines Ubiquitinmoleküls vom E2-Ubiquitin-verknüpfenden Enzym auf ein spezifisches Zielprotein katalysiert.
  • Ebbinghaus-Illusion
    Unter Ebbinghaus-Illusion wird die visuelle Täuschung bei der Darbietung von zwei gleich großen Kreisen verstanden, wenn ein Kreis von größeren Kreisen und der andere Kreis von kleineren Kreisen umgeben wird. Der von den größeren Kreisen umgebene Kreis wird vom Beobachter oder der Beobachterin als kleiner wahrgenommen.
  • EBI2 (GPR183)
    Chemokinrezeptor, der Oxysterine bindet und während der frühen Phasen der B-Zell-Aktivierung in den Lymphgeweben die Wanderung der B-Zellen zu den äußeren follikulären und interfollikulären Bereichen reguliert.
  • Ecdysis
    → Häutung
  • Ecdyson (von griech. ek für „heraus“ und dyo für „sich kleiden“), engl. ecdysone
    Hormon, das bei Insekten die Häutung induziert
  • Edukte
    → Reaktionspartner
  • Siehe Elektroenzephalogramm.
  • effektive Populationsgröße, engl. effective population size
    die Zahl der Individuen einer Population, die mit Nachkommen zur nächsten Generation der Population beitragen können
  • Effektorcaspasen
    Proteasen in der Zelle, die infolge eines apoptotischen Signals aktiviert werden und die zellulären Veränderungen in Gang setzen, die mit der Apoptose zusammenhängen. Sie sind von den Initiatorcaspasen zu unterscheiden, die stromaufwärts der Effektorcaspasen aktiv sind und die Caspasekaskade auslösen.
  • Effektoren, engl. effectors
    (1) nach außen hin wirkendes Erfolgsorgan, das Befehle des Nervensystems oder des Hormonsystems ausführt, beispielsweise Muskelzellen oder Drüsenzellen; (2) in der Biochemie ein Molekül, das die Aktivität eines Proteins beeinflusst
  • Effektorgedächtniszellen
    Gedächtniszellen, die zwischen Blut und peripheren Geweben zirkulieren und darauf spezialisiert sind, schnell zu T-Effektorzellen heranzureifen, nachdem sie in nichtlymphatischen Geweben erneut von dem Antigen stimuliert wurden.
  • Effektormechanismen
    Prozesse, durch die Krankheitserreger zerstört und aus dem Körper entfernt werden. Bei der angeborenen und der erworbenen Immunantwort stimmen die meisten Effektormechanismen zur Beseitigung von Krankheitserregern überein.
  • Effektormechanismen, engl. effector mechanisms
    Anpassungen, die es einem Organismus ermöglichen, seinen physiologischen Zustand oder sein Verhalten zu ändern
  • Effektorprotein, engl. effector protein
    Protein, das bei der Signalübertragung zwischen Zellen für die zelluläre Reaktion auf die Aktivierung eines Signalübertragungswegs verantwortlich ist
  • Effektorzellen
    Zellen, die nach einer ersten Aktivierung durch ein Antigen aus den naiven Lymphocyten durch Differenzierung hervorgehen. Sie können ohne weitere Differenzierung Krankheitserreger im Körper beseitigen und unterscheiden sich von den Gedächtniszellen, die eine zusätzliche Differenzierung durchlaufen müssen, um Effektorlymphocyten zu werden.
  • Effektorzellen, engl. effector cells
    die B-Zellen und T-Zellen der zellulären Immunabwehr. Sie greifen ein Antigen an, indem sie entweder Antikörper produzieren, die an das Antigen binden, oder Moleküle freisetzen, die sämtliche Zellen zerstören, welche das Antigen tragen.
  • efferent (von lat. efferre für „überbringen“), engl. efferent
    in der Physiologie von einem Organ oder einer Struktur wegleitend; beispielsweise angewendet auf Nervenzellen, die Impulse vom Zentralnervensystem nach außen leiten (efferente Neuronen), oder auf Blutgefäße, die das Blut von einem Organ wegführen (efferente Arteriolen) (Gegensatz zu → afferent)
  • Efferente Lymphgefäße
    vom Lymphknoten wegführende Lymphgefäße
  • Efferenz
    Ein Axon, das in einer Struktur entspringt und von dieser wegleitet. Siehe auch Afferenz.
  • Efferozytose
    Phagozytose abgestorbener Zellen
  • Ego Depletion
    Ego Depletion beschreibt eine temporäre Erschöpfung des Kraftspeichers nach einer primären Selbstkontrollhandlung. Unter Ego Depletion können anschließende Selbstkontrollhandlungen weniger effektiv ausgeführt werden. Der Kraftspeicher regeneriert sich nicht unmittelbar nach einer Selbstkontrollhandlungen.
  • Ei (Ovum), engl. egg
    der weibliche Gamet bei allen Organismen mit sexueller Fortpflanzung; darin findet nach der Befruchtung die frühe und bei vielen Arten auch die spätere Embryonalentwicklung statt (vgl. → amniotisches Ei, → Oocyte)
  • Eichel (Glans penis), glans
    die empfindliche Spitze des Penis von Säugetieren
  • Eicosanoide
    von Fettsäuren abgeleitete Signalstoffgruppe
  • eIF2α
    Untereinheit des eukaryotischen Initiationsfaktors 2 (eIF2), der die Bildung des Präinitiationskomplexes unterstützt, mit dem dann die Translation der mRNA beginnt. Wenn eIF2α von der PKR (eine Serin/Threonin-Kinase) phosphoryliert wird, ist die Proteintranslation blockiert.
  • Proteinkomplex aus mehreren Untereinheiten, der bei der Bildung des 43S-Präinitiationskomplexes aktiv ist. eIF3 kann an interferoninduzierte Transmembranproteine (IFITs) binden, wodurch die Translation viraler Proteine blockiert wird.
  • Eigallerte, engl. jelly coat
    die äußere Schutzschicht der Eizelle zum Beispiel beim Seeigel, die eine Akrosomreaktion und eine Depolarisation der Spermamembran auslöst
  • Eigeninformation
    Eigeninformation bezeichnet Sinneseindrücke, die unmittelbar aus dem Bewegungsvollzug resultieren.
  • Diese These geht auf Beadle und Tatum (1941)zurück und besagt, dass die Sequenz eines Gens für ein Enzym/Protein codiert. Heute wissen wir, dass die meisten Gene nichtcodierende Elemente (Intron) enthalten, die im Übersetzungsprozess herausgeschnitten werden müssen (> Splicing).
  • Ein-Gen-ein-Polypeptid-Hypothese, engl. one-gene, one-polypeptide hypothesis
    die als zu stark vereinfachte geltende Vorstellung, dass jedes Gen des Genoms ein einzelnes Polypeptid codiert, es also eine Übereinstimmung der Zahl von Genen und Proteinen gibt
  • einfach positive Thymocyten
    Reife T-Zellen, die entweder den CD4- oder den CD8-Corezeptor, aber nicht beide exprimieren.
  • einfache Diffusion, engl. simple diffusion
    Form der Diffusion, für die keine Mitwirkung von Carrierproteinen erforderlich ist (Gegensatz zu → erleichterte Diffusion)
  • Einfache Probleme des Bewusstseins
    Mit dem Bewusstsein in Zusammenhang stehende Phänomene, die sich mit wissenschaftlichen Methoden erforschen lassen. Im Gegensatz zu dem schweren Problem der neuronalen Grundlage des bewussten subjektiven Erlebens.
  • Einfache Zelle
    Ein Neuron der primären Sehrinde, das ein rezeptives Feld mit abgegrenzten ON- und OFF-Regionen besitzt.
  • Eingangsspezifität
    Eine Eigenschaft einiger Formen von synaptischer Plastizität, die bewirkt, dass nur die aktiven Synapsen an einem Neuron modifiziert werden.
  • eingeschlechtige Blüte, engl. imperfect flower
    auch als unvollständige Blüte bezeichnet; Blüte, der entweder funktionsfähige Staubblätter oder funktionsfähige Fruchtblätter fehlen (Gegensatz zu → Zwitterblüte)
  • Eingeweidesack, engl. visceral mass
    der Komplex aus inneren Organen von Weichtieren (Mollusken), der meist durch die Schale bzw. das Haus geschützt wird
  • Einzelfrucht, engl. simple fruit
    eine Frucht, die sich aus einem einzigen Fruchtblatt einer einzigen Blüte bildet
  • Einzelkettenantikörper (single chain antibody)
    IgG mit nur einer schweren Kette, die anders als konventionelle Antikörper keine leichte Kette enthalten und von den Camelidae und Haifischen exprimiert werden.
  • Einzeller (von lat. unus für „eins“ und cella für „Kammer“), engl. unicellular organisms
    aus einer einzigen Zelle bestehende Organismen (Gegensatz zu → Vielzeller)
  • Einzelnucleotidpolymorphismen (SNPs), engl. single nucleotide polymorphisms
    erbliche Variationen in einzelnen Nucleotidbasen der DNA, die individuell verschieden sind
  • Einzelnucleotidpolymorphismus (SNPs) (single nucleotide polymorphism)
    Positionen im Genom, die sich bei verschiedenen Individuen nur in einer einzigen Base unterscheiden.
  • einzelstrangbindendes Protein, engl. single-strand binding protein
    ein an der DNA-Replikation beteiligtes Protein, das an die entspiralisierten Einzelstränge der DNA bindet und dadurch die Auftrennung der DNA-Stränge aufrechterhält und die Replikation erleichtert
  • einzelsträngige RNA (ssRNA)
    Kommt normalerweise nur im Zellkern und im Cytoplasma vor. Wenn diese normale molekulare Form im Inneren von Endosomen vorkommt, etwa im Zusammenhang mit dem Vermehrungszyklus eines Virus, ist sie ein Ligand für TLR-7, TLR-8 und TLR-9.
