Lexikon - Gesamtglossar aller Bücher

  • Begriff
    Erklärung
  • M-Phase, engl. M phase
    Zeitraum des Zellzyklus, in dem die Mitose stattfindet
  • M-Typ-Ganglienzelle
    Ein Typ von Ganglienzellen in der Netzhaut, der durch einen großen Zellkörper und einen Dendritenbaum, eine transiente Reaktion auf Licht und eine fehlende Empfindlichkeit für unterschiedliche Wellenlängen gekennzeichnet ist; auch als M-Zelle bezeichnet.
  • M-Zellen
    Spezialisierte Epithelzellen im Darmepithel oberhalb der Peyer-Plaques. Durch die M-Zellen gelangen Antigene und Krankheitserreger in den Darm.
  • M-Zellen (Mikrofaltenzellen)
    Spezialisierte Epithelzellen im Darmepithel in den Peyer-Plaques, durch die Antigene und Krankheitserreger aus dem Darm in den Körper gelangen.
  • Primärer Motorcortex, Areal 4. Auch als primäre motorische Rinde bezeichnet.
  • M1-Makrophagen
    Gelegentlich verwendete Bezeichnung für die "klassischen" aktivierten Makrophagen, die sich im Zusammenhang mit Typ-1-Reaktionen entwickeln. Sie besitzen proinflammatorische Eigenschaften.
  • M2-Makrophagen
    Gelegentlich verwendete Bezeichnung für die "alternativen" aktivierten Makrophagen, die sich im Zusammenhang mit Typ-2-Reaktionen entwickeln (etwa bei einer Infektion mit Parasiten). Sie unterstützen den Wiederaufbau und die Reparatur des Gewebes.
  • Machtmotiv
    Beim Machtmotiv handelt es sich um das Bedürfnis, körperlichen, psychischen oder emotionalen Einfluss auf andere Personen auszuüben.
  • MAdCAM-1
    Mucosales Zelladhäsionsmolekül 1, ein mucosales Adressin, das von den Oberflächenproteinen → L-Selektin und VLA-4 der Lymphocyten erkannt wird. Es ermöglicht das → Homing der Lymphocyten in → mucosaassoziierte lymphatische Gewebe.
  • MADS-Box, engl. MADS box
    während der Entwicklung aktive, DNA-bindende Domäne bei vielen pflanzlichen Transkriptionsfaktoren
  • Magen, engl. stomach
    Hohlorgan aus Muskelgewebe und einer Schleimhaut, das die Nahrung für den weiteren Verdau im Darm vorbereitet
  • Magengrübchen, engl. gastric pits
    tiefe Einfaltungen in der Magenwand, die mit exokrinen Drüsen ausgekleidet sind
  • Magnetenzephalografie
    Methode zur Messung der vom Gehirn erzeugten elektrischen Aktivität. Aufgezeichnet wird diese durch Erfassung der damit assoziierten Magnetfeldschwankungen mit Sensoren rund um den Kopf.
  • Magnozelluläre CGL-Schicht
    Eine Schicht des Corpus geniculatum laterale, die Eingänge von M-Typ-Ganglienzellen der Netzhaut erhält.
  • Magnozelluläre neurosekretorische Zelle
    Ein großes Neuron des periventrikulären und supraoptischen Kerns des Hypothalamus, das in den Hypophysenhinterlappen zieht und Oxytocin bzw. Adiuretin in das Blut sezerniert.
  • Magnozellulärer Pfad
    Eine Bahn für die Verarbeitung visueller Information, die in den M-Typ-Ganglienzellen der Netzhaut beginnt und in die Schicht IVB der primären Sehrinde reicht; vermutlich an der Verarbeitung von Informationen der Objektbewegung und der motorischen Aktivitäten beteiligt.
  • Maintenance-Methylase, engl. maintenance methylase
    Enzym, das bei der DNA-Replikation die Methylierung des neuen DNA-Strangs katalysiert
  • MAIT-Zellen
    Mucosaassoziierte invariante T-Zellen.
  • Makroautophagie
    Aufnahme von großen Mengen des zelleigenen Cytoplasmas in die Lysosomen, wo es abgebaut wird.
  • Makroevolution (von griech. makros für „groß“, „lang“), engl. macroevolution
    evolutionäre Veränderungen, die über einen langen Zeitraum erfolgen und gewöhnlich die Veränderung vieler Merkmale umfassen; Entwicklung großer systematischer Gruppen (Gegensatz zu → Mikroevolution)
  • Makroglia, engl. macroglia
    nichtneuronale Zellen des zentralen und peripheren Nervensystems; haben homöostatische Funktion für Neuronen, modulieren synaptische Verbindungen, bilden die Myelinscheiden von Axonen sowie die Blut-Hirn- bzw. die Blut-Rückenmark-Schranke
  • Makromoleküle, engl. macromolecules
    sehr große, polymere organische Moleküle (Molekülmasse > 1000) wie Proteine, Polysaccharide und Nucleinsäuren. Auch Lipide gehören dazu, obwohl die einzelnen Lipidmoleküle relativ klein sind – sie bilden jedoch durch hydrophobe Wechselwirkung sehr große Strukturen.
  • Makronährelemente, engl. macronutrients
    von Organismen in großen Mengen benötigte chemische Elemente – bei Pflanzen mindestens 1 mg=g pflanzlicher Trockenmasse (Gegensatz zu → Mikronährelemente)
  • Makronukleus
    Quelle: Genetik
    Vegetativer Kern der Ciliata (S. 367).
  • Makroparasiten, engl. macroparasites
    relativ große, parasitisch lebende Arten wie Flöhe, Läuse, Saugwürmer, Bandwürmer oder Fadenwürmer (Gegensatz zu → Mikroparasiten)
  • Makrophagen
    Große, einkernige, phagocytierende Zellen, die in den meisten Geweben vorkommen und viele Funktionen besitzen, etwa als Scavenger-Zellen (Fresszellen), Erkennungszellen für Krankheitserreger sowie als Quelle für proinflammatorische Cytokine. Makrophagen entstehen sowohl während der Embryonalpahase als auch aus Vorläuferzellen im Knochenmark während des gesamten Lebens.
  • Makrophagen mit anfärbbarem Zellkörper
    Phagocyten, die apoptotische B-Zellen aufnehmen. Während des Höhepunkts der Immunantwort kommen solche B-Zellen in den Keimzentren sehr häufig vor.
  • Makrophagen, engl. macrophages
    Phagocyten, die durch Endocytose Pathogene aufnehmen
  • Makropinocytose
    Ein Vorgang, bei dem große Mengen an extrazellulärer Flüssigkeit in ein intrazelluläres Vesikel aufgenommen werden. Dies ist eine Möglichkeit für dendritische Zellen, aus der Umgebung viele Antigene aufzunehmen.
  • Makrosporen
    Quelle: Genetik
    Weibliche Geschlechtszellen der Pflanzen (S. 195).
  • Makula (gelber Fleck)
    (1) Im Auge der gelbliche Fleck in derMitte der Netzhaut, mit relativ wenigen großen Blutgefäßen; enthält die Fovea. (2) Im Ohr ein sensorisches Epithel im Otolithenapparat, dessen Haarzellen die Neigung des Kopfes und die Beschleunigung übertragen.
  • Adaptorprotein, das bei Signalen von TLR-2:TLR-1, TLR-6:TLR-2 und TLR-4 mit MyD88 assoziiert.
  • Malabsorption
    unphysiologische Nährstoffaufnahme im Darm
  • maligner Tumor, engl. malignant tumor
    bösartiger Tumor; ein unbegrenzt wachsender Tumor, der Tochtergeschwulste auch in anderen entfernten Teilen des Körpers bilden kann (Gegensatz zu → benigner Tumor)
  • malignes Gewebe
    zerstörerisches Tumorgewebe
  • Malleus
    → Hammer
  • Malpighi-Gefäß, engl. Malpighian tubule
    auf Sekretion spezialisiertes, schlauchförmiges Exkretionsorgan bei Insekten, das in den Darm mündet
  • → mucosaassoziierte lymphatische Gewebe
  • Malus domestica – Apfel
    Rosaceae
  • Mandeln
    → Gaumenmandeln, → Zungenmandeln
  • Mandibeln, engl. mandibles
    die beißende Komponenten der Mundwerkzeuge von Arthropoden der Gruppe der Mandibulata
  • Mangelerkrankung, engl. deficiency disease
    eine durch einen chronischen Mangel an einem essenziellen Nährstoff oder einem Vitamin hervorgerufene Krankheit (z. B. Skorbut und Beriberi)
  • Mangelernährung, engl. malnutrition
    durch einen Mangel an einem essenziellen Nährstoff verursachter Zustand
  • Manie
    Eine überhöhte gereizte Stimmung, die für eine bipolare Störung charakteristisch ist.
  • mannosebindendes Lektin (MBL)
    Mannosebindendes Protein im Blut. Es kann Krankheitserreger opsonisieren, die Mannosereste auf ihrer Oberfläche tragen, und das → Komplementsystem über den Lektinweg aktivieren, der ein wichtiger Teil der → angeborenen Immunität ist.
  • Mannoserezeptor (MR)
    Rezeptor auf Makrophagen, der für mannosehaltige Kohlenhydrate spezifisch ist, die auf der Oberfläche von Krankheitserregern, nicht aber auf Körperzellen vorkommen.
  • Mantel (Pallium), engl. mantle
    dorsaler Körperteil von Mollusken, der die Schale absondert und eine Mantelhöhle bildet; diese übernimmt verschiedene spezialisierte Funktionen, insbesondere als Atemhöhle
  • Mantelzone
    Schicht aus B-Lymphocyten, die die → Lymphfollikel umgibt.
  • Mantoux-Test
    Ein Screening-Test für Tuberkulose, bei dem ein sterilfiltrierter Glycerinextrakt von Mycobacterium tuberculosis-Bakterien in die Haut injiziert wird und das Ergebnis 48–72 h danach erkennbar ist. Eine Verhärtung beziehungsweise harte Schwellung durch Entzündungszellen, die in die Haut einwandern, deutet auf einen früheren Kontakt mit den Bakterien hin, entweder aufgrund einer früheren Impfung oder einer akuten Infektion mit M. tuberculosis. Allgemein gilt, wenn die Verhärtung an der Injektionsstelle größer ist als 10 mm im Durchmesser, sollten weitere Tests durchgeführt werden, um festzustellen, ob eine Tuberkuloseinfektion vorliegt.
  • MAP-Kinasen (MAPKs)
    → mitogenaktivierte Proteinkinasen
  • Marasmus
    Energie-Protein-Mangelerkrankung
  • Marchantia sp.
