Lexikon - Gesamtglossar aller Bücher

  • Begriff
    Erklärung
  • K-Strategen, engl. K-strategists
    Arten, deren Lebenszyklusstrategie es ihnen erlaubt, an oder nahe der Kapazitätsgrenze ihres Lebensraums (K) zu existieren (Gegensatz zu → r-Strategen)
  • K63-Verknüpfungen
    In Polyubiquitin die kovalente Verknüpfung zwischen der Aminogruppe an Lysin-63 des einen Ubiquitinproteins mit dem Carboxyterminus eines zweiten Ubiquitinproteins. Diese Art der Verknüpfung tritt vor allem im Zusammenhang mit der Signalübertragung auf, indem ein Gerüst gebildet wird, das von Signaladaptorproteinen, beispielsweise TAB1/2, erkannt wird.
  • Kainatrezeptor
    Ein Subtyp des Glutamatrezeptors; ein glutamatabhängiger Ionenkanal, der für Na+ und K+ durchlässig ist.
  • Kalanchoe daigremontiana – Brutblatt
    Crassulaceae
  • Ermittlung einer korrekten Skalierung von Evolutionszeiträumen mithilfe bekannter Messdaten. Hierbei muss auch die Präzision beziehungsweise der Fehler der Methode berücksichtigt werden.
  • Kalium-Gleichgewichtspotenzial, engl. potassium equilibrium potential
    (EK) das negative Membranpotenzial, das die Tendenz von Kaliumionen (KC) ausgleicht, in Richtung des Konzentrationsgradienten aus der Zelle zu diffundieren
  • Kalorie (cal) (von lat. calor für „Wärme“), engl. calorie
    Wärmemenge, die man benötigt, um 1 g Wasser um 1 °C zu erwärmen. 1 cal entspricht 4,184 J (Joule). Der Energiewert von Nahrungsmitteln wird auch heute noch häufig in Kilokalorien (1 kcal für 1000 cal) angegeben. Ernährungswissenschaftler verwenden ebenfalls den Begriff Kalorie, meinen damit aber häufig Kilokalorie.
  • Wurzelhaube (Gewebe, das das Apikalmeristem der Wurzel abdeckt). > Wurzel
  • Kambium (von lat. cambiare für „ändern“), engl. cambium
    für das sekundäre Dickenwachstum zuständiges Meristem (Teilungs- oder Bildungsgewebe), das in Form von Zellringen in Spross und Wurzeln vorkommt; wird gewöhnlich unterteilt in das faszikuläre Kambium (oder Leitbündelkambium; meist einfach Kambium genannt), das Holz und Phloem bildet, und das korkproduzierende Korkkambium
  • kambrische Explosion, engl. cambrian explosion
    die rasche Diversifikation zahlreicher Tiergruppen während des Kambriums
  • Kammerwasser
    Im Auge die Flüssigkeit zwischen Hornhaut und Iris bzw. Iris und Glaskörper.
  • Kampf-oder-Flucht-Reaktion, engl. fight-or-flight response
    durch das Hormon Adrenalin vermittelte schnelle physiologische Reaktion auf eine plötzliche Bedrohung
  • Kanalerkrankung
    Eine genetische Erkrankung des Menschen, verursacht durch die veränderte Struktur und Funktion von Ionenkanälen.
  • Kanalprotein, engl. channel protein
    integrales Membranprotein, das in derMembran, in der es eingebettet ist, einen Kanal bildet, durch den bestimmte gelöste Stoffe selektiv passieren können
  • Gen, das vermutlich eine Rolle bei der Ausprägung von bestimmten Merkmalen spielt. So gibt es Gene, die z. B. für die Kälte- und Hitzetoleranz wichtig sind, und andere, die für den zirkadianen Rhythmus eine Bedeutung haben. Aber es können auch Gene sein, die für unsere Untersuchung von Bedeutung sein können, und bei denen es sich lohnt, diese weiter und genauer zu untersuchen.
  • Gene, von denen wir annehmen, dass sie für unsere Untersuchungen eine Bedeutung haben können, und bei denen es sich lohnt, diese weiter und genauer zu untersuchen.
  • Kapillarbett, engl. capillary bed
    Netzwerk aus Kapillaren, in denen der Stoffaustausch zwischen Blut und Gewebeflüssigkeit stattfindet
  • Kapillaren (von lat. capillaris für „Haar“), engl. capillaries
    sehr enge Röhrchen, insbesondere die kleinsten Blutgefäße zwischen der Endigung der Arterien und dem Anfang der Venen bei Tieren
  • "Streufrucht; Öffnung durch einen Deckelmechanismus. > Frucht, > Fruchttyp"
  • Kapsel
    Ein Bündel von Axonen, das das Großhirn mit dem Hirnstamm verbindet.
  • Kapsel, engl. capsule
    (1) die dichte Polymerschicht, welche die Zellwand einiger Prokaryoten umgibt; (2) pflanzliche Fruchtform
  • Kapselpolysaccharide
    → verkapselte Bakterien
  • kardial (von griech. kardia für „Herz“), engl. cardiac
    das Herz und seine Funktionen betreffend
  • Karotiskörper, engl. aortic body
    Chemosensor in der Aorta, der eine Verringerung der Blutzufuhr oder einen dramatischen Abfall des Sauerstoffpartialdrucks im Blut wahrnimmt
  • "Fruchtblatt; trägt die Samenanlagen; bei den Gymnospermen liegen die Samenanlagen frei auf der Fruchtschuppe, bei den Angiospermen sind die Samenanlagen vom Fruchtblatt eingeschlossen, das den Stempel (Pistill) bildet. > Gynoeceum"
  • Karpell (von griech. karpos für „Frucht“), engl. carpel
    Fruchtblatt; Blütenorgan, das ein oder mehrere Samenanlagen enthält
  • Kartierungseinheit, engl. map unit
    der aufgrund von Kreuzungsanalysen gekoppelter Gene errechnete Abstand zweier Gene; Maß für die Rekombinationshäufigkeit (auch in Centimorgan angegeben)
  • Karyogamie
    Quelle: Genetik
    Verschmelzung der beiden Gametenkerne in der Zygote.
  • Karyogamie, engl. karyogamy
    Kernverschmelzung; die Verschmelzung zweier Zellkerne (Gegensatz zu → Plasmogamie)
  • Karyoplasma
    Quelle: Genetik
    Nicht-chromosomaler flüssiger Inhalt des Zellkerns (S. 167).
  • "Nussfucht, bei der Samenschale (Testa) und Fruchtwand (Perikarp) miteinander verwachsen sind; typische Fruchtform der Gräser (Poaceae, oberständiger Fruchtknoten). > Frucht, > Fruchttyp, > Achäne"
  • Karyotyp
    Quelle: Genetik
    Chromosomenkonstitution einer Zelle (S. 217).
  • Optische Darstellung des Chromosomensatzes (> G) eines Individuums.
  • Karyotyp, engl. karyotype
    Anzahl, Größe und Gestalt der Chromosomen einer Zelle
  • Karzinogen (Cancerogen), engl. carcinogen
    krebsauslösende Substanz
  • abbauender Stoffwechsel
  • Katabolismus
    Der Abbau von komplexen Nährstoffmolekülen in einfachere Moleküle; auch als kataboler Stoffwechsel bezeichnet. Siehe auch Anabolismus.
  • Katabolismus (von griech. kataballein für „zerstören“), engl. catabolism
    abbauender Teil des Zellstoffwechsels, in dem komplexe Moleküle zu einfacheren abgebaut werden, um Energie zu gewinnen (Gegensatz zu → Anabolismus)
  • Katabolitrepression, engl. catabolite repression
    die Reduktion der Synthese kataboler Enzyme für den Abbau anderer Energiequellen, wenn Glucose reichlich vorhanden ist
  • Katalase
    Wasserstoffperoxid spaltendes Enzym
  • Katalysator, engl. catalyst
    Reaktionsbeschleuniger; eine Substanz, welche die Geschwindigkeit einer chemischen Reaktion beschleunigt, ohne dabei selbst verbraucht zu werden; setzt die Aktivierungsenergie einer Reaktion herab; Enzyme sind biologische Katalysatoren
  • Einleitung oder Beschleunigung eines chemischen Prozesses durch Stoffe, Katalysatoren wie Enzyme, die nicht selbst verbraucht werden.
  • katalytischer 20S-Core-Komplex (20S catalytic core)
    Komponente des Proteasoms, die aus mehreren Untereinheiten besteht und für den Proteinabbau zuständig ist.
  • kategoriale Variablen, engl. categorical variables
    statistische Variablen, die qualitative Kategorien als Werte annehmen, wie die Blutgruppen des Menschen (A, AB, B oder 0)
  • Ein elektrisches Feld oder eine Spannungsquelle besitzt eine positiv geladene Seite (Anode) und eine negativ geladene Seite (Kathode). Zur Anode werden negativ geladene Teilchen (Anionen) hingezogen, während Kationen zur Kathode wandern. In der Genetik/Biochemie nutzt man diese Eigenschaft zur elektrophoretischen Auftrennung von Proteinen, DNA- und RNA-Molekülen.
  • Kation
    Ein positiv geladenes Ion. Siehe auch Anion.
  • Kation, engl. cation
    ein Ion mit einer oder mehreren positiven Ladungen (Gegensatz zu → Anion)
  • Kation-π-Wechselwirkungen
    Chemische Wechselwirkungen zwischen einem Kation (etwa Na+) und dem π-Elektronensystem einer aromatischen Gruppe.
  • Kationenaustausch, engl. cation exchange
    Freisetzung einer Kationenart von einer Matrix nach Bindung einer anderen Kationenart, die sich im umgebenden Medium befindet; (1) beispielsweise der Prozess, durch den an Bodenpartikel gebundene Kationen freigesetzt und dafür Protonen aus dem Bodenwasser gebunden werden, wodurch Erstere für die Pflanzenwurzeln verfügbar werden; (2) Grundlage eines biochemischen Trennverfahrens
  • Einheit des Molekülgewichts, die auch für die Bezeichnung von Hitzeschockproteinen (z. B. für Hsp70, Hsp60 und Hsp90) genutzt wird.