  • Eipolaritätsgene
    → Maternaleffektgene
  • Eiter
    Dickflüssiges Material von gelblich-weißer Farbe, das an Infektionsherden von einigen Bakterienspezies auftritt und aus den Überresten von toten neutrophilen Zellen und anderen Zellen besteht.
  • eiterbildende Bakterien
    Verkapselte Bakterien, die an Infektionsherden die Eiterbildung hervorrufen. Sie werden auch als pyogene Bakterien bezeichnet.
  • Ektoderm (von griech. ektos für „außen“ und derma für „Haut“), engl. ectoderm
    äußeres Keimblatt; äußerste der drei embryonalen Gewebeschichten, die in der Embryonalentwicklung erstmals während der Gastrulation auftreten. Daraus bilden sich unter anderem die Haut, die Sinnesorgane und das Nervensystem. (Gegensatz zu → Entoderm, → Mesoderm)
  • Ektomykorrhiza, engl. ectomycorrhiza
    Pilze, die mit den Wurzeln von Pflanzen eine symbiotische Beziehung eingehen und den Pflanzen die Aufnahme und Wasser und Mineralionen aus dem Boden erleichtern
  • Ektoparasit, engl. ectoparasite
    Außenparasit; ein Schmarotzer, der außen auf seinem Wirt sitzt (vgl. → Endoparasit)
  • Ektopisch
    Quelle: Genetik
    Untypische Position, z. B. in Transplantationsversuchen (S. 551).
  • ektotherm (von griech. ektos für „außen“ und thermos für „Wärme“), engl. ectotherm
    bezeichnet Tiere, die ihre Körpertemperatur nicht über den Stoffwechsel regulieren können (Gegensatz zu → endotherm)
  • Ekzamthem
    Hautausschlag
  • Hautentzündung
  • fettspeichernder Leukoplast. > Proplastid
  • Elastase
    Bindegewebe-Proteine verdauendes Enzym
  • Elastizität, engl. elasticity
    reversible Dehnbarkeit oder Biegbarkeit; die Fähigkeit, nach einer Störung rasch wieder den Ausgangszustand herzustellen (Gegensatz zu → Plastizität)
  • Elektrische Leitfähigkeit
    Die relative Fähigkeit einer elektrischen Ladung, von einem Punkt zu einem anderen zu wandern, dargestellt durch das Symbol g und gemessen in Siemens (S). Die Leitfähigkeit ist der Kehrwert des Widerstands und steht mit der Stromstärke und der Spannung über das Ohm’sche Gesetz in Beziehung.
  • Elektrische Selbststimulation
    Elektrische Stimulation, die ein Tier willkürlich an einen Bereich des Gehirns weiterleiten kann.
  • Elektrische Synapse
    Eine Synapse, bei der elektrischer Strom direkt über gap junctions von einer Zelle zur nächsten fließt.
  • elektrische Synapse, engl. electrical synapse
    Typ einer Synapse, bei der Aktionspotenziale direkt von einer präsynaptischen Zelle zu einer postsynaptischen Zelle springen (Gegensatz zu → chemische Synapse)
  • Elektrischer Widerstand
    Die relative Unfähigkeit einer elektrischen Ladung, von einem Punkt zu einem anderen zu wandern, dargestellt durch das Symbol R und gemessen in Ohm (Ω). Der Widerstand ist der Kehrwert der Leitfähigkeit und steht mit der Stromstärke und der Spannung über das Ohm’sche Gesetz in Beziehung.
  • Elektrisches Potenzial
    Die Kraft, die auf elektrisch geladene Partikel wirkt, dargestellt durch das Symbol V und gemessen in Volt (V); auch als Spannungs- oder Potenzialdifferenz bezeichnet.
  • Elektrochemische Triebkraft
    Die Differenz zwischen dem tatsächlich vorhandenen Membranpotenzial, Vm, und dem Gleichgewichtspotenzial der Ionen, EIon.
  • elektrochemischer Gradient, engl. electrochemical gradient
    der Konzentrationsgradient eines Ions durch eine Membran plus die Spannungsdifferenz an dieser Membran
  • Elektroencephalogramm (EEG), engl. electroencephalogram
    grafische Darstellung der elektrischen Impulse des Gehirns
  • Elektroenzephalogramm (EEG)
    Die Messung der elektrischen Aktivität des Gehirns über die Kopfhaut.
  • Elektrokardiogramm (EKG), engl. electrocardiogram
    grafische Darstellung der elektrischen Impulse des Herzens
  • Elektrokrampftherapie (EKT)
    Die Behandlung einer schweren Depression, bei der Krämpfe elektrisch ausgelöst werden.
  • elektromagnetische Strahlung, engl. electromagnetic radiation
    sich selbst durch den Raum ausbreitende Wellen mit elektrischen und magnetischen Eigenschaften
  • Elektromechanische Kopplung
    Der physiologische Prozess, bei dem die Erregung einer Muskelzelle zu ihrer Kontraktion führt.
  • Elektromyogramm (EMG), engl. electromyogram
    grafische Darstellung der elektrischen Impulse eines Muskels
  • Elektron, engl. electron
    subatomares Teilchen außerhalb des Kerns mit negativer Ladung und sehr geringer Masse
  • Elektronegativität, engl. electronegativity
    die Tendenz eines Atoms, in einer chemischen Verbindung Elektronen anzuziehen
  • Elektronenhülle, engl. electron shell
    Region um den Atomkern mit verschiedenen Energiezuständen bzw. Aufenthaltsräumen (Orbitalen), in denen die Elektronen kreisen
  • Elektronentransportkette, engl. electron transport chain
    die Übertragung von Elektronen über eine hintereinandergeschaltete Kette von Proteinen unter Freisetzung von Energie. Diese kann in einem Konzentrationsgradienten oder in chemischer Form wie NADH oder ATP gespeichert werden.
  • Auftrennung von Proteinen, DNA- und RNAMolekülen mithilfe eines elektrischen Felds. Man nutzt die Oberflächenladung und die Größe der Moleküle, die die Wanderungsgeschwindigkeit und -richtung bestimmen. Positiv geladene Teilchen migrieren zur Kathode (> G), und negativ geladene Teilchen werden von der Anode (> G) angezogen.
  • Elektrophorese (von griech. phoresis für „das Tragen“), engl. electrophoresis
    Trenntechnik, bei der Substanzen aufgrund ihrer elektrischen Ladungen und/oder ihrer Molekülmasse aufgetrennt werden
  • elektrostatisch, engl. electrostatic
    bezieht sich auf die Anziehung und Abstoßung negativer und positiver Ladungen von Atomen und hängt von der Zahl und Verteilung der Elektronen ab
  • elektrostatische Wechselwirkungen
    Chemische Wechselwirkungen zwischen geladenen Atomen, wie sie beispielsweise in geladenen Aminosäureseitenketten und in Ionenbindungen vorkommen.
  • Element, engl. element
    chemisches Element; Substanz, die durch chemische Verfahren nicht in einfachere Substanzen umgewandelt werden kann
  • Elicitoren, engl. elicitors
    mit Pflanzenpathogenen assoziierte Moleküle, die an spezialisierte Rezeptoren in Pflanzen binden und eine Abwehrreaktion auslösen
  • Eliminierungsphase
    Stadium der Immunantwort gegen Tumoren, in der Krebszellen vernichtet werden. Man bezeichnet dies auch als → Immunüberwachung (immune surveillance).
  • Elite-Controller
    Gruppe von HIV-Infizierten, bei denen die Krankheit nicht voranschreitet und die ohne antivirale Therapie keinen klinisch diagnostizierbaren Titer aufweisen (→ long-term nonprogressors).
  • Elongationsfaktor der Transkription, der die Polyadenylierung an pAS begünstigt, sodass die sezernierte Form von IgM gebildet wird.
  • Elodea densa – Dichtblättrige Wasserpest
    Hydrocharitaceae
  • Elongation
    Quelle: Genetik
    (lat. elongare, verlängern) Verlängerung der wachsenden RNA- oder Polypeptidkette.
  • Elongation, engl. elongation
    (1) in der Molekularbiologie die Verlängerung einer RNA oder eines Proteins während der Transkription bzw. Translation durch die Addition von Monomeren; (2) das Wachstum einer Pflanzenachse oder Zelle in Längsrichtung
  • Embolus (von griech. embolos für „Pfropf“), engl. blood clot
    zirkulierender Blutklumpen; die Verstopfung eines Blutgefäßes durch einen Embolus oder eine Gasblase wird als Embolie bezeichnet (Gegensatz zu → Thrombus)
  • Embryo
    Quelle: Genetik
    Frühes Entwicklungsstadium eines Individuums. Beim Menschen von der 2. bis 7. Woche der Entwicklung, danach Fötus.
  • "junge Keimpflanze, eingeschlossen in einem Samen; besteht aus Kotyledonen (Keimblätter), Hypokotyl (Keimspross) und Radicula (Keimwurzel). > Kotyledo, > Hypokotyl, > Radicula"
  • Embryo (von griech. embryon für „Leibesfrucht“), engl. embryo
    junges Tier oder junger Pflanzensporophyt, solange er von einerschützenden Struktur, wie einem Samen, einer Eihülle oder dem Uterus, umgeben ist
  • Embryoblast (innere Zellmasse), engl. embryoblast
    eine Ansammlung von Zellen in der Blastocyste von Säugetieren, aus der sich der Dottersack (über den Hypoblasten) und der Embryo (über den Epiblasten) entwickeln (vgl. → Trophoblast)
  • embryonale Stammzellen, engl. embryonic stem cells (ESC)
    pluripotente Zellen in der Blastocyste
  • Embryonalhüllen
    → extraembryonale Membranen
  • Embryosack, engl. embryo sac
    weiblicher Gametophyt (Megagametophyt) der Angiospermen; entwickelt sich aus der in der Samenanlage gelegenen Embryosackmutterzelle durch Kernteilungen und anschließende Plasmateilungen. Die dadurch entstehenden maximal acht Zellen sind durch eine Membran getrennt, nicht jedoch durch Cellulosewände.