    Marchantiophytina, Streptophyta
  • MARCO (Makrophagenrezeptor mit Kollagenstruktur)
    → Scavenger-Rezeptoren
  • Maresine
    Entzündungenauflösender Lipidmediator
  • marin (von lat. mare für „Meer“), engl. marine
    das Meer betreffend oder im Meer lebend (Gegensatz zu → limnisch, → terrestrisch)
  • Parenchym im Zentrum von Sprossachse bzw. Wurzel. > Gewebe, > Sprossachse
  • Mark, engl. pith
    relativ unspezialisiertes Gewebe bei Pflanzen, das im Leitbündelzylinder liegt (bei Tieren → Medulla)
  • Marker, engl. marker
    (1) Gen, das phänotypisch leicht zu erkennen ist und das gleichzeitige Vorhandensein eines anderen Gens, DNA-Segments oder Chromosomenfragments anzeigt; (2) Größenmarker in der → Elektrophorese (DNA-Fragmente beziehungsweise Proteine bekannter Größe)
  • Marker, genetischer
    Quelle: Genetik
    Jedes polymorphe, mendelnde Merkmal, das dafür geeignet ist, in einem Stammbaum einen chromosomalen Abschnitt zu verfolgen. Genetische Marker werden auch zur Analyse von Kopplung verwendet.
  • Ein polymorpher Locus, der nicht direktes Ziel unserer Forschung ist, sondern dazu dient, andere Zusammenhänge aufzudecken (z. B. Verwandtschaft, Kopplung zu benachbarten Genen). Bei Kopplungsanalysen muss zusätzlich die Position des Markerlocus im Genom bekannt sein.
  • Auswahl von Markerloci (> G) für eine Studie.
  • "im Spross horizontal verlaufender Zellstrang, der von Rinde bzw. vom Bast (Baststrahl) ins Holz (Holzstrahl) und Mark zieht; primäre Markstrahlen verbinden Rinde und Mark, sekundäre Markstrahlen enden im Holz; dient der Stoffspeicherung und dem horizontalen Wassertransport. > Spross"
  • Markstrahlen, engl. vascular rays
    die radial verlaufenden, vom faszikulären Kambium gebildeten Gewebsstränge, die Solute in lateraler Richtung zwischen Holz und Phloem transportieren
  • Marr-Albus-Theorie des motorischen Lernens
    Eine Theorie, die besagt, dass Synapsen zwischen Parallelfasern und Purkinje-Zellen modifiziert werden, wenn ihre Aktivität zeitlich mit der der Kletterfaser zusammentrifft.
  • mäßig repetitive Sequenzen, engl. moderately repetitive sequences
    kurze DNA-Sequenzen, die im Genom von Eukaryoten in 100-oder 1000-facher Kopie vorhanden sind; umfassen die rRNA und tRNA-codierenden Gene sowie die DNA in den Telomeren
  • Masse, engl. mass
    quantitatives Maß für die Menge vorliegender Materie; je größer die Masse, desto größer ist die Menge an Materie
  • Massenaussterben, engl. mass extinction
    Perioden der Erdgeschichte, in denen die Aussterberate von Organismenarten weitaus höher ist als in anderen Zeiträumen
  • Massenstrom, engl. bulk flow
    die Bewegung einer Lösung von einem Bereich mit einem höheren Druckpotenzial in einen Bereich mit niedrigerem Druckpotenzial
  • Massentransport, engl. bulk transport
    auch als Solvent drag bezeichnet; Transportmechanismus, bei dem Solute durch einen Flüssigkeitsstrom fortbewegt werden, beispielsweise im Blutstrom oder wenn dieser im Kapillarnetz Flüssigkeit mitsamt Soluten in das Interstitium presst
  • Massenvermehrung, engl. outbreak
    rasche Zunahme der Populationsdichte; häufig gefolgt von umfangreichen Abwanderungen (Emigrationen); im Zusammenhang mit der menschlichen Bevölkerung als Bevölkerungsexplosion bezeichnet
  • Massenwirkungsgesetz, engl. law of mass action
    das Mengenverhältnis der Reaktionspartner und Produkte einer chemischen Reaktion im Gleichgewichtszustand
  • Massenzahl, engl. mass number
    die Summe der Anzahl von Protonen und Neutronen in einem Atomkern
  • Mastocytose
    Überproduktion von Mastzellen.
  • Mastzellen
    Große Zellen mit vielen Granula, die über den ganzen Körper verteilt im Bindegewebe vorkommen. Am häufigsten findet man sie in der Submucosa und der Oberhaut. In ihren Granula sind bioaktive Moleküle gespeichert, wie die vasoaktive Substanz Histamin, die bei Aktivierung der Mastzellen freigesetzt werden. Mastzellen wirken wahrscheinlich bei der Abwehr von Parasiten mit und sie spielen eine entscheidende Rolle bei allergischen Reaktionen.
  • Mastzellen, engl. mast cells
    typischerweise im Bindegewebe von Wirbeltieren vorkommende Zellen; können als Reaktion auf die Schädigung von Geweben Histamine ausschütten
  • Die genetische Information, die bei sexuell reproduzierenden Organismen ausschließlich vom weiblichen Geschlecht weitergeben wird.
  • maternale Vererbung, engl. maternal inheritance
    auch als cytoplasmatische Vererbung bezeichnet; Vererbung, bei der ausschließlich der mütterliche Phänotyp ausgeprägt wird. Mitochondrien und Chloroplasten werden über das Cytoplasma der Eizelle vererbt.
  • Maternaleffektgene (Eipolaritätsgene), engl. maternal effect genes
    Gene, die bei den Nachkommen zu einem Mutantenphänotyp führen, wenn sie bei der Mutter mutiert vorliegen – selbst dann, wenn das gesunde Gen vom Vater ererbt wurde; codieren Morphogene, welche die Polarität von Eiern und Larven bei Taufliegen festlegen; Teil einer Entwicklungskaskade, an der Lückengene, Paarregelgene, Segmentpolaritätsgene und Hox-Gene beteiligt sind
  • Maternaler Effekt
    Quelle: Genetik
    (lat. mater, Mutter) Einfluss des mütterlichen Genoms auf den Phänotyp der Nachkommen.
  • Matrize, engl. template
    ein Muster; in der Biologie zum Beispiel ein DNA-Strang, an der ein komplementärer Strang synthetisiert wird, wie bei der DNA-Replikation
  • MAVS (mitochondriales antivirales Signalprotein)
    Adaptorprotein mit CARD-Domäne, das an der äußeren Mitochondrienmembran verankert ist und Signale an RIG-I und MDA-5 sendet, sodass als Reaktion auf eine Virusuínfektion IRF3 und NFκB aktiviert werden.
  • Statistische Methode, um aus einem Datensatz optimale Größen zu schätzen, die einen Zusammenhang zwischen Beobachtung und Modellvorstellung erklären (z. B. Mittelwerte).
  • Maximum-Likelihood-Methode, engl. maximum likelihood
    statistische Methode, mit der man abschätzen kann, welche von zwei oder mehr Hypothesen (z. B. Stammbaumvarianten) am besten mit den beobachteten Daten übereinstimmt – vorausgesetzt, die Daten wurden nach einem eindeutigen Modell gewonnen
  • → mannosebindendes Lektin
  • MBL-assoziierte Serinproteasen
    Serinproteasen (MASP-1, MASP-2, MASP-3) des klassischen und des Lektinwegs der Komplementaktivierung; sie binden an C1q, Ficoline und das mannosebindende Lektin und spalten in ihrer aktiven Form C4.
  • MBL-assoziierte Serinproteasen
    Initiationsenzym des Komplementsystems
  • Akzessorisches Protein für die TLR-4-Aktivität.
  • MDA-5 (melanoma differentiation-associated 5)
    Dieses Protein enthält, vergleichbar mit RIG-I, eine RNA-Helikase-ähnliche Domäne und erkennt doppelsträngige RNA, die durch eine intrazelluläre Virusinfektion freigesetztwerden kann. MDA-5 wird auch als Helicard bezeichnet.
  • MDSCs (myeloid-derived suppressor cells)
    Zellen in Tumoren, welche die Aktivierung von T-Zellen innerhalb des Tumors blockieren können.
  • mechanisch gesteuerter Kanal, engl. mechanically gated channel
    in die Plasmamembran integrierter molekularer Kanal, der sich aufgrund mechanischer Kräfte, welche auf die Membran einwirken, öffnet oder schließt
  • Mechanorezeptor
    Jede sensorische Rezeptorzelle, die selektiv für einen mechanischen Reiz ist, wie die Haarzellen im Innenohr, verschiedene Rezeptoren in der Haut und Dehnungsrezeptoren des Skelettmuskels.
  • Mechanorezeptoren, engl. mechanoreceptors
    Sinneszellen, die physikalische Bewegungen (durch Druck, Zug, Berührung, Schall) wahrnehmen und mit der Erzeugung von Aktionspotenzialen reagieren
  • Medial
    Anatomische Lagebezeichnung; Richtung Mittellinie gelegen.
  • Mediales Vorderhirnbündel (Fasciculus telencephalicus medialis)
    Ein großes Axonbündel, das durch den Hypothalamus zieht und sowohl Efferenzen von dopaminergen, noradrenergen und serotonergen Neuronen zum Hirnstamm leitet, als auch Fasern enthält, die den Hypothalamus, limbische Strukturen und Regionen der Mittelhirnhaube miteinander verbinden.
  • Median, engl. median
    auch als Zentralwert bezeichnet; der mittlere Wert, bei dem es eine gleiche Zahl größerer und kleinerer Messwerte in einer Stichprobe gibt
  • Mediansagittalebene
    Eine anatomische Schnittebene durch die Mittellinie, die senkrecht zum Boden verläuft. Ein Schnitt durch die Mediansagittalebene teilt das Nervensystem in eine rechte und eine linke Hälfte.
  • Mediatorvariable
    Eine Mediatorvariable (Z) ist eine Drittvariable, von der angenommen wird, dass sie den Zusammenhang (Effekt) zwischen einer Variable (X) und einer Variable (Y) vermittelt.
  • Kernbereich des Lymphknotens
  • Medulla (Mark)
    Der zentrale oder zusammenführende Bereich eines Organs. Als Thymusmedulla bezeichnet man die zentrale Region eines Thymuslappens oder Lobulus. Sie enthält zahlreiche antigenpräsentierende Zellen, die aus dem Knochenmark stammen, sowie Zellen aus dem abgegrenzten medullären Epithel. In der Medulla eines Lymphknotens sind Makrophagen und Plasmazellen konzentriert, da hier die Lymphe auf ihrem Weg zu den efferenten Lymphgefäßen hindurchfließt.
  • Medulla oblongata
    Der Teil des Rautenhirns, der caudal zur Brücke und zum Kleinhirn liegt. Auch als Medulla bezeichnet.
  • Medulla spinalis
    Rückenmark.
  • Medulla, engl. medulla
    (1) Mark; innerster Bereich eines Organs, zum Beispiel das Nebennierenmark (der Nebenniere) oder das innere Mark der Nieren; (2) Medulla oblongata, das verlängerte Mark; unmittelbar an das Rückenmark anschließender Teil des Rautenhirns
  • Medullärer Reticulospinaltrakt
    Eine Bahn, die in der Formatio reticularis der Medulla entspringt und im Rückenmark endet; beteiligt an der Bewegungskontrolle.