  • Keimbahn
    Quelle: Genetik
    Zelllinien, die ausschließlich Keimzellen produzieren. Im Gegensatz zu somatischen Zellen (Soma).
  • Keimbahn, engl. germ line
    bei Tieren die Abfolge von Zellen, die von der Zygote zur Bildung der Keimdrüsen und → Gameten (Keimzellen) führt; eine separate Keimbahn wie bei den Tieren gibt es bei Pflanzen nicht
  • Keimbahnmutation, engl. germ line mutation
    Mutation in einer Zelle, die Gameten produziert (d. h. einer Keimbahnzelle) (Gegensatz zu → somatische Mutation)
  • Keimbahntheorie
    Eine inzwischen auszuschließende Hypothese, nach der die Antikörpervielfalt durch separate Gene für jeden einzelnen Antikörper entsteht. Auf die meisten Vertebraten trifft die Hypothese nicht zu, wobei einige Knorpelfische umgelagerte Gene für die V-Region besitzen.
  • Keimbahntherapie, engl. germ line gene therapy
    gezielte Veränderung der menschlichen Genomsequenz in den Gameten oder deren Vorläuferzellen zu medizinischen Zwecken (Gegensatz zu → somatische Gentherapie)
  • Keimblatt (germ layer)
    Zellschicht des Embryos, aus welcher bestimmte Gewebetypen hervorgehen.
  • Keimblätter, engl. germ layers
    (1) die drei embryonalen Schichten der Tiere ( → Ektoderm, → Entoderm, → Mesoderm), die sich während der Keimesentwicklung bilden; auch als Zell- oder Gewebeschichten bezeichnet; (2) bei Pflanzen die → Kotyledonen
  • keimfreie Mäuse
    Mäuse, die unter vollständiger Abwesenheit einer Darmflora oder anderer Mikroorganismen aufwachsen. Solche Mäuse verfügen nur über ein sehr reduziertes Immunsystem, aber sie können auf praktisch jedes spezifische Antigen normal reagieren, wenn es mit einem starken Adjuvans gemischt wird.
  • Keimling
    → Sämling
  • Keimscheibe (Blastodiskus), engl. blastodisc
    embryonale Zellscheibe, die sich auf einem großen ungefurchten Dotter bildet; entspricht in etwa der Blastula bei Säugetieren; entsteht jedoch nur bei Tieren mit sehr dotterreichen Eiern, beispielsweise bei Reptilien (einschließlich Vögeln), wo die große Dottermasse nur eine unvollständige Furchung zulässt
  • Keimscheide
    → Coleoptile
  • Keimstreifen
    → Primitivstreifen
  • Nach Brechen der Samenruhe wird der Stoffwechsel im Embryo aktiviert und die Radicula verlässt als erstes Organ des Embryos den Samen, meist durch die Mikropyle. Im Falle der epigäischen Keimung wird dann das Hypokotyl gestreckt und die ersten oberirdisch sichtbaren Blätter sind die ergrünenden Kotyledonen. Im Falle der hypogäischen Keimung (meist beim Vorliegen von Speicherkotyledonen) wird das Epikotyl gestreckt, und die ersten oberirdisch sichtbaren Blätter sind Folgeblätter. > Embryo, > Samen
  • Keimung, engl. germination
    das Sprießen eines Samens oder einer Spore
  • Wurzel des Embryos (Radicula). > Embryo, > Wurzel
  • Keimzellen
    → Gameten
  • Keimzentren
    Bereiche, die sich während einer Antikörperantwort in den Lymphfollikeln entwickeln und in denen Proliferation, Differenzierung, somatische Hypermutation und Klassenwechsel von B-Zellen in intensiver Form stattfinden.
  • Kelch, engl. calyx
    Gesamtheit der Kelchblätter
  • Kelvin
    → absolute Temperatur
  • Kenntnis situationsbezogener Wahrscheinlichkeiten
    "Die Kenntnis situationsbezogener Wahrscheinlichkeiten befähigt Sportlerinnen und Sportler, Wahrscheinlichkeiten für direkt folgende Handlungsereignisse oder -alternativen in einer Handlungssituation im Sport einzuschätzen. Sie basiert auf dem Vorwissen der Person und auf der Verarbeitung von (spielimmanenten) Informationen vor Eintreten der Situation (Farrow und Abernethy 2007; Williams und Ford 2013)."
  • Keratin (von griech. keras für „Horn“), engl. keratin
    (1) α-Keratin: zu den Intermediärfilamenten gehörender Proteintyp der Wirbeltiere, der Hauptbestandteil harter Gewebe wie Horn, Fingernägel und Hufen ist, aber auch Komponente des Cytoskeletts der Epithelzellen; (2) β-Keratin: nicht mit α-Keratin verwandt; Hauptbestandteil der Reptilienschuppen und Vogelfedern
  • Kern (Nucleus)
    (1) Das nahezu kugelförmige Organell in einer Körperzelle, das die Chromosomen enthält. (2) Eine klar abgegrenzte Ansammlung von Neuronen, in der Regel tief im Gehirn gelegen.
  • Ringchromosom von Bakterien.
  • Die genetische Information, die auf den Chromosomen des Zellkerns von Eukaryoten gespeichert ist.
  • bei mehrjährigen Holzpflanzen (Bäumen) kann der zentrale Teil des Holzes verkernen, das heißt seine Leitungsfunktion aufgeben und durch Einlagerung von Terpenen und antibiotisch wirksamen Stoffen eine hohe mechanische und biotische Stabilität erlangen. > Holz, > Splintholz
  • Kernhülle, engl. nuclear envelope
    die aus einer zweilagigen Membran bestehende Umhüllung des Zellkerns in eukaryotischen Zellen
  • Kernporenkomplex, engl. nuclear pore complex
    in den Kernporen befindliche Proteinstruktur, durch die RNA und Proteine in den Kern eindringen oder ihn verlassen können
  • Ketogenese
    Stoffwechsellage bei einer Kohlenhydratmangelernährung(Hungerstoffwechsel)
  • Ketone, engl. ketones
    organische Verbindungen mit einer Carbonylgruppe (–CO), deren Kohlenstoffatom mit zwei anderen Gruppen, aber nicht direkt mit einem Wasserstoffatom verbunden ist; viele Zucker sind Ketone (Gegensatz zu → Aldehyde)
  • Kiemen, engl. gills
    spezielle Organe zum Gasaustausch mit dem Wasser, bestehend aus stark gefalteten und verzweigten Ausstülpungen der Körperoberfläche
  • Kiemenbögen, engl. gill arches
    knöcherne oder knorpelige Strukturen, welche die Kiemenlamellen und die sie versorgenden Blutgefäße stützen
  • killerzellenimmunglobulinähnliche Rezeptoren (KIRs)
    Große Familie von Rezeptoren, die auf NK-Zellen vorkommen und die an der Regulation der cytotoxischen Aktivität der Zellen beteiligt sind. Die Familie umfasst sowohl aktivierende als auch inhibitorische Rezeptoren.
  • killerzellenlektinähnliche Rezeptoren (KLRs)
    Große Familie von Rezeptoren, die auf NK-Zellen vorkommen und die an der Regulation der cytotoxischen Aktivität der Zellen beteiligt sind. Die Familie umfasst sowohl aktivierende als auch inhibitorische Rezeptoren.
  • Kilokalorie (kcal)
    → Kalorie
  • Kinase
    → Proteinkinase
  • Phosphatgruppenübertragendes Enzym
  • Kinasesuppressor von Ras (KSR)
    Gerüstprotein in der Raf/MEK1/Erk-MAP-Kinasekaskade, das nach einem Antigenrezeptorsignal an alle drei Komponenten bindet. Dadurch können diese interagieren und die Signalkaskade wird beschleunigt.
  • Kinesin, engl. kinesin
    Motorprotein, das sich an Organellen oder Vesikel anheften kann und diese im Cytoskelett entlang von Mikrotubili transportiert
  • kinetische Energie (von griech. kinesis für „Bewegung“), engl. kinetic energy
    Energie, die im Zusammenhang mit Bewegung steht; leistet Arbeit, indem sie die Position oder den Bewegungszustand von Materie verändert; kann unter anderem in Form von Wärme, Licht, elektrischer Energie und mechanischer Energie vorkommen (Gegensatz zu → potenzielle Energie)
  • Kinetochor
    Quelle: Genetik
    Ansatzstelle der Spindelfasern am Chromosom, formt besondere Proteinstrukturen (S. 222).
  • Kinetochor (von griech. kinetos für „bewegt“), engl. kinetochore
    spezialisierte Struktur am Centromer, an die sich Mikrotubuli anheften
  • Kininsystem
    Enzymkaskade von Plasmaproteinen, die durch Gewebeschädigungen aktiviert wird und dann mehrere Entzündungsmediatoren erzeugt, beispielsweise das gefäßaktive Peptid Bradykinin.
  • Klade, engl. clade
    → Monophylum
  • Ein biologisches System (biologische Systematik), bei dem Arten entsprechend ihrer evolutionären Verwandtschaft zugeordnet werden. Zwei eng verwandte Arten haben nur einen gemeinsamen Ursprung, so kann auch eine Gruppe verwandter Arten immer auf eine gemeinsame Stammart zurückgeführt werden und bildet eine Klade.
  • Kladistik (phylogenetische Systematik), engl. cladistics
    zielt darauf ab, ein System der Organismen zu erstellen, welches ausschließlich auf phylogenetischer Verwandtschaft basiert; Gruppen innerhalb eines solchen Systems müssen monophyletisch sein
  • Kladogenese (von griech. clados für „Zweig“), engl. cladogenesis
    Stammesverzweigung aufgrund mehrerer Artaufspaltungen
  • Merkmale können aufgrund ihrer Ausprägung eindeutig einer Gruppe zugeordnet werden (diskrete Klassen oder Kategorien). Es gibt keine Überschneidungen.