  • Embryoträger
    → Suspensor
  • Struktur, die von einem Trichom und subepidermalen Gewebeschichten gebildet wird, zum Beispiel das Brennhaar der Brennnessel. > Trichom
  • Emigration, engl. emigration
    die Abwanderung von Individuen aus einer existierenden Population (Gegensatz zu → Immigration)
  • Emotionale Intelligenz
    Emotionale Intelligenz beschreibt die stabilen Aspekte des emotionalen Erlebens und Handelns eines Individuums. Sie unterteilt sich in eine Wissens-, Fähigkeits- und Eigenschaftskomponente.
  • Emotionalität
    Unter Emotionalität versteht man die Wahrnehmung körperlicher Symptome von Angst, etwa das flaue Gefühl im Magen. Sie wird auch als somatische Angst bezeichnet.
  • Emotionen
    Emotionen beschreiben ein komplexes Muster körperlicher und mentaler Veränderungen in Reaktion auf eine auslösende Situation, die als persönlich bedeutsam wahrgenommen wird. Diese Veränderungen beinhalten physiologische Erregung, Gefühle, kognitive Prozesse, Ausdruck und Verhalten.
  • Emotionsregulation
    Emotionsregulation beschreibt, wie Personen Einfluss darauf nehmen, welche Emotionen erlebt werden, zu welchem Zeitpunkt sie auftreten und wie sie erlebt und ausgedrückt werden (Gross 1998).
  • Emotionsregulation
    Unter Emotionsregulation versteht man „Prozesse, durch die Individuen beeinflussen, welche Emotionen sie haben, wann sie sie haben und wie sie diese Emotionen erleben und zum Ausdruck bringen“ (Gross 1998, S. 275).
  • empirisch, engl. empiric
    auf nachvollziehbaren Erfahrungen und beschreibbaren beziehungsweise messbaren Beobachtungen oder Experimenten beruhendes naturwissenschaftliches Vorgehen
  • Emulsion
    fein verteiltes Gemenge nicht-mischbarer Flüssigkeiten
  • Enantiomere
    → optische Isomere
  • endemisch (von griech. endemos für „einheimisch“, „wohnen“), endemic
    Eigenschaft einer Art, deren Verbreitung auf ein bestimmtes Gebiet beschränkt ist und die nirgendwo sonst auf der Erde vorkommt
  • endergonisch, engl. endergonic
    Eigenschaft einer chemischen Reaktion, bei der die Produkte eine höhere freie Enthalpie besitzen als die Ausgangsstoffe, was bedeutet, dass für die Reaktion Energie zugeführt werden muss (Gegensatz zu → exergonisch)
  • Endhirn (Telencephalon), engl. telencephalon
    die das embryonale Vorderhirn von Wirbeltieren umgebende äußere Struktur, die sich zum Großhirn entwickelt
  • Endknospe, engl. terminal bud
    Vegetationspunkt am Ende eines Pflanzensprosses oder Zweiges
  • Endocannabinoid
    Eine natürliche (endogene) chemische Substanz, die an Cannabinoid(CB)-Rezeptoren bindet und diese aktiviert.
  • Endocochleäres Potenzial
    Die Spannungsdifferenz zwischen der Endolymphe und der Perilymphe, ungefähr 80mV.
  • Endocytose
    Der Prozess, bei dem ein kleiner Bereich der Zellmembran abgeschnürt, aufgenommen und in ein intrazelluläres Vesikel umgewandelt wird. Siehe auch Exocytose.
  • Endocytose, engl. endocytosis
    Vorgang, bei dem die Zelle durch Einstülpung der Plasmamembran Flüssigkeiten oder Feststoffe aufnimmt (Gegensatz zu → Exocytose)
  • "meist einschichtiges Gewebe, das frei von Interzellularen ist und zu einer funktionellen Gliederung der Gewebe in der Pflanze beiträgt, zum Beispiel die innerste Zellschicht der Wurzelrinde; Trennschicht zwischen Grundgewebe und Leitgewebe im Nadelblatt"
  • "1. innerste Zellschicht der Wurzelrinde; Sperrschicht für den apoplastischen Wassertransport. > Wurzel, > primäre Endodermis, > sekundäre Endodermis, > tertiäre Endodermis, > Caspary-Streifen, > apoplastischer Wassertransport, > symplastischer Wassertransport
    2. Zellschicht im Nadelblatt, die den Bereich der Armpalisadenzellen von Transfusionsgewebe und Leitbündeln abgrenzt. > Nadelblatt"
  • Endodermis (von griech. endo für „innen“ und derma für „Haut“), engl. endodermis
    spezialisierte Zellschicht in der Wurzel und einigen Sprossen von Pflanzen; grenzt die Rinde nach innen ab und verhindert häufig die freie Diffusion gelöster Stoffe
  • Endodermissprung
    sprunghafter Abfall des osmotischen Potenzials zwischen Zellen der Endodermis und des Zentralzylinders der Wurzel. > apoplastischer Wassertransport, > symplastischer Wassertransport
  • innerhalb eines Systems befindlich
  • Endogene Aufmerksamkeit
    Siehe Top-down-Aufmerksamkeit.
  • endogene Pyrogene
    → Cytokine, die eine Erhöhung der Körpertemperatur verursachen können.
  • endogene Retroviren, engl. endogenous retroviruses
    Retroviren, die in das Genom ihres Wirts integriert wurden
  • endokrin
    Aktivität von biologisch aktiven Molekülen, beispielsweise Hormone oder Cytokine, die von einem Gewebe in das Blut sezerniert werden und auf ein entferntes Gewebe wirken (→ autokrin, → parakrin).
  • endokrin
    Signalstoff wirkt systemisch im Körper
  • endokrin (von griech. krinein für „absondern“), engl. endocrine
    Sekretionsmechanismus, bei dem ein Hormon in das Blut abgegeben wird und daher auf Zellen wirken kann, die von der sezernierenden Zelle weit entfernt sind (vgl. → parakrin, → autokrin)
  • endokrine Drüsen (von griech. endo für „innen“ und krinein für „absondern“), engl. endocrine glands
    Ansammlung sekretorischer Zellen, die Hormone direkt über das Blut an den Körper abgeben. Das endokrine System besteht aus sämtlichen hormonproduzierenden und sezenierenden endokrinen Zellen und endokrinen Drüsen des Körpers. (Gegensatz zu → exokrine Drüsen)
  • Endolymphe
    Die Flüssigkeit, die den Schneckengang in der Hörschnecke des Innenohrs füllt; besitzt eine hohe KC- und eine niedrige NaC-Konzentration.
  • Endomembransystem (endo-membrane system)
    Die Gesamtheit aller Membranen einer Zelle, die miteinander direkt oder über Vesikel in Kontakt stehen und eine funktionelle Einheit bilden. Zum Endomembransystem gehören die Kernhülle, das endoplasmatische Reticulum, der Golgi-Apparat, Lysosomen, Vakuolen, Vesikel und die Plasmamembran, aber nicht Mitochondrien und Chloroplasten.
  • Endomembransystem, engl. endomembrane system
    System aus zellulären Membranen, die untereinander über Vesikel Material austauschen; besteht aus dem endoplasmatischen Reticulum, Golgi-Apparat, Lysosomen, Vakuolen, der äußeren Kernhülle und der Plasmamembran
  • Endometrium, engl. endometrium
    Gebärmutterschleimhaut; die epitheliale Auskleidung des Uterus
  • Endomitose
    Quelle: Genetik
    Chromo somale Replikation ohne darauffolgende Zellteilung (Mitose).
  • Endonuklease
    Quelle: Genetik
    Enzym, das interne Phosphodiesterbindungen der DNA schneidet.
  • Endoparasit, engl. endoparasite
    Innenparasit; Schmarotzer, der im Inneren seines Wirtsorganismus lebt (vgl. → Ektoparasit)
  • Endopeptidase
    innerhalb einer Aminosäurekette schneidende Protease
  • endophytische Pilze, engl. endophytic fungi
    Pilze, die die in den oberirdischen Teilen von Pflanzen leben, ihren Wirtspflanzen aber offensichtlich keinerlei Schäden zufügen
  • endoplasmatisches Reticulum (ER) (von griech. plasma für „Gebilde“), engl. endoplasmic reticulum
    im Cytoplasma von Eukaryoten vorkommender, reich verzweigter Teil des Endomembransystems mit zahlreichen von einer Biomembran umschlossenen Hohlräumen; existiert in zwei Formen: als raues ER, das mit Ribosomen besetzt ist, und als glattes ER ohne Ribosomen (vgl. → Endomembransystem)
  • endoplasmatisches Retikulum
    zellkern-assoziiertes Membransystem
  • Endorphin
    Eines von vielen endogenen opioiden Peptiden mit einer morphinähnlichen Wirkung; in vielen Hirnstrukturen, insbesondere in denen, die mit Schmerz verknüpft sind, vorhanden.
  • Endorphine, engl. endorphins
    Moleküle im Gehirn von Säugetieren, die bei der Regulation von Schmerzempfindungen als Neurotransmitter fungieren
  • Endoskelett (von griech. skleros für „hart“), engl. endoskeleton
    Innenskelett; im Inneren des Körpers gelegenes Skelett, das von anderen weichen Körpergeweben bedeckt ist (Gegensatz zu → Exoskelett)
  • intrazellulärer Membranvesikel
  • Endosperm
    Quelle: Genetik
    Triploides Gewebe im Pflanzensamen (S. 195).