  • Meduse, engl. medusa (Plural: medusae)
    sich meist geschlechtlich fortpflanzendes, frei schwimmendes Lebensstadium im Generationswechsel von Nesseltieren, das wie eine Glocke oder ein Schirm geformt und auch als Qualle bekannt ist (Gegensatz zu → Polyp)
  • Meereswirbel, engl. ocean gyres
    große, zirkuläre Meeresströmungen, die aufgrund der vorherrschenden Winde und der Erdrotation entstehen
  • Megagametophyt, engl. megagametophyte
    der weibliche Gametophyt heterosporer Pflanzen, der ausschließlich Eizellen produziert (Gegensatz zu → Mikrogametophyt)
  • Megakaryocyten, engl. megakaryocytes
    Knochenmarkszellen, welche die Thrombocyten (Blutplättchen) bilden
  • Megaphylle (Makrophylle), engl. megaphylls
    die im Allgemeinen großen Blätter von Farnen, Schachtelhalmen und Samenpflanzen mit wenigen bis vielen Blattadern (Gegensatz zu → Mikrophylle)
  • Megasporangien, engl. megasporangia
    die Strukturen von Pflanzen, die → Megasporen tragen
  • Megasporen (von griech. megas für „groß“ und spora für „Same“), engl. megaspores
    haploide Sporen von Pflanzen, die weibliche Gametophyten hervorbringen (Gegensatz zu → Mikrosporen)
  • Megastrobilus, engl. megastrobilus
    bei Koniferen der weibliche Zapfen (Gegensatz zu → Mikrostrobilus; vgl. → Strobilus)
  • "Nährgewebe der Karyopse; reich an Amyloplasten bzw. Stärkekörnern. > Karyopse"
  • Meiose
    Quelle: Genetik
    Zellteilungen, die zur Bildung haploider Keimzellen führen (früher auch oft als »Reduktionsteilung« bezeichnet) (S. 236).
  • Sexuell reproduzierende Eukaryoten bilden Gameten (> G, Eizellen, Spermien bzw. Pollen), nach deren Verschmelzung sich ein neues Individuum entwickelt. Die Meiose garantiert, dass der genetische Informationsumfang der Eltern und ihrer Nachkommenschaft (bis auf Mutationen) konstant bleibt.
  • chromosomale Reduktionsteilung
  • Meiose (von griech. meiosis für „Verringerung“), engl. meiosis
    Teilung eines diploiden Zellkerns, wobei vier haploide Tochterzellen entstehen. Der Vorgang beinhaltet zwei nacheinander ablaufende Kernteilungen bei nur einer Chromosomenreplikation. Bei der ersten meiotischen Teilung (Reduktionsteilung, Meiose I) werden die homologen Chromosomen voneinander getrennt, die Chromatiden bleiben aber beisammen. Die zweite meiotische Teilung (Äquationsteilung, Meiose II) ähnelt der Mitose, doch werden dabei die Chromatiden voneinander getrennt.
  • Meissner-Körperchen, engl. Meissner’s corpuscles
    schnell adaptierende Mechanorezeptoren der Haut, die empfindlich auf leichte Berührung und Vibrationen reagieren; finden sich vor allem in nicht behaarten Hautbereichen und liefern kontinuierlich Informationen über Veränderungen von Dingen, die mit der Haut in Berührung kommen
  • Meisterkontrollgene (Hauptkontrollgene), engl. master control genes
    Gene, die grundlegende Entscheidungen in der Entwicklung steuern
  • MAP-Kinase im Raf/MEK1/Erk-MAP-Modul, das zu einem Signalweg in den Lymphocyten gehört, der schließlich zur Aktivierung des Transkriptionsfaktors AP-1 führt.
  • melanocytenstimulierendes Hormon (MSH), engl. melanocyte-stimulating hormone
    auch alsMelanotropin bezeichnet; ein Peptidhormon der Hypophyse, das die Melanocyten zur Produktion des Pigments Melanin anregt
  • melanomassoziierte Antigene (MAGEs)
    Heterogene Gruppe von Proteinen mit einer Reihe unbekannter Funktionen, die nur von Tumoren (beispielsweise von Melanomen) oder von Keimzellen in den Hoden exprimiert werden.
  • Melatonin, engl. melatonin
    von der Epiphyse (Zirbeldrüse) sezerniertes Hormon, das beim Photoperiodismus und der circadianen Rhythmik eine Rolle spielt
  • Membran
    → Biomembran
  • membranangreifender Komplex (MAC) (membrane-attack complex)
    Proteinkomplex aus C5b bis C9, der in der Zellmembran von Krankheitserregern eine membrandurchspannende hydrophile Pore bildet, was zur Lyse der Zelle führt.
  • membranassoziiertes Ringfingerprotein (C3HC4) 1, MARCH-1
    Eine E3-Ligase, die von B-Zellen, dendritischen Zellen und Makrophagen exprimiert wird. Sie induziert den konstitutiven Abbau von MHC-Klasse-II-Molekülen und reguliert so deren Expression, die sich in einem Fließgleichgewicht befindet.
  • Membrancofaktor der Proteolyse (MCP oder CD46)
    Komplementregulatorisches Protein beziehungsweise Membranprotein der Körperzellen, das zusammen mit Faktor I das C3b-Protein in die inaktive Form iC3b spaltet und so die Bildung der Konvertase verhindert.
  • Membranimmunglobulin (mIg)
    Transmembranimmunglobulin der B-Zellen, der B-Zell-Rezeptor für ein Antigen.
  • Membranpotenzial
    Die Spannung über einer Zellmembran; dargestellt durch das Symbol Vm.
  • Membranpotenzial (Donnan-Potenzial), engl. membrane potential
    durch ungleiche Verteilung von Ionen in Cytoplasma und Extrazellulärflüssigkeit entstandene unterschiedliche Ladung an der Außen- und der Innenseite der Plasmamembran (vgl. → Ruhepotenzial)
  • Membranrezeptor, engl. membrane receptor
    in die Plasmamembran eingebautes Rezeptorprotein, das seinen Liganden an der Außenseite der Zelle bindet (Gegensatz zu → intrazellulärer Rezeptor)
  • Membranwiderstand
    Der Widerstand für das Fließen von elektrischem Strom über eine Membran; dargestellt durch das Symbol rm.
  • Mendel-Regeln, engl. Mendel’s laws
    von Gregor Mendel entwickelte Vererbungsregeln: erste Mendel-Regel → Uniformitätsregel, zweite Mendel-Regel → Spaltungsregel, dritte Mendel-Regel → Unabhängigkeitsregel
  • Mendel’sche Population, engl. Mendelian population
    eine Gemeinschaft sich sexuell fortpflanzender Individuen, die einen gemeinsamen Genpool besitzen und zwischen denen es lokal begrenzt zu Kreuzungen kommt
  • Meningen
    Siehe Hirnhäute.
  • Menopause, engl. menopause
    das Ende der fruchtbaren Phase und des Menstruationszyklus bei Frauen
  • Menstruation, engl. menstruation
    die periodische Blutung bei Frauen; der Prozess, durch den die Gebärmutterschleimhaut abgebaut und das abgestoßene Gewebe zusammen mit Blut ausgeschieden wird
  • Menstruationszyklus
    Bei Primaten der weibliche Reproduktionszyklus.
  • Menstruationszyklus, engl. menstrual cycle
    der dem Ovarialzyklus parallel verlaufende, monatliche Zyklus im Uterus des weiblichen Menschen, in dessen Verlauf die Schleimhaut auf die Einnistung der Blastocyste vorbereitet wird (Gegensatz zu → Ovarialzyklus)
  • Mentales Training
    „Mentales Training ist das planmäßig wiederholte, bewusste Sich-Vorstellen einer sportlichen Handlung ohne deren gleichzeitige praktische Ausführung“ (Eberspächer 2007, S. 70).
  • Mentales Training
    Mentales Training meint das planmäßig wiederholte und bewusste Sich-vorstellen von Bewegungsabläufen ohne deren tatsächliche Ausführung.
  • Meristem
    Quelle: Genetik
    Zellbereiche in Pflanzen, die zur kontinuierlichen Zellteilung befähigt sind.
  • "Gewebe, das aus teilungsaktiven Zellen besteht; das primäre Meristem ist schon im Embryo aktiv, das sekundäre Meristem entsteht durch Remeristematisierung aus Dauerzellen. > Apikalmeristem, > Gewebetyp, > Meristemoid"
  • Meristem (von griech. meristos für „geteilt“), engl. meristem
    pflanzliches Gewebe aus undifferenzierten und sich aktiv teilenden Zellen
  • Meristemidentitätsgene, engl. meristem identity genes
    Gruppe von Genen bei Angiospermen, deren Expression die Blütenbildung anregt, wahrscheinlich indem sie Meristemzellen mit vegetativem Schicksal in reproduktive Zellen umwandeln
  • Meristemkultur, engl. meristem culture
    eine Methode zur ungeschlechtlichen Vermehrung von Pflanzen. Dazu werden Stücke des Apikalmeristems von Sprossen kultiviert und daraus neue Pflänzchen gezogen.
  • begrenzte Zahl teilungsaktiver Zellen, die in der Regel aus einer durch Remeristematisierung wieder teilungsaktiv gewordenen Ausgangszelle entstanden ist. > Meristem
  • Merkel-Scheiben, engl. Merkel’s discs
    langsam adaptierende Mechanorezeptoren der Haut, die kontinuierlich Information darüber liefern, ob irgendetwas mit der Haut in Berührung kommt
  • Merkmal, engl. character
    in der Genetik eine erkennbare Eigenschaft, zum Beispiel die Augenfarbe (Gegensatz zu → Merkmalsform)
  • Merkmalsausprägung
    → Merkmalsform
  • Merkmalsform (Merkmalsausprägung), engl. trait
    eine mögliche Ausprägung eines Merkmals; die Augenfarbe ist ein Merkmal, braune und blaue Augen sind Merkmalsformen dieses Merkmals (Gegensatz zu → Merkmal)
  • Merkmalsverschiebung, engl. character displacement
    das evolutionäre Phänomen, dass zwei nah miteinander verwandte Arten, die gemeinsam um dieselben Ressourcen konkurrieren, tendenziell Unterschiede in der Morphologie, der Physiologie oder im Verhalten entwickeln
  • meroblastische Furchung, engl. incomplete cleavage
    partielle Furchung; Furchungstyp vieler dotterreicher Eizellen, bei dem die Furchen nicht durchgehend sind (vgl. → discoidale Furchung, → superfizielle Furchung; Gegensatz zu → holoblastische Furchung)
  • Merodiploid
    Quelle: Genetik
    Partiell diploider genetischer Zustand von Bakterien (S. 121).
  • Meroistisch
    Quelle: Genetik
    Bestimmter Typ von Insektenovarien. Besteht aus Keimzellen und davon abgeleiteten Nährzellen (S. 546).
  • Mesencephalon
    Siehe Mittelhirn.