  • Klasse, class
    eine Gruppe von Dingen, die durch bestimmte gemeinsame Eigenschaften charakterisiert sind; gehört auch zu den traditionellen taxonomischen Einheiten
  • Klasse-I-Cytokinrezeptoren
    Gruppe von Rezeptoren für die Hämatopoetinsuperfamilie der Cytokine. Dazu gehören Rezeptoren, welche die gemeinsame γ-Kette enthalten und IL-2, IL-4, IL-7, IL-15 und IL-21 erkennen, sowie Rezeptoren mit einer gemeinsamen β-Kette für GM-CSF, IL-3 und IL-5.
  • Klasse-II-Cytokinrezeptoren
    Gruppe von heterodimeren Rezeptoren für eine Cytokinfamilie, zu der Interferon-(IFN-)α, IFN-β, IFN-γ und IL-10 gehören.
  • Klassen
    Die Klasse eines Antikörpers wird durch den Typ der schweren Kette bestimmt, die Teil des Antikörpers ist. Es gibt fünf Hauptklassen von Antikörpern: IgA, IgD, IgM, IgG und IgE, jeweils mit einer schweren α-, δ-, μ-, γ- beziehungsweise ε-Kette. Die IgG-Klasse umfasst mehrere Unterklassen (→ Isotypen).
  • Klassenwechsel, engl. class switching
    Isotypenwechsel der B-Zellen des Immunsystems; tritt auf, wenn eine B-Zelle eine andere Klasse von Immunglobulinen synthetisiert (z. B. wenn eine B-Zelle, die IgM synthetisiert, zur Produktion von IgG wechselt)
  • Klassenwechsel, Klassenwechselrekombination
    Rekombinationsprozess von somatischen Genen in aktivierten B-Zellen, bei dem eine konstante Region der schweren Kette gegen einen anderen Isotyp ausgetauscht wird. Der produzierte Isotyp der Antikörper ändert sich von IgM zu IgG, IgA oder IgE. Das beeinflusst die Effektorfunktionen der Antikörper, nicht aber ihre Antigenspezifität. Eine andere Bezeichnung dafür ist der Isotypwechsel (→ somatische Hypermutation).
  • klassische C3-Konvertase
    Komplex aus den aktivierten Komplementfaktoren C4b2a, der im klassischen Weg der Komplementaktivierung C3 auf der Oberfläche von Krankheitserregern zu C3b spaltet.
  • Klassische Konditionierung
    Ein Lernprozess, bei dem ein unkonditionierter Reiz, der eine messbare Reaktion hervorruft, mit einem ursprünglich neutralen konditionierten Reiz, der diese Reaktion normalerweise nicht auslöst, gekoppelt präsentiert wird. Diese Art des Lernens bewirkt, dass der konditionierte Reiz eine konditionierte Reaktion hervorruft, die der Reaktion auf den unkonditionierten Reiz ähnelt.
  • klassische MHC-Klasse-I-Gene
    MHC-Klasse-I-Gene, deren Proteinprodukte Peptidantigene für die Erkennung durch T-Zellen präsentieren (→ nichtklassische MHCKlasse-Ib-Gene).
  • klassische Monocyten
    Hauptform der Monocyten im Blutkreislauf, die zu Infektionsherden dirigiert werden und sich zu Makrophagen differenzieren können.
  • klassischer aktivierter Makrophage
    → M1-Makrophage
  • klassischer Weg der Komplementaktivierung
    Reaktionskette, die durch die Bindung von C1 direkt an eine Bakterienoberfläche oder einen an die Oberfläche gebundenen Antikörper in Gang gesetzt wird. Bakterien werden dadurch als fremd markiert (→ alternativer Weg, → Lektinweg).
  • Klassisches Konditionieren
    Klassisches Konditionieren basiert auf der Assoziation eines bisher neutralen Stimulus (NS) mit einer bestehenden Verbindung zwischen einem unkonditionierten Stimulus (US) und einer unkonditionierten Reaktion (UR), nach welcher der NS als konditionierter Stimulus (CS) zu einer konditionierten Reaktion (CR) führt.
  • klebrige Enden
    → kohäsive Enden
  • kleine G-Proteine
    G-Proteine wie Ras, die aus einem einzigen Peptidmolekül bestehen. Sie wirken bei zahlreichen verschiedenen Transmembransignalen stromabwärts als intrazelluläre Signalmoleküle. Man bezeichnet sie auch als kleine GTPasen.
  • kleine Prä-B-Zellen
    Entwicklungsstadium der B-Zellen direkt nach dem Stadium der → großen Prä-B-Zellen. Die Zellproliferation endet und die Umlagerung der Gene für die leichte Kette beginnt.
  • Kleinhirn
    → Cerebellum
  • Kleinhirn (Cerebellum)
    Eine Struktur, die sich vom Rautenhirn ableitet und an der Brücke mit dem Hirnstamm verbunden ist; ein wichtiges Zentrum für die Kontrolle von Bewegungen.
  • Kleinhirnhälften
    Die seitlich vorgewölbten Bereiche des Kleinhirns. Auch als Kleinhirnhemisphären bezeichnet.
  • Kleinhirnrinde (Cortex cerebelli)
    Eine Schicht grauer Substanz, die direkt unter der pialen Oberfläche des Kleinhirns liegt.
  • Kletterfaser
    Ein Axon eines Neurons der unteren Olive, das eine Purkinje-Zelle des Kleinhirns innerviert. Die Aktivität von Kletterfasern ist von Bedeutung für das Auslösen einer Langzeitdepression (LTD), einer Form von synaptischer Plastizität, von der man annimmt, dass sie wichtig für das Erlernen von Bewegungen ist.
  • Klima, engl. climate
    die langfristigen durchschnittlichen atmosphärischen Bedingungen (Temperatur, Niederschlag, Luftfeuchtigkeit, Windrichtung und -geschwindigkeit) an einem bestimmten Ort über einen längeren Zeitraum (Jahre bis Jahrtausende) (Gegensatz zu → Wetter)
  • Klimadiagramm nach Walter und Lieth, engl. Walter clima diagram
    grafische Darstellung von Temperatur- und Niederschlagsdaten; wird verwendet, um die Vegetationsperiode von Pflanzen zu visualisieren (jene Monate, in denen die Durchschnittstemperaturen über dem Gefrierpunkt liegen und die durchschnittlichen Niederschläge für das Wachstum von Pflanzen ausreichend sind)
  • Klimaxgesellschaft, engl. climax community
    das Endstadium einer (ökologischen) Sukzession; eine Lebensgemeinschaft, die sich unter den lokalen Klima- und Bodenbedingungen selbst erhalten kann und über einen relativ langen Zeitraum stabil bleibt
  • Kline (Ökokline) (von griech. klinein für „biegen“), engl. clinal variation
    graduelle Abstufung des Phänotyps einer Art entlang einer geographischen Achse
  • Kloake (von lat. cloaca für „Kloake“), engl. cloaca
    bei manchen Wirbellosen der hintere Teil des Darms; bei vielen Wirbeltieren gemeinsamer Ausgang des Verdauungstrakts, Fortpflanzungstrakts und Exkretionssystems
  • Klon
    Quelle: Genetik
    Gruppe von Zellen (oder Individuen), die sich von einer ursprünglichen Zelle ableiten.
  • Genetisch identische Nachkommenschaft, die nur von einem Individuum abstammt. Mit dem Bilden von Ablegern einer Pflanze wird die Stammpflanze kloniert. Aber auch bei der Nachkommenschaft von parthenogenetischen Individuen (> G) sprechen wir von klonalen Linien, weil diese oftmals identisch mit der ursprünglichen Mutter sind.
  • Population von Zellen, die alle von einer gemeinsamen Vorläuferzelle abstammen.
  • Klon (von griech. klon für „Zweig“, „Schössling“), engl. clone
    die durch ungeschlechtliche Vermehrung entstandene, genetisch identische Nachkommenschaft eines einzelnen Individuums
  • Individuen, die genetisch identisch sind und eine gemeinsame Abstammung haben. Individuen eines Klons sind genetisch identisch.
  • klonale Anergie, engl. clonale anergy
    verhindert die Synthese von Antikörpern gegen körpereigene Antigene. Wenn eine T-Zelle an ein körpereigenes Antigen bindet, erhält sie keine Signale von antigenpräsentierenden Zellen. Die T-Zelle stirbt daraufhin ab, statt einen Klon aktiver Zellen zu bilden.
  • klonale Deletion
    Eliminierung unreifer Lymphocyten, wenn sie körpereigene Antigene erkennen, entsprechend der Theorie der → klonalen Selektion. Die klonale Deletion ist der wichtigste Mechanismus der → zentralen Toleranz und kann auch bei der → peripheren Toleranz eine Rolle spielen.
  • klonale Deletion, engl. clonal deletion
    Inaktivierung oder Zerstörung von Lymphocytenklonen, die eine Immunreaktion gegen körpereigene Antigene hervorrufen würden
  • klonale Expansion
    Proliferation antigenspezifischer Lymphocyten als Reaktion auf eine Stimulation durch das entsprechende Antigen. Sie geht der Differenzierung der Lymphocyten zu Effektorzellen voraus. Die klonale Expansion ist ein wichtiger Mechanismus der → adaptiven Immunität. Sie ermöglicht eine rasche Erhöhung der Anzahl zuvor seltener antigenspezifischer Zellen, sodass diese den auslösenden Krankheitserreger effektiv bekämpfen können.