  • Nährgewebe im Samen, bei den Angiospermen triploid. > Samen
  • Endosperm (von griech. sperma für „Samen“), engl. endosperm
    für Angiospermen charakteristisches triploides Samengewebe; enthält gespeicherte Nährstoffe, von denen sich der Embryo ernährt
  • Endospore (von griech. endo für „innen“ und spora für „säen“), engl. endospore
    Überdauerungsstadium mancher Bakterien, das es diesen ermöglicht, widrige Umweltbedingungen zu überleben
  • Endosteum
    Bereich im Knochenmark, der an die innere Oberfläche des Knochens angrenzt. Hier befinden sich die frühesten Stadien der hämatopoetischen Stammzellen.
  • Individuen einer Art, die sich in einem Wirtsorganismus aufhalten, wobei diese Beziehung für beide Arten von Nutzen ist.
  • Wie kommen Mitochondrien und Chloroplasten (Plastiden) in eukaryotische Zellen? Diese Frage wird mit der These beantwortet, dass eine eukaryotische „Urzelle“ (> G) und eingedrungene Bakterien eine Symbiose bildeten, bei der beide bestimmte Aufgaben zum Vorteil beider Partner übernahmen. Diese These wird durch die Ähnlichkeit der Plastidenstrukturen mit der von Bakterien gestützt.
  • Endosymbiontentheorie, engl. endosymbiosis theory
    die Hypothese, dass sich eukaryotische Zellen aus prokaryotischen Zellen entwickelt haben, die andere Prokaryoten in sich aufgenommen hatten
  • Endosymbiose (von griech. sym für „zusammen“ und bios für „Leben“), engl. endosymbiosis
    enges Zusammenleben zweier Organismenarten, wobei eine Art im Körper (oder sogar in den Zellen) der anderen lebt
  • Endothel
    Epithel, das die Zellwände der Blutkapillaren und die innere Auskleidung größerer Blutgefäße bildet.
  • Endothel
    epitheliales Abschlussgewebe des Darmes
  • Endothel, engl. endothelium
    einfache Schicht aus epithelartigen Endothelzellen, die das Innere von Blutgefäßen auskleidet
  • Endothelaktivierung
    Veränderungen der Endothelwände von kleinen Blutgefäßen als Folge einer Entzündung, etwa die erhöhte Durchlässigkeit und die verstärkte Produktion von Zelladhäsionsmolekülen und Cytokinen.
  • Endothelprotein-C-Rezeptor (EPCR)
    Nichtklassisches MHC-Klasse-I-Protein, das von Endothelzellen induziert wird und mit dem Blutgerinnungsfaktor XIV (Protein C) in Wechselwirkung tritt und von einigen γ:δ-T-Zellen erkannt wird.
  • Endothelzelle
    Zelltyp, der das Endothel, also das Epithel einer Blutgefäßwand, bildet.
  • endotherm (von griech. thermos für „Wärme“), engl. endotherm
    bezeichnet Tiere, die ihre Körpertemperatur über ihren eigenen Stoffwechsel regulieren können (Gegensatz zu → ektotherm)
  • Endotoxin
    zellmembran-assoziiertes Toxin Gram-negativer Bakterien
  • Endotoxin, engl. endotoxin
    Lipopolysaccharid, das einen Teil der äußeren Membran bestimmter gramnegativer Bakterien bildet und freigesetzt wird, wenn die Bakterien wachsen oder lysieren (Gegensatz zu → Exotoxin)
  • Endotoxine
    Toxine, die sich aus der bakteriellen Zellwand ableiten und von geschädigten Zellen freigesetzt werden. Sie sind wirksame Auslöser der Cytokinsynthese. Wenn sie in großer Zahl im Blut vorkommen, kann es zu einer systemischen Reaktion kommen, die man als endotoxischen Schock bezeichnet.
  • Endprodukthemmung (Feedback-Hemmung), engl. feedback inhibition
    Kapazitätskontrolle mancher Stoffwechselwege. Das produzierte Endprodukt hemmt dabei ein am Anfang der Stoffwechselkette agierendes Enzym.
  • Energie, engl. energy
    die Fähigkeit, durch Bewegung von Materie gegen eine Kraft Arbeit zu leisten; die Fähigkeit, in physikalischen und chemischen Systemen eine Veränderung zu bewirken
  • Energiebudget, engl. energy budget
    Energiehaushalt; quantitative Beschreibung aller Formen des Energieaustauschs zwischen einem Organismus und seiner Umwelt
  • Energiekosten, engl. energetic costs
    die Differenz zwischen der Energie, die ein Tier zur Durchführung eines bestimmten Verhaltens aufwendet, und der Energie, die es im Ruhezustand verbraucht hätte (vgl. → Opportunitätskosten, → Risikokosten)
  • Energiepyramide, engl. energy pyramid
    grafische Darstellung des Gesamtenergiegehalts in den verschiedenen trophischen Ebenen eines Ökosystems
  • Engramm
    Die physische Repräsentation oder Lokalisierung einer Erinnerung; auch als Gedächtnisspur bezeichnet.
  • Enhancer
    Quelle: Genetik
    (engl. enhance, verstärken) DNA-Sequenzen, die über große Distanzen und orientierungsunabhängig die Genexpression verstärken können. Gegensatz: Silencer.
  • Enhancer, engl. enhancer
    regulatorische DNA-Sequenzen; binden Transkriptionsfaktoren, welche die Transkription aktivieren oder die Transkriptionsrate steigern
  • Enkephaline, engl. encephalins
    Moleküle im Gehirn von Säugetieren, die als Neurotransmitter beim Schmerzempfinden fungieren
  • Ensemble-Code
    Die Repräsentation sensorischer, motorischer oder kognitiver Information durch Aktivität, die über eine große Zahl von Neuronen verteilt ist. Ein Beispiel ist Farbe, die durch die relative Aktivität von verschiedenen Zapfentypen der Netzhaut codiert wird.
  • Enterisches Nervensystem
    Ein Teil des vegetativen Nervensystems, der die Verdauungsorgane innerviert; enthält zwei Nervengeflechte, den Plexus myentericus und den Plexus submucosus.
  • enterisches Nervensystem, engl. enteric nervous system
    auch Darm- oder Eingeweidenervensystem genannt; das Nervengeflecht in der Submucosa und zwischen den Schichten glatter Muskeln im Darm von Wirbeltieren
  • enteroadhäsive Escherichia coli
    Eine Gruppe von E. coli-Stämmen, die sich an die Zellen der Mikrovilli im Darm anheften können und diese infizieren und zerstören, sodass es zu einer Colitis und Durchfall kommt.
  • Enterocoel, engl. enterocoel
    Coelom, das durch Ausstülpungen des Urdarms (Archenteron) gebildet wird; typisch für Deuterostomier (Gegensatz zu → Schizocoel)
  • Enterokinase (Enteropeptidase), engl. enterokinase
    von der Schleimhaut des Zwölffingerdarms abgesondertes Enzym; aktiviert das Proenzym Trypsinogen und schafft dadurch das aktive Verdauungsenzym Trypsin
  • Enthalpie (H), engl. enthalpy
    die Gesamtenergie in einem System (Gegensatz zu → Entropie, → freie Enthalpie)
  • Entkommensphase
    Endstadium einer Immunantwort gegen einen Tumor, wenn die Expression der Zielantigene durch Immun-Editing beseitigt wurde, sodass die Krebszellen nun nicht mehr vom Immunsystem erkannt werden.
  • Entoderm (von griech. entos für „innen“ und derma für „Haut“), engl. endoderm
    inneres Keimblatt; innerste der drei embryonalen Gewebeschichten, die bei der Gastrulation entstehen. Daraus entwickeln sich der Verdauungstrakt, die Atemwege und damit in Zusammenhang stehende Strukturen. (Gegensatz zu → Ektoderm, → Mesoderm)
  • Entorhinaler Cortex
    Eine cortikale Region im medialen Temporallappen, die die mediale Bank des Sulcus rhinalis besetzt; leitet Impulse an den Hippocampus.
  • Entropie (entropy)
    Maß für die Beliebigkeit eines Zustands. Die Entropie nimmt bei spontan ablaufenden realen Prozessen stets zu. Lebewesen können aber ihre eigene Entropie senken, indem sie die Entropie ihrer Umgebung erhöhen.
  • Entropie (S) (von griech. tropein für „verändern“), engl. entropy
    Maß für die Unordnung in einem System. In einem abgeschlossenen System sind spontane Reaktionen immer begleitet von einem Anstieg der Unordnung und so der Entropie. (Gegensatz zu → Enthalpie, → freie Enthalpie)
  • Entry-Inhibitoren
    Wirkstoffe, die verhindern, dass HIV in Wirtszellen eindringt.
  • Entscheiden
    Entscheiden ist der Prozess des Wählens zwischen mindestens zwei Optionen mit dem Ziel, erwünschte Konsequenzen zu erreichen und unerwünschte Konsequenzen zu vermeiden. Der Prozess führt im günstigsten Fall zu einer Entscheidung (Wahl). Durch die Entscheidung wird eine Option selektiert und der Entschluss gebildet, sie zu realisieren, z. B. eine Handlung auszuführen (Betsch et al. 2011).