  • Mesencephalon
    → Mittelhirn
  • Mesenchym (von griech. mesos für „mitten“ und enchyma für „das Eingegossene“), engl. mesenchyma
    aus dem Mesoderm hervorgegangene embryonale oder unspezialisierte Zellen
  • mesenteriale Lymphknoten
    Lymphknoten im Bindegewebe, das den Darm an der rückseitigen Wand des Abdomens befestigt. Sie entleeren die → darmassoziierten lymphatischen Gewebe (GALT).
  • Mesoderm (von griech. derma für „Haut“), engl. mesoderm
    mittleres Keimblatt; mittlere der drei embryonalen Zellschichten, die während der Gastrulation entstehen. Aus dem Mesoderm bilden sich Skelett, Blutgefäßsystem, Muskeln, Exkretionsorgane und der größte Teil der Fortpflanzungsorgane. (Gegensatz zu → Ektoderm, → Entoderm)
  • Mesogloea (von griech. mesos für „mittel“ und gloia für „Kleber“), engl. mesoglea
    dicke, azelluläre Gallertschicht, welche die beiden Epithelschichten von Rippenquallen (Ctenophora) und Nesseltieren (Cnidaria) voneinander trennt
  • Mesomerie (resonance)
    Modellvorstellung, nach der sich Teile eines Moleküls mit einer oder mehreren delokalisierten Doppelbindungen in einem Zustand zwischen zwei extremen Grenzstrukturen befinden. Die Struktur kann nicht mit herkömmlichen Formeln wiedergegeben werden. Stattdessen werden die Grenzstrukturen gezeichnet und durch den Mesomeriepfeil miteinander verknüpft.
  • "Gewebe zwischen oberer und unterer Epidermis eines Blattes; besteht überwiegend aus chloroplastenhaltigen Zellen. > Palisadenparenchym, > Schwammparenchym"
  • Mesophyll (von griech. mesos für „mitten“ und phyllon für „Blatt“), engl. mesophyll
    die Gesamtheit der Mesophyllzellen eines Blattes; chloroplastenhaltiges, photosynthetisch aktives Gewebe im Inneren von Blättern
  • Mesosomen (von griech. soma für „Körper“), engl. mesosomes
    Einfaltungen in der Plasmamembran von Bakterien
  • Messenger-RNA (mRNA), engl. messenger RNA
    Transkriptionsprodukt von einem Abschnitt der beiden DNA-Stränge; enthält Informationen (als Sequenz von Codons) für die Synthese eines Polypeptids (im Fall einer Prä-mRNA möglicherweise auch von mehreren Polypeptiden)
  • Die komplementäre Abschrift eines Gens (> Transkription), die in eine Aminosäurekette übersetzt wird (> Translation). Die Abkürzung mRNA ist von „messenger-RNA“.
  • Metaanalyse
    Eine Metaanalyse ist ein auf einer systematischen Literaturübersicht aufbauendes statistisches Verfahren, bei dem die Ergebnisse der einbezogenen Einzelstudien auch quantitativ zu einem Gesamtergebnis zusammengefasst werden und die Bestimmung der Effektgröße über alle eingeschlossenen Studien hinweg erfolgt (Kunz et al. 2009).
  • metabolische Kompensation, engl. metabolic compensation
    Veränderungen in den Stoffwechseleigenschaften eines Organismus, die ihn unempfindlicher für Temperaturänderungen werden lassen ( → Akklimatisation)
  • Metabolisches Syndrom-X
    Sammelbegriff für Stoffwechselerkrankungen bei Fettleibigkeit
  • Metabolismus (metabolism)
    Stoffwechsel, bei dem Substanzen als Bausteine für eigenes Material und zur Energiegewinnung aufgenommen, umgewandelt und ausgeschieden werden.
  • Metabolismus (von griech. metabole für „verändern“), engl. metabolism
    auch als Stoffwechsel bezeichnet; die Gesamtsumme aller in einem Organismus ablaufenden, chemischen Reaktionen bzw. ein Teilbereich daraus, zum Beispiel der Energiestoffwechsel
  • Stoffwechselprodukt, das aus einer Reaktion entsteht.
  • Metaboliten, engl. metabolites
    Zwischenprodukte des Stoffwechsels ( → Metabolismus)
  • Metabolom, engl. metabolome
    die qualitative und quantitative Beschreibung aller Stoffwechselmetaboliten einer Zelle oder eines Organismus zu einem bestimmten Zeitpunkt
  • Metabotroper Rezeptor
    Ein G-Protein-gekoppelter Rezeptor, dessen hauptsächliche Funktion darin besteht, eine intrazelluläre biochemische Reaktion zu stimulieren.
  • metabotroper Rezeptor, engl. metabotropic receptor
    Rezeptor, der durch Vereinigung mit seinem Liganden indirekt die Permeabilität der Membran für einen bestimmten Ionentyp verändert
  • metagame Isolationsmechanismen
    → postzygotische Isolationsmechanismen
  • Metagenomik, engl. metagenomics
    auch Umweltgenomik genannt; die Durchführung von DNA-Analysen an Umweltproben, um die Gesamtheit der Mikroorganismen eines Lebensraums zu erfassen, ohne dabei die einzelnen Organismenarten zu isolieren
  • Metamorphose
    Gestaltänderung der pflanzlichen Grundorgane (Blatt, Spross, Wurzel) im Zuge evolutionärer Anpassungsmechanismen, zum Beispiel Metamorphose der photosynthetisch aktiven Blätter zu sporen- bzw. pollenbildenden Blättern
  • Metamorphose (von griech. meta für „zwischen“ und morphe für „Form“), engl. metamorphosis
    deutliche Gestaltveränderung zwischen zwei Entwicklungsstadien, zum Beispiel von einer Kaulquappe zum Frosch oder einer Insektenlarve zur Imago (unvollständige Metamorphose → Hemimetabolie, vollständige Metamorphose → Holometabolie)
  • Metanephridien, engl. metanephridia
    paarige Exkretionsorgane bei manchenWirbellosen, beispielsweise Anneliden, die aus einem Wimperntrichter ( → Nephrostom) einem Exkretionskanal und Blutgefäßen bestehen (vgl. → Nephridien)
  • Metaphase
    Quelle: Genetik
    Bestimmter Zeitpunkt während der Mitose oder Meiose (S. 234).
  • Phase im Zellzyklus einer eukaryotischen Zelle (> G), in der sich die Chromosomen verdichten und an der Äquatorialebene anordnen. Anschließend teilt sich die Zelle und die identische genetische Information der Mutterzelle wird an die beiden Tochterzellen weitergegeben.
  • Metaphase, engl. metaphase
    Stadium der Kernteilung, bei dem alle Centromere der superspiralisierten Chromosomen in einer Platte (der Metaphase- oder Äquatorialplatte) senkrecht zur Teilungsebene angeordnet sind
  • Metaplastizität
    Aktivitätsabhängige Modifikation der Regeln der synaptischen Plastizität.
  • Metapopulation, engl. metapopulation
    eine Gruppe von geographisch isolierten Populationen, die über einen gelegentlichen Austausch miteinander verbunden sind
  • Metastasen, engl. metastases
    Tochtertumoren, die aus Krebszellen hervorgehen, die von einem Primärtumor in andere Teile des Körpers abgewandert sind
  • Metastasenbildung
    Ausbreitung eines Tumors von seinem ursprünglichen Standort auf entfernt liegende Organe im Körper, durch das Blut oder die Lymphgefäße oder durch direkte Ausdehnung.
  • Metazentrisches Chromosom
    Quelle: Genetik
    Chromosom, bei dem das Centromer in der Mitte liegt, dadurch sind beide Chromosomenarme gleich lang.
  • Ein Chromosom (> G) mit nur einem Arm, an dessen Ende das Zentromer (> G) liegt. Das Zentromer teilt ein submetazentrisches Chromosom in einen kurzen und langen Arm. Liegt das Zentromer mehr oder weniger in der Mitte des Chromosoms, haben wir ein metazentrisches Chromosom.
  • Methanogene (methanogene Archaea), engl. methanogens
    Gruppe von Mikroorganismen aus der Domäne der Archaea, die als Stoffwechselendprodukt Methan abgeben; gelten als besonders ursprünglich
  • Methylierung, engl. methylation
    Übertragung einer Methylgruppe (–CH3) auf einMolekül. UmfangreicheMethylierungen des Cytosins in der DNA haben eine verminderte Transkriptionsrate zur Folge.
  • MF-59
    Gesetzlich geschütztes Adjuvans auf der Grundlage von Squalen und Wasser, das in Europa in Verbindung mit Influenzaimpfstoffen angewendet wird.
  • Abkürzung von „major histocompatibility complex“. Ein Genkomplex, dessen Gene auf Chromosomen in Kopplungsgruppen vorliegen und die genetische Basis für die Immunabwehr von Säugern sind.
  • MHC-Abhängigkeit
    → MHC-Restriktion
  • MHC-Haplotyp
    Der Satz von Allelen im MHC-Locus, der von einem Elternteil unverändert (also ohne Rekombination) vererbt wird.
  • MHC-Klasse I, MHC-Klasse II
    → Haupthistokompatibilitätskomplex
  • MHC-Klasse-I-Defekt
    Immunschwächekrankheit, bei der an den Zelloberflächen keine MHC-Klasse-I-Moleküle vorkommen. Ursache ist im Allgemeinen ein vererbbarer Defekt in TAP-1 oder TAP-2.
  • MHC-Klasse-I-Moleküle
    Polymorphe Zelloberflächenmoleküle, die im MHC-Locus codiert und von den meisten Zellen exprimiert werden. Sie präsentieren den CD8-T-Zellen Antigenpeptide, die im Cytosol erzeugt werden, und binden auch den Corezeptor CD8.
  • MHC-Klasse-I-Proteine, engl. class I MHC proteins
    Haupthistokompatibilitätsantigene der Klasse I; Oberflächenproteine, die an der zellulären Immunantwort beteiligt sind, welche gegen virusinfizierte Zellen gerichtet ist (vgl. → Haupthistokompatibilitätskomplex)
  • MHC-Klasse-II-Defekt
    Seltene Immunschwächekrankheit, bei der an den Zelloberflächen keine MHC-Klasse-II-Moleküle vorkommen. Ursache ist einer von mehreren vererbbaren Defekten. Die Patienten leiden an einer schweren Immunschwäche und besitzen nur wenige CD4-T-Zellen.
  • MHC-Klasse-II-Kompartiment (MIIC)
    Zelluläre Vesikel, in denen sich MHC-Klasse-II-Moleküle ansammeln, auf HLA-DM treffen und Antigenpeptide binden, bevor sie an die Zelloberfläche wandern.
  • MHC-Klasse-II-Moleküle
    Polymorphe Zelloberflächenproteine, die im MHC-Locus codiert und primär auf spezialisierten antigenpräsentierenden Zellen exprimiert werden. Sie präsentieren den CD4-T-Zellen Antigenpeptide, die aus aufgenommenen extrazellulären Krankheitserregern stammen, und binden auch an den Corezeptor CD4.