  • klonale Expansion
    explosionsartige Vervielfachung eines aktivierten Lymphozyten
  • klonale Kontraktion
    aktiv regulierte Lymphozytenreduktionam Ende einer Abwehrreaktion
  • klonale Linien, engl. clonal lineages
    durch ungeschlechtliche Fortpflanzung produzierte Gruppen nahezu identischer Organismen
  • klonale Selektion
    → Theorie der klonalen Selektion
  • klonale Selektion
    spezifische Aktivierung eines antigenkompatiblen Lymphozyten
  • klonale Selektion, engl. clonal selection
    Mechanismus, bei dem der Kontakt mit einem Antigen die Aktivierung spezifischer T-oder B-Zell-Klone bewirkt, was zu einer Immunantwort führt
  • klonen, engl. to clone
    durch ungeschlechtliche Vermehrung ein Lebewesen vervielfältigen
  • klonieren, engl. to clone
    die Produktion vieler identischer Kopien einer DNA-Sequenz durch Einbringen in eine Zelle oder einen Organismus, die sich in der Folge asexuell vermehren
  • klonotypisch
    Eigenschaft, die nur bei den Zellen eines bestimmten Klons zu finden ist. So bezeichnet man beispielsweise die Verteilung der Antigenrezeptoren in der Population der Lymphocyten als klonotypisch, da alle Zellen eines bestimmten Klons identische Antigenrezeptoren besitzen.
  • Klüver-Bucy-Syndrom
    Eine Reihe von Symptomen, die beim Menschen und Affen durch eine bilaterale Temporallappenläsion verursacht werden. Zu den Symptomen gehören ein vermindertes Angst- und Aggressionsempfinden (abgeflachte Emotionen), die Neigung, Objekte durch orale Untersuchung zu erkunden, statt sie anzusehen, und ein verändertes Sexualverhalten.
  • Knochen, engl. bone
    starrer Bestandteil des Skelettsystems von Wirbeltieren; enthält sowohl eine extrazelluläre Matrix aus unlöslichen Calciumphosphatkristallen als auch Kollagenfasern
  • Knochenmark
    Das Gewebe, in dem primär alle zellulären Bestandteile des Blutes aus hämatopoetischen Stammzellen gebildet werden - Erythrocyten, weiße Blutzellen und → Blutplättchen. Bei Säugern findet dort auch die weitere Entwicklung der B-Zellen statt. Darüber hinaus ist es der Ursprungsort der Stammzellen, die in den Thymus wandern und dort zu T-Zellen heranreifen. Daher kann eine Knochenmarktransplantation alle zellulären Elemente des Blutes wiederherstellen, auch diejenigen, die für eine → adaptive Immunantwort notwendig sind.
  • Knock-in-Mäuse
    Mäuse, bei denen ein Gen gentechnisch durch ein anderes Gen ersetzt wurde, welches eine andere Funktion erfüllt.
  • Knock-out, engl. knockout
    molekulargenetische Methode, bei der ein einzelnes Gen eines Organismus dauerhaft inaktiviert wird
  • Knock-out-Mäuse
    Quelle: Genetik
    (engl. knockout, etwas außer Gefecht setzen) Mäuse, bei denen ein Gen inaktiviert wurde (7 Technikbox 27).
  • Knock-out-Mäuse
    Mäuse, bei denen ein bestimmtes Gen gentechnisch stillgelegt oder deletiert wurde.
  • Nebenachse (Spross, Wurzel) mit Speicherfunktion > Rübe
  • Knorpel, engl. cartilage
    festes Bindegewebe, das bei Wirbeltieren beispielsweise in Gelenken oder an der Ohrmuschel zu finden ist; bildet in manchen Tiergruppen das gesamte Skelett
  • Knospe, engl. bud
    Auswuchs eines Sprosses von Pflanzen, aus dem sich ein Blatt, ein Spross oder eine Blüte entwickeln kann
  • Knospenprimordium (von lat. primordium für „Ursprung“), engl. bud primordium
    Knospenanlage; früheste Anlage einer Knospe
  • Asexuelle, vegetative Vermehrungsform, auch Sprossung genannt. Prokaryoten, Mitochondrien und Chloroplasten replizieren bzw. verdoppeln ihre Erbinformation und kapseln dann einen Teil der Zelle mit der Erbinformation ab. Pflanzen bilden Ableger, und einige Tierarten schnüren einen Teil ihrer Zellen ab, die sich dann wieder zu einem neuen unabhängigen Organismus entwickeln.
  • Knospung, engl. budding
    ungeschlechtliche Vermehrung, bei der ein mehr oder weniger vollständiger neuer Organismus aus dem Körper des Elternorganismus hervor wächst und sich schließlich von diesem löst
  • Koagulationssystem
    Eine Reihe von Proteasen und weiteren Proteinen im Blut, welche die Blutgerinnung auslösen, wenn Blutgefäße verletzt werden.
  • Koch-Postulate, engl. Koch’s postulates
    eine Reihe von Regeln, mit deren Hilfe man feststellen kann, ob ein Mikroorganismus eine bestimmte Krankheit hervorruft
  • Verschiedene elterliche Allele eines Locus tragen in gleichem Maße zur Ausbildung eines phänotypischen Merkmales bei.
  • Eine Substanz (Molekül), die von einem Enzym (> G) benötigt wird, um seine Aufgabe zu erfüllen.
  • nichtkovalent an ein Enzym gebundenes, an der Katalyse beteiligtes Molekül
  • Kofaktor
    an der Katalyse beteiligter Nicht-Protein-Anteil eines Enzyms
  • Kognitive Karte
    Siehe Theorie der kognitiven Karten.
  • Kognitives Training
    Inhalt des kognitiven Trainings ist das aktive Gestalten von Denk- und Vorstellungsprozessen, sodass leistungsfördernde Kognitionen situationsgerecht abgerufen werden können.
  • Kohäsion, engl. cohesion
    Zusammenhalt zwischen gleichartigen Substanzen aufgrund molekularer Anziehung, oft durch Wasserstoffbrücken (vgl. → Adhäsion)
  • Kohäsionstheorie
    → Transpirations-Kohäsions-Saugspannungs-Mechanismus
  • kohäsive Enden (klebrige Enden), engl. sticky ends
    die kurzen, komplementären, einzelsträngigen Stücke, die durch Schneiden der doppelsträngigen DNA mit einem Restriktionsenzym entstehen. An die klebrigen Enden können DNA-Fragmente aus anderen Quellen angefügt werden.
  • Kohlenhydrate (Carbohydrates)
    Aldosen und Ketosen mit mehreren Hydroxylgruppen sowie aus diesen durch Polymerisation hervorgegangene größere Moleküle. Die Zucker bilden die bekannteste Untergruppe der einfachen Kohlenhydrate, Cellulose und Stärke prominente Polymere.
  • Kohlenhydrate, engl. carbohydrates
    organische Moleküle aus den Bestandteilen Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff im Verhältnis 1 : 2 : 1 (d. h. mit der allgemeinen Formel CnH2nOn bzw. [CH2O]n); zum Beispiel Zucker, Stärke und Cellulose
  • Kohlenstoffgerüst, engl. carbon skeleton
    die Ketten oder Ringe aus Kohlenstoffatomen, die die strukturelle Basis organischer Moleküle bilden; an diese Kohlenstoffatome sind andere Atome oder funktionelle Gruppen gebunden
  • Kohlenwasserstoffmolekül, engl. hydrocarbon molecule
    organische Verbindung, die ausschließlich Kohlenstoff- und Wasserstoffatome enthält
  • Köhler-Effekt
    Der Köhler-Effekt beschreibt den Motivations- und Anstrengungszuwachs beim schwächsten Mitglied einer Gruppe in einer kollektiven Leistungssituation verglichen mit einer individuellen Aufgabe.
  • Kohorte (von greich. cohors für „Schar von Soldaten“), engl. cohort
    Gruppe gleichaltriger Organismen oder Zellen (über einen bestimmten Zeitraum hinweg betrachtet)
  • Kohortenlebenstafel, engl. cohort life table
    eine Lebenstafel, anhand derer man das Schicksal einer Gruppe etwa zur gleichen Zeit geborener Individuen (einer Kohorte) von der Geburt bis zum Tod verfolgen kann
  • Koinzidenz-Koeffizient
    Quelle: Genetik
    (lat. coincidentia, das Zusammenfallen) Mathematischer Parameter in der Wahrscheinlichkeitsrechnung.
  • Kokken (von griech. kokkos für „Beere“, „Kern“), engl. cocci
    Gruppe kugeliger oder traubenförmiger Bakterien
  • Kollagen (von griech. kolla für „Leim“), engl. collagen
    fibröses Protein, das in großen Mengen in Knochen und Bindegewebe enthalten ist
  • Kollaterale
    → Axonendigungen
  • Kollektine
    Familie calciumabhängiger zuckerbindender Proteine oder Lektine, die kollagenähnliche Sequenzen enthalten. Ein Beispiel ist das → mannosebindende Lektin (MBL).
  • Kollektive Wirksamkeit
    Kollektive Wirksamkeit wird am umfassendsten definiert als die Überzeugung der gemeinsamen Kompetenz, wenn die Mitglieder einer Gruppe ihre Ressourcen zur erfolgreichen Bewältigung spezifischer Situationen zielgerichtet verteilen, koordinieren und integrieren.
  • "lebendes, dehnungsfähiges Festigungsgewebe; besteht aus Zellen, deren Primärwand verdickt ist: je nach Lokalisation der Wandverdickung unterscheidet man Ecken- oder Kantenkollenchyme von Plattenkollenchymen. > Gewebetyp"
  • Kollenchym (von griech. egchyma für „das Eingegossene“), engl. collenchyma
    auch im funktionell ausgereiften Zustand noch lebendes Festigungsgewebe bei Pflanzen; verleiht durch Verdickung der primären Zellwände an den Kanten der Zellen flexible Festigkeit (Gegensatz zu → Parenchym, → Sklerenchym)
  • Kolostrum
    Vormilchkommensale, physiologischer Begleit-Mikroorganismus
  • kombinatorische Vielfalt
    Vielfalt der Antigenrezeptoren, die durch die Kombination von getrennten Einheiten mit zwei verschiedenen Arten von genetischer Information gebildet werden. Zuerst werden Abschnitte von Rezeptorgenen in zahlreichen verschiedenen Kombinationen zusammengefügt, sodass die vielen unterschiedlichen Rezeptorketten entstehen können. Anschließend werden zwei verschiedene Rezeptorketten (bei Immunglobulinen eine schwere und eine leichte Kette, bei T-Zell-Rezeptoren α und β oder γ und δ) miteinander verbunden und bilden zusammen die Antigenerkennungsstelle.