  • Entscheidungskompetenz
    Entscheidungskompetenz beschreibt die Fähigkeiten und Fertigkeiten einer Sportlerin oder eines Sportlers, in sportlichen Handlungssituationen unter Zeit-, Präzisions- und Komplexitätsdruck situationsspezifisch die jeweils beste Handlungsabsicht zur optimalen Nutzung ihrer bzw. seiner eigenen Voraussetzungen auszuwählen. Das jeweilige Entscheidungshandeln steht sowohl mit den eigenen motorischen Möglichkeiten (zur Umsetzung der jeweiligen Handlungsabsicht) als auch mit den an der sportlichen Handlung zusätzlich beteiligten Personen (Mit- und Gegenspielerinnen bzw. -spieler) in direkter Wechselwirkung.
  • Entwicklung, engl. development
    (1) im Sinne von Individualentwicklung: der Prozess, durch den ein vielzelliger Organismus ausgehend von einer einzelnen Zelle eine Reihe von Veränderungen durchläuft und dabei nacheinander die für seinen Lebenszyklus charakteristischen Formen annimmt; (2) im Sinne von stammesgeschichtlicher Entwicklung
  • Entwicklungsplastizität (phänotypische Plastizität), engl. developmental plasticity
    die Fähigkeit eines Organismus, seine Entwicklung als Reaktion auf Umweltbedingungen zu verändern - also einen anderen Phänotyp zu exprimieren - und diese neue Form beizubehalten
  • Entwicklungszyklus, engl. life cycle
    die gesamte Lebensspanne eines Organismus vom Moment der Befruchtung (oder ungeschlechtlichen Erzeugung) bis zur Geschlechtsreife
  • entzündliche Darmerkrankung (IBD) (inflammatory bowel disease)
    Allgemeine Bezeichnung für eine Reihe von Entzündungskrankheiten des Darms, beispielsweise Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, die einen immunologischen Hintergrund haben.
  • Entzündung
    Eine natürliche Schutzreaktion von Geweben auf schädliche Reize. Zu den hauptsächlichen Anzeichen einer Entzündung der Haut gehören Erwärmung, Rötung, Schwellungen und Schmerzen.
  • Entzündung (Inflammation)
    Allgemeine Bezeichnung für eine lokale Ansammlung von Flüssigkeit, Plasmaproteinen und weißen Blutzellen, die durch Verletzungen, Infektionen oder eine lokale Immunreaktion verursacht wird.
  • Entzündungsreaktion (Inflammationsreaktion), engl. inflammation response
    unspezifische Abwehrreaktion gegen Pathogene; charakterisiert durch Rötung, Schwellung, Schmerzen und erhöhte Temperatur
  • Entzündungszellen
    Zellen wie Makrophagen, neutrophile Zellen und TH1-Effektorzellen, die in entzündete Gewebe einwandern und zur Entzündung beitragen.
  • Biochemisches Molekül, das den Energieaufwand für eine spezifische chemische Reaktion vermindert und damit die Veränderung einer Substanz bewirkt. Theoretisch führen die Aktivitäten eines Enzyms zu keinen Veränderungen seiner Eigenschaften.
  • Enzym-Substrat-Komplex, engl. enzyme substrate complex
    eine Zwischenstufe bei einer enzymkatalysierten Reaktion, bestehend aus dem Enzym und dem daran gebundenen Substrat bzw. den Substraten
  • Mangel oder Verlust der Enzymfunktion.
  • Enzyme (von griech. zyme für „Gärungsmittel“), enzymes
    katalytische Proteine, die eine biochemische Reaktion beschleunigen
  • Eomesodermin
    Transkriptionsfaktor, der bei der Entwicklung und Funktion bestimmter Arten von NK-Zellen, ILC- und CD8-T-Zellen eine Rolle spielt.
  • eosinophile Zellen
    Weiße Blutzellen, die Granula enthalten, die sich mit Eosin anfärben lassen. Sie sind vermutlich vor allem bei der Abwehr von parasitischen Infektionen wichtig, sind aber auch als Effektorzellen bei allergischen Reaktionen medizinisch von Bedeutung.
  • eosinophile Zellen (eosinophile Granulocyten), engl. eosinophilic cells
    phagocytierende Leukocyten, die vielzellige Parasiten angreifen, wenn deren Oberfläche mit Antikörpern überzogen ist
  • Eosinophilie
    Anormal hohe Zahl an eosinophilen Zellen im Blut.
  • Eotaxine
    CC-Chemokine, die vor allem auf eosinophile Zellen wirken. Dazu gehören CCL11 (Eotaxin-1), CCL24 (Eotaxin-2) und CCL26 (Eotaxin-3).
  • Ependymzelle
    Ein Gliazelltyp, der die Ventrikel im Gehirn auskleidet.
  • Ephrin
    Ein Protein, das in vielen Bereichen des sich entwickelnden Nervensystems von Neuronen sekretiert wird und den Aufbau neuronaler Netze unterstützt.
  • Epiallel
    Quelle: Genetik
    Identische Gene oder Allele, die sich nur im Ausmaß ihrer epigenetischen Markierung (Epigenetik) unterscheiden (z. B. Methylierung der DNA).
  • Epiblast, engl. epiblast
    derjenige Teil des frühen Embryos bei Säugetieren, der in der Blastocyste dem Trophoblasten zugewandt ist (Gegensatz zu → Hypoblast)
  • Epibolie, engl. epiboly
    dieWachstumsbewegungen von Zellen über die Oberfläche der Blastula zum sich neu bildenden Urmund hin
  • Wissenschaft, die die Ursachen und Dynamik von Krankheiten in einer Population untersucht. Die genetische Epidemiologie beschäftigt sich daher mit genetisch bedingten Erkrankungen.
  • interzellularenfreies Abschlussgewebe (i. d. R. einlagig), das ein pflanzliches Gewebe nach außen hin abgrenzt. > Rhizodermis, > Exodermis
  • Epidermis (von griech. derma für „Haut“), engl. epidermis
    die äußerste Zellschicht von Pflanzen und Tieren (bei Pflanzen und Invertebraten nur eine einzelne Zelllage dick)
  • Epididymis (von griech. didymos für „Hoden“), engl. epididymis
    Nebenhoden; gewundene Röhrchen in den Hoden, in denen die Spermien gespeichert werden; leiten die Spermien von den Samenkanälchen zum Samenleiter weiter
  • Epigenetik
    Quelle: Genetik
    "Epigenetik (7 Kap. 8) beschäftigt sich mit der Frage, welche Mechanismen den regulatorischen Zustand der Gene bzw. den Expressionsgrad der Gene aufrechterhalten und wie dieser Zustand von Zelle zu Zelle weitergegeben wird (z. B. während der Embryonalentwicklung; genetische Prägung)."
  • Ein Teilgebiet der Genetik, das sich mit den Aktivitäten von Genen beschäftigt. Es untersucht Veränderungen der Genfunktionen in Zellen mit identischer DNA-Sequenz, die auch an Tochterzellen weitergeben werden. So können sich z. B. unterschiedliche Phänotypen ausbilden, obwohl Individuen eine identische DNA-Sequenz besitzen. Ein Prozess, der allerdings nicht mit der klassischen Genregulation und Genexpression verwechselt werden darf.
  • Epigenetik
    DNA-sequenzunabhängige Information zur Regulation der Genexpression
  • Epigenetik, engl. epigenetics
    Spezialgebiet der Genetik, das sich mit dauerhaften, teilweise vererbbaren Veränderungen der Expression eines Gens oder einer Gruppe von Genen beschäftigt, ohne dass dabei eine Veränderung in der DNA-Sequenz vorliegt
  • Epiglottis, engl. epiglottis
    der Kehldeckel; die Gewebeklappe, die den Eingang zum Kehlkopf verschließt und verhindert, dass Nahrung und Flüssigkeit in die Luftröhre gelangen
  • Epikotyl (von griech. epi für „auf“ und kotyle für „Höhlung“), engl. epicotyl
    der unmittelbar über den Keimblättern liegende Abschnitt der Sprossachse eines Pflanzenembryos oder Keimlings (Gegensatz zu → Hypokotyl)
  • Epilepsie
    Eine chronische Störung im Gehirn, die durch wiederholt auftretende Krämpfe gekennzeichnet ist.
  • Epinephrin
    → Adrenalin
  • Epiphyse
    → Zirbeldrüse
  • Epiphysenfugen, engl. epiphyseal plates
    auch alsWachstumsfugen bezeichnet; Knorpelplatten am Ende von Röhrenknochen; hier erfolgt das Wachstum der Knochen bis zum Erwachsenenalter
  • Epiphyten, engl. epiphytes
    spezialisierte Pflanzen, die auf der Oberfläche anderer Pflanzen wachsen, aber nicht an diesen parasitieren
  • Episom
    Quelle: Genetik
    "Zirkuläre DNA in Bakterien, die unabhängig vom bakteriellen Chromosom replizieren kann; Episomen können aber auch in die chromosomale DNA integrieren und replizieren dann als Teil des Bakterienchromosoms."
  • Epistase, engl. epistasis
    Wechselwirkung zwischen Genen, bei der das Vorhandensein eines bestimmten Allels eines Gens darüber entscheidet, ob ein anderes Gen exprimiert wird
  • Epistasis
    Quelle: Genetik
    Form der Genwechselwirkung, wobei ein Gen (A) mit der phänotypischen Expression eines anderen, nicht-allelen Gens (B) in Wechselwirkung tritt und der Phänotyp im Wesentlichen durch das Gen B bestimmt wird (7 Abschn. 11.3.3).
  • Die Wirkung von Allelen eines Locus auf ein phänotypisches Merkmal wird durch Allele eines anderen Locus mitbestimmt – Genwechselwirkungen oder auch Geninteraktionen.