  • MHC-Klasse-II-Proteine, engl. class II MHC proteins
    Haupthistokompatibilitätsantigene der Klasse II; Oberflächenproteine, die an den Zell-Zell-Wechselwirkungen (der T-Helferzellen, Makrophagen und B-Zellen) der humoralen Immunantwort beteiligt sind (vgl. → Haupthistokompatibilitätskomplex)
  • MHC-Klasse-II-Transaktivator (CIITA)
    Protein, das die Transkription der MHC-Klasse-II-Gene aktiviert. Defekte im CIITA-Gen sind eine Ursache der MHC-Klasse-II-Defizienz.
  • MHC-Klasse-II-Vesikel (CIIV)
    Frühes endocytotisches Kompartiment in dendritischen Zellen, das MHC-Klasse-II-Moleküle enthält.
  • MHC-Moleküle
    Hoch polymorphe Zelloberflächenproteine, die von den MHC-Klasse-I- und -Klasse-II-Genen codiert werden und bei der Präsentation von Antigenpeptiden gegenüber den T-Zellen von Bedeutung sind. Man bezeichnet sie auch als Histokompatibilitätsantigene.
  • MHC-Restriktion
    Die Tatsache, dass ein Peptidantigen nur von einer bestimmten T-Zelle erkannt werden kann, wenn es an ein bestimmtes körpereigenes MHC-Molekül gebunden ist. Die MHC-Restriktion ist die Folge von Ereignissen während der T-Zell-Entwicklung.
  • MIC-A, MIC-B
    MHC-Klasse-Ib-Moleküle, die bei Stress, einer Infektion oder Transformation von vielen Zelltypen erzeugt und vom NKG2D-Rezeptor erkannt werden.
  • Micellen, engl. micelles
    mit Gallensalzen überzogene Lipidteilchen, die im Zwölffingerdarm produziert werden und die Verdauung sowie die Absorption von Lipiden fördern
  • Micrasterias sp.
    Desmidiaceae, Streptophyta
  • → Membranimmunglobulin
  • Migration
    Quelle: Genetik
    (lat. migrare, wandern) Populationsgenetischer Begriff. Austausch von Individuen zwischen zwei Populationen (S. 509).
  • Individuen, Samen oder Pollen, die von einer in eine andere Population einwandern.
  • Migration, engl. migration
    regelmäßige Wanderungen von Individuen einer Population aufgrund saisonaler Schwankungen der Verfügbarkeit von Ressourcen
  • → MHC-Klasse-II-Kompartiment
  • Mikroautophagie
    Die ständige Aufnahme von Cytosol in das vesikuläre System.
  • mikrobielle Glykolipide
    Unterschiedliche Arten von Antigenen, die CD1-Moleküle häufig den iNKT-Zellen präsentieren.
  • Mikrobiom
    Gesamtheit der mikrobiellen Besiedlung des Menschen
  • Mikrobiom, engl. microbiom
    (1) im engeren Sinn die mikrobiellen Genome in einem vielzelligen Organismus; wesentliche Bedeutung für die Körperfunktionen; (2) im weiteren Sinn die Gesamtheit aller den Menschen oder einen anderen vielzelligen Organismus bewohnendenMikroorganismen (und damit gleichbedeutend mit → Mikrobiota)
  • Mikrobiom, Mikrobiota
    → kommensale Mikroorganismen
  • Mikrobiota, engl. microbiota
    die Gesamtheit aller Mikroorganismen in einem Lebensraum, beispielsweise im Darm eines Organismus (intestinale Mikrobiota, früher als Darmflora bezeichnet) oder einem Tümpel (vgl. → Mikrobiom)
  • Mikrocluster
    Zusammenlagerung einer geringen Zahl von T-Zell-Rezeptoren, die wahrscheinlich während der Initiation der T-Zell-Rezeptor-Aktivierung in naiven T-Zellen eine Rolle spielt.
  • Mikroelektrode
    Eine Sonde, die verwendet wird, um die elektrische Aktivität von Zellen zu messen. Mikroelektroden besitzen eine sehr feine Spitze und können aus Drähten aus geätztem Metall oder Glaspipetten hergestellt werden, die mit einer elektrisch leitenden Flüssigkeit gefüllt sind.
  • Mikroevolution, engl. microevolution
    kleine evolutionäre Veränderungen unterhalb der Artebene, welche die Allelfrequenzen betreffen (Gegensatz zu → Makroevolution)
  • Mikrofaltenzellen
    → M-Zellen
  • Mikrofibrillen, engl. microfibrils
    quervernetzte Cellulosepolymere, die feste Untereinheiten der pflanzlichen Zellwand bilden
  • Mikrofilament
    Ein Polymer des Proteins Aktin, das einen gewundenen Strang mit einem Durchmesser von 5 nm bildet; ein Bestandteil des Cytoskeletts.
  • Mikrofilamente
    auch als Actinfilamente bezeichnet; im Cytoplasma nahezu aller eukaryotischen Zellen vorhandene, 5– 7 nm dicke, fibröse Strukturen, die aus Actinmonomeren bestehen; spielen eine Rolle als Teil des Cytoskeletts, bei der Bewegung von Zellen und bei der Muskelkontraktion
  • Mikrogametophyt, engl. microgametophyt
    der männliche Gametophyt heterosporer Pflanzen; produziert ausschließlich Spermienzellen (Gegensatz zu → Megagametophyt)
  • Mikroglia
    nervensystem-assoziierter Phagozyt
  • Mikroglia, engl. microglia
    Formal zu den Gliazellen gehörend, tatsächlich jedoch Immunzellen, die im Zentralnervensystem Antigene präsentieren und Fremdpartikel phagocytieren
  • Mikrogliazelle
    Ein Zelltyp, der im Nervensystem eine den Phagocyten ähnliche Funktion besitzt und Reste von toten oder sterbenden Neuronen oder Gliazellen entfernt.
  • Mikrogliazellen
    Eine aus der Embryonalphase stammende Form von Gewebemakrophagen im Zentralnervensystem, die während des gesamten Lebens für die lokale Selbsterneuerung von IL-34 abhängig sind.
  • Mikroionophorese
    Ein Verfahren zur Verabreichung kleiner Mengen von Medikamenten und Neurotransmittern in Zellen.
  • Die klimatischen Bedingungen in der ganz direkten Umgebung eines Organismus. Diese kann z. B. durch lokale Bedingungen wie die Feuchtigkeit stark beeinflusst sein und sich von den ambienten Bedingungen unterscheiden.
  • Mikroklima, engl. microclimate
    Klimabedingungen in einem bestimmten kleinräumigen Gebiet, die im Allgemeinen von den Klimabedingungen der Gesamtumgebung abweichen, zum Beispiel in einem unterirdischen Tierbau
  • Mikronährelemente, engl. micronutrients
    (1) von Pflanzen in geringem Umfang – weniger als 100 ?g=g pflanzlicher Trockenmasse – benötigte mineralische Elemente (Spurenelemente); (2) von Tieren in Konzentrationen von weniger als 100 ?g am Tag benötigte mineralische Elemente (Gegensatz zu → Makronährelemente)
  • Mikronukleus
    Quelle: Genetik
    Generativer Kern der Ciliata (S. 366).
  • Mikroparasiten, engl. microparasites
    parasitische Arten, die so klein sind, dass man sie mit bloßem Auge nicht sehen kann, wie Viren, Bakterien, Protisten und manche Pilze (vgl. → Makroparasiten)
  • Mikrophylle, engl. microphylls
    kleine Blätter, die nur den Mittelnerv besitzen, zum Beispiel bei Bärlappgewächsen und deren Verwandten (Gegensatz zu → Megaphylle)
  • Öffnung zwischen den Integumenten und Bereich in der Samenschale, durch die der Embryo auskeimt. > Integumente, > Keimung, > Samenanlage
  • Mikropyle (von griech. mikros für „klein“ und pylon für „Tor“), engl. micropyle
    Öffnung in den Integumenten einer Samenanlage, durch die der Pollen (bei Gymnospermen) bzw. der hineinwachsende Pollenschlauch (bei Angiospermen) den darin enthaltenen weiblichen Gametophyten erreichen kann
  • mikroRNA (miRNA), engl. microRNA
    kleine, nichtcodierende RNA-Moleküle, die normalerweise ungefähr 21 bp lang sind; binden an die mRNA und hemmen dadurch deren Translation
  • Ein kurzes Basenmotiv (1–10 Basen), das tandemartig wiederholt wird (z. B. CAGCAGCAGCAGCAG). Die Basenzahl von 1–10 ist nicht festgeschrieben, je nach Literaturstelle finden wir andere Angaben, doch alle Definitionen bewegen sich um maximal 10 Basen(> Minisatellit).
  • Mikrosphären, engl. microsheres
    durch Selbstorganisation wachsende Tröpfchen aus proteinartigen Substanzen, die als wichtiger Entwicklungsschritt bei der Entstehung des Lebens gelten (vgl. → Protobionten, → Protozellen)
  • Mikrosporangien, engl. microsporangia
    die pflanzlichen Strukturen, welche die Mikrosporen tragen
  • Mikrosporen
    Quelle: Genetik
    Männliche Keimzellen der Pflanzen (S. 195).
  • Mikrosporen (von griech. mikros für „klein“ und spora für „Same“), engl. microspores
    haploide Sporen von Pflanzen, die männliche Gametophyten hervorbringen (Gegensatz zu → Megasporen)
  • Mikrostrobilus, engl. microstrobilus
    bei Koniferen der männliche Zapfen (Gegensatz zu → Megastrobilus; vgl. → Strobilus)
  • Proteinfäden, die sich während der Zellteilung ausbilden und für die geordnete Aufteilung der Chromosomen (> G) zuständig sind (das Protein heißt Tubulin).
  • Mikrotubuli, engl. microtubules
    winzige röhrenförmige Strukturen von ca. 25 nm Durchmesser aus dem Protein Tubulin, die in Centriolen, im Spindelapparat, Cilien, Geißeln und im Cytoskelett eukaryotischer Zellen vorkommen. Die Mikrotubuli spielen eine Rolle bei Bewegungsvorgängen und der Formerhaltung von Zellen.
  • Mikrotubuli-Organisationszentrum (microtubuli organizing center, MTOC)
    Zellbereich, in dem das Wachstum von Mikrotubuli startet.
  • Mikrotubuliorganisationszentrum (MTOC), engl. microtubuli organizing center
    zelluläre Region, welche die Mikrotubuli für die Mitose ausrichtet. Bei Tieren dient ein Centrosom als MTOC.
  • Mikrotubulus
    Ein Polymer aus dem Protein Tubulin, das eine gerade und hohle Röhre mit einem Durchmesser von 20nm bildet. Mikrotubuli sind Bestandteil des Cytoskeletts und spielen eine wichtige Rolle beim axoplasmatischen Transport.
  • Mikrovilli
    fadenförmige Zellausstülpung als Teil des Bürstensaums
  • Mikrovilli (Singular: Mikrovillus), engl. microvilli
    winzige, fingerförmige Ausstülpungen von Epithelzellen zur Vergrößerung ihrer Oberfläche, zum Beispiel der Zellen, die den Dünndarm auskleiden
  • Eine Entwicklungsstörung, die den Kopf betrifft. Die Kopfgröße liegt extrem unter dem Populationsmittel.