  • kommensale Mikroorganismen, kommensale Mikroflora
    Mikroorganismen (vor allem Bakterien), die normalerweise mit ihrem Wirt harmlos in Symbiose leben (beispielsweise die Darmbakterien beim Menschen und bei Tieren). In vielen Fällen haben die Wirte davon einen Nutzen.
  • Kommensalismus (von lat. com für „zusammen“ und mensa für „Tisch“), engl. commensalism
    „Mitessertum“; Form der → Probiose (Gegensatz zu → Amensalismus, → Symbiose, → interspezifische Konkurrenz)
  • Kommissur
    Ein Bündel von Axonen, das eine Hirnhälfte mit der anderen verbindet.
  • Kommunikation, engl. communication
    ein von einem Organismus oder einer Zelle ausgesendetes Signal; verändert die Funktion oder das Verhalten eines anderen Organismus oder einer anderen Zelle
  • Die Abfolge von Einzelschritten einer Handlung kann verändert werden, ohne dass sich das Ergebnis ändert.
  • kompakter Knochen (Substantia compacta), engl. compact bone
    Knochentyp mit stabiler, fester Struktur (Gegensatz zu → spongiöser Knochen)
  • Komparator, engl. comparator
    ein Mechanismus zum Vergleich einer Rückkopplungsvariablen mit einem Sollwert in einem Regulationssystem, der Kommandosignale für Effektororgane erzeugen soll; beispielsweise ein Thermostat
  • Kompartiment
    Quelle: Genetik
    (lat. compartire, abteilen) (1) Membranumschlossener Reaktionsraum eukaryotischer Zellen (z. B. endoplasmatisches Reticulum). (2) Begrenztes Areal in einem vielzelligen Organismus, das von mehreren Gründerzellen gebildet wird.
  • Kompartiment (Reaktionsraum), engl. compartment
    abgegrenzter Bereich in einem Organismus mit speziellen Funktionen
  • Kompensationspunkt
    → Lichtkompensationspunkt
  • Kompetenzen
    Kompetenzen umfassen kognitive, motivationale, volitionale sowie soziale Fähigkeiten und Fertigkeiten (Weinert 2001). Sie sind erlernbar und dienen der Lösung von Aufgaben im Training, Spiel oder auch Alltag. Der Kompetenzbegriff beinhaltet auch den Willen bzw. die Bereitschaft, diese in betreffenden Situationen aktiv anzuwenden.
  • kompetitive Hemmung, engl. competitive inhibition
    Blockierung eines Enzyms durch Bindung eines dem eigentlichen Substrat ähnlichen Moleküls an das aktive Zentrum; verhindert die Bindung des Substrats und die Reaktion (Gegensatz zu → nichtkompetitive Hemmung)
  • kompetitiver Inhibitor, engl. competitive inhibitor
    Hemmstoff, der an das aktive Zentrum eines Enzyms bindet und dadurch die Bindung des Substrats verhindert (Gegensatz zu → nichtkompetitiver Inhibitor, → unkompetitiver Inhibitor)
  • Komplement, Komplementsystem
    Eine Reihe von Plasmaproteinen, die gemeinsam Krankheitserreger im Extrazellularraum angreifen. Ein Pathogen wird mit Komplementproteinen umgeben, die dessen Beseitigung durch Phagocyten ermöglichen; bestimmte Pathogene können auch direkt getötet werden. Die Komplementaktivierung kann auf verschiedene Weise erfolgen (→ klassischer Weg, → Lektinweg, → alternativer Weg der Komplementaktivierung).
  • Komplementaktivierung
    Die Aktivierung der normalerweise inaktiven Proteine des Komplementsystems, die bei einer Infektion erfolgt (→ klassischer Weg, → Lektinweg, → alternativer Weg der Komplementaktivierung).
  • komplementäre Basenpaarung, engl. complementary base pairing
    die Paarung der Basen A und T (oder A und U) wie auch C und G in doppelsträngigen Abschnitten von Nucleinsäuren
  • komplementäre DNA
    → cDNA
  • komplementäre Ernährung, engl. complementary diet
    Aufnahme einer ausgewogenen Mischung an Nahrungsmitteln, die sämtliche essenziellen Nährstoffe liefern
  • komplementaritätsbestimmende Regionen (CDRs) (complementarity determining regions)
    Bereiche der V-Domänen von Immunglobulinen und T-Zell-Rezeptoren, die deren Antigenspezifität bestimmen und mit dem Liganden in Kontakt treten. Die CDRs sind die variabelsten Bereiche der Rezeptoren und tragen zu deren Vielfalt bei. In jeder V-Domäne gibt es drei solcher Regionen (CDR1, CDR2 und CDR3).
  • Komplementation
    Quelle: Genetik
    (lat. complementum, Ergänzung) Die Entstehung eines Wildtyp-Phänotyps, wenn in einem diploiden Organismus zwei verschiedene Mutationen miteinander kombiniert werden (cis-trans-Test).
  • Komplementproteine
    → C1, → C2, → C3 und so weiter
  • komplementregulatorische Proteine
    Proteine, welche die Komplementaktivität regulieren und verhindern, dass das Komplementsystem auf der Oberfläche von Körperzellen aktiviert wird.
  • Komplementrezeptoren (CRs)
    Oberflächenproteine verschiedener Art. Sie erkennen und binden Komplementproteine, die ihrerseits an ein Antigen wie beispielsweise einen Krankheitserreger gebunden sind. Komplementrezeptoren auf Phagocyten ermöglichen es diesen Zellen, mit Komplementproteinen bedeckte Krankheitserreger zu erkennen, aufzunehmen und zu vernichten (→ CR1, → CR2, → CR3, → CR4, → CRIg und der → C1-Komplex).
  • Komplementsystem
    immunregulative und antimikrobiell wirkende Protease-Signal-Kaskade
  • Komplementsystem, engl. complement system
    Gruppe von etwa 20 verschiedenen Proteinen, die bei manchen Reaktionen des Immunsystems eine Rolle spielen; es handelt sich nicht um Immunglobuline
  • Komplexe Zelle
    Ein Typ eines visuellen cortikalen Neurons, das ein richtungsselektives rezeptives Feld ohne abgegrenzte ON- und OFF-Subfelder besitzt.
  • komplexer Lebenszyklus, engl. complex life cycle
    ein Lebenszyklus parasitischer Arten, für dessen vollständigen Ablauf mehr als eine Wirtsart erforderlich ist
  • Die Allele vieler, oftmals unbekannter Genorte sowie Umwelteinflüsse führen zur Ausprägung von komplexen oder multifaktoriellen Merkmalen.
  • Komplexionen, engl. complex ions
    eine geladene Atomgruppe aus einemzentralenMetallatom und koordinativ gebundenen Liganden, beispielsweise das Hexacyanoferrat(III)ion (Fe(CN)6<(sub>)3-
  • Kondensationsreaktion, engl. condensation reaction
    Reaktion, bei der zwei Moleküle unter Abspaltung von einem Molekül Wasser eine kovalente Bindung eingehen (AH + BOH → AB + H2O) (Gegensatz zu → Hydrolyse)
  • Konditional
    Quelle: Genetik
    (lat. conditio, Bedingung) Mutation, die nur unter bestimmten Bedingungen zur Ausprägung kommt (S. 451).
  • konditionale Mutanten, engl. conditional mutants
    Mutanten, deren charakteristischer Phänotyp nur bei bestimmten Umweltbedingungen, etwa einer bestimmten Temperatur, sichtbar wird
  • konditionierte Spezifizierung, engl. conditioned specification
    Bestimmung des Zellschicksals während der Zelldifferenzierung aufgrund von Signalen, die überwiegend von benachbarten Zellen stammen
  • konditionierter Reflex
    → bedingter Reflex
  • Konfidenzintervall, engl. confidence intervall
    auch als Vertrauensbereich bezeichnet; ein berechnetes numerisches Intervall, das mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit den tatsächlichen Wert eines interessierenden Parameters umfasst. Ein 95 %-Konfidenzintervall umfasst beispielsweise in 95% aller Fälle den tatsächlichen Wert eines solchen Parameters.
  • Konformation, engl. conformation
    die dreidimensionale Struktur eines Proteins oder eines anderen Makromoleküls
  • Konformationsepitope, diskontinuierliche Epitope
    Antigenstrukturen (Epitope) auf einem Proteinantigen, die bei der Faltung des Proteinantigens aus voneinander entfernten Bereichen der Peptidkette gebildet werden. Antikörper, die für Konformationsepitope spezifisch sind, erkennen nur native, gefaltete Proteine (→ kontinuierliches Epitop).
  • kongenitale oder angeborene Hypothyreose
    Schilddrüsenunterfunktion. Das Fehlen oder der Mangel von Schilddrüsenhormonen im Embryo führt zu Fehlentwicklungen des Nervensystems und als Folge davon ohne eine frühzeitige Behandlung zur vollständigen geistigen Retardierung.
  • Konidien, (von griech. konis für „Staub“), engl. conidia
    haploide Pilzsporen, die am Ende der Hyphen freigesetzt werden und nicht in Sporangien eingeschlossen sind
  • Koniozelluläre CGL-Schicht
    Eine Schicht des Corpus geniculatum laterale, die aus sehr kleinen Zellen besteht und jeweils ventral zu jeder magnozellulären und parvozellulären Schicht liegt.
  • Konjugatimpfstoffe
    Antibakterielle Impfstoffe; werden aus den Polysacchariden von Bakterienkapseln hergestellt, die an Proteine mit bekannter Immunogenität gebunden sind wie das Tetanustoxoid.