  • Abschlussgewebe
  • Epithelgewebe, engl. epithelial tissue
    aus einer oder mehreren Zellschichten aufgebauter Gewebetyp bei Tieren, der Organe auskleidet oder bedeckt, Röhren bildet und die Körperoberfläche bedeckt; besteht aus dicht aneinanderliegenden, über Haftkontakte verbundenen Zellen und einer basalen Lage aus Bindegewebe ( → Basalmembran); einer der vier Hauptgewebetypen vielzelliger Organismen
  • Epitop
    Quelle: Genetik
    Region eines Antigens, die von einem Antikörper erkannt wird (S. 387).
  • Epitop
    Stelle auf einem Antigen, die von einem Antikörper oder einem Antigenrezeptor erkannt wird. T-Zell-Epitope sind kurze Peptide, die an → MHC-Moleküle gebunden sind. B-Zell-Epitope sind normalerweise Strukturmotive auf der Oberfläche von Antigenen. Man bezeichnet Epitope auch als Antigendeterminanten.
  • spezifische Molekülstruktur eines Antigens
  • Epitop (Antigendeterminante), engl. epitope
    Bereich eines Antigens, der von einem spezifischen Antikörper oder einer T-Zelle erkannt wird und an den diese binden
  • Epitoperweiterung
    Zunehmende Diversifikation von Immunreaktionen auf Autoantigene, wenn solche Reaktionen persistieren. Das liegt an den Reaktionen, die sich gegen andere Epitope als das ursprüngliche Epitop richten.
  • Epoche, engl. epoch
    Unterteilung einer Periode der geologischen Zeitskala
  • Siehe exzitatorisches postsynaptisches Potenzial.
  • EPSP-Summation
    Eine einfache Form der synaptischen Integration, bei der exzitatorische postsynaptische Potenziale miteinander kombiniert werden, um eine stärkere postsynaptische Depolarisation zu erreichen.
  • ER
    → endoplasmatisches Reticulum
  • ERAAP (endoplasmatic reticulum aminopeptidase associated with antigen processing)
    Aminopeptidase für Antigenprozessierung im endoplasmatischen Reticulum, die längere Polypeptide auf eine Größe zurechtschneidet, mit der sie an MHC-Klasse-I-Moleküle binden können.
  • ERAD (endoplasmic reticulum-associated degradation)
    System von Enzymen im endoplasmatischen Reticulum, das unvollständig oder falsch gefaltete Proteine erkennt und schließlich deren Abbau herbeiführt.
  • In einem Gutachten wird überprüft, welche äußeren, körperlichen Merkmale von Personen eine verwandtschaftliche Beziehung belegen oder widerlegen (z. B. Nasen-, Ohrenformen oder Augen- und Kinnpartien).
  • Erbkoordination
    → formkonstantes Verhaltenselement
  • erbliche Hämochromatose
    Krankheit, die durch Defekte im HFE-Gen verursacht wird und durch eine anormale Rückhaltung von Eisen in der Leber und in anderen Organen gekennzeichnet ist.
  • erbliches Angioödem (HAE)
    Genetischer Defekt des → C1-Inhibitors des → Komplementsystems. Ist der C1-Inhibitor nicht vorhanden, kann eine spontane Aktivierung des Komplementsystems den Austritt von Flüssigkeit aus den Blutgefäßen verursachen. Die schwerwiegendste Folge dieses Flüssigkeitsaustritts ist das Anschwellen des Kehldeckels und die damit verbundene Erstickungsgefahr.
  • erbliches Merkmal, engl. heritable trait
    Merkmal, das zumindest teilweise durch Gene festgelegt ist
  • Erektion, engl. erection
    Zustand des durch Blutzufuhr versteiften Penis
  • Extrazelluläre signalgekoppelte Kinase; eine Proteinkinase, die bei einem Modul des T-Zell-Rezeptor-Signalwegs als MAPK-Kinase fungiert. Erk ist auch bei anderen Rezeptoren in anderen Zelltypen aktiv.
  • Erkennungssequenz
    → Restriktionsschnittstelle
  • erleichterte Diffusion, engl. facilitated diffusion
    passiver Transport durch eine Membran unter Vermittlung eines speziellen Carrierproteins; erfolgt ausschließlich in Richtung eines Konzentrationsgefälles (Gegensatz zu → aktiver Transport, → Diffusion)
  • ERp57
    Chaperonmolekül, das an der Beladung von → MHC-Klasse-I-Molekülen mit Peptiden im endoplasmatischen Reticulum beteiligt ist.
  • Erregbare Membran
    Eine Membran, die Aktionspotenziale zu generieren vermag. Die Membran von Axonen und Muskelzellen ist erregbar.
  • Erregung
    Erregung (arousal) meint das eher generelle Aktivierungsniveau des Organismus, geprägt durch die energetisierende Aktivität des autonomen Nervensystems und bezogen auf die Verarbeitung afferenter Informationen, also der Reizaufnahme.
  • Ersatzknochen, engl. cartilage bone
    Knochentyp, der durch sekundäre Aushärtung aus einer knorpeligen Struktur entsteht, die dem reifen Knochen ähnelt (Gegensatz zu → Deckknochen)
  • Erstarrungsgestein, engl. igneous rocks
    magmatisches Gestein; aus Lava oder Magma durch Erstarren entstandenes Gestein
  • erster Hauptsatz der Thermodynamik, engl. first law of thermodynamics
    das Prinzip, dass Energie weder erzeugt noch zerstört werden kann (bei jeder Energieumwandlung von einer Form in eine andere bleibt die Gesamtenergie gleich)
  • erster Polkörper, engl. first polar body
    die kleine Tochterzelle aus der ersten meiotischen Teilung der primären Oocyte
  • Jedes statistische Testverfahren legt eine Nullhypothese zugrunde, die anhand einer Stichprobe überprüft wird. Die Nullhypothese erklärt normalerweise die Struktur einer Datenmenge durch Zufall oder Unabhängigkeit von Ereignissen. Aus der Nullhypothese folgen z. B. Erwartungswerte, die im Testverfahren mit den Beobachtungswerten verglichen werden. Der Nullhypothese steht die Alternativhypothese gegenüber.
  • erworbene Immunabwehr
    → adaptive Immunabwehr
  • erworbene Immunität
    → adaptive Immunität
  • erworbene Immunschwächekrankheit
    → Aids
  • erythematöse Quaddelbildung (wheal-and-flare-reaction)
    Hautreaktion bei einem Menschen mit einer Allergie, wenn man geringe Mengen des betreffenden Allergens in die Dermis injiziert. Dabei entstehen flüssigkeitsgefüllte Schwellungen in der Haut und ein sich ausbreitender, geröteter Bereich, der Juckreiz verursacht.
  • Erythrocyten (von griech. erythros für „rot“ und kytos für „Behälter“), engl. erythrocytes
    rote Blutzellen, rote Blutkörperchen
  • Erythropoetin (EPO), engl. erythropoietin
    Hormon, das bei Sauerstoffmangel von der Niere produziert wird und die Bildung von Erythrocyten anregt
  • Escape-Mutante
    Mutanten von Krankheitserregern, die sich so verändert haben, dass sie der Immunantwort, die gegen das ursprüngliche Pathogen gerichtet ist, entgehen können.
  • Verhaltensstrategie, die andere Strategien verdrängt und von keiner anderen Strategie verdrängt werden kann.
  • essenzielle Aminosäuren, engl. essential amino acids
    Aminosäuren, die ein Tier nicht selbst synthetisieren kann, sondern über die Nahrung aufnehmen muss
  • essenzielle Fettsäuren, engl. essentially fatty acids
    Fettsäuren, die ein Tier nicht selbst synthetisieren kann, sondern über die Nahrung aufnehmen muss
  • essenzielles Nährelement, engl. essential element
    mineralischer Nährstoff, den Pflanzen und Tiere für ein normales Wachstum und Fortpflanzung benötigen
  • EST
    Quelle: Genetik
    (expressed sequence tag) cDNA (oder Teil davon), die für die Herstellung genetischer Karten verwendet wurde. Entsprechende Bibliotheken können aus verschiedenen Zellen bzw. Geweben hergestellt werden.
  • Esterbindung, engl. ester linkage
    durch eine Kondensationsreaktion (unter Abspaltung von Wasser) zwischen einer Carboxylgruppe und der Hydroxylgruppe eines Alkohols entstehende Bindung (R–CO–O–R). Auf diese Weise entstehen zum Beispiel aus Fettsäuren und Glycerol Fette. (Gegensatz zu → Etherbindung)
  • Etanercept
    Fc-Fusionsprotein, das die p75-Untereinheit des TNF-Rezeptors enthält und TNF-α neutralisiert. Es wird bei der Behandlung der rheumatoiden Arthritis und anderen Entzündungskrankheiten angewendet.
  • Etherbindung, engl. ether linkage
    die Bindung zwischen zwei Kohlenwasserstoffen über ein Sauerstoffatom (R–O–R); charakteristisch für die Membranlipide der Archaeen (vgl. → Esterbindung)
  • Ethologie (von griech. ethos für „Charakter“ und logos für „Lehre“), engl. ethology
    vergleichende Verhaltensforschung; Forschungsansatz zum Verhalten von Tieren, der sich auf die Beobachtung vieler Arten in deren natürlicher Umgebung stützt und sich mit Fragen zur Evolution von Verhaltensweisen beschäftigt (vgl. → Behaviorismus)
  • Ethylen, engl. ethylene
    das gasförmige Phytohormon H2C=CH2; ist an der Fruchtreifung sowie anderen Wachstums- und Entwicklungsprozessen beteiligt
  • Etiolierung (Etiolement, Vergeilung), engl. etiolation
    charakteristischer Effekt von Lichtmangel auf den Wachstumsprozess von Blütenpflanzen; gekennzeichnet durch lange, schwache Sprosse und kleinere Blätter aufgrund verlängerter Internodien und eine blassgelbe Färbung; in normales Licht transferiert, bilden sie normale Blätter aus und ergrünen (Deetiolierung)
  • Euchromatin
    Quelle: Genetik
    Regionen der Chromosomen, die sich leicht anfärben lassen und während der Interphase in einem aufgelockerten Zustand vorliegen. Euchromatische Regionen enthalten aktive Gene. Gegensatz: Heterochromatin.
  • Chromosomenstrukturen können mit Färbetechniken sichtbar gemacht werden. Mit der Trypsin-Giemsa-Färbung werden helle und dunkle Banden sichtbar. Hinter den hellen Banden verbergen sich euchromatische Bereiche, die Cytosin-Guanin-reich (GC-reich) und genetisch aktiv sind. Dunkle Banden sind Adenosin-Thymin-reich (AT-reich, heterochromatisch) und genetisch weniger aktiv.
  • Euchromatin, engl. euchromatin
    diffuses, nichtkondensiertes Chromatin; enthält aktive Gene, die in mRNA transkribiert werden (Gegensatz zu → Heterochromatin)
  • Eudikotylen, engl. eudicots
    auch als Eudikotyledonen oder Zweikeimblättrige bezeichnet; Angiospermen (Blütenpflanzen) mit zwei embryonalen Keimblättern (Gegensatz zu → Monokotylen)
  • Eugenik
    Quelle: Genetik
    Unter Eugenik (7 Abschn. 1.1.1) versteht man Eingriffe des Menschen in das Erbgut seiner Popula tion mit dem Ziel, es im derzeitigen Zustand zu erhalten (negative Eugenik) oder diesen zu verbessern (positive Eugenik). Dies gilt sowohl für Gene von Individuen (z. B. Abtreibung, Gentherapie) als auch für den Genpool einer Population (z. B. Sterilisationsprogramme, Selektion von Samenspendern).
  • Gezielter und fragwürdiger Eingriff bei Personen und damit in die Struktur der menschlichen Bevölkerung. Durch die Auswahl von Personen oder durch Eingriffe ins Genom wird die genetische Struktur von Populationen für ein subjektives Ziel verändert.
  • Pflanzen, Pilze und Tiere mit ihren höher entwickelten Zellstrukturen.
  • Eukaryoten
    Quelle: Genetik
    "Organismen mit einem Zellkern (S. 167; der oft gebrauchte Begriff Eukaryonten ist sprachlich falsch)."
  • Eukaryoten (eukaryots) und Prokaryoten (prokaryots)
    Unterscheidung von Organismen da nach, ob ihre Zellen einen Zellkern haben (Eukaryoten, Eukarya) oder nicht (Prokaryoten). Eukaryoten enthalten zudem Organellen, sind komplexer organisiert und in der Regel größer. Zu den Prokaryoten zählen die Bakterien (Bacteria) und die Archaeen (Archaea). Die Unterteilung spiegelt allerdings nicht den Stammbaum des Lebens wider, denn wahrscheinlich sind die Archaea enger mit den Eukarya verwandt als mit den Bacteria.
  • Eukaryoten (von griech. eu für echt und karyon für Kern), engl. eukaryotes
    bilden die Domäne der Eukarya; Organismen, in deren Zellen sich das genetische Material in einem Zellkern befindet; umfassen sämtliche Lebensformen mit Ausnahme der Archaea und Bacteria (Gegensatz zu → Prokaryoten)
  • Zellen von Pflanzen, Pilzen und Tieren. Die Erbinformation dieser Zellen ist von einer Membran (Kernmembran) umgeben. Das sog. Kerngenom besteht aus mehreren Riesenmolekülen. Die Zellen tragen eine variable Anzahl von Mitochondrien. Darüber hinaus können pflanzliche Zellen auch noch Chloroplasten für die Photosynthese enthalten.
  • eukaryotischer Initiationsfaktor 2
    → eIF2?
  • eukaryotischer Initiationsfaktor 3
    → eIF3
  • euryhalin, engl. euryhaline
    Eigenschaft eines an einen weiten Salinitätsbereich der Umgebung angepassten Organismus (Gegensatz zu → stenohalin)
  • eusozial, engl. eusocial
    Begriff für eine soziale Gemeinschaft, die auch Individuen umfasst, welche sich nicht fortpflanzen, wie es zum Beispiel bei Honigbienen, Ameisen und Termiten der Fall ist
  • Eustachische Röhre
    Eine luftgefüllte Röhre, die das Mittelohr mit den Nasenhöhlen verbindet.
  • Eustachische Röhre, engl. eustachian tube
    die Verbindung zwischen dem Mittelohr und dem Rachen; ermöglicht einen Luftdruckausgleich zwischen dem Mittelohr und der Umgebung; auch Ohrtrompete genannt
  • Eutrophierung (von griech. trephein für „nähren“), engl. eutrophication
    ein durch übermäßige Zufuhr von Nährelementen ausgelöster Prozess in aquatischen Ökosystemen; resultiert in verstärktem Algenwachstum und kann zu Zersetzung und Sauerstoffmangel (Hypoxie) führen
  • Evaporation, engl. evaporation
    die ungesteuerte, passive Abgabe von Wasserdampf (Verdunstung) durch eine Wasseroberfläche oder feuchte Oberfläche (vgl. → Transpiration)
  • Evapotranspiration, engl. evapotranspiration
    die insbesondere von Pflanzen betriebene kombinierteWasserdampfabgabe durch → Evaporation und → Transpiration
  • Evenness
    → Äquität
  • Evolution
    Quelle: Genetik
    (lat. evolutio, Entwicklung) Biologisch: Entwicklung der Organismen im Laufe der Erdgeschichte.
  • Evolution, engl. evolution
    jede allmähliche Entwicklung; im engeren Sinne die Evolution von Organismen nach Darwins Evolutionskonzept. Darunter versteht man genetische und daraus resultierende phänotypische Veränderungen von Organismen von einer Generation zur nächsten. (vgl. → Makroevolution, → Mikroevolution; → Speziation)
  • evolutionär stabile Strategie (ESS)
    Verhaltensstrategie, die andere Strategien verdrängt und von keiner anderen Strategie verdrängt werden kann.
  • evolutionäre Entwicklungsbiologie (Evo-Devo), engl. evolutionary developmental biology
    die Erforschung des Zusammenwirkens von entwicklungsgeschichtlichen Vorgängen und Entwicklungsprozessen mit Schwerpunkt auf den genetischen Veränderungen, durch die neue phänotypische Merkmale entstehen. Zu den Schlüsselkonzepten der Evo-Devo-Forschung gehören Modularität, „genetischer Werkzeugkasten“, genetische Schalter und Heterochronie.
  • evolutionärer Stammbaum
    → phylogenetischer Baum
  • Evolutionsfaktoren, engl. evolution factors
    jegliche Faktoren, welche die Richtung und Häufigkeit evolutionärer Veränderungen einer Population beeinflussen
  • Die Veränderungsrate evolutiver Vorgänge wird oftmals an der Mutationsrate gemessen. Je schneller genetische Veränderungen auftreten und sich etablieren können, desto schneller schreitet die Evolution voran. Im Fall der Artenbildung wird damit beschrieben, wie groß die genetischen Unterschiede und die Evolutionszeiträume zwischen verwandten Arten sind.
  • Evolutionstheorie, engl. evolutionary theory
    das Verständnis und die Anwendung der Mechanismen des evolutionären Wandels auf biologische Probleme (vgl. → synthetische Evolutionstheorie)
  • Evolutionsumkehr, engl. evolutionary reversal
    das erneute Auftreten des ursprünglichen Merkmalszustands in einer Abstammungslinie, in der dieses Merkmal einen abgeleiteten Zustand erreicht hatte
  • ex vivo (lat. für „aus dem Lebenden“), engl. ex vivo
    charakterisiert Reaktionen oder Abläufe, bei denen aus dem Organismus entnommene, lebende Gewebe isoliert im Labor untersucht oder manipuliert werden; teilweise synonym zu → in vitro verwendet, betont jedoch die vorherige Entnahme des Materials (Gegensatz zu → in vivo)
  • ex-vivo-Gentherapie, engl. ex vivo gene therapy
    Veränderung der Genomsequenzen menschlicher Zellen, die dem Körper entnommen und dann wieder reimplantiert werden; erfolgt zu medizinischen Zwecken
  • Exazerbation
    Verschlechterung einer Krankheitssituation
  • Excisionsreparatur, engl. excision repair
    Mechanismus zur DNA-Reparatur: das Entfernen fehlerhafter DNA-Abschnitte und anschließende Ersetzen der entsprechenden Nucleotide
  • Exekutive Funktionen
    Exekutive Funktionen bezeichnen die (volitionale) Fähigkeit, kognitive, emotionale und motorische Prozesse im Sinne übergeordneter Handlungsziele zu koordinieren und dabei unter Umständen unerwünschte Reaktionen oder Motivationstendenzen zu unterdrücken (Goschke 2017). Sie lassen sich in die Komponenten Arbeitsgedächtnis, Inhibitionskontrolle und kognitive Flexibilität unterteilen (Diamond 2013).