  • Milchbrustgang
    → Ductus thoracicus
  • Milchbrustgang
    Ductus thoracicus
  • Milchfettglobuli
    Milchfettenthaltendes Biomembran-Vesikel
  • Milchröhren, engl. laticifers
    in manchen Pflanzen vorhandene, langgestreckte Zellen, die sekundäre Pflanzenstoffe wie Latex enthalten
  • Milchsäuregärung, engl. lactic acid fermentation
    Stoffwechselweg, bei dem Glucose in Abwesenheit von Sauerstoff metabolisiert wird; dabei entsteht Milchsäure (Lactat)
  • Ein Organ, das sich links oben in der Bauchhöhle befindet. Es besteht unter anderem aus einer roten Pulpa, die an der Beseitigung alter Blutzellen beteiligt ist, und einer weißen Pulpa mit lymphatischen Zellen. Diese reagieren auf Antigene, die mit dem Blut in die Milz gelangen.
  • lymphatisches Organ des Blutkreislaufes
  • Milz, engl. spleen
    Organ, das als Reservoir für venöses Blut dient und überalterte oder schadhafte Erythrocyten abbaut
  • Mimikry (mimicry)
    Ähnlichkeit einer Art mit einer zweiten Art, um Vertreter einer dritten Art zu täuschen. Am häufigsten ist die Bates’sche Mimikry. Dabei schützt sich eine harmlose Spezies, indem sie wie eine gefährliche oder ungenießbare Tierart aussieht, weshalb Jäger sie nicht angreifen.
  • Immunzellenstimulierender Rezeptor
  • Mineralionen, engl. mineral ions
    anorganische Ionen, die aus festen Mineralstoffen (Mineralsalzen) entstehen, indem diese beim Lösen in Anionen und Kationen dissoziieren
  • mineralische Nährelemente, engl. mineral nutrients
    chemische Elemente in Form von anorganischen Ionen, die der Organismus für sein geregeltes Wachstum und seine Fortpflanzung benötigt (vgl. → Nährelemente)
  • mineralische Nährstoffe
    → mineralische Nährelemente
  • Mineralisierer
    → Mineralisierung
  • Mineralisierung, engl. mineralization
    der Prozess, durch den Tiere, Bakterien und Pilze organische Verbindungen in lösliche, anorganische Mineralionen umwandeln
  • Ein Basenmotiv von etwa 15–65 Basenpaaren, das tandemartig wiederholt wird. Ebenso wie bei Mikrosatelliten sind die Zahlen nicht festgeschrieben. Die Wiederholungsmotive eines Minisatelliten zeigen nicht mehr die weitgehende Übereinstimmung der Motive wie bei Mikrosatelliten.
  • mischerbig
    → heterozygot
  • Missense-Mutation, engl. missense mutation
    Fehlsinnmutation; Veränderung der Gensequenz, die zu einer Veränderung der Aminosäuresequenz an der entsprechenden Stelle des codierten Proteins führt, weil das mutierte Codon eine andere als die ursprüngliche Aminosäure codiert (Gegensatz zu → Nonsense-Mutation, → Frameshift-Mutation, → stille Mutation)
  • Missense-Substitution, engl. missense substitution
    Veränderung eines Gens durch den Austausch eines Nucleotids durch ein anderes; resultiert in einer Veränderung der entsprechenden Aminosäuresequenz des codierten Proteins (Gegensatz zu → synonyme Substitution)
  • Die Gene, die ein Merkmal bestimmen, befinden sich im mitochondrialen Genom.
  • Mitochondrien (Singular: Mitochondrium; von griech. mitos für „Faden“ und chondros für „Korn“), engl. mitochondria
    energieliefernde Organellen eukaryotischer Zellen, die Enzyme des Citratzyklus, der Atmungskette und der oxidativen Phosphorylierung enthalten; stellen ATP bereit
  • Mitochondrienmatrix, engl. mitochondrial matrix
    von der inneren Mitochondrienmembran umschlossener, flüssiger Inhalt des Mitochondriums
  • Mitochondrium
    Quelle: Genetik
    Cytoplasmatische Organellen mit eigener genetischer Information. Verantwortlich für den Stoffwechsel der Atmungskette.
  • Kleines Organell/Plastid im Zytoplasma (> G) von allen eukaryotischen Zellen. Es besitzt eigene Erbsubstanz und ist für die Bereitstellung von Energie zuständig.
  • Mitochondrium
    Zellorganell, in dem die Zellatmung abläuft
  • Mitochondrium
    Ein Organell, das für die Zellatmung verantwortlich ist. Mitochondrien produzieren Adenosintriphosphat und nutzen die Energie, die durch die Oxidation der Nahrung entsteht.
  • Mitogen, engl. mitogen
    eine Substanz, welche die Zellteilung anregt
  • mitogen-aktivierte Protein-Kinasen
    Teil des intrazellulären MAP-Kinase-Signalwegs
  • mitogenaktivierte Proteinkinasen (MAP-Kinasen)
    Gruppe von Proteinkinasen, die nach einer Stimulation der Zelle durch unterschiedliche Liganden phosphoryliert und aktiviert werden. Sie bewirken die Expression neuer Gene, indem sie die entscheidenden Transkriptionsfaktoren phosphorylieren. Die MAP-Kinasen sind an vielen Signalwegen beteiligt, vor allem an denen, die zu einer Zellproliferation führen. Sie werden bei verschiedenen Organismen auf unterschiedliche Weise bezeichnet.
  • Mitose
    Quelle: Genetik
    Zellteilungsperiode im Zellzyklus (S. 234).
  • Teilt sich eine eukaryotische Körperzelle, dann garantiert die Mitose die identische Weitergabe der genetischen Information der Mutterzelle an ihre beiden Tochterzellen.
  • "Prozess, bei dem der Zellkern unter Erhalt des Ploidiegrades geteilt wird; häufig verbunden mit einer Zellteilung; kann in typische Abschnitte (Prophase, Metaphase, Anaphase, Telophase) unterteilt werden"
  • Zellteilungsphase des Zellteilungszyklus
  • Mitose (von griech. mitos für „Faden“), engl. mitosis
    Kernteilung bei Eukaryoten, die zur Bildung zweier Tochterkerne mit der identischen Chromosomenausstattung wie im ursprünglichen Zellkern führt
  • Mitosespindel
    → Spindelapparat
  • Mitosomen, engl. mitosomes
    bei manchen einzelligen eukaryotischen Organismen vorkommende, degenerierte Strukturen, die wahrscheinlich von Mitochondrien abstammen
  • Mitralklappe, engl. mitral valve
    → Bikuspidalklappe; der Name dieser Herzklappe leitet sich von ihrer Form ab, die an eine Mitra (Bischofsmütze) erinnert.
  • Mittelhirn (Mesencephalon)
    Die Region des Gehirns, die sich von dem embryonalen, medial gelegenen primären Gehirnbläschen ableitet. Zu den Strukturen desMittelhirns gehören das Mittelhirndach und die Mittelhirnhaube.
  • Mittelhirn, engl. midbrain
    auch als Mesencephalon bezeichnet; einer der drei Bereiche des Gehirns von Wirbeltieren. Das Mittelhirn ist Teil des Hirnstamms und dient als Schaltstation für die zu den Großhirnhemisphären gesendeten sensorischen Signale. (vgl. → Vorderhirn, → Rautenhirn)
  • Mittelhirndach (Tectum mesencephali)
    Der Teil des Mittelhirns, der dorsal zum cerebralen Aquädukt liegt.
  • Mittelhirnhaube (Tegmentum mesencephali)
    Der Teil des Mittelhirns, der ventral zum cerebralen Aquädukt liegt.
  • Mittellamelle (von lat. lamella für „dünnes Blättchen“), engl. middle lamella
    Schicht aus Polysacchariden, welche die einzelnen Pflanzenzellen in einem Gewebe voneinander trennt beziehungsweise aneinanderheftet; die gemeinsame Mittellamelle liegt außerhalb der Primärwand der Zellen
  • Mittellinie
    Eine unsichtbare Linie, die das Nervensystem in eine rechte und eine linke Hälfte teilt.
  • Mittelohr
    Das Trommelfell und die Gehörknöchelchen.
  • Mittelwert, engl. mean
    die Summe aller Werte eine Stichprobe geteilt durch die Zahl der Messungen bzw. Beobachungen
  • Mittlere Schleifenbahn
    Siehe Lemniscus medialis.
  • Mixamöben, engl. myxamoeba
    unahängige, einzellige, haploide Lebensstadien der zellulären Schleimpilze
  • Mixocoel
    → Hämocoel
  • Mls-Antigene (minor lymphocyte stimulating antigens)
    Alte Bezeichnung für Nicht-MHC-Antigene, die für ungewöhnlich starke T-Zell-Antworten auf Zellen von unterschiedlichen Mäusestämmen verantwortlich sind. Heute kennt man sie als Superantigene, die von endogenen Retroviren exprimiert werden.
  • Modellorganismen, engl. model organisms
    auch als Modellsysteme bezeichnet. Hierzu gehört eine kleine Gruppe von Arten, an denen intensiv geforscht wird. Diese Organismen können sich besonders gut an Laborbedingungen akklimatisieren und sind für die betreffenden Fragestellungen besonders gut geeignet. Die an ihnen gewonnenen Erkenntnisse lassen sich auf eine ganze Reihe anderer Arten übertragen. Klassische Beispiele sind die Labormaus und Taufliegen der Gattung Drosophila.
  • Moderatorvariable
    Eine Moderatorvariable ist eine Drittvariable (C), die den Zusammenhang zwischen einer Variable (X) und einer Variable (Y) verändert. Die Beziehung zwischen der Variable (X) und der Variable (Y) fällt je nach Ausprägung von (C) unterschiedlich aus. Forscher, die die Persönlichkeit (C) als Moderatorvariable modellieren, gehen davon aus, dass beispielsweise der Zusammenhang zwischen der Einstellung (X) und der Intention (Y) durch die Ausprägung in der Persönlichkeitsdimension Extraversion (C) verändert wird.
  • Modifikation
    Quelle: Genetik
    (lat. modificare, verändern) Umweltbedingte Veränderung im Phänotyp.
  • Modularität, engl. modularity
    auch Baustein- oder Baukastenprinzip; in der evolutionären Entwicklungsbiologie das Prinzip, dass molekulare Abläufe, die verschiedene Entwicklungsprozesse bestimmen, unabhängig voneinander funktionieren
  • Modulation
    Beschreibt die Wirkung von Neurotransmittern, die nicht unmittelbar ein postsynaptisches Potenzial auslösen. Stattdessen verändern sie eine zelluläre Reaktion auf exzitatorische und inhibitorische postsynaptische Potenziale, die durch andere Synapsen generiert werden.