  • Konjugation
    Quelle: Genetik
    (lat. conjugare, paarweise zusammenbinden) Übertragung von DNA von einer Spenderzelle auf eine Empfängerzelle bei Bakterien (Abschn. 4.2).
  • Konjugation (von lat. conjugare für „sich verbinden“), engl. conjugation
    (1) Prozess der Übertragung von DNA über eine Plasmabrücke auf eine andere Zelle, beispielsweise bei Bakterien; (2) nicht der Vermehrung dienender sexueller Prozess, durch den Paramecium und andere Ciliaten genetisches Material austauschen
  • Konkordant
    Quelle: Genetik
    "(lat. concordare, übereinstimmen) Gleiche Merkmalsausprägung bei Zwillingen (S. 574); Gegensatz: diskordant."
  • Konkurrenz
    → interspezifische Konkurrenz
  • Konkurrenzausschluss, engl. competitive exclusion
    eine Folge der Konkurrenz von Arten um Ressourcen, bei der eine Art die andere völlig aus einem bestimmten Lebensraum (Habitat) verdrängt (Gegensatz zu → Coexistenz)
  • Teil des Staubblatts, das die beiden Theken verbindet. > Stamen
  • Konnektom
    Diagramm der Verschaltungen von Hirnarealen über Faserbahnen.
  • Konsequenzerwartung und Kompetenzüberzeugung
    Die Konsequenzerwartung ist die persönliche Einschätzung, dass ein bestimmtes Verhalten zu einem bestimmten Ereignis führt. Diese ist abzugrenzen von der Kompetenzüberzeugung, die darüber hinaus die Gewissheit einschließt, über die erforderlichen Kompetenzen in der spezifischen Situation zu verfügen.
  • konserviert, engl. conserved
    Eigenschaft eines Gens oder Merkmals, das nur sehr langsam evolviert ist und in sehr divergenten Gruppen ähnlich oder sogar gleich geblieben ist
  • konstante Ig-Domänen (C-Domänen)
    Bestimmte Art von Proteindomänen, aus denen die konstanten Regionen in jeder Peptidkette eines Immunglobulinmoleküls bestehen.
  • konstante Region (C-Region), engl. constant region
    Region eines Immunglobulinmoleküls, deren Aminosäurezusammensetzung klassenspezifisch ist und innerhalb einer Klasse von Immunglobulinen nicht variiert (Gegensatz zu → variable Region)
  • konstante Region, C-Region
    Der Teil eines Immunglobulins oder T-Zell-Rezeptors, der bei verschiedenen Molekülen eine relativ konstante Aminosäuresequenz besitzt und auch als Fc-Region eines Antikörpers bezeichnet wird. Die konstante Region eines Antikörpers bestimmt seine spezifische Effektorfunktion (→ variable Region).
  • Konstitutionsisomere
    → Strukturisomere
  • konstitutiv, engl. constitutive
    immer vorhanden; ein Prozess, der immerfort mit konstanter Rate abläuft (Gegensatz zu → induzierbar)
  • Konstitutive Abwehrstoffe (pre-infectional compounds)
    Vorbeugend synthetisierte Abwehrstoffe, die in Drüsen, Sekretgängen, Vakoulen oder anderen Kompartimenten für den Fall eines Angriffs durch Pathogene oder Herbivoren gelagert werden.
  • Konstitutive Expression
    Quelle: Genetik
    (lat. constituere, errichten, einrichten) Dauerhafte Aktivität eines Gens (S. 139).
  • konstitutive Proteine, engl. constitutive proteins
    Proteine, die ein Organismus ständig mit relativ konstanter Rate produziert
  • Konsumenten, engl. consumers
    Organismen, die sich von den Geweben anderer Organismen ernähren
  • Konsumptionseffizienz, engl. consumption efficiency
    der von Konsumenten aufgenommene Anteil der verfügbaren Biomasse
  • Wegener (1912) erkannte, dass die globale Verteilung der Kontinente nicht statisch ist, sondern dass sich die Kontinente fortwährend bewegen.
  • Kontinentaldrift (Kontinentalverschiebung), engl. continental drift
    die allmähliche Verschiebung der Kontinente der Erde über Hunderte von Jahrmillionen hinweg
  • Kontinentalverschiebung
    → Kontinentaldrift
  • Ein möglicher enger Zusammenhang zwischen zwei Merkmalen, der statistisch belegt werden kann, aber eines experimentellen Beweises bedarf.
  • kontinuierliche Variablen, engl. continous variables
    Variablen, die ein kontinuierliches Spektrum von Werten einnehmen können
  • kontinuierliches, lineares Epitop
    Antigenstruktur auf einem Protein, die aus einem einzigen kurzen Stück der Peptidkette besteht. Antikörper, die kontinuierliche Epitope erkennen, können ein denaturiertes Protein binden. Von T-Zellen erkannte Epitope sind kontinuierlich; man bezeichnet sie auch als lineare Epitope.
  • kontraktile Vakuole, engl. contractile vacuole
    spezialisierte Vakuole, die das durch Osmose aufgenommene überschüssige Wasser sammelt und durch Kontraktion aus der Zelle pumpt
  • Kontralateral
    Anatomische Lagebezeichnung; auf der entgegengesetzten Seite der Mittellinie; gegenüberliegend.
  • Kontrazeption, engl. contraception
    Empfängnisverhütung; Methoden der Geburtenkontrolle, die eine Befruchtung oder Einnistung verhindern
  • kontrolliertes Experiment, engl. controlled experiment
    Versuchsansatz, bei dem eine Probe in mehrere Gruppen unterteilt wird. Die experimentellen Gruppen werden einer Beeinflussung durch eine unabhängige Variable ausgesetzt, während eine Gruppe als unbeeinflusste Kontrollgruppe dient. Anschließend werden die Daten der verschiedenen Gruppen miteinander verglichen, um zu sehen, ob die experimentelle Beeinflussung zu Veränderungen einer abhängigen Variablen geführt hat. (Gegensatz zu → vergleichendes Experiment)
  • kontrolliertes System, engl. controlled system
    die Bestandteile eines physiologischen Systems, das durch die Kommandos eines regulatorischen Systems gesteuert wird (Gegensatz zu → regulatorisches System)
  • Kontrollpunkte des Zellzyklus, engl. cell cycle checkpoints
    Punkte des Übergangs zwischen verschiedenen Phasen des Zellzyklus; werden durch Cycline und cyclinabhängige Kinasen (Cdks) reguliert
  • Konvektion, engl. convection
    die Wärmeübertragung von oder zu einer Oberfläche durch einen bewegten Luftstrom oder eine Flüssigkeitsströmung
  • konventionelle (klassische) dendritische Zellen (cDCs)
    Linie der dendritischen Zellen, die vor allem bei der Antigenpräsentation gegenüber naiven T-Zellen und deren Aktivierung mitwirken (→ plasmacytoide dendritische Zellen).
  • "Die Entwicklung von Merkmalen in verschiedenen Arten, die eine gleiche Gestalt und Funktion haben, aber deren Ursprung nicht in einer gemeinsamen Stammart liegt (Beispiel: Flossen der Fische und Wale; Flügel der Vögel und Fledermäuse). Dieses Konzept gilt auch für molekulare Merkmale."
  • konvergente Extension, engl. convergent extension
    Bewegungen der Zellen einer Seeigelblastula, die zur Bildung des Urdarms führen. Die Zellen verlängern sich, flachen sich ab und verzahnen sich zu einer röhrenförmigen Struktur.
  • Konvergenz (konvergente Evolution), engl. convergent evolution
    die unabhängig voneinander erfolgende Evolution ähnlicher Merkmale bei nicht verwandten Taxa aus unterschiedlichen Ausgangsstrukturen, aufgrund von ähnlichem Selektionsdruck
  • Konzentration
    Konzentration gewährleistet das Aufrechterhalten der Aufmerksamkeit für einen spezifischen Stimulus über eine gewisse Zeitspanne (Sekunden bis Minuten).
  • Konzentrationsgefälle
    → Konzentrationsgradient
  • Konzentrationsgradient
    Ein Konzentrationsunterschied zwischen zwei verschiedenen Bereichen. Konzentrationsgradienten von Ionen über die Nervenmembran sind am Aufbau des Membranpotenzials beteiligt.
  • Konzentrationsgradient (Konzentrationsgefälle), engl. concentration gradient
    ein Unterschied in der Konzentration eines Ions oder einer anderen chemischen Substanz zwischen verschiedenen Orten, oftmals auf beiden Seiten einer Membran (vgl. → aktiver Transport, → erleichterte Diffusion)
  • konzentrisches Leitbündel mit Außenxylem
    "das Xylem umfasst das Phloem ringförmig; kann zum Beispiel in Rhizomen auftreten"
  • konzentrisches Leitbündel mit Innenxylem
    "das Phloem umfasst das Xylem ringförmig; kann zum Beispiel bei Farnen auftreten"
  • Konzept der Allostase
    Das „Konzept der Allostase“ beschreibt die Fähigkeit des menschlichen Körpers, sich an die ständig verändernden Anforderungen anzupassen und bei Bedarf Prozesse in die Gänge zu leiten oder zu beenden.
  • Konzept der Homöostase
    Das „Konzept der Homöostase“ geht auf Walter Cannon zurück und bezieht sich auf die koordinierte Gesamtheit der Reaktionen, mit denen im Körper die Aufrechterhaltung eines stabilen Zustandes erreicht wird.
  • konzertierte Evolution, engl. concerted evolution
    die gemeinsame Evolution einer Familie von Genkopien, wobei Veränderungen in einer Kopie auf die anderen Kopien der Genfamilie repliziert werden und diese damit gemeinsam (konzertiert) evolvieren (vgl. → gerichtete Genkonversion, → ungleiches Crossingover)
  • Kooperativität
    Die Eigenschaft einer Langzeitpotenzierung, die widerspiegelt, dass während eines Tetanus viele Eingänge gleichzeitig aktiv sein müssen, damit eine LTP ausgelöst werden kann. Siehe auch Langzeitpotenzierung.