  • exekutive Funktionen, engl. executive functions
    kognitive Prozesse (z. B. Aufmerksamkeitssteuerung, inhibitorische Kontrolle, logisches Denken, Problemlösung, Planung), die eine zielgerichtete Steuerung von Gedanken und Verhalten ermöglichen
  • exergonisch, engl. exergonic
    Eigenschaft einer chemischen Reaktion, bei der die Reaktionsprodukte eine geringere → freie Enthalpie aufweisen als die Reaktionspartner, wodurch die abgegebene freie Enthalpie (unter Verlusten) für andere Zwecke verwendet werden kann (Gegensatz zu → endergonisch)
  • "äußere Schicht der Pollenkornwand; sehr widerstandsfähig durch den Besitz von Sporopolleninen. > Intine, > Sporopollenin"
  • Exkremente
    → Faeces
  • Exkretionsorgane, engl. excretory organs
    Organe von Tieren, die der Ausscheidung von Wasser, gelösten Stoffen und stickstoffhaltigen Abfallprodukten in Form von Harn (Urin) dienen und dazu beitragen, das Volumen, die Konzentrationen gelöster Stoffe und die Zusammensetzung der extrazellulären Flüssigkeit aufrechtzuerhalten
  • Exocytose
    Der Prozess, bei dem Substanzen aus intrazellulären Vesikeln in den extrazellulären Raum freigesetzt werden, indem die Vesikel mit der Zellmembran fusionieren. Siehe auch Endocytose.
  • Exocytose (von griech. exo für „außen“), engl. exocytosis
    Vorgang, bei dem ein Vesikel aus dem Zellinneren mit der Plasmamembran verschmilzt und seine Inhaltsstoffe nach außen abgibt (Gegensatz zu → Endocytose)
  • Abschlussgewebe (z. T. mehrschichtig) der Wurzel, das auf die Rhizodermis (einschichtig) folgt. > Wurzel
  • außerhalb eines Systems befindlich
  • Exogene Aufmerksamkeit
    Siehe Bottom-up-Aufmerksamkeit.
  • exogenes Pyrogen
    Substanz von außerhalb des Körpers, die Fieber hervorrufen kann, etwa das bakterielle Lipopolysaccharid (LPS) (→ endogenes Pyrogen).
  • exokrine Drüsen (von griech. krinein für „absondern“), engl. exocrine glands
    alle Drüsen, die ihre Sekrete in die Außenwelt oder in den Verdauungstrakt abgeben, zum Beispiel die Speicheldrüsen (Gegensatz zu → endokrine Drüsen)
  • Exon
    Quelle: Genetik
    Protein-codierende DNA-Teilsequenz eines Gens (S. 70).
  • informationen-codierender Teilabschnitt eines Gens
  • Exon, engl. exon
    DNA-Abschnitt bei Eukaryoten, der einen Teil eines Polypeptids codiert (Gegensatz zu → Intron)
  • Exopolysaccharide
    von Milchsäurebakterien sezernierte Kohlenhydratpolymere
  • Exoskelett (von griech. skeletos für „Gerüst“), engl. exoskeleton
    Außenskelett; harte äußere Körperhülle, an deren Innenseite Muskeln ansetzen können (Gegensatz zu → Endoskelett)
  • Exotoxin
    Proteintoxin, das von Bakterien sezerniert wird.
  • Exotoxine, engl. exotoxins
    von lebenden, sich vermehrenden Bakterien abgegebene, hoch giftige, im Allgemeinen lösliche Proteine (Gegensatz zu → Endotoxine)
  • expandierende Triplettwiederholungen, engl. expanded triplet repeats
    sich wenige bis mehrere Hundert Mal wiederholende, instabile Sequenzen aus drei Basenpaaren in einem menschlichen Gen; je häufiger die Wiederholungen, desto geringer ist oft die Aktivität des entsprechenden Gens; findet man auch bei manchen Krankheiten des Menschen wie Chorea Huntington und Fragiles-X-Syndrom
  • Experiment, engl. experiment
    empirische Untersuchung, die eine Hypothese stützen oder widerlegen und Antworten auf Fragen liefern soll; bildet die Grundlage für naturwissenschaftliches Arbeiten (vgl. → empirisch)
  • experimentelle autoimmune Encephalomyelitis (EAE)
    Entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems bei Mäusen. Sie entwickelt sich, wenn man die Mäuse mit neuralen Antigenen in einem starken → Adjuvans immunisiert. Die EAE wird auch als experimentelle allergische Encephalomyelitis bezeichnet.
  • Expertise
    "Expertise bezeichnet die Fähigkeit, dauerhaft und wiederholt (d. h. nicht zufällig oder singulär) in einem Tätigkeitsbereich (z. B. Sport, Musik oder Kunst) herausragende Leistungen erbringen zu können (Janelle und Hillman 2003; Posner 1988)."
  • exponentiellesWachstum, engl. exponential growth
    eine Form des Populationswachstums, die durch ein multiplikativesMuster gekennzeichnet ist; je höher die Zahl der Individuen ist, desto schneller kommen pro Zeiteinheit neue Individuen hinzu (Gegensatz zu → logistischesWachstum)
  • Expressionsvektor, engl. expression vector
    ein DNA-Vektor, zum Beispiel ein Plasmid, mit einer DNA-Sequenz, die Sequenzen für seine Expression in mRNA und Proteine in der Wirtszelle enthält
  • Expressivität
    Quelle: Genetik
    (lat. exprimere, ausdrücken, wiedergeben) Art der Ausprägung eines Gens (S. 479).
  • Expressivität, engl. expressivity
    das Ausmaß, mit dem sich ein Genotyp auf den Phänotyp auswirkt; hängt auch von Umweltfaktoren ab
  • exspiratorisches Reservevolumen (ERV), engl. exspiratory reserve volume
    die Menge an Atemluft, die zusätzlich zur der beim normalen Ausatmen ausgeatmeten Luft mit Druck ausgepresst werden kann (Gegensatz zu → inspiratorisches Reservevolumen, → Atemzugvolumen, → Vitalkapazität)
  • Extension
    Die Bewegung, die ein Gelenk streckt.
  • Extensor
    Ein Muskel, der die Streckung eines Gelenks verursacht, wenn er kontrahiert.
  • Extensoren, engl. extensors
    Streckmuskeln (Gegensatz zu → Flexoren)
  • Externaler Aufmerksamkeitsfokus
    Beim externalen, zielorientierten Aufmerksamkeitsfokus wird die Aufmerksamkeit auf den mit der Bewegung zu erzielenden Effekt bzw. auf das Bewegungsziel fokussiert (z. B. beim Golf-Putten auf das Loch).
  • Externaler Aufmerksamkeitsfokus
    Beim externalen Aufmerksamkeitsfokus wird die Aufmerksamkeit auf die zu erzielenden Handlungseffekte in der Umwelt gelenkt (z. B. den Schläger-Ball-Kontakt).
  • Extinktion, extinction
    das Aussterben von Taxa
  • extrachromosomale DNA
    DNA, die nicht in Chromosomen enthalten ist, beispielsweise die ringförmige DNA, die durch die V(D)J-Rekombination zwischen RSS-Sequenzen in übereinstimmender chromosomaler Orientierung entsteht und schließlich in der Zelle verloren geht.
  • extraembryonale Membranen (Embryonalhüllen), engl. extraembryonic membranes
    die vier Membranen, die den sich entwickelnden Embryo von Amnioten (Sauropsiden und Säugetieren) schützen und versorgen ( → Amnion, → Allantois, → Chorion, → Dottersack)
  • extrafollikulärer Raum
    Raum außerhalb des Lymphfollikels
  • Extrafusale Faser
    Eine Faser eines Skelettmuskels, die sich außerhalb der Muskelspindeln befindet und von α-Motoneuronen innerviert wird.
  • Extravasation
    Wanderung von Zellen oder Flüssigkeit aus dem Lumen der Blutgefäße in das umgebende Gewebe.
  • extrazelluläre Flüssigkeit, engl. extracellular fluid
    die gesamte Körperflüssigkeit außerhalb von Zellen (nicht aber die in Darm und Blase); bei geschlossenen Kreislaufsystemen in verschiedene Flüssigkeiten getrennt (Blutplasma, interstitielle Flüssigkeit, Lymphflüssigkeit usw.); bei offenen Kreislaufsystemen eine einheitliche Hämolymphe
  • Extrazelluläre Matrix
    Das Netzwerk aus faserigen Proteinen, die in dem Raum zwischen den Zellen abgelagert sind.
  • extrazelluläre Matrix, engl. extracellular matrix
    in tierischen Geweben vorkommendes Material unterschiedlicher Zusammensetzung, das die Zellzwischenräume ausfüllt und vielfältige Funktionen erfüllt, unter anderem Zelladhäsion; besonders ausgeprägt in Bindegewebe
  • extrem Halophile, engl. extreme halophiles
    eine Gruppe der Euryarchaeota, die ausschließlich in sehr salzhaltigen Umgebungen vorkommt
  • Extremophile, engl. extremophiles
    Archaeen und Bakterien, die unter Bedingungen zu leben vermögen, unter denen die meisten anderen Organismen nicht lebensfähig wären (wie etwa bei extrem hohen Temperaturen oder Salzkonzentrationen).
  • Extrinsische Motivation
    Extrinsische Motivation meint die Verhaltenssteuerung durch äußere Anreize wie Belohnungen, Bestrafungen und Erwartungen anderer.
  • extrinsischer Apoptoseweg
    Der Signalweg wird von extrazellulären Liganden ausgelöst, die an spezifische Rezeptoren auf der Zelloberfläche (Todesrezeptoren) binden, welche dann der Zelle das Signal übermitteln, in den programmierten Zelltod einzutreten.
  • Extruder
    Strangpresse mit formgebender Düse
  • Exuvie, engl. exuvy
    → das abgestoßene Exoskelett eines Arthropoden
  • Exzitatorisches postsynaptisches Potenzial (EPSP)
    Die Depolarisation des postsynaptischen Membranpotenzials durch die Wirkung eines an der Synapse freigesetzten Neurotransmitters.
  • exzitatorisches postsynaptisches Potenzial (EPSP), engl. excitatory postsynaptic potential
    elektrische Veränderung (Depolarisation) im Ruhepotenzial einer postsynaptischen Membran in positiver Richtung (Gegensatz zu → inhibitorisches postsynaptisches Potenzial)