  • Module, engl. modules
    wohldefinierte Einheiten, die als Baustein Teil einer größeren Einheit sind
  • Modus (Modalwert), engl. mode
    der häufigsteWert in einer Stichprobe von Beobachtungen
  • Mol, engl. mole
    Zahl der Atome, die in 12 g Kohlenstoff enthalten ist; diese Zahl entspricht der Avogadro-Konstante: 6;022 x 10^23 Moleküle
  • molekulare Evolution, engl. molecular evolution
    die wissenschaftliche Erforschung der Mechanismen und Abfolge der Evolution von DNA-Sequenzen und Proteinsequenzen
  • Molekulare Medizin
    Der Ansatz, genetische Informationen für die Entwicklung medizinischer Behandlungsmöglichkeiten von Krankheiten zu nutzen.
  • molekulare Mimikry
    Ähnlichkeit zwischen Antigenen von Krankheitserregern und körpereigenen Antigenen, sodass Antikörper und T-Zellen, die gegen Krankheitserreger gebildet wurden, auch Körpergewebe angreifen können. Dadurch kann es in bestimmten Fällen zu einer Autoimmunreaktion kommen.
  • molekulare Uhr, engl. molecular clock
    die Erkenntnis, dass Protein- bzw. deren DNA-Sequenzen im Laufe der Evolution mit konstanter Rate immer mehr voneinander abweichen. Dies macht man sich zunutze, um Ereignisse in der Stammesgeschichte zu datieren. Die molekulare Uhr muss geeicht werden, meist anhand von Fossilien.
  • Moleküle, engl. molecules
    chemische Teilchen aus zwei oder mehr Atomen, die durch chemische Bindungen zusammengehalten werden
  • Molekülmasse, engl. molecular weight
    die Summe der Atommassen in einem Molekül. Die relative Molekülmasse hat keine Einheit, die absolute Molekülmasse wird in u, kg, g oder Da angegeben.
  • caseinfreier, flüssiger Milchanteil
  • Monoaminhypothese der Gemütserkrankungen
    Eine Hypothese, nach der eine Depression die Folge einer reduzierten Konzentration von monoaminen Neurotransmittern, insbesondere Serotonin und Noradrenalin, ist.
  • monoblastisch, engl. monoblastic
    einkeimblättrig; Beschreibung eines tierischen Körperbauplans, der aus nur einer einzigen embryonalen Zellschicht (Keimblatt) hervorgeht (Gegensatz zu → diploblastisch, → triploblastisch)
  • Monocyten
    Weiße Blutzellen mit einem bohnenförmigen Kern. Sie sind die Vorläuferzellen der Gewebemakrophagen (→ Makrophagen).
  • Monocyten (von griech. mono für „ein“), engl. monocytes
    Leukocyten, die sich in Makrophagen verwandeln können
  • Feste Paarbildung bei sexuell reproduzierenden Tieren zur Aufzucht der Nachkommen.
  • Monogamie
    Paarungsverhalten, bei dem zwei Individuen eine feste Beziehung eingehen und bei dem die Paarung ausschließlich oder nahezu ausschließlich mit dem Partner stattfindet.
  • Monohybridenkreuzung, engl. monohybrid cross
    Kreuzung, bei der sich die Eltern nur in dem Allel für ein bestimmtes Gen unterscheiden
  • monoklonale Antikörper
    Antikörper, die von einem einzigen B-Zell-Klon produziert werden, sodass sie alle identisch sind.
  • monoklonale Antikörper, engl. monoclonal antibodies
    im Labor aus einem Klon von Hybridomzellen hergestellte Antikörper, die alle für die gleiche antigene Determinante spezifisch sind
  • Monokotylen, engl. monocots
    auch als Monokotyledonen oder Einkeimblättrige bezeichnet; Bedecktsamer (Angiospermen) mit nur einem embyronalen Keimblatt; eine der beiden größten monophyletischen Gruppen der Angiospermen (Gegensatz zu → Eudikotylen)
  • Monokuläre Deprivation
    Eine experimentelle Manipulation, die ein Auge am normalen Sehen hindert.
  • Monokultur, engl. monoculture
    im Ackerbau der großflächige Anbau einer einzelnen Art von Kulturpflanzen (Gegensatz zu → Polykultur)
  • Protein, das seine Aufgabe erfüllt und nur aus einer Aminosäurekette besteht.
  • Monomere (von griech. meros für „Einheiten“), engl. monomers
    organische Moleküle, die mit anderen Monomeren zusammen Oligomere (aus wenigenMonomeren bestehend) oder Polymere (aus vielen Monomeren bestehend) bilden können; es kann sich um kleine Moleküle handeln (z. B. Einfachzucker), aber auch um sehr große (z. B. die Untereinheiten eines oligomeren Proteins)
  • Ein Locus ist polymorph, wenn mindestens zwei Allele in der Population vorhanden sind und deren Allelhäufigkeiten kleiner als 99 % sind. Diese Bewertung eines Locus gilt für eine Population und kann jedoch für verschiedene Populationen einer Art unterschiedlich ausfallen. Trifft für einen Locus diese Eigenschaft nicht zu, dann wird er als monomorph bezeichnet. SNP haben normalerweise nur zwei Allele. In diesem Fall kann die Definition umgekehrt werden: Das seltenere Allel muss häufiger als ein Prozent sein.
  • monomorph
    Eigenschaft eines Gens, das nur in einer einzigen Form existiert.
  • monophyletisch (von griech. mono für „ein“ und phyle für „Stamm“), engl. monophyletic
    zu einer systematischen Gruppe gehörend; diese besteht aus einer einzigen Ursprungsart und all deren Nachkommen (Gegensatz zu → polyphyletisch, → paraphyletisch)
  • monophyletische Gruppe, engl. monophyletic group
    → Monophylum
  • Monophylum (Klade, monophyletische Gruppe), engl. monophylum
    in der phylogenetischen Systematik eine Organismengruppe, die aus einem Vorfahren und all seinen Abkömmlingen besteht
  • Monosaccharide, engl. monosaccharides
    Einfachzucker; Oligosaccharide und Polysaccharide bestehen aus mehreren Monosacchariden
  • Monosomie
    Quelle: Genetik
    Haploider Zustand eines Chromosoms in einem diploiden (polyploiden) Genom (S. 405).
  • Monosomie, engl. monosomy
    ein Zustand, bei demein Chromosom eines diploiden Satzes fehlt (vgl. → Trisomie)
  • monosynaptischer Reflex, engl. monosynaptic reflex
    neuronaler Reflex, der aus einem sensorischen Neuron besteht, das über eine einzige Synapse das Motoneuron aktiviert
  • Nur eine Variable bestimmt die Häufigkeitsverteilung.
  • Individuen tragen sowohl männliche wie weibliche Fortpflanzungsorgane.
  • "Einhäusigkeit; die Art bildet Individuen mit männlichen und weiblichen Merkmalen an derselben Pflanze aus. > Diözie"
  • Monözisch
    Quelle: Genetik
    Einhäusige Pflanzen mit männlichen und weiblichen Blüten auf einem Individuum (S. 462).
  • monözisch (von griech. oikos für „Haus“), engl. monoecious
    einhäusig; Eigenschaft von Pflanzen, bei denen die beiden Geschlechter auf einem Individuum vorkommen, das sowohl Eizellen als auch Spermazellen produziert; bei manchen Pflanzen auf rein männliche und rein weibliche Blüten auf derselben Pflanze verteilt; Beispiele sind Mais, Haselnuss, Kiefer (Gegensatz zu → diözisch)
  • Moosfaser
    Ein Axon eines Neurons aus der Brücke, das Körnerzellen des Kleinhirns innerviert. Die Bezeichnung wird auch verwendet, um Axone von Körnerzellen des Gyrus dentatus zu beschreiben, die die CA3-Region des Hippocampus innervieren.
  • Morbus Crohn
    Chronische Entzündung des Darms und wahrscheinlich die Folge einer anormalen Überreaktion auf die kommensale Darmflora.
  • Morbus Crohn
    chronisch-entzündliche Erkrankung des gesamten Verdauungstraktes
  • Biologische Bezeichnung für die äußere Gestalt eines Individuums. Zum Beispiel werden Sexualtiere wie Männchen und Weibchen auch als Sexualmorphe bezeichnet.
  • Morphogen
    Quelle: Genetik
    Moleküle, die morphologische Musterbildung induzieren (S. 548).
  • Morphogen, engl. morphogen
    diffusionsfähige Substanz, deren Konzentrationsgradient Entwicklungsmuster bei Tieren und Pflanzen festlegt
  • Morphogenese (von griech. morphe für „Form“ und genesis für „Entstehung“), engl. morphogenesis
    Entwicklung der Körperform; Folge von Determination, Differenzierung und Wachstum während der Ontogenese
  • Individuen können anhand einzelner Auffälligkeiten ihres äußeren Erscheinungsbildes, dem Phänotyp (> G), aber auch durch Organ- und Gewebestrukturen charakterisiert werden.
  • Morphologie (von griech. morphe für „Form“ und logos für „Lehre“), engl. morphology
    wissenschaftliche Lehre von der Körpergestalt und den Körperbauplänen; umfasst auch die Individualentwicklung, Lage, Funktion und Evolution der Körperteile
  • morphologischer Artbegriff, engl. morphological species concept
    Definition einer Art als Gruppe von Individuen mit gleichem Erscheinungsbild (Gegensatz zu → biologischer Artbegriff, → phylogenetischer Artbegriff)
  • Individuen können anhand einzelner Auffälligkeiten ihres äußeren Erscheinungsbilds, dem Phänotyp (> G), aber auch durch Organ- und Gewebestrukturen charakterisiert werden.
  • Morris-Wasserlabyrinth
    Eine Aufgabe, die eingesetzt wird, um das räumliche Gedächtnis zu prüfen und bei der ein Nager in einemWasserbecken zu einer unter derWasseroberfläche verborgenen Plattform schwimmen muss.
  • Morula, engl. morula
    frühes Stadium der Embryonalentwicklung bei vielen Tierarten in Form einer kompakten Zellkugel
  • Mosaikentwicklung (Mosaiktyp), engl. mosaic development
    Embryonales Entwicklungsmuster bei Tieren, bei dem aus jedem Blastomer ein bestimmter Teil des erwachsenen Körpers hervorgeht. (Gegensatz zu → Regulationsentwicklung)
  • motil (mobil, vagil), engl. motile
    beweglich, zu Ortsveränderungen fähig (Gegensatz zu → sessil)
  • Motiv
    Als Motiv wird eine nicht bewusstseinspflichtige, nicht sprachlich repräsentierte, affekt-basierte Präferenz für bestimmte Klassen von Anreizen bezeichnet, die die Aufmerksamkeit auf bestimmte Hinweisreize in der Umwelt orientiert und Verhalten energetisiert (McClelland, 1987).
  • Motivation
    Motivation ist nach Rheinberg (2002, S. 13) „eine aktivierende Ausrichtung des momentanen Lebensvollzugs auf einen positiv bewerteten Zielzustand“.
  • Motivationales Klima
    Ein aufgabenorientiertes Klima (in manchen Studien auch Mastery Climate genannt) ist dadurch charakterisiert, dass Trainerin bzw. Trainer den Fokus auf Anstrengung, Entwicklung von Fähigkeiten und kooperatives Lernen legt und alle Sportler und Sportlerinnen möglichst gleich wahrgenommen und behandelt werden. Bei einem wettkampforientierten Klima werden Fehler bestraft, Athletinnen und Athleten werden je nach Leistungsniveau unterschiedlich behandelt und Rivalität/Konkurrenz innerhalb des Teams wird gefördert.
  • Motivationspsychologie
    „Die Motivationspsychologie befasst sich damit, Richtung, Ausdauer und Intensität von Verhalten zu erklären. Dabei ist der motivationspsychologische Zugriff dadurch charakterisiert, dass angestrebte Zielzustände und das, was sie attraktiv macht, die erklärenden Größen sind“ (Rheinberg 2006, S. 13).
  • Motiviertes Verhalten
    Verhalten, das in Gang gesetzt wird, um ein Ziel zu erreichen.
  • Motivkongruenz und Motivinkongruenz
    Motivkongruenz bezeichnet die thematische Passung expliziter Motive (z. B. hohes explizites Leistungsmotiv) oder expliziter Ziele (z. B. ein Leistungsziel wie Landesmeisterin werden) zum dominanten impliziten Motiv einer Person (hier entsprechend ein hohes implizites Leistungsmotiv). Die Nicht-Passung wird als Motivinkongruenz bezeichnet (Brunstein et al. 1995).
  • Motoneuron
    Ein Neuron, das Synapsen mit einem Muskel bildet und das Muskelkontraktionen verursacht.
  • Motoneuronen, engl. motor neurons
    Nervenzellen, die Informationen vom Zentralnervensystem zu einer Zelle weiterleiten, welche Bewegungen erzeugt
  • Motoneuronenpool
    Alle α-Motoneuronen, die die Fasern eines einzigen Skelettmuskels innervieren.
  • Motorcortex
    Cortexareale 4 und 6, die direkt an der Kontrolle von willkürlichen Bewegungen beteiligt sind. Auch als motorische Rinde oder motorischer Cortex bezeichnet.
  • motorische Einheit, engl. motor unit
    einzelnes Motoneuron mit den von ihm innervierten Muskelfasern
  • Motorische Endplatte
    Die chemische Synapse am Übergang zwischen Neuron und Muskel. Auch als neuromuskuläre Endplatte bezeichnet.
  • motorische Endplatte, engl. motor end plate
    (1) im engeren Sinn Vertiefung in der postsynaptischen Membran der neuromuskulären Endplatte, in der sich die Endigungen der Motoneuronen befinden; (2) im weiteren Sinn synonym zur neuromuskulären Endplatte
  • motorischer Cortex, engl. motor cortex
    Bereich der Großhirnrinde, der Motoneuronen enthält, welche direkt spezifische Muskelfasern zur Kontraktion anregen
  • Motorisches System
    Sämtliche Skelettmuskeln und die Bestandteile des Zentralnervensystems, die diese steuern.
  • Motorproteine, engl. motor proteins
    spezialisierte Proteine, die unter Energieaufwand die Form der Zelle verändern können oder der Fortbewegung der gesamten Zelle oder von Strukturen innerhalb der Zelle dienen
  • MR1 (MHC-related protein 1)
    "Nichtklassisches" MHC-Klasse-Ib-Molekül, das bestimmte Stoffwechselprodukte der Folsäure bindet, die von Bakterien produziert werden. Die mucosaassoziierten invarianten T-Zellen (MAIT-Zellen) können diese dann erkennen.
  • MRE11A (meiotic recombination 11 homolog a)
    Protein, das bei Mechanismen zur Schädigung und Reparatur von DNA eine Rolle spielt. Es erkennt auch dsDNA im Cytoplasma und kann den STING-Signalweg aktivieren.
  • mRNA
    Quelle: Genetik
    (engl. messenger RNA, Boten-Ribonukleinsäure) RNA-Molekül, das an der DNA abgelesen (Transkription) und in ein Protein übersetzt wird (Translation).
  • Abkürzung von „messenger RNA“. Die komplementäre Abschrift eines Gens, die in eine Aminosäurekette übersetzt wird.
  • Siehe Messenger-RNA.
  • mRNA
    → Messenger-RNA
  • MSH2, MSH6
    Proteine der Fehlpaarungsreparatur, die Uridinreste erkennen und Nucleasen aktivieren, das beschädgte Nucleotid und einige benachbarte Nucleotide zu entfernen.
  • mTOR (mammalian target of rapamycin)
    Serin/Threonin-Kinase, die zahlreiche Komponenten des Zellmetabolimus und der Zellfunktionen in einem Komplex mit den regulatorischen Proteinen Raptor und Rictor beeinflusst. Der Raptor:mTOR-Komplex (mTORC1) wird vom Immunsuppressivum Rapamycin gehemmt.
  • mTORC1, mTORC2
    Aktive Komplexe, die mTOR mit den regulatorischen Proteinen Raptor beziehungsweise Rictor bildet.
  • strukturgebende Glykopeptid-Makromoleküle von Schleimen
  • Mucine
    Stark glykosylierte Zelloberflächenproteine. Beim Homing der Lymphocyten werden mucinähnliche Proteine von L-Selektin gebunden.
  • Muckle-Wells-Syndrom
    Vererbbare, episodisch auftretende autoinflammatorische Krankheit, die durch Mutationen im Gen für Cryopyrin (CIAS1) hervorgerufen wird. Dieses Gen codiert NLRP3, eine Komponente des Inflammasoms.
  • Mucopolysaccharide, engl. mucopolysaccharides
    gallertige, gelartige, klebrige oder schleimige Stoffe auf Polysaccharidbasis (Glykosaminglykane) mit sauren Gruppen, oft im Komplex mit Proteinen (vgl. → Schleimstoffe)
  • Schleimhaut
  • Mucosa, engl. mucosa
    die Schleimhautschicht, welche die Innenwand des Verdauungstrakts auskleidet
  • mucosaassoziierte invariante T-Zellen (MAIT-Zellen)
    Vor allem γ:δ-T-Zellen mit eingeschränkter Diversität, die im mucosalen Immunsystem vorkommen und auf bakterielle Folsäurederivate reagieren, welche vom nichtklassischen MHC-Klasse-Ib-Molekül MR1 präsentiert werden.
  • mucosaassoziierte lymphatische Gewebe (MALT) (mucosa-associated lymphoid tissue)
    Allgemeine Bezeichnung für alle strukturierten Lymphgewebe unter Schleimhautoberflächen, in denen eine adaptive Immunantwort ausgelöst werden kann. Dazu gehören GALT (gut-associated lymphoid tissues), BALT (bronchial-associated lymphoid tissues) und NALT (nasal-associated lymphoid tissue).
  • mucosale Epithelien
    Schleimbedeckte Epithelien, welche die inneren Körperhöhlen auskleiden, die mit der Außenwelt in Verbindung stehen (beispielsweise Darm, Atemwege, Vaginaltrakt).
  • mucosale Mastzellen
    Spezialisierte Mastzellen, die in der Mucosa vorkommen. Sie erzeugen nur wenig Histamin, aber große Mengen an anderen Entzündungsmediatoren wie Prostaglandine und Leukotriene.
  • mucosale Toleranz
    Unterdrückung von spezifischen systemischen Immunreaktionen gegen ein Antigen, indem man dieses Antigen vorher über eine Schleimhaut verabreicht.
  • mucosales Immunsystem
    Das Immunsystem, das die inneren mucosalen Oberflächen (Schleimhäute) schützt, etwa die Auskleidung des Darms, der Atemwege und des Urogenitaltrakts. Über sie können praktisch alle Krankheitserreger und andere Antigene in den Körper gelangen (→ mucosaassoziierte lymphatische Gewebe).
  • Schleimschicht der Schleimhaut
  • Mucus (Schleim)
    "Klebrige" Lösung von Proteinen (Mucinen), die von den Becherzellen der inneren Epithelien produziert werden und auf der Oberfläche der Epithelien eine Schutzschicht bilden.
  • Müller-Lyer-Illusion
    Die Müller-Lyer-Illusion ist eine visuelle Täuschung bei der Präsentation von zwei gleich langen Linien, wenn bei einer Linie die Pfeilspitze am Ende nach innen und bei der anderen nach außen gerichtet ist. Diejenige Linie, bei welcher der Pfeil nach innen gerichtet ist, wird vom Beobachter oder der Beobachterin als länger wahrgenommen.
  • Muller-Ratsche, engl. Muller’s ratchet
    in der Evolutionsbiologie die Bezeichnung für die Ansammlung von nachteiligen Mutationen bei Arten mit ungeschlechtlicher Fortpflanzung aufgrund der ausbleibenden Rekombination der Genome
  • Müller’sche Mimikry, engl. Müllerian mimicry
    ähnliches Aussehen von zwei oder mehr ungenießbaren Arten (vgl. → Bates’sche Mimikry)
  • multifaktoriell, engl. multifactorial
    Beschreibung der Wechselwirkung vieler Gene und Proteine mit einem oder mehreren Umweltfaktoren. Krebs ist beispielsweise eine Krankheit mit multifaktoriellen Ursachen.
  • Viele Genorte (> G) und die Umwelt nehmen Einfluss auf die Merkmalsausprägung. Diese sog. komplexen Merkmale folgen oftmals keinem Mendelschen Erbgang.
  • Die Allele vieler, oftmals unbekannter Genorte sowie Umwelteinflüsse führen zur Ausprägung von komplexen oder multifaktoriellen Merkmalen.
  • Das klassische Verfahren erfasst mithilfe von DNA-Sonden (> Minisatelliten) jene DNA-Abschnitte eines Genoms, die das komplementäre Motiv der Sonde tragen. Dieses Verfahren führt bei jedem Individuum zu einem spezifischen Bandenmuster (DNA-Leiter). Die einzelnen Banden können nicht einem bestimmten Genort (> G) zugeordnet werden und sind daher nur eingeschränkt für eine Verwandtschaftsanalyse anwendbar (> genetischer Fingerabdruck).
  • Multiple Allelie
    Quelle: Genetik
    Mehr als zwei Allele eines Gens, die in einer Population vorkommen (S. 476).
  • multiple Sklerose
    Neurologische Autoimmunkrankheit, die durch fokale Demyelinisierung im Zentralnervensystem, den Eintritt von Lymphocyten ins Gehirn und einen chronischen progressiven Verlauf gekennzeichnet ist.
  • Multiple Sklerose
    chronisch-entzündliche, neurologische Erkrankung
  • Multiplikationsregel, engl. multiplication rule
    Die Wahrscheinlichkeit, dass zwei oder mehr voneinander unabhängige Ereignisse zusammen auftreten, ist das Produkt ihrer unabhängigen Wahrscheinlichkeiten.
  • Multipolares Neuron
    Ein Neuron mit drei oder mehr Neuriten.
  • multipotent