  • Kooperativität, engl. cooperativity
    tritt auf, wenn ein Protein mehrere Liganden binden kann und der erste gebundene Ligand die Konformation des Proteins so verändert, dass die weiteren Liganden leichter binden können (positive Kooperativität) oder schwerer binden können (negative Kooperativität). Ein Beispiel für positive Kooperativität ist die Bindung von O2 an Hämoglobin.
  • Kopplung
    Quelle: Genetik
    "Zwei oder mehr Gene werden in der Regel gemeinsam vererbt; gekoppelte Gene sind auf einem Chromosom benachbart, können aber durch (seltene) Rekombinationsereignisse getrennt werden."
  • Kopplung, engl. linkage
    bestehende Verbindung zwischen Genen auf dem gleichen Chromosom, die bewirkt, dass sie nicht nach dem Zufallsprinzip verteilt und nur selten neu kombiniert werden. Je näher die Gene beieinander liegen, desto geringer ist die Rekombinationshäufigkeit.
  • Verfahren zur Ermittlung der Nachbarschaft von Loci. Loci sind gekoppelt, wenn sie in Nachbarschaft auf einem Chromosom lokalisiert sind: Allele von eng benachbarten Loci werden als Kopplungsgruppe (> G) mit großer Wahrscheinlichkeit gemeinsam an die Nachkommenschaft weitergegeben. Nur Mutation und Rekombination lösen diese Struktur auf.
  • Kopplungsanalyse, engl. linkage analyis
    genetische Analyse zur Kartierung von Genen, wobei ein Gen und seine Allele mit einem unbekannten Gen und dessen Allelen gekoppelt ist. Die genaue Lage von Letzterem kann durch die gemeinsame Segregation mit Ersterem bei genetischen Kreuzungen ermittelt werden.
  • Zwei oder mehrere Loci liegen in Nachbarschaft auf einem Chromosom.
  • Kombination von Allelen verschiedener (engbenachbarter) Genorte eines Chromosoms.
  • Kopplungsgruppe, engl. linkage group
    der vollständige Satz von Loci (Genorten) auf einem Chromosom
  • Eine angenommene oder tatsächlich vorgefundene Kombination von Allelen verschiedener Loci eines Individuums.
  • Man betrachtet die genotypische Konstellation von mehreren Loci und analysiert die Häufigkeiten der Gesamtgenotypen. Weichen die beobachteten Genotyphäufigkeitsverteilungen von der erwarteten Hardy-Weinberg-Verteilung (> G) ab, dann sprechen wir von einem Kopplungsungleichgewicht. Die enge Nachbarschaft der Loci lässt eine zufällige Kombination ihrer Allele (> Haplotypen) nicht zu. Aber auch Selektion kann bestimmte Allelkombinationen begünstigen.
  • Koprophagie, engl. coprophagy
    das Fressen von Kot, beispielsweise bei Kaninchen, die in einem ersten Durchgang der Pflanzennahrung durch den Verdauungstrakt einen besonders nährstoffreichen Kot produzieren
  • Kopulation, engl. copulation
    Fortpflanzungsverhalten, bei dem ein Männchen seine Spermien mithilfe eines Begattungsorgans in den Fortpflanzungstrakt eines Weibchens überträgt
  • Korallenbleiche, engl. coral beaching
    der Verlust der Farbe in Korallenkolonien, gewöhnlich verursacht durch den Verlust oder den Rückgang symbiotischer Zooxanthellen
  • > Phellem
  • Kork, engl. cork
    wasserundurchlässiges Gewebe mit suberinhaltiven Zellwänden bei Pflanzen; wird vom Korkkambium gebildet
  • > Phellogen
  • Korkkambium (von lat. cambiare für „austauschen“), engl. corc cambium
    laterales Meristem bei Pflanzen, das zum sekundären Dickenwachstum beiträgt, und zwar indem es hauptsächlich Schutzzellen mit Wachseinlagerungen in der Zellwand bildet sowie einige der Zellen, die später die Rinde bilden
  • > Lentizelle
  • > Phelloderm
  • Pflanze, die einen Kormus besitzt, das heißt aus den Grundorganen Wurzel, Sprossachse und Blatt aufgebaut ist. > Thallophyt
  • mehrzelliger Vegetationskörper, der in Wurzel, Spross und Blatt gegliedert ist
  • Körnerzelle des Kleinhirns
    Ein Neuron in der Kleinhirnrinde, das Eingang von Moosfasern erhält und aus den Parallelfasern entsteht, die wiederum Purkinje-Zellen innervieren. Man nimmt an, dass die Plastizität der Synapsen zwischen Körnerzellen und Purkinje-Zellen für das motorische Lernen von Bedeutung ist.
  • Koronararterien (von lat. corona für „Krone“), engl. coronary arteries
    die Herzkranzgefäße; versorgen den Herzmuskel
  • Koronarthrombose, engl. coronary thrombosis
    Blutgerinnsel, das eine Koronarterie verstopft und einen Herzinfarkt verursacht
  • Körperbauplan, engl. body plan
    grundlegender struktureller Bauplan; umfasst das gesamte Tier, die Anordnung seiner Organsysteme und das koordinierte Funktionieren der einzelnen Teile
  • Körperkreislauf, engl. systemic circuit
    Teil des Kreislaufsystems, bei dem sauerstoffreiches Blut aus den Lungen in den übrigen Körper und anschließend zurück zum Herzen gepumpt wird (Gegensatz zu → Lungenkreislauf)
  • Körperlich-sportliche Aktivität (exercise)
    Geplante, wiederholte und zielgerichtete körperliche Aktivität, die mit dem Ziel der Steigerung der körperlichen und psychischen Fitness verknüpft ist. Bewegungsinszenierungen des Sports werden teilweise übernommen, ohne die Charakteristika des Sports wie Wettbewerb oder spezifische Regeln zwangsläufig zu berücksichtigen.
  • Körperliche Aktivität
    „Körperliche Aktivität umfasst alle Bewegungen, die durch Skelettmuskeln hervorgerufen werden und zur Verausgabung von Energie führen“ (USDHHS 1996).
  • Körperliche Aktivität
    Jedwede Bewegung des Körpers, die in einem Energieverbrauch höher als der Grundumsatz resultiert, wird als körperliche Aktivität (physical activity) bezeichnet (Caspersen et al. 1985).
  • Körperliche Aktivität (physical activity)
    Oberbegriff für jede körperliche Aktivität, die durch die Skelettmuskulatur produziert wird und den Grundumsatz (basale Stoffwechselrate) nennenswert erhöht. Als körperlich aktiv gilt eine Person, wenn sie die aktuellen Mindestempfehlungen für gesundheitswirksame körperliche Aktivität von nahezu täglich mindestens 30 min mit mindestens moderater Intensität (?3 MET) erfüllt.
  • Körperliche Inaktivität
    Personen werden als körperlich inaktiv bezeichnet, wenn sie die Empfehlungen für gesundheitsförderliche körperliche Aktivität verfehlen und/oder nur gering intensiv körperlich aktiv sind (1,5 bis 3 MET).
  • Korrekturlesen, engl. proofreading
    Mechanismus der DNA-Reparatur bei der Replikation der DNA. Mechanismus, durch den eine Base nach unkorrektem Einbau gemäß der Matrize (z. B. einem A gegenüber einem G bei der Matrize) herausgeschnitten und durch die korrekte Base (in diesem Fall ein C gegenüber dem G) ersetzt wird
  • Ungerichtete Beziehung zwischen Merkmalen. Merkmale werden nicht als abhängig oder unabhängig erkannt.
  • Korrelationskoeffizient, engl. correlation coefficient
    Maß für die Stärke eines Zusammenhangs zwischen zwei quantitativen Variablen; reicht von -1 (eine perfekte negative Korrelation) bis 1 (eine perfekte positive Korrelation)
  • Korridor, engl. corridor
    Verbindung zwischen zwei Habitatfragmenten, durch den sich Organismen ausbreiten können; spielt für den Erhalt von Subpopulationen eine entscheidende Rolle
  • Korrumpierungseffekt
    Der Korrumpierungseffekt (Deci 1971) beschreibt, dass intrinsische Motivation untergraben werden kann, wenn Menschen für die ausgeführte Handlung eine Belohnung erhalten.
  • Korsakow-Syndrom
    Ein neurologisches Syndrom, das die Folge von chronischem Alkoholismus ist und durch Verwirrtheitszustände, Konfabulationen, Apathie und Amnesie gekennzeichnet ist.
  • Kosten-Nutzen-Analyse, engl. cost-benefit analysis
    Denkansatz in der Evolutionsforschung, bei dem davon ausgegangen wird, dass einem Tier für all seine Aktivitäten nur begrenzte Zeit und Energie zur Verfügung stehen und dass jede Aktivität hinsichtlich der biologischen Fitness sowohl Kosten als auch einen Nutzen mit sich bringt (vgl. → Trade-off)
  • Kostmann-Syndrom
    Schwere angeborene Neutropenie. Es handelt sich um eine vererbbare Erkrankung, die mit einer niedrigen Zahl von neutrophilen Zellen einhergeht. Ursache ist ein Defekt des mitochondrialen HAX1-Proteins, der bei sich entwickelnden myeloischen Zellen zur Apoptose und zu einer persistierenden Neutropenie führt.
  • "Keimblatt; erstes vom Embryo gebildetes Blatt"
  • Kotyledonen (von griech. kotyledon für „becherartige Vertiefung“), engl. cotyledons
    Keimblätter; embryonale Organe bei Blütenpflanzen zur Speicherung und Aufbereitung von Nährstoffen; können beim Keimen eines Samens über der Erde erscheinen
  • kovalente Bindung, engl. covalent bond
    chemische Bindung, bei der sich zwei Atome Elektronen teilen; gewöhnlich eine sehr feste Bindung
  • Kraftspeichermodell
    Das Kraftspeichermodell besagt, dass alle Selbstkontrollhandlungen von einer globalen metaphorischen Ressource mit begrenzter Kapazität, dem Kraftspeicher, gesteuert werden. Es zeigen sich interindividuelle Unterschiede in der Kapazität des Kraftspeichers auf Trait-Ebene (Trait-Selbstkontrolle). Des Weiteren zeigen sich inter- und intraindividuelle Unterschiede in der momentan verfügbaren Selbstkontrollkraft (State-Selbstkontrolle).
  • Kragengeißelzellen
    → Choanocyten
  • Krankheitslast
    "Um die Belastung der Gesellschaft durch Krankheiten oder Verhaltensweisen zu quantifizieren, gibt es verschiedene Maße. Die Weltgesundheitsorganisation verwendet unter anderem das Maß der um Behinderungen bereinigten Lebensjahre (disability-adjusted life years, DALYs). DALYs berechnen sich aus der Summe der verlorenen Lebensjahre; einerseits durch die Krankheit selbst und andererseits durch die mit der Krankheit verbundenen Behinderung(en). Ein verlorenes DALY stellt also den Verlust eines „gesunden“ Lebensjahres dar. Je größer die Zahl der DALYs durch eine Gesundheitsstörung, desto höher wird die Krankheitslast dieser Störung eingeschätzt."
  • Kräuter, engl. herbs
    alle breitblättrigen, krautigen und unverholzten Blütenpflanzen (mit Ausnahme von Gräsern), bei denen am Ende der Vegetationsperiode entweder die gesamte Pflanze abstirbt oder nur deren vegetativer Teil mit Ausnahme der Erneuerungsknospen
  • Kreatinphosphat, engl. creatin phosphate
    ein phosphoryliertes Kreatinmolekül, das häufig in Skelettmuskeln vorkommt und energiereiches Phosphat von den Mitochondrien zu den Myofibrillen transportieren kann
  • Die Entstehung des Universums, des Lebens und die des Menschen werden auf der Grundlage einer Glaubenslehre erklärt. Im Christentum beziehen sich die Kreationisten auf die Bibel.
  • Krebs-Hodenantigene
    Von Krebszellen exprimierte Proteine, die normalerweise nur von männlichen Keimzellen in den Hoden exprimiert werden.
  • Krebs-Immun-Editing
    Ein Vorgang während der Entwicklung von Krebs, wenn sich Mutationen anhäufen, die das Überleben des Tumors begünstigen, da er einer Immunantwort entgehen kann, wenn Krebszellen mit diesen Mutationen für das Überleben und Wachstum selektiert werden.
  • Krebs-Zyklus
    → Citratzyklus
  • Kreislaufsystem, engl. circulary system
    aus einer muskulären Pumpe (Herz), einer Flüssigkeit (Blut oder Hämolymphe) und einer Reihe von Leitungen (Blutgefäße) bestehendes System, das für den Transport von Stoffen durch den Körper zuständig ist
  • Urspüngliche Bedeutung ist Schwachsinn. In Zusammenhang mit Schilddrüsenunterfunktionen (> kongenitale Hypothyreose) ist es ein Teil des Krankheitsbilds.
  • Kreuz-Priming
    Aktivierung von CD8-T-Zellen durch dendritische Zellen, bei denen das durch MHC-Klasse-I-Moleküle (das heißt durch → Kreuzpräsentation) dargebotene Antigenpeptid von einem exogenen Protein stammt und nicht innerhalb der dendritischen Zellen direkt erzeugt wurde (→ direkte Präsentation).
  • Kreuzpräsentation
    Der Vorgang, bei dem extrazelluläre Proteine, die von dendritischen Zellen aufgenommen wurden, zur Erzeugung von Peptiden führen, die dann von MHC-Klasse-I-Molekülen präsentiert werden. Dadurch ist es möglich, dass Antigene mit extrazellulärem Ursprung von MHC-Klasse-I-Molekülen präsentiert werden und CD8-T-Zellen aktivieren.
  • Kreuzprobe (cross-matching)
    Test, mit dem man bei Bluttypisierungen und Histokompatibilitätstests feststellt, ob ein Spender oder Empfänger Antikörper gegen die Zellen des jeweils anderen besitzt, die bei Transfusionen oder Transplantationen zu Schwierigkeiten führen könnten.
  • Kritische Periode
    Ein begrenzter Zeitraum, in dem bestimmte Gehirnregionen während ihrer Entwicklung für eine Veränderung der äußeren Umgebung empfindlich sind.
  • kritische Periode
    → sensible Phase
  • kritische Tageslänge, engl. critical day length
    durch Unterschreiten einer kritischen Tageslänge und dadurch längere Dunkelphasen werden → Kurztagpflanzen zum Blühen angeregt; bei längerer Lichtdauer verbleiben die Pflanzen im vegetativen Stadium (das Gegenteil ist bei → Langtagpflanzen der Fall)
  • Kropf, engl. crop (1), goiter (2)
    (1) einfache Aussackung zur Speicherung von Nahrung, das erste von zwei magenartigen Organen bei vielen Tieren wie Reptilien, Vögeln, Regenwürmern und verschiedenen Insekten (vgl. → Muskelmagen); (2) von einer vergrößerten Schilddrüse verursachte Anschwellung am Hals
  • Krypsis (Tarnung) (von griech. kryptos für „verborgen“), engl. crypsis
    die farbliche oder gestaltliche Anpassung eines Organismus an einen Teil seines Lebensraums; soll eine Entdeckung durch Fressfeinde verhindern
  • anatomische Einbuchtung des Endothels
  • Krypten-Atrophie
    krankhafte Deformation der Darmkrypten
  • kryptisches Epitop
    Jedes Epitop, das von keinem Lymphocytenrezeptor erkannt werden kann, solange das zugehörige Antigen nicht abgebaut und prozessiert wurde.
  • Kryptobiose (cryptobiosis)
    Lebenszustand mit gestopptem Stoffwechsel. Die Kryptobiose wird durch ungünstige Lebensbedingungen ausgelöst wie extreme Trockenheit, Kälte oder Sauerstoffmangel.
  • → Kinasesuppressor von Ras
  • DNA-Reparaturprotein, das für die Umlagerung der Immunglobulin- und T-Zell-Rezeptoren erforderlich ist.
  • Kugelsymmetrie, engl. spherical symmetry
    einfachste Form der Symmetrie, bei der die Körperteile von einem zentral gelegenen Punkt ausstrahlen, sodass sich der Körper durch eine unendliche Zahl von Symmetrieachsen durch diesen Punkt in zwei gleiche Hälften teilen lässt (vgl. → Symmetrie)
  • Kultur, engl. culture
    (1) unter kontrollierten Bedingungen im Labor gehaltene Ansammlung von Organismen; (2) das Zusammenspiel aus Wissen, Werkzeuggebrauch, Werten und Regeln, das charakteristisch für die menschliche Gesellschaft ist
  • kulturelle Evolution, engl. cultural evolution
    Erwerb neuer Eigenschaften durch das Erlernen von anderen Individuen
  • künstliche Befruchtung (assistierte Reproduktion), engl. assisted reproductive technologies (ARTs)
    sämtliche Verfahren, bei denen unbefruchtete Eizellen aus den Eierstöcken entnommen und außerhalb des Körpers mit Spermien zusammengebracht werden und anschließend die befruchteten Eizellen oder die Mischung aus Eizellen und Spermien zur weiteren Entwicklung an die entsprechende Stelle im weiblichen Fortpflanzungstrakt verbracht werden
  • künstliche Besamung, engl. artificial insemination
    Behandlung bei Unfruchtbarkeit; Einführung von Spermien in den weiblichen Fortpflanzungstrakt auf künstlichem Weg
  • künstliche Selektion, engl. artificial selection
    die Auslese von Pflanzen und Tieren nach bestimmten erwünschten Merkmalen durch Züchter
  • Kupffer-Zelle
    Phagozyt der Leberkrypten
  • Kupffer-Zellen
    Phagocyten in der Leber. Sie kleiden die Lebersinusoide aus und entfernen Zellabfälle und sterbende Zellen aus dem Blut. Soweit bisher bekannt ist, lösen sie keine Immunreaktionen aus.
  • kurze Tandemwiederholung (STR), engl. short tandem repeat
    eine kurze (1–5 bp umfassende), mäßig repetitive DNA-Sequenz. Die Zahl der STR-Kopien an einer bestimmten Stelle ist individuell unterschiedlich und erblich.
  • Kurztagpflanzen (KTP), engl. short-day plants (SDP)
    Pflanzen, die dann zum Blühen gelangen, wenn die Nächte länger sind als die für diese Pflanzen spezifische kritische Länge (Gegensatz zu → Langtagpflanzen)
  • Kurzzeitgedächtnis
    Das Behalten von Informationen über zurückliegende Ereignisse oder Fakten, die noch nicht in das Langzeitgedächtnis überführt sind.
  • Kurzzeitgedächtnis, engl. short-term memory
    im Gehirn gespeicherte Informationen, die nur für einen kurzen Zeitraum von Sekunden bis Minuten abgerufen werden können (Gegensatz zu → Arbeitsgedächtnis, → Langzeitgedächtnis)
  • kutanes lymphocytenassoziiertes Antigen (CLA) (cutaneous lymphoid antigen)
    Zelloberflächenmolekül, das beim Menschen den Lymphocyten dabei hilft, die Haut gezielt anzusteuern (→ Homing).
  • Kwashiokor
    Energie-Protein-Mangelerkrankung
  • Kynureninmetaboliten
    Unterschiedliche Molekülkomponenten, die durch die Aktivität der Enzyme Indolamin-2,3-Dioxygenase (IDO) oder Tryptophan-2,3-Dioxygenase (TDO) entstehen. Die Enzyme werden von verschiedenen Immunzellen und in der Leber produziert.