Lexikon - Gesamtglossar aller Bücher

  • Begriff
    Erklärung
  • H-2-Locus, H-2-Gene
    Haupthistokompatibilitätskomplex der Maus. Die Haplotypen werden durch hochgestellte Kleinbuchstaben wie bei H-2b gekennzeichnet.
  • H-2DM
    → HLA-DM-Proteinn
  • → HLA-DO
  • H-Brücke
    → Wasserstoffbrücke
  • H-Kette
    → schwere Kette
  • H2-M3
    Nichtklassisches MHC-Klasse-Ib-Protein bei Mäusen, das Peptide binden und präsentieren kann, die einen N-formylierten Aminoterminus besitzen und so von CD8-T-Zellen erkannt werden können.
  • H5N1-Virus
    Hochgradig pathogener Subtyp des Influenzavirus, der die Vogelgrippe hervorruft.
  • HAART
    → hochaktive antiretrovirale Therapie
  • Haarzelle
    Eine Hörzelle, die Schall in ein verändertes Membranpotenzial umsetzt, oder eine vestibuläre Zelle, die Bewegungen des Kopfes in ein verändertes Membranpotenzial überträgt.
  • Haarzellen, engl. hair cells
    Typ von Mechanorezeptoren bei Tieren; können Schallwellen und andere Bewegungen in Wasser oder Luft wahrnehmen
  • Habitat, engl. habitat
    der Lebensraum eines Organismus
  • Habitatdegradation, engl. habitat degradation
    die mit einer Verringerung der Habitatqualität einhergehende Umwandlung eines Habitats (vgl. → Habitatverlust)
  • Habitatverlust, engl. habitat loss
    die mit einer quantitativen Verringerung der Habitatfläche einhergehende Umwandlung eines Habitats (vgl. → Habitatdegradation)
  • Habituation
    Eine Form des nichtassoziativen Lernens, die zu einer Abschwächung der Verhaltensreaktionen auf einen sich wiederholenden Reiz führt.
  • Habitus, engl. habitus
    für jeden Organismus charakteristisches Erscheinungsbild und Wachstumsmuster
  • Halbes Gesichtsfeld
    Das Gesichtsfeld, das sich auf einer Seite des Fixierungspunktes befindet.
  • Halbwertszeit, engl. half-life
    Zeitdauer, in der die Hälfte der Menge eines radioaktiven Isotops in seine stabile, nichtradioaktive Form zerfallen ist; bei Medikamenten oder anderen Substanzen die Zeitspanne, in der die Hälfte der Ausgangsdosis erreicht ist
  • "überwiegend bei Süßgräsern auftretende Sprossform, die innen hohl und in Knoten (Nodien) und Internodien gegliedert ist; das Wachstum erfolgt durch oberhalb der Nodien liegende Meristeme"
  • Halophyten (von griech. halos für „Salz“), engl. halophytes
    Salzpflanzen; Pflanzen, die an Orten mit hohem Salzgehalt wachsen
  • Blutfarbstoff, ein Molekül mit einem zentralen Eisenatom. Diese zentrale Molekülgruppe des Hämoglobins gibt dem Blut die Farbe.
  • Hämagglutinine (HAs)
    Substanzen, welche die Verklumpung der Erythrocyten (Hämagglutination) verursachen, beispielsweise Antikörper im Blut des Menschen, die die AB0-Blutgruppenantigene auf den roten Blutkörperchen erkennen. Influenzaviren besitzen ein Hämagglutinin, das heißt ein Glykoprotein, das bei der Verschmelzung der Viren mit endosomalen Membranen beteiligt ist.
  • Hämatokritwert (von griech. haimatos für „Blut“ und krites für „Beurteiler“), engl. hematocrit value
    Anteil der Erythrocyten einer Blutprobe in Volumenprozent
  • Hämatopoetinsuperfamilie
    Große Gruppe von strukturell verwandten Cytokinen. Dazu zählen Wachstumsfaktoren und viele Interleukine, die sowohl bei der adaptiven als auch bei der angeborenen Immunität von Bedeutung sind.
  • hämatopoetische Stammzellen (HSCs)
    Pluripotente Zellen im Knochenmark, aus denen alle Arten von Blutzellen hervorgehen.
  • Hämatopoetische Zellen
    Quelle: Genetik
    Blutbildendes Stammzellsystem im Knochenmark von Säugern (Abb. 12.57).
  • Hamilton-Regel, engl. Hamilton’s rule
    das Prinzip, dass ein altruistisch erscheinendes Verhalten nur dann adaptiv ist und durch die Selektion gefördert wird, wenn der Nutzen für die biologische Fitness des Empfängers multipliziert mit dem Verwandschaftskoeffizienten der beiden Beteiligten größer ist als die Kosten für den Altruisten
  • Hammer
    Ein Gehörknöchelchen im Mittelohr, das mit dem Trommelfell verbunden ist; hat die Form eines Hammers.
  • Hammer (Malleus), engl. hammer
    das Erste der drei Gehörknöchelchen, welche die Bewegungen des Trommelfells auf das ovale Fenster des Innenohrs übertragen (die anderen beiden sind → Amboss, → Steigbügel)
  • Hämochromatoseprotein
    Von Darmepithelzellen exprimiertes Protein, das die Aufnahme und den Transport von Eisen reguliert, indem es mit dem Transferrinrezeptor interagiert und dadurch dessen Affinität für das eisenbeladene Transferrin verringert.
  • Hämocoel (Mixocoel), engl. hemocoel
    die Leibeshöhle vieler Wirbelloser, welche die Hämolymphe (Leibeshöhlenflüssigkeit) enthält; entstanden aus der Verschmelzung von primärer und sekundärer Leibeshöhle (vgl. → Blastocoel, → Coelom)
  • Hämocyanin (von griech. haima für „Blut“ und kyanos für „blau“), engl. hemocyanin
    sauerstofftransportierendes, kupferhaltiges Protein in der Hämolymphe vielerMollusken und Arthropoden; im oxygenierten Zustand blau, im desogygenierten farblos
  • Das Molekül eines Erwachsenen besteht aus zwei langen Aminosäureketten (?-Ketten) und zwei kürzeren ?-Ketten, in die das Häm (> G) eingebunden ist. Das Hämoglobin ist wesentlich für unsere Atmung und sorgt für einen geregelten Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxid.
  • Hämoglobin (von griech. haima für „Blut“ und lat. globus für „Kugel“), engl. hemoglobin
    sauerstofftransportierendes, eisenporphyrinhaltiges Protein bei manchen Wirbellosen und in den Erythrocyten der Wirbeltiere
  • In einzelnen menschlichen Populationen treten Hämoglobinvarianten mit einer Häufigkeit von mehr als einem Prozent auf (> polymorph).
  • Hämolymphe, engl. hemolymph
    einheitliche, nicht in Blut, Lymphe und interstitielle Flüssigkeit getrennte Extrazellularflüssigkeit bei Tieren mit offenem Kreislaufsystem
  • Blutarmut, die durch Störungen im Lebenszyklus der roten Blutkörperchen hervorgerufen wird.
  • hämophagocytische Lymphohistiocytose (HLH-Syndrom)
    Nichtregulierte Vermehrung von CD8-positiven Lymphocyten, einhergehend mit einer Aktivierung der Makrophagen. Die aktivierten Makrophagen phagocytieren Blutzellen, beispielsweise Erythrocyten und Leukocyten.
  • Handlungsorientierung
    Handlungsorientierung ermöglicht es, alle mentalen Prozesse auf die Bewältigung situativer Herausforderungen zu lenken mit dem Ziel, eine Intention möglichst zügig zu realisieren. Sie ermöglicht darüber hinaus eine schnellere Verarbeitung von möglichen Misserfolgen.
  • Handlungsorientierung vs. Lageorientierung
    Handlungsorientierung als Persönlichkeitsvariable bezieht sich auf die Disposition zur willentlichen, nicht bewusstseinspflichtigen Ausrichtung der Aufmerksamkeit auf Faktoren, die die Ausführung der Handlung unterstützen. Die Disposition zur Lageorientierung ist hingegen mit einem vermehrten Aufmerksamkeitswechsel auf situative Faktoren und einem gedanklichen Verharren (Rumination) verbunden, wodurch das intuitive Ausführen der Handlung beeinträchtigt wird. Die unterschiedlichen Auswirkungen der Dispositionen zur Handlungs- bzw. zur Lageorientierung zeigen sich besonders in Drucksituationen, z. B. in einem sportlichen Wettkampf.
  • Individuen einiger Arten haben entweder nur einen oder zwei elterliche Chromosomensätze. Bei der Hausbiene sind verschiedene Chromosomensätze mit dem Geschlecht verbunden (Drohnen entstehen aus der mütterlichen Eizelle), sie sind haploid (> G). Die Königin und ihre Arbeiterinnen entstehen aus der befruchteten Eizelle, sie sind diploid (> G).
  • Haplodiploidie, engl. haplodiploidy
    Mechanismus der Geschlechtsbestimmung, bei dem diploide Individuen (die sich aus befruchteten Eizellen entwickeln) weiblich sind und haploide Individuen (die aus unbefruchteten Eiern hervorgehen) männlich; typisch für Hautflügler (Hymenopteren)
  • Haploid
    Quelle: Genetik
    Genetischer Zustand von Prokaryoten und von eukaryotischen Keimzellen nach der Meiose (S. 236). Die Zelle besitzt nur einen Satz von Chromosomen (bzw. ein Chromosom bei Prokaryoten).
  • Das Kerngenom eukaryotischer Zellen (Pilze, Pflanzen und Tiere) umfasst eine Anzahl von Chromosomen (> Chromosomensatz), die charakteristisch für die Art ist. Chromosomen können mikroskopisch unterschieden werden. Gibt es von jedem Chromosom nur ein Exemplar, dann liegt ein haploider Chromosomensatz vor.
  • haploid (von griech. haploos für „einfach“), engl. haploid
    nur mit einem einfachen Chromosomensatz ausgestattet; als 1n oder n bezeichnet (Gegensatz zu → diploid, → polyploid)
  • Haploinsuffizienz
    Quelle: Genetik
    (lat. insufficientia, Schwäche, ungenügende Leistung) Bei Funktionsverlust eines Allels kann das andere Allel keinen lebensfähigen Organismus hervorbringen.
  • Haploinsuffizienz
    Situation, in der das Vorhandensein von nur einem normalen Allel eines Gens für die normale Funktion nicht ausreicht.
  • haplontisch, engl. haplontic
    Form eines Lebenszyklus, bei der die Zygote als einzige Zelle diploid ist und eine Mitose nur in haploiden Zellen stattfindet (Gegensatz zu → diplontisch)
  • Haplotyp
    Quelle: Genetik
    Gruppe von Allelen benachbarter Gene, die von einem Individuum getragen werden und üblicherweise gemeinsam vererbt werden.
  • Kombination von Allelen verschiedener Loci, die normalerweise in einem bestimmten Chromosomenabschnitt liegen.
  • Haplotyp, engl. haplotype
    gekoppelte Nucleotidsequenzen, die gewöhnlich als Einheit vererbt werden (als „Satz“ statt als einzelne „Wörter“)
  • Hapten-Carrier-Effekt
    Produktion von Antikörpern gegen eine kleine chemische Gruppe, das Hapten, das an ein Carrierprotein gebunden ist und gegen das eine Immunantwort ausgelöst wurde.
  • Haptene
    Kleine Moleküle, die zwar von einem spezifischen Antikörper erkannt werden, allein jedoch keine Immunantwort auslösen können. Um eine Antikörperbildung oder eine T-Zell-Antwort hervorzurufen, müssen Haptene an Carrierproteine gebunden sein.
  • Hardy-Weinberg-Gleichgewicht, engl. Hardy-Weinberg equilibrium
    in einer sich sexuell fortpflanzenden Population die Allelfrequenz an einem bestimmten Genort, die nicht von der Evolution beeinflusst wird; theoretischer Zustand, bei dem in einer Population keine Evolution stattfinden würde
  • Ideale Verteilung der Genotypen eines oder mehrerer Loci in einer sexuell reproduzierenden Population mit Zufallspaarung. Es gibt keine genetischen Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Selektion, Mutation, Migration sind ausgeschlossen.
  • Harn
    → Urin
  • Harnblase, engl. urinary bladder
    Hohlorgan, in dem der Harn (Urin) bis zur Ausscheidung aus dem Körper gespeichert wird
  • Harnsäure, engl. uric acid
    wichtigstes Stickstoffausscheidungsprodukt mancher Tiere, insbesondere von solchen, die Wasser sparen müssen, wie Reptilien, Vögel und Insekten (vgl. → Ammoniak, → Harnstoff)
  • Harnstoff, engl. urea
    wichtigstes Stickstoffausscheidungsprodukt vieler Tiere einschließlich der Säugetiere (vgl. → Ammoniak, → Harnsäure)
  • > Bast
  • Harte Hirnhaut (Dura mater)
    Die äußerste der drei Hirnhäute, also der Membranen, die die Oberfläche des zentralen Nervensystems bedecken.
  • besteht aus einem inneren Ring von Drüsenzellen und einem äußeren Ring von sklerenchymatischen Zellen, in Spross und Blättern von Nadelbäumen
  • Hashimoto-Thyreoiditis
    Autoimmunerkrankung, die durch einen fortdauernd hohen Spiegel von Antikörpern gegen schilddrüsenspezifische Antigene gekennzeichnet ist. Die Antikörper locken NK-Zellen in die Schilddrüse, sodass es zu Schädigungen und Entzündungen kommt.
  • häufigkeitsabhängige Selektion, engl. frequency-dependent selection
    Selektion, die sich mit dem Mengenverhältnis eines bestimmten Phänotyps in einer Population verändert; bei zu starker Vermehrung kommt es zu einem Rückgang des Fortpflanzungserfolgs; Ursache für balancierte Polymorphismen
  • Häufigkeitsverteilung, engl. frequency distribution
    eine grafische Darstellung der Häufigkeit verschiedener Klassen von Daten
  • Gen, das hauptsächlich an der Ausprägung eines auffälligen Merkmals beteiligt ist.
  • Hauptgallengang
    → Ductus choledochus
  • Haupthistokompatibilitätskomplex (major histocompatibility complex, MHC)
    Gruppe von Genen für Proteine der Immunerkennung. MHC-I-Proteinkomplexe kommen auf allen kernhaltigen Körperzellen vor und zeigen Peptidstücke aus dem Cytosol, womit sie die Erkennung von infizierten Zellen ermöglichen. MHC-II-Proteinkomplexe präsentieren auf speziellen Immunzellen Peptidfragmente von verdauten Pathogenen und aktivieren damit weitere Immunzellen.
  • Haupthistokompatibilitätskomplex (MHC) (major histocompatibility complex)
    Gruppe von Genen auf Chromosom 6 des Menschen. Der MHC codiert auch Proteine für die Prozessierung von Antigenen und andere Funktionen der Immunabwehr. Die Gene für die MHC-Moleküle bilden den am stärksten polymorphen Gencluster im Humangenom und sie umfassen zahlreiche Allele an den verschiedenen Loci.
  • Haupthistokompatibilitätskomplex (MHC), engl. major histocompatibility complex
    große Genfamilie mit einer Vielzahl von Allelen, die zahlreiche Oberflächenantigene codieren und körpereigene Stoffe erkennen; verantwortlich für die Abstoßung von Transplantaten (vgl. → MHC-Klasse-I-Proteine, → MHCKlasse-II-Proteine)
  • Hauptsätze der Thermodynamik (von griech. thermos für „Wärme“ und dynamis für „Kraft“), engl. laws of thermodynamics
    Gesetze, die anhand von Analysen der physikalischen Eigenschaften von Energie sowie der Art und Weise, wie Energie mit Materie interagiert, aufgestellt wurden (vgl. → erster Hauptsatz der Thermodynamik, → zweiter Hauptsatz der Thermodynamik)
  • Hauptzellen, engl. chief cells
    einer von drei Typen sekretorischer Zellen in den Magengrübchen der Magenwand; sezernieren das proteinabbauende Enzym Pepsin (vgl. → Belegzellen)
  • Haushaltsgen
    Quelle: Genetik
    Gen, das in allen Zelltypen eines Organismus aktiv ist. Gegensatz: gewebespezifisch exprimiertes Gen.
  • Haushaltsgene, engl. housekeeping genes
    codieren Proteine der grundlegenden Stoffwechselvorgänge, die in jeder lebenden Zelle ablaufen, etwa die Enzyme der Glykolyse
  • Haustorium (von lat. haustus für „schöpfen“), engl. haustorium
    spezialisierte Hyphe oder andere Struktur, durch die Pilze, Sporogone von Moosen und manche parasitische Pflanzen ihrer Wirtspflanze Nährstoffe entziehen
  • Häutung (Ecdysis) (von griech. ekdysis für „das Herauskriechen“), engl. molting
    periodisches, hormongesteuertes Abstreifen und Neubilden der Körperbedeckung. Dabei wird entweder das gesamte Exoskelett abgestoßen (bei Arthropoden) oder die äußersten Epidermisschichten (bei Wirbeltieren). (vgl. → Exuvie)
  • Havers-Systeme (Osteone), engl. Haversian systems
    konzentrische Knochenlamellen, die den Knochen in Längsrichtung durchlaufen und einen Zentralkanal (Havers-Kanal) besitzen, der Blutgefäße und Nerven enthält
  • hcIgG (heavy-chain-only IgG)
    Antikörper, die von einigen Spezies der Camelidae produziert werden und nur aus einem Dimer der schweren Kette ohne assoziierte leichte Ketten bestehen, aber Antigene binden können.
  • HDL
    → Lipoproteine hoher Dichte
  • Hebb-Synapse
    Eine Synapse, die Hebb’sches Lernen zeigt.
  • Hebb’sches Lernen
    Die Effizienz einer Synapse erhöht sich, wenn prä- und postsynaptische Neuronen gleichzeitig aktiviert werden.
  • Hedonische Theorie
    Die Hedonische Theorie besagt, dass der Mensch mehrheitlich im Sinne einer Lustmaximierung und einer Leidvermeidung handelt. Das bedeutet, dass zukünftige Verhaltensweisen von der Befindlichkeit bei oder kurz nach Ausübung der Verhaltensweise beeinflusst werden. Nach dieser Theorie werden Verhaltensweisen eher begonnen bzw. beibehalten, wenn die Befindlichkeit als positiv bewertet wurde (Kahneman 1999).
  • Hefen, engl. yeasts
    mikroskopisch kleine Pilze aus einzelnen ovalen Zellen, die sich durch Sprossung vermehren
  • Heimfindevermögen, homing
    die Fähigkeit von Tieren, zu ihrem Nest, ihrem Bau oder einem bestimmten anderen Ort zurückzufinden
  • Helferzellen
    → CD4-T-Helferzellen
  • Helferzellen
    → T-Helferzellen
  • Helicard
    → MDA-5
  • Helicotrema (Schneckenloch)
    Ein Loch an der Spitze der Hörschnecke im Innenohr, das die Paukentreppe mit der Vorhoftreppe verbindet.
  • helikal, engl. helical
    schraubenförmig, spiralig; diese Konformation findet man zum Beispiel bei der → DNA-Doppelhelix und → α-Helix von Proteinen
  • Helix
    Quelle: Genetik
    Zylindrische Spirale, besondere räumliche Konformation von Nukleinsäure- oder Proteinmolekülen (S. 23, 262).
  • Helladaptation
    Der Prozess, bei dem die Netzhaut in sehr hellem Licht weniger lichtempfindlich wird.
  • helle Zone
    → Keimzentrum
  • Helleborus niger – Christrose
    Ranunculaceae
  • Hemidesmosomen (von griech. hemi für „halb“), engl. hemidesmosomes
    punktförmig haftende Verbindung zwischen tierischen Epithelzellen und der Basallamina; wirken im Elektronenmikroskop optisch wie halbe → Desmosomen
  • Hemimetabolie, engl. hemimetabolism
    Insektenentwicklung, bei der die Veränderungen zwischen den einzelnen Larvenstadien allmählich erfolgen (Gegensatz zu → Holometabolie, → direkte Entwicklung)
  • Hemiparasit, engl. hemiparasite
    Halbschmarotzer, Halbparasit; parasitische Pflanze, die zwar Photosynthese betreiben kann, Wasser und Nährelemente aber einer lebendenWirtspflanze entzieht (Gegensatz zu → Holoparasit)
  • Hemizygot
    Quelle: Genetik
    Genetische Konstitution der Geschlechtschromosomen im heterogametischen Geschlecht (S. 316), die weder als homozygot noch als heterozygot bezeichnet werden können, da sie haploid vorhanden sind.
  • Genetischer Zustand von Individuen mit zwei unterschiedlichen Gonosomen (> G) oder heterologen Chromosomen. Da sich die meisten Genorte zweier heterologer Chromosomen nicht entsprechen, hat ein hemizygotes Individuum in diesen Fällen nur ein Allel.
  • hemizygot (von griech. hemi für „halb“ und zygotos für „zusammengejocht“), engl. hemizygous
    das Vorhandensein von nur einem Allel für einMerkmal bei einem diploiden Organismus. Männliche Säugetiere sind demnach für alle Gene auf dem X- und dem Y-Chromosom hemizygot und weibliche Vögel für alle Gene auf dem W- und dem Z-Chromosom. (Gegensatz zu → homozygot, → heterozygot)
  • Zustand von Individuen mit zwei unterschiedlichen Gonosomen (> G) oder heterologen Chromosomen. Da sich die meisten Genorte zweier heterologer Chromosomen nicht entsprechen, hat ein hemizygotes Individuum in diesen Fällen nur ein Allel.
  • Henle-Schleife, engl. loop of Henle
    bei Säugetieren und Vögeln vorkommende lange, haarnadelähnliche Schleife der Nierentubuli; verläuft von der Nierenrinde in die innere Markzone und wieder zurück; erzeugt einen Konzentrationsgradienten zu den interstitiellen Flüssigkeiten im inneren Mark und dient in erster Linie der Harnkonzentration und Rückresorption von Wasser und Salzen
  • Hensen-Knoten, engl. Hensen’s node
    bei Vogelembryonen eine Struktur am Vorderende der Primitivrinne, der Einstülpöffnung für die Gastrulation; organisiert die weitere Entwicklung anderer Zellen; entspricht dem → Primitivknoten der Säuger
  • hepatisch (von griech. hepar für „Leber“), engl. hepatic
    die Leber betreffend
  • hepatobiliärer Weg
    → Leber-Gallen-Weg
  • Heptamer
    → Konservierte DNA-Sequenz aus sieben Nucleotiden in den Rekombinationssignalsequenzen (RSSs), welche die Loci der Immunglobuline und der T-Zell-Rezeptoren flankieren.
  • HER-2/neu
    Rezeptortyrosinkinase, die bei vielen Krebsarten, besonders bei Brustkrebs, überexprimiert wird; Angriffsziel für Trastuzumab (Herceptin®), das man in der Krebstherapie anwendet.
  • Herbivoren (von lat. herba für „Pflanze“ und vorare für „fressen“), engl. herbivores
    Pflanzenfresser; Tiere, die sich ausschließlich von Pflanzenmaterial ernähren (Gegensatz zu → Carnivoren, → Detritivoren, → Omnivoren)
  • Herbivorie (von lat. herba für „Pflanze“ und vorare für „fressen“), engl. herbivory
    Form der Prädation, bei welcher der Prädator ein Tier und die „Beute“ eine Landpflanze oder Alge ist (Gegensatz zu → Carnivorie, → Parasitismus, → Omnivorie)
  • Ein Maß zur Schätzung des genetischen Anteils an einem phänotypischen Merkmal.
  • Erblicher, genetisch bedingter Anteil phänotypischer Variabilität.
  • Hermaphrodit (von griech. Hermes, der Götterbote, und Aphrodite, die Göttin der Liebe), engl. hermaphrodite
    Zwitter; Organismus, der sowohl über weibliche als auch über männliche Fortpflanzungsorgane verfügt
  • Hertz (Hz)
    Die Einheit, mit der die Schallfrequenz in Schwingungen pro Sekunde angegeben wird.
  • Hertz (Hz), engl. hertz
    Perioden pro Sekunde
  • Herz, engl. heart
    in Kreislaufsystemen eine muskuläre Pumpe, die extrazelluläre Flüssigkeit durch den Körper pumpt
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
    Unter Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden alle Krankheiten des Herzens, der Gefäße und des Blutkreislaufs zusammengefasst. Typische Herzkrankheiten sind die Herzinsuffizienz oder die Koronare Herzkrankheit. Auch Gefäßerkrankungen wie die Arteriosklerose oder die Thrombose fallen in diese Kategorie.
  • Herz-Kreislauf-System (von griech. kardia für „Herz“ und lat. vasculum für „kleines Gefäß“), engl. cardiovascular system
    Herz, Blut und Blutgefäße des Kreislaufsystems
  • Herzmuskel (Myokard)
    Ein aus quergestreiften Muskelfasern aufgebauter Muskel, der ausschließlich im Herzen vorkommt; kontrahiert auch ohne Innervation rhythmisch.
  • Herzmuskel, engl. cardiac muscle
    Muskelgewebetyp, der für das Schlagen des Herzens verantwortlich ist. Charakteristisch sind die Verzweigung der einkernigen Herzmuskelzellen und ihr gestreiftes Aussehen. (Gegensatz zu → glatte Muskulatur, → Skelettmuskulatur)
  • Herzzyklus, engl. cardiac cycle
    Kontraktion der beiden Herzvorhöfe (Atrien), gefolgt von der Kontraktion der beiden Herzkammern (Ventrikel) und anschließende Erschlaffung
  • Heterochromatin
    Quelle: Genetik
    Kondensierte Bereiche des Chromatins mit intensiverer Färbung. Enthält genarme Regionen (z. B. Centromer: konstitutives Heterochromatin), stillgelegtes X-Chromosom (Barr-Körper: fakultatives Heterochromatin) bzw. abgeschaltete Gene (funktionelles Heterochromatin) (S. 293).
  • "Chromosomenstrukturen können mit Färbetechniken sichtbar gemacht werden. Die Trypsin-Giemsa-Färbung führt zu hellen und dunklen Banden. Die hellen Banden entsprechen euchromatischen Bereichen, sie sind Cytosin-Guanin-reich (GC-reich) und genetisch sehr aktiv. Dunkle Banden sind heterochromatische Bereiche und Adenin-Thymin-reich (AT-reich); sie sind genetisch weniger aktiv."
  • Heterochromatin
    Nukleotid-Protein-Komplex
  • Heterochromatin (von griech. heteros für „abweichend“), engl. heterochromatin
    dicht gepacktes, dunkel gefärbtes Chromatin. Die darin enthaltenen Gene werden in der Regel nicht transkribiert. (Gegensatz zu → Euchromatin)
  • Heterochronie (von griech. chronos für „Zeit“), engl. heterochrony
    zeitliche Verschiebung von Entwicklungsschritten, was zu unterschiedlichen Phänotypen bei den erwachsenen Organismen führt (vgl. → Heterometrie, → Heterotypie)
  • Heterocysten, engl. heterocysts
    große, dickwandige Zellen in den Filamenten bestimmter Cyanobakterien; dienen der Stickstofffixierung
  • Heterogametisches Geschlecht
    Quelle: Genetik
    Geschlecht, das Keimzellen mit unterschiedlichen Geschlechtschromosomen erzeugt (bei Säugern ist das das männliche Geschlecht).
  • Gene verschiedener Loci können zum gleichen Erscheinungsbild führen (> Phänotyp, phänotypisches Merkmal).
  • Heterokaryon
    → Dikaryon
  • Unterschiedlich strukturierte Chromosomen, oftmals Geschlechtschromosomen (Gonosomen).
  • Heterometrie (von griech. metron für „Maß“), engl. heterometry
    Veränderung im Ausmaß der Genexpression und somit der Menge der produzierten Proteine während der Entwicklung; führt zu unterschiedlichen Phänotypen bei den erwachsenen Organismen (vgl. → Heterochronie, → Heterotypie)
  • heteromorph (von griech. morphe für „Form“), engl. heteromorphous
    verschiedene Ausprägungen oder Erscheinungsformen besitzend; zum Beispiel die heteromorphen Entwicklungsstadien einer Pflanze (Gegensatz zu → isomorph)
  • Heteropyknotisch
    Quelle: Genetik
    Beschreibt den Färbungszustand von Heterochromatin.
  • Heterosis
    Quelle: Genetik
    Bezeichnet die Überlegenheit von Heterozygoten (Hybride) in Bezug auf eine oder mehrere Eigenschaften im Vergleich zu den entsprechenden Homozygoten (S. 464).
  • Heterosis, engl. hybrid vigour
    auch als Heterozygotenvorteil oder Bastardwüchsigkeit bezeichnet; Phänomen, bei dem heterozygote Genotypen bezüglich der biologischen Fitness einen Vorteil gegenüber ihren homozygoten Eltern besitzen
  • Heterosom
    Quelle: Genetik
    Geschlechtschromosom. Zeichnet sich durch voneinander abweichende Morphologie der Homologen von den übrigen Chromosomen (Autosomen) aus (S. 254).
  • heterospor, engl. heterosporic
    zwei unterschiedliche Sporentypen produzierend. Aus dem einen Sporentyp entwickeln sich weibliche Megasporen, aus dem anderen Sporentyp männliche Mikrosporen. (Gegensatz zu → homospor)
  • heterosubtypische Immunität
    Schützende Immunität gegen einen Krankheitserreger aufgrund der Infektion mit einem bestimmten Krankheitserreger, häufig im Zusammenhang mit Influenza-A-Serotypen.
  • Heterothallisch
    Quelle: Genetik
    "Genetischer Zustand bestimmter Hefezellen. Zellen sind durch defektes Gen (ho) nicht zur spontanen Bildung beider Paarungstypen imstande (homothallisch; S. 379)."
  • Heterotherme (von griech. heteros für „abweichend“ und thermos für „warm“), engl. heterotherms
    Tiere, die ihre Körpertemperatur konstant halten können, dies aber zu bestimmten Zeiten nicht tun, zum Beispiel während des Winterschlafs (Gegensatz zu → Homoiotherme, → Poikilotherme)
  • Heterotopie (von griech. heteros für „abweichend“ und topos für „Ort“), engl. heterotopy
    räumliche Unterschiede in der Genexpression während der Entwicklung, kontrolliert von regulatorischen Entwicklungsgenen; tragen zur Evolution unterschiedlicher Phänotypen bei den erwachsenen Organismen bei
  • heterotrimere G-Proteine
    → G-Proteine
  • Aufbau körpereigener Substanz aus zugeführten organischen Verbindungen. > autotroph
  • Heterotrophe (von griech. heteros für „abweichend“ und trophe für „Nahrung“), engl. heterotrophs
    Organismen, die für ihre Ernährung auf organische Moleküle als Kohlenstoffquelle angewiesen sind (Gegensatz zu → Autotrophe)
  • heterotrophe Sukzession, engl. heterotrophic succession
    Sukzession in Biozönosen, die auf Zersetzern aufbauen; unterscheidet sich von anderen Sukzessionstypen dadurch, dass keine Pflanzen beteiligt sind
  • Heterotypie, engl. heterotypy
    Veränderung in einem regulatorischen Entwicklungsgen selbst statt in der Expression des von ihm kontrollierten Gens (vgl. → Heterometrie, → Heterochronie)
  • Heterozygot
    Quelle: Genetik
    Genetischer Zustand eines diploiden Organismus bei der Anwesenheit zweier verschiedener Allele. Der alte deutsche Begriff »mischerbig« wird nur noch vereinzelt gebraucht. (S. 465).
  • heterozygot
    Personen, die zwei verschiedene Allele eines Gens besitzen, eines von der Mutter und eines vom Vater.
  • heterozygot (mischerbig) (von griech. heteros für „abweichend“ und zygotos für „zusammengejocht“), engl. heterozygous
    das Vorhandensein zweier unterschiedlicher Allele eines bestimmten Gens auf den beiden homologen Chromosomen eines diploiden Organismus (Gegensatz zu → homozygot)
  • Die elterlichen Erbinformationen eines Individuums für ein bestimmtes Merkmal (homologer Chromosomenabschnitt) sind unterschiedlich.
  • Heterozygotenvorteil
    → Heterosis
  • Die elterlichen Erbinformationen eines Individuums in einem homologen Chromosomenabschnitt sind unterschiedlich.
  • Relativer Anteil heterozygoter Loci in einer Population, ein Maß für die genetische Variabilität einer Population. Der Heterozygotiegrad H wird mit dem Durchschnitt über mehrere Loci geschätzt. Es gilt H = 1 ? Homozygotiegrad (F).
  • Bezogen auf einen Locus entspricht der Heterozygotiegrad dem relativen Anteil von heterozygoten Individuen in einer Population. Aus dem Mittelwert von mehreren Loci erhält man einen durchschnittlichen Heterozygotiegrad.
  • Heuristik
    Eine Heuristik ist eine Regel, die eine komplexe Urteils oder Entscheidungssituation vereinfacht, indem sie die Menge an Informationen, die berücksichtigt werden, reduziert (Gigerenzer et al. 1999). Heuristiken verfügen über Regeln, wie die zur Verfügung stehenden Informationen durchsucht werden (search rule), wie diese Suche gestoppt wird (stopping rule), und welche Option auf Basis der durchsuchten Informationen gewählt wird (decision rule).
  • Heuschnupfen
    → allergische Rhinitis
  • Hexose (von griech. hex für „sechs“), hexose
    Zucker mit sechs Kohlenstoffatomen
  • → Hämochromatoseprotein
  • Hibernation (von lat. hibernum für „Winter“), engl. hibernation
    Überwinterung; (1) Zoologie: Lethargiephase (Winterschlaf) mancher Tiere während des Winters; gekennzeichnet durch ein Abfallen von Körpertemperatur und Stoffwechselrate; (2) Botanik: winterliche Dormanz von Pflanzen (Gegensatz zu → Ästivation)
  • "Struktur in der Samenschale; Abrissstelle, an der sich der Samen vom Fruchtblatt gelöst hat. > Samen"
  • Hinteres Längsbündel (Fasciculus longitudinalis dorsalis)
    Ein Axonbündel, das den Hypothalamus und das periaquäduktale Grau des Mittelhirns reziprok miteinander verschaltet.
  • Hinterhauptlappen
    → Okzipitallappen
  • Hinterhauptslappen
    Siehe Okzipitallappen.
  • Hinterhorn
    Der dorsale Bereich des Rückenmarks, der Zellkörper von Neuronen enthält.
  • Hinterstrangbahn
    Eine Bahn aus weißer Substanz auf der dorsalen Seite des Rückenmarks, die Berührungs- und propriozeptive Signale zum Hirnstamm leitet.
  • Hinterstrangkern
    Ein Kern eines Kernpaares, das in der posterioren Medulla liegt; Ziel des Hinterstrangs; vermittelt Informationen über Berührung und Propriozeption der Extremitäten und des Rumpfes.
  • Hinterwurzel
    Ein Bündel sensorischer Axone, das aus einem Spinalnerv austritt und auf der dorsalen Seite mit dem Rückenmark verbunden ist. Die Axone leiten Informationen an das Rückenmark weiter. Auch als hintere Spinalnervenwurzel bezeichnet. Siehe auch Vorderwurzel.
  • HIP/PAP
    Antimikrobielles C-Typ-Lektin, das beim Menschen von Darmzellen sezerniert wird. Eine andere Bezeichnung dafür ist RegIIIα.
  • Hippocampus
    Eine Region der Hirnrinde, die in Nachbarschaft und medial zur Riechrinde liegt. BeimMenschen befindet sich der Hippocampus im Temporallappen und spielt vermutlich eine Rolle beim Lernen und bei der Gedächtnisbildung.
  • Hippocampus (von griech. hippokampos für „Seepferdchen“), engl. hippocampus
    Teil des Endhirns, der beim Langzeitgedächtnis eine Rolle spielt
  • Hippuris vulgaris – Tannenwedel
    Plantaginaceae
  • Hirnanhangsdrüse
    → Hypophyse
  • Hirnhälften
    Die beiden Hälften des Großhirns, die sich von den paarigen Vesikeln des Großhirns ableiten. Auch als Hemisphären bezeichnet.
  • Hirnhäute (Meningen)
    Drei Membranen, die die Oberfläche des zentralen Nervensystems bedecken: die harte Hirnhaut, die Spinnenhaut und die weiche Hirnhaut.
  • Hirnlappen, engl. brain lobe
    Bereiche der menschlichen Hirnhemisphären: → Temporallappen (Schläfenlappen), → Frontallappen (Stirnlappen), → Parietallappen (Scheitellappen) und → Okzipitallappen (Hinterhauptlappen)
  • Hirnnerven
    Zwölf Nervenpaare, die auf jeder Seite des Hirnstammes entspringen, nummeriert von anterior nach posterior. Hirnnerv I ist genau genommen der Riechnerv, Hirnnerv II der Sehnerv, beide sind Teile des zentralen Nervensystems. Die Hirnnerven III–XII sind Teile des peripheren Nervensystems und haben eine Vielzahl von Funktionen.
  • Hirnnerven, engl. cranial nerves
    die zwölf paarigen Nerven, die direkt vom Gehirn in verschiedene Teile des Körpers und nicht entlang der Wirbelsäule verlaufen
  • Hirnstamm
    Das Mittelhirn (Mesencephalon), die Brücke (Pons) und das verlängerte Rückenmark (Medulla oblongata).
  • Hirnstamm, engl. brainstem
    auch als Stammhirn bezeichnet; an das Rückenmark angrenzender Teil des Gehirns bei Wirbeltieren; besteht aus → Rautenhirn und → Mittelhirn
  • His-Bündel, engl. bundle of His
    modifizierte Herzmuskelfasern, die Aktionspotenziale von den Vorhöfen an die Muskulatur der Ventrikel weiterleiten
  • Histamin
    Vasoaktives Amin, das in den Granula von → Mastzellen gespeichert wird. Es wird freigesetzt, wenn Antigene an IgE-Moleküle auf Mastzellen binden, und verursacht eine lokale Dilatation der Blutgefäße und eine Konstriktion der glatten Muskulatur. Damit ist es für einige Symptome von IgE-vermittelten allergischen Reaktionen verantwortlich. Antihistaminika sind Wirkstoffe, die die Histaminwirkung bekämpfen.
  • Histamine, engl. histamines
    Substanzen, die von verletztem Gewebe oder von Mastzellen als Reaktion auf Allergene ausgeschieden werden; erhöhen die Permeabilität der Blutgefäße, was zur Ödembildung (Schwellungen) führt
  • Histatine
    Antimikrobielle Peptide, die in den Ohr-, Unterzungen- und Unterkieferspeicheldrüsen in der Mundhöhle produziert werden. Sie wirken gegen pathogene Pilze wie Cryptococcus neoformans und Candida albicans.
  • Histatine
    antimikrobiellwirkende Peptide im Schweiß
  • Histogramm, engl. histogram
    grafische Darstellung der Häufigkeitsklassen quantitativer Daten, die nach Bandbreiten einer bestimmten Variablen gruppiert sind und deren x-Achse skaliert ist
  • Lehre von Aufbau und Struktur der Gewebe
  • Histologie
    Die mikroskopische Untersuchung der Gewebestruktur.
  • DNA-Trägerproteinstruktur
  • Histon-Acetylase
    Histon-Essigsäureübertragendes Enzym
  • Histon-Deacetylase
    Histon-Essigsäureentfernendes Enzym
  • Histon-Demethylase
    Histon-Methylgruppenentfernendes Enzym
  • Histon-Methyltransferase
    Histon-Methylgruppenübertragendes Enzym
  • Histone
    Quelle: Genetik
    Stark basische Proteine, die in den Chromosomen aller Eukaryoten eng mit der DNA assoziiert sind und dabei Nukleosomen bilden. Sie haben eine besondere Bedeutung bei der Verdichtung des Chromatins (Euchromatin, Heterochromatin) (7 Abschn. 7.2.2 und 7 Abschn. 8.1.3).
  • Proteine, die für die DNA-Struktur eine Bedeutung haben. Um eine Verbindung von acht Histonen windet sich der DNA-Faden und ist damit der erste Schritt zur Verpackung des riesigen DNA-Moleküls.
  • Histone, engl. histones
    Gruppe basischer Proteine, die am Aufbau der → Nucleosomen beteiligt sind
  • Proteine, deren Expression durch Hitze oder andere Stressfaktoren induziert wird. Diese Proteine werden nach ihrer Molekülgröße in kiloDalton (kD) beschrieben. Eines dieser Proteine ist Hsp70, das zelluläre Funktionen wie das Neufalten denaturierter Proteine oder das Entsorgen von denaturierten Proteinen übernimmt.
  • Hitzeschockproteine, engl. heatshock proteins
    Chaperonproteine, die bei hohen Temperaturen oder anderen Formen von Umweltstress in der Zelle gebildet werden und andere Proteine schützen
  • → humanes Immunschwächevirus
  • HIV (humanes Immunschwächevirus), engl. HIV (human immunodeficiency virus)
    das Retrovirus, das die erworbene Immunschwächekrankheit → Aids verursacht
  • Abkürzung von „human leukocyte antigene“. Es handelt sich um Oberflächenstrukturen der weißen Blutkörperchen (Leukozyten), die von den Antikörpern des Immunsystems erkannt werden.
  • HLA-DM
    Invariantes MHC-Protein des Menschen, das MHC-Klasse-II-Molekülen ähnelt und an der Beladung von MHC-Klasse-II-Molekülen mit Peptiden beteiligt ist. Das homologe Protein bei Mäusen trägt die Bezeichnung H-2M (gelegentlich auch H2-DM).
  • HLA-DO
    Invariantes MHC-Klasse-II-Molekül, das HLA-DM bindet und die Freisetzung von CLIP aus MHC-Klasse-II-Molekülen in intrazellulären Vesikeln verhindert. Ein homologes Protein bei Mäusen trägt die Bezeichnung H-2O oder H2-DO.
  • HLA-Protein (human leukocyte antigen)
    Genetische Bezeichnung für humane → Haupthistokompatibilitätskomplexe. Die einzelnen Genloci sind durch Großbuchstaben gekennzeichnet, wie HLA-A, und die Allele durch Zahlen, zum Beispiel HLA-A
  • Auf der indonesischen Insel Flores wurden menschliche Knochen entdeckt, die einer ehemaligen kleinwüchsigen Menschenart (Homo floresiensis) zugeordnet werden. Wegen ihrer kleinen Körpergröße wurden die Individuen dieser Art nach dem Phantasiewesen Hobbit benannt.
  • hochaktive antiretrovirale Therapie (HAART)
    Kombination von Wirkstoffen, die dazu dienen, eine HIV-Infektion unter Kontrolle zu bringen. Sie umfassen Nucleosidanaloga, die die reverse Transkription verhindern, und Wirkstoffe, die die virale Protease hemmen.
  • Hochdurchsatzsequenzierung, engl. high-throughput sequencing
    schnelle DNA-Sequenzierung mit kleinsten DNA-Mengen, bei der viele DNA-Fragmente gleichzeitig sequenziert werden
  • hochendotheliale Venolen
    venöse Blutgefäße der Lymphorgane
  • hochrepetitive Sequenzen, engl. highly repetitive sequences
    kurze (weniger als 100 bp umfassende) DNA-Sequenzen, die nicht transkribiert und Tausende Mal in Tandemanordnungen wiederholt werden
  • Hoden (Testes), engl. testes
    die männlichen Gonaden; das Organ, das die männlichen Geschlechtszellen (Spermien) produziert
  • Hodensack (Skrotum), engl. scrotum
    eine bei den meisten Säugetieren vorkommende, außerhalb des Körpers liegender Beutel, welcher die Hoden enthält
  • Holandrisch
    Quelle: Genetik
    Vererbungsgang eines Y-chromosomalen Merkmals.
  • Holistisch
    Quelle: Genetik
    Ovarientyp bei Insekten. Ovar besteht neben somatischen Hüllzellen fast vollständig aus Keimzellen (S. 546).
  • holoblastische Furchung, engl. complete cleavage
    vollständige Furchung; Furchtungstyp bei dotterarmen Eiern. Bei den ersten Teilungsschritten der Furchung wird das Ei komplett geteilt; die Blastomeren sind von ähnlicher Größe. (Gegensatz zu → meroblastische Furchung)
  • Holokinetisches Chromosom
    Quelle: Genetik
    Chromosom mit vielen Centromeren über die gesamte Länge (S. 371).
  • Holometabolie, engl. holometabolism
    vollständigeMetamorphose; Umwandlung eines Larvenstadiums in ein Adultstadium mit fast völliger Umbildung der Körperform und teilweise anderer Funktion; charakteristisch für den Entwicklungszyklus bestimmter Insekten wie Schmetterlinge, Käfer, Ameisen, Wespen und Fliegen (Gegensatz zu → Hemimetabolie)
  • Holoparasit, engl. holoparasite
    Vollschmarotzer; vollkommen parasitär lebende Pflanze (die also selbst keine Photosynthese betreibt) (Gegensatz zu → Hemiparasit)
  • infolge sekundären Wachstums entstandenes Xylem. > sekundäres Dickenwachstum, > Kernholz, > Splintholz, > Bast, > Lignin
  • Holz, engl. wood
    sekundäres Xylemgewebe
  • Homing
    Zielgerichtete Wanderung eines Lymphocyten zu einem bestimmten Gewebe.
  • Homing-Rezeptoren
    Rezeptoren auf Lymphocyten für Chemokine, Cytokine und Adhäsionsmoleküle, die für bestimmte Gewebe spezifisch sind. Diese ermöglichen es den Lymphocyten, in das jeweilige Gewebe einzudringen.
  • Hominide
    Quelle: Genetik
    (lat. homo, Mensch) Familie der Primaten, in der die großen Menschenaffen (Orang-Utan, Gorilla, Schimpanse/Bonobo) und der Mensch zusammengefasst sind (Hominidae).
  • Homininen, engl. hominins
    die Vertreter einer Abstammungslinie (der Gruppe Hominini) die neben dem modernen Menschen (Homo sapiens) auch dessen ausgestorbene Vorfahren umfasst (z. B. die Australopithecinen, Homo erectus); früher Hominiden genannt
  • Homogametisches Geschlecht
    Quelle: Genetik
    Geschlecht, das Keimzellen mit gleichen Geschlechtschromosomen erzeugt (bei Säugern das weibliche Geschlecht).
  • Homogenisierung
    gleichmäßiges Verteilen nicht-mischbarer Stoffphasen
  • Homoiotherme (von griech. homoios für „gleichartig“ und thermos für „warm“), engl. homeotherms
    gleichwarme Tiere, die unabhängig von einem breiten Spektrum an Außentemperaturen ihre Körpertemperatur in einem schmalen Bereich konstant halten können (Gegensatz zu → Heterotherme, → Poikilotherme)
  • Homologe (von griech. homologos für „gleichartig“), engl. homologs
    (1) in der Cytogenetik zwei von der Gestalt und DNA-Sequenz her sehr ähnliche Chromosomenen, die ein Paar bilden (diploide Organismen erben von jedem Elternteil von jedem Chromosomenpaar jeweils eines der homologen Chromosomen); (2) in der Evolutionsbiologie Bezeichnung fürMerkmale, die auf gemeinsamer Abstammung beruhen
  • Chromosomen, die sich in ihrer mikroskopisch erkennbaren Struktur entsprechen, aber durchaus unterschiedliche elterliche Informationen an den homologen Genorten (> G) tragen können. Der Mensch erhält von jedem Elternteil 23 verschiedene Chromosomen. Nach der Befruchtung der Eizelle liegen in der Zygote 23 Chromosomenpaare vor. Bis auf die Gonosomen (> G) des Mannes sind die Chromosomen jedes autosomalen Paares in ihrer mikroskopischen Struktur identisch.
  • Chromosomen, die sich in ihrer mikroskopisch erkennbaren Struktur entsprechen. Einzelne Chromosomenabschnitte können sich allerdings in ihrer Feinstruktur unterscheiden. In diesem Fall tragen diese Abschnitte unterschiedliche genetische Informationen, sog. Allele, und in der Population besteht eine allelische Variation.
  • Gene mit sehr ähnlicher Struktur, die auf ein Gen eines gemeinsamen Vorfahren zurückgeführt werden können.
  • Homologe Gene oder Chromosomen
    Quelle: Genetik
    (1) Homologe Chromosomen sind in Bezug auf ihre Zusammensetzung und ihre sichtbare Struktur identisch (Gegensatz: nicht homologe Chromosomen). (2) Homologe Gene sind in verschiedenen Organismen ähnlich (Gegensatz: orthologe bzw. paraloge Gene).
  • Proteine mit einer sehr großen strukturellen Ähnlichkeit, die sich durch den gemeinsamen evolutionären Ursprung erklärt (> homologe Gene).
  • Strukturen die sich in ihrer Gestalt entsprechen. Im Fall von Chromosomen gleichen sich homologe Chromosomen in ihrer mikroskopischen Struktur.
  • Homologie (von griech. homologia für „Übereinstimmung“), engl. homology
    Verwandtschaft zweier Merkmale aufgrund ihrer Ableitung von einer gemeinsamen Vorläuferstruktur; die Merkmale bezeichnet man dann als homolog
  • Homöobox
    Quelle: Genetik
    DNA-Sequenz von ca. 180 bp, die für eine Domäne von ca. 60 Aminosäuren codiert (Homöodomäne), die Teil eines DNA-bindenden Transkriptionsfaktors ist. Sie ist charakteristisch für homöotische Gene.
  • Homöobox, engl. homeobox
    in homöotischen Genen vorkommende DNA-Sequenz aus 180 bp; eine spezifische Sequenz innerhalb der Homöobox, die Homöodomäne, reguliert die Expression anderer Gene und kontrolliert durch diese Regulation komplexe Entwicklungsprozesse (vgl. → homöotische Gene)
  • Homöobox-Gene
    → Hox-Gene
  • Homöostase
    Die ausgeglichene Funktionsweise von physiologischen Prozessen und die Aufrechterhaltung des internen Milieus.
  • Homöostase (von griech. homoios für „gleichartig“ und stasis für „Zustand“), engl. homeostasis
    Aufrechterhaltung der Konstanz des inneren Milieus eines Organismus, zum Beispiel einer konstanten Temperatur, durch entsprechende physiologische Rückkopplungsreaktionen oder entsprechendes Verhalten
  • homöostatische Chemokine
    Chemokine, die in einem Fließgleichgewicht produziert werden und die Lokalisierung der Immunzellen in den Lymphgeweben steuern.
  • Homöotische Gene
    Quelle: Genetik
    "Homöotische Gene (7 Abschn. 12.4.6) bewirken (bei segmentierten Organismen) eine räumliche Identität von Zellgruppen in Bezug auf ihre morphogenetische Bestimmung; Mutationen in homöotischen Genen bewirken Umwandlungen von Strukturen eines Körpersegmentes in die entsprechenden Strukturen eines anderen Körpersegmentes."
  • homöotische Gene, engl. homeotic genes
    Gene, die die Identität einer Zellgruppe bestimmen, indem sie die Bildung eines Organs in einer bestimmten Region des Embryos festlegen (vgl. → Hox-Gene)
  • homöotische Mutation, engl. homeotic mutation
    Mutation in einem homöotischen Gen, die zur Ausbildung eines anderen Organs führt, als normalerweise in dieser Region des Embryos entstehen würde
  • Homoplasie (von griech. plasis für „Formung“), engl. homoplasy
    Vorhandensein eines Merkmals bei einer Gruppe von Arten, das aber nicht beim gemeinsamen Vorfahren dieser Gruppe zu finden ist (kann durch Konvergenz, Evolutionsumkehr oder parallele Evolution entstehen)
  • Ausbildung von zahlreichen gleichwertig ausgebildeten Wurzeln. > Allorrhizie
  • homospor, engl. homosporic
    nur einen Sporentyp produzierend. Aus diesem entwickelt sich entsprechend nur ein Gametophytentyp, der sowohl weibliche als auch männliche Fortpflanzungsorgane ausbildet. (Gegensatz zu → heterospor)
  • Homothallisch
    Quelle: Genetik
    "Genetischer Zustand bestimmter Hefezellen. Zellen sind durch die Funktion des Allels HO (Homothallic) zur spontanen Bildung beider Paarungstypen imstande (heterothallisch; S. 379)."
  • homotypisch, engl. homotypic
    bezeichnet die Adhäsion zwischen Zellen des gleichen Typs
  • Homozygot
    Quelle: Genetik
    Genetischer Zustand eines diploiden Organismus bei der Anwesenheit zweier gleicher Allele. Der alte deutsche Begriff »reinerbig« wird nur noch vereinzelt gebraucht.
  • Homozygot
    Zwei identische Allele eines bestimmten Gens, die von verschiedenen Elternteilen stammen.
  • homozygot (reinerbig) (von griech. zygotos für „zusammengejocht“), engl. homozygous
    das Vorhandensein von zwei identischen Allelen eines bestimmten Gens auf den beiden homologen Chromosomen eines diploiden Organismus. Ein Individuum kann für ein Gen heterozygot sein, für ein anderes dagegen homozygot. (Gegensatz zu → hemizygot, → heterozygot)
  • Die Erbinformationen eines Individuums in homologen Chromosomenabschnitten sind gleich.
  • Die elterlichen Erbinformationen eines Individuums für ein bestimmtes Merkmal (homologer Chromosomenabschnitt) sind gleich.
  • Relativer Anteil homozygoter Loci in einer Population, ein Maß für die genetische Variabilität einer Population. Der Homozygotiegrad F wird mit dem Durchschnitt über mehrere Loci geschätzt. Es gilt F = 1 ? Heterozygotiegrad.
  • Hoogsteen-Paarung
    Quelle: Genetik
    Nach Karst Hoogsteen. Seltene, alternative Geometrie von Basenpaarungen in der DNA, sodass auch Dreifach- bzw. Vierfachpaarungen möglich werden.
  • Hör-Gleichgewichtsnerv
    Hirnnerv VIII; besteht aus Axonen, die vom Spiralganglion zu den Hörkernen ziehen.
  • Hordeum vulgare – Gerste
    Poaceae
  • Horizontale Ebene
    Eine anatomische Schnittebene, die das Nervensystem in einen dorsalen und einen ventralen Bereich unterteilt.
  • Innerhalb einer Population stecken sich Individuen gegenseitig an. Schwierigkeiten für eine Klassifizierung in horizontale und vertikale Infektion (> G) ergeben sich, wenn keine strikte Trennung der Generationen vorhanden ist.
  • horizontaler Gentransfer (lateraler Gentransfer), engl. horizontal gene transfer
    die Übertragung von Genen von einem Individuum auf ein anderes, gleichzeitig lebendes Indiviuum; kommt verbreitet bei Bakterien und Archaeen vor (Gegensatz zu → vertikaler Gentransfer)
  • Horizontalzelle
    Eine Zelle der Netzhaut des Auges, deren Neuriten lateral in die äußere plexiforme Schicht ziehen.
  • Horizontalzellen, engl. horizontal cells
    Zellen in der Netzhaut (Retina), die für die laterale Verschaltung zwischen den Photorezeptoren und den Bipolarzellen zuständig sind
  • körpereigener, den Stoffwechsel steuernder Botenstoff
  • Hormondrüsen
    → endokrine Drüsen
  • Hormone (von griech. hormon für „antreibend“, „in Bewegung setzend“), engl. hormones
    von vielzelligen Organismen in winzigen Mengen in bestimmten Drüsen oder Organen produzierte chemische Signalstoffe, die zu ihrem Wirkort transportiert werden und dort auf bestimmte Zielzellen wirken (vgl. → Phytohormone)
  • Hörnervenfaser
    Eine Ansammlung von Neuronen in der Schneckenspindel der Hörschnecke, die von den Haarzellen Eingang erhält und über den Hörnerv Informationen an den Cochleariskern in der Medulla überträgt.
  • Hornhaut (Cornea)
    Die transparente äußere Oberfläche des Auges.
  • Hornhaut, engl. cornea
    glasklares, durchsichtiges Gewebe, welches das Auge bedeckt und den Durchtritt des Lichts zur Netzhaut ermöglicht
  • Hörschnecke (Cochlea)
    Eine spiralige, knöcherne Struktur im Innenohr, die Haarzellen enthält, welche Schall in Nervenimpulse umwandeln.
  • Host-versus-Graft-Krankheit (HvGD, Wirt-gegen-Transplantat-Krankheit) (host-versus-graft disease)
    Andere Bezeichnung für die Abstoßung eines allogenen Transplantats. Man verwendet diesen Begriff vor allem im Zusammenhang mit Knochenmarktransplantationen, wenn Immunzellen des Empfängers das übertragene Knochenmark oder die übertragenen hämatopoetischen Stammzellen erkennen und angreifen.
  • Hot Hand
    Eine Person (ein Spieler oder eine Spielerin) hat die Hot Hand („ist heiß“), wenn ihre Wahrscheinlichkeit, einen Korb zu werfen, höher ist, wenn sie ihre letzten x (meistens drei) Versuche verwandelt hat, als wenn sie ihre letzten x (meistens drei) Versuche nicht verwandelt hat (vgl. Gilovich et al. 1985). Allgemein: Eine Person (ein Spieler oder eine Spielerin) hat die Hot Hand („ist heiß“), wenn ihre Wahrscheinlichkeit, eine erfolgreiche Aktion durchzuführen, höher ist, wenn ihre letzten x Aktionen erfolgreich waren, als wenn ihre letzten x Aktionen nicht erfolgreich waren (vgl. Gilovich et al. 1985).
  • Hox-Gene (Homöobox-Gene), engl. Hox genes (homeobox genes)
    konservierte homöotische Gene bei Wirbeltieren, Drosophila und anderen Tiergruppen; enthalten die Homöobox und legen bestimmte Muster und Achsenbildungen bei diesen Tieren fest
  • Hoya carnosa – Wachsblume
    Apocynaceae
  • Streufrucht, Öffnung bei Samenreife an zwei Nähten. > Frucht, > Fruchttyp
  • humanes Choriongonadotropin (hCG), engl. human chorionic gonadotropin
    von der Placenta produziertes Hormon, das die Rückbildung des Gelbkörpers verhindert und dadurch zum Erhalt der Schwangerschaft beiträgt
  • humanes Immunschwächevirus
    → HIV
  • humanes Immunschwächevirus (HIV)
    Erreger des → erworbenen Immunschwächesyndroms (acquired immunodeficiency syndrome, AIDS). HIV ist ein Retrovirus aus der Familie der Lentiviren, das selektiv Makrophagen und CD4-T-Zellen infiziert und sie nach und nach zerstört. Schließlich kommt es zu einer schwerwiegenden Immunschwäche. Es gibt zwei Hauptstämme des Virus, HIV-1 und HIV-2, wobei HIV-1 weltweit die meisten Krankheitsfälle verursacht. HIV-2 tritt in Westafrika endemisch auf, breitet sich aber aus.
  • humanes Leukocytenantigen
    → HLA-Protein
  • Humangenomprojekt, engl. human genome project
    ein aus öffentlichen und privaten Mitteln finanziertes Forschungsprojekt zur Entschlüsselung der vollständigen DNA-Sequenz des gesamten menschlichen Genoms; wurde im Jahr 2003 erfolgreich abgeschlossen
  • Humanisierung
    Einbau der hypervariablen Schleifen aus Antikörpern der Maus mit der gewünschten Spezifität in ansonsten rein humane Antikörper, um sie als therapeutisch wirksame Moleküle einzusetzen. Solche Antikörper verursachen mit geringerer Wahrscheinlichkeit eine Immunreaktion, als wenn man einen Menschen mit Antikörpern behandelt, die vollständig aus der Maus stammen.
  • humoral
    Effektormoleküle im Blut und anderen Körperflüssigkeiten, beispielsweise Antikörper der adaptiven Immunität oder Komplementproteine der angeborenen Immunität.
  • humorale Antwort
    immunglobulin-dominierte Abwehrreaktion
  • humorale Immunantwort, engl. humoral immune response
    Form der Immunität, bei der B-Zellen im Blut zirkulierende Antikörper gegen extrazelluläre Bakterien und Virusinfektionen herstellen (Gegensatz zu → zelluläre Immunantwort)
  • humorale Immunität, humorale Immunantwort
    Immunität, die durch im Blut zirkulierende Proteine vermittelt wird, etwa durch Antikörper (bei der adaptiven Immunität) oder das Komplementsystem (bei der angeborenen Immunität). Die adaptive humorale Immunität kann durch Transfusion von Serum, das spezifische Antikörper enthält, auf einen nichtimmunisierten Empfänger übertragen werden.
  • Humus, engl. humus
    die teilweise kompostierten Überreste von Pflanzen und Tieren auf der Oberfläche des Erdbodens
  • HVEM (herpes virus entry molecule)
    → B-und-T-Lymphocyten-Attenuator
  • → Host-versus-Graft-Krankheit
  • Hyaluronidase, engl. hyaluronidase
    Enzym, das Proteoglykane verdaut; im Akrosom der Spermien enthalten und verdaut die Hülle der Eizelle, damit das Spermium eindringen kann
  • Hybrid
    Quelle: Genetik
    Durch Kreuzung zweier genetisch verschiedener Eltern entstandenes Individuum.
  • Organismus, dessen Zellen genetische Information von Individuen verschiedener Arten oder Zuchtlinien tragen. Die Kombination genetischer Information über Artgrenzen hinweg kann wohl zu einem lebensfähigen Individuum führen (hybrider Organismus), doch kann dessen Reproduktionsfähigkeit in einigen Fällen auch verloren gehen (Sterilität).
  • Hybriden (von griech. hybrida für „Mischling“), engl. hybrids
    (1) die Nachkommen (Bastarde) genetisch sehr unterschiedlicher Eltern; (2) in der Molekularbiologie Doppelhelices aus Nucleinsäuren verschiedener Herkunft
  • Arten: Individuen verschiedener Arten können sich paaren und haben eine lebensfähige Nachkommenschaft. Züchtung: Die Kreuzung von Linien oder Rassen einer Art werden ebenfalls als Hybride bezeichnet. Technik: Mischprodukte.
  • Hybridisierung, engl. hybridization
    (1) in der Genetik die Kombination des genetischen Materials zweier unterschiedlicher Arten oder zweier unterscheidbarer Populationen innerhalb einer Art; (2) in der Molekularbiologie die Zusammenlagerung zweier mehr oder weniger komplementärer DNA-Stränge, eines DNA und eines RNA-Stranges oder zweier RNA-Stränge zu einem Doppelstrang
  • Hybridom, engl. hybridoma
    Zelle, die durch Verschmelzung einer antikörperproduzierenden Zelle mit einerMyelomzelle (Tumorzelle) entsteht; produziert monoklonale Antikörper
  • Hybridzone, engl. hybrid zone
    Überlappungszone des Verbreitungsgebiets zweier nah miteinander verwandter Arten, in der es zur Hybridisierung der Arten kommen kann
  • Hydrathülle (von griech. hydro für „Wasser“), engl. hydrate envelope
    Wassermantel um Ionen oder hydrophile Makromoleküle, zum Beispiel viele Proteine
  • "Enzym, das eine doppelte Kohlenstoffbindung spaltet und dabei ein Wassermolekül einbindet; hydrolytische Spaltung."
  • Hydrolyse (von griech. lysis für „Auflösung“), engl. hydrolysis reaction
    chemische Reaktion, bei der Moleküle durch Reaktion mit Wasser gespalten werden: AB + H2O → AH + BOH (Gegensatz zu → Kondensationsreaktion)
  • hydrophil (von griech. hydro für „Wasser“ und philia für „Liebe“), hydrophilic
    mit einer Affinität zu Wasser; wasseranziehend (Gegensatz zu → hydrophob)
  • hydrophob (von griech. hydro für „Wasser“ und phobia für „Angst“), engl. hydrophobic
    wasserabstoßend; ungeladene Kohlenwasserstoffe und nichtpolare funktionelle Atomgruppen, zum Beispiel Fette oder die Seitenkette der Aminosäure Phenylalanin (Gegensatz zu → hydrophil)
  • hydrophobe Wechselwirkung
    Chemische Wechselwirkung zwischen benachbarten hydrophoben Gruppen unter Ausschluss von Wassermolekülen.
  • hydrophobe Wechselwirkung, engl. hydrophobic interaction
    eine schwache chemische Wechselwirkung, zu der es kommt, wenn sich Moleküle, die nicht von Wasser angezogen werden, unter Ausschluss von Wasser zusammenlagern
  • Hydroponik, engl. hydroponic
    Kultivierungsform von Pflanzen, bei der die Wurzeln statt von Erde von Nährflüssigkeit umgeben sind
  • Hydroskelett (hydrostatisches Skelett), engl. hydrostatic skeleton
    mit Flüssigkeit gefüllte Leibeshöhle, die der Kräfteübertragung von einem Teil des Körpers auf den anderen dient und antagonistisch zu den umgebenden Muskeln wirkt
  • hydrostatischer Druck, engl. hydrostatic pressure
    durch Zusammenpressen einer Flüssigkeit in einem beschränkten Raum entstehender Druck; entsteht beispielsweise bei Pflanzen, Pilzen und manchen Protisten mit Zellwänden durch die osmotische Aufnahme von Wasser (und wird dann als → Turgor bezeichnet) und bei Tieren mit Kreislaufsystem durch das Schlagen des Herzens
  • hydrostatisches Skelett
    → Hydroskelett
  • Hydroxylase
    Hydroxylgruppenübertragendes, oxidatives Enzym
  • Hydroxylgruppe
    → Alkohole
  • Hygienehypothese
    Im Jahr 1989 postulierte Hypothese, die besagt, dass der seltenere Kontakt mit Mikroorganismen aus der Umwelt für die steigenden Zahlen von Patienten mit Allergien in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verantwortlich ist.
  • Hyper-IgE-Syndrom (HIES)
    Erkrankung, die mit rezidivierienden Infektionen der Lunge und der Haut und mit hohen IgE-Konzentrationen im Blut einhergeht. Sie wird auch als Job-Syndrom bezeichnet.
  • Hyper-IgM-Immunschwäche Typ 2
    → aktivierungsinduzierte Cytidin-Desaminase
  • Hyper-IgM-Syndrom
    Eine Gruppe genetischer Krankheiten, bei denen es neben anderen Symptomen zu einer Überproduktion von IgM-Antikörpern kommt. Sie sind auf Defekte in verschiedenen Genen zurückzuführen, die Proteine für den Klassenwechsel codieren, beispielsweise den CD40-Ligand und das AID-Enzym (→ aktivierungsinduzierte Cytidin-Desaminase, → CD40-Ligand-Defekt).
  • Hyperakkumulator (von griech. hyper für „erhöht“), engl. hyperaccumulator
    Pflanzenart, die große Mengen von Schwermetallen wie Arsen, Cadmium, Nickel, Aluminium oder Zink speichern kann
  • hyperakute Transplantatabstoßung
    Sofort einsetzende Abstoßungsreaktion, die von den natürlicherweise vorhandenen Antikörpern ausgeht, die mit den Antigenen auf dem transplantierten Organ reagieren. Die Antikörper binden an das Endothel und lösen eine Gerinnungskaskade aus. Dadurch kommt es zu einem Blutstau und zu einer Blutleere im Organ, was schnell zu dessen Absterben führt.
  • Hyperalgesie
    Eine reduzierte Reizschwelle für das Schmerzempfinden, eine verstärkte Reaktion auf schmerzhafte Reize oder das Auftreten von spontanen Schmerzen nach einer lokalen Verletzung.
  • Hypereosinophiliesyndrom
    Erkrankung, die mit einer Überproduktion von eosinophilen Zellen einhergeht.
  • Hyperglykämie
    hoher Blutzuckerspiegel
  • hyperosmotische Lösung, engl. hyperosmotic solution
    beim Vergleich zweier Lösungen diejenige mit der höheren Konzentration an gelösten Stoffen (mit höherer Osmolarität) (Gegensatz zu → hypoosmotische Lösung, → isoosmotische Lösung)
  • hyperosmotische Regulation, engl. hyperosmotic Regulation
    die Aufrechterhaltung einer höheren Konzentration an gelösten Stoffen in der Körperflüssigkeit als im umgebenden Medium (Gegensatz zu → hypoosmotische Regulation)
  • Stoffwechselerkrankung. Eine Enzymmangelvariante führt zu einer überhöhten, pathologischen Konzentration der Aminosäure Phenylalanin im Blut.
  • Hyperpolarisation, engl. hyperpolarization
    Veränderung imRuhepotenzial einer Membran, durch die das Zellinnere im Vergleich zur Umgebung der Zelle stärker elektronegativ wird (Gegensatz zu → Depolarisation)
  • Hyperreaktion
    unphysiologische Überreaktion
  • hypersensitive Reaktion, engl. hypersensitive response
    Abwehrmechanismus bei Pflanzen auf mikrobielle Infektionen; dabei werden Phytoalexine und pathogenabhängige Proteine gebildet, und das infizierte Gewebe stirbt ab, sodass das Pathogen vom restlichen Pflanzenkörper isoliert wird
  • Hypersensitivität der Atemwege
    Eine Erkrankung, bei der die Atemwege für immunologische Reize (Allergene) und nichtimmunologische Reize (kalte Luft, Rauch, Duftstoffe) pathologisch empfindlich sind. Diese Überempfindlichkeit geht im Allgemeinen einher mit chronischem Asthma.
  • Hypersensitivitätsreaktionen vom Soforttyp
    Allergische Reaktionen, die innerhalb von Sekunden nach dem Kontakt mit einem Antigen eintreten und vor allem durch die Aktivierung von Mastzellen und basophilen Zellen hervorgerufen werden.
  • Hypersensitivitätsreaktionen vom verzögerten Typ
    Eine Form der → zellulären Immunantwort, die von Antigenen in der Haut ausgelöst wird. Sie wird von → CD4-TH1-Zellen und CD8-T-Zellen vermittelt. Als verzögert bezeichnet man die Reaktion, weil sie erst Stunden oder Tage nach der Injektion des Antigens eintritt. Die Reaktion wird nach der historischen Einteilung von Gell und Coombs auch als Hypersensitivitätsreaktion vom Typ IV bezeichnet (→ Hypersensitivitätsreaktionen vom Soforttyp).
  • Hypertonie
    Bluthochdruck
  • Hypertonie, engl. hypertension
    Bluthochdruck
  • hypertonische Lösung, engl. hypertonic solution
    beim Vergleich zweier Lösungen diejenige, die aufgrund ihrer höheren Zahl gelöster Teilchen einen höheren osmotischen Druck auf ihre Umgebung ausübt (Gegensatz zu → hypotonische Lösung, → isotonische Lösungen)
  • Hypertriglyceridämie
    hoher Blutfettswert
  • hypervariable Regionen (HVs)
    → komplementaritätsbestimmende Regionen
  • Hyphe (von griech. hyphe für „Gewebe“), engl. hypha
    einzelnes fädiges Vegetationsorgan bei Pilzen und Oomyceten
  • Hypoallergen
    allergenarm
  • Hypoblast (von griech. hypo für „darunter“, „unter“), engl. hypoblast
    derjenige Teil des frühen Embryos bei Säugetieren, der in der Blastocyste dem Blastocoel zugewandt ist (Gegensatz zu → Epiblast)
  • zusätzliches Gewebe unter der Epidermis, das in der Regel keine Chloroplasten enthält und verdickte Zellwände aufweist. > Epidermis
  • "Keimspross; vom Embryo gebildeter Spross"
  • Hypokotyl (von griech. kotyledon für „becherartige Vertiefung“), engl. hypocotyl
    der unterhalb der Keimblätter liegende Abschnitt der Sprossachse eines Keimlings (Gegensatz zu → Epikotyl)
  • Hypokotylhaken (Apikalhaken), engl. apical hook
    während der Keimung bei vielen Eudikotylen auftretende Krümmung des Sprosses, die die empfindliche Sprossspitze während des Wachstums im Boden schützt
  • Hypomorph
    Quelle: Genetik
    Verminderte Ausprägungsform eines Gens (S. 402).
  • hypomorphe Mutationen
    Mutationen, die zu einer Abnahme der Genfunktion führen.
  • hypoosmotische Lösung, engl. hypoosmotic solution
    beim Vergleich zweier Lösungen diejenige mit der geringeren Konzentration an gelösten Stoffen (mit niedrigerer Osmolarität) (Gegensatz zu → hyperosmotische Lösung, → isoosmotische Lösung)
  • hypoosmotische Regulation, engl. hypoosmotic regulation
    die Aufrechterhaltung einer geringeren Konzentration an gelösten Stoffen in der Körperflüssigkeit als im umgebenden Medium (Gegensatz zu → hypertonische Regulation)
  • Hypophyse, engl. pituitary gland
    Hirnanhangsdrüse; kleine Drüse an der Basis des Gehirns beiWirbeltieren; produziert Hormone, die die Funktion anderer Drüsen regulieren (vgl. → Adenohypophyse, → Neurohypophyse)
  • Hypophysenhinterlappen
    → Neurohypophyse
  • Hypophysenvorderlappen
    → Adenohypophyse
  • Hypophyseotropes Hormon
    Ein Peptidhormon wie das Corticoliberin, das von parvozellulären, neurosekretorischen Zellen des Hypothalamus in das Blut abgegeben wird; stimuliert oder inhibiert die Sekretion von Hormonen aus dem Hypophysenvorderlappen.
  • Hyporeaktion
    unphysiologische Unterreaktion
  • Hyposensibilisierung
    Immuntherapie gegen allergische Reaktionen
  • Hypothalamisch-hypophysärer Pfortaderkreislauf
    Ein System aus Blutgefäßen, das hypophyseotrope Hormone vom Hypothalamus zum Hypophysenvorderlappen transportiert.
  • Hypothalamisches Syndrom
    Anorexie, die assoziiert ist mit Schädigungen in der lateralen hypothalamischen Region.
  • Hypothalamus
    Der ventrale Bereich des Zwischenhirns, beteiligt an der Kontrolle des vegetativen Nervensystems und der Hypophyse.
  • Hypothalamus, engl. hypothalamus
    der unterhalb des Thalamus gelegene Teil des Gehirns; koordiniert den Wasserhaushalt, die Fortpflanzung, die Thermoregulation und den Stoffwechsel
  • Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-System
    Ein System aus ZNS-Neuronen und endokrinen Zellen, das die Freisetzung von Cortisol aus der Nebenniere reguliert. Die Dysfunktion dieses Systems kann Angststörungen und affektive Störungen zur Folge haben.
  • Hypothermie, engl. hypothermia
    unterhalb des Normalbereichs liegende Körpertemperatur
  • Hypothese
    Quelle: Genetik
    In der Wissenschaft begründete Annahme, die experimentell überprüft werden kann und muss (S. 12).
  • Hypothese der mittleren Störungsintensität, engl. intermediate disturbance hypothesis
    diese Hypothese beschreibt, wie sich verschieden starke Störungen (auch Stress oder Prädation) auf die Artenvielfalt von Lebensgemeinschaften auswirken. Am größten ist die Artenvielfalt bei mittlerer Störungsintensität. Bei niedriger Intensität wird die Artenvielfalt durch Konkurrenzausschluss verringert, bei hoher Intensität durch die Sterblichkeit.
  • Hypothese des molekularen Schalters
    Die Vorstellung, dass Proteinkinasen durch Autophosphorylierung angeschaltet und in einen Zustand versetzt werden können, in dem das Vorhandensein eines spezifischen Second Messengers für ihre Aktivität nicht notwendig ist. Solche dauerhaft aktiven Kinasen könnten eine Art Erinnerung an eine Phase einer starken synaptischen Aktivierung darstellen. Die Hypothese wurde ursprünglich von John Lisman (Brandeis University) aufgestellt.
  • Hypothese, engl. hypothesis
    in den Naturwissenschaften provisorische Antwort auf eine Fragestellung, aus der nachprüfbare Vorhersagen abgeleitet werden können (Gegensatz zu → Theorie)
  • hypotonische Lösung, engl. hypotonic solution
    beim Vergleich zweier Lösungen diejenige, die aufgrund ihrer niedrigeren Zahl gelöster Teilchen einen geringen osmotischen Druck auf ihre Umgebung ausübt (Gegensatz zu → hypertonische Lösung, → isotonische Lösungen)
  • Hypovolämischer Durst
    Der Antrieb, Wasser zu trinken, als Ergebnis einer Abnahme des Blutvolumens.
  • Hypoxie, engl. hypoxia
    Mangel an Sauerstoff
  • Hysterese, engl. hysteresis
    die Unfähigkeit einer Biozönose, nach einer Veränderung wieder zu ihrem Ausgangszustand zurückzukehren, selbst wenn die ursprünglich herrschenden Bedingungen wiederhergestellt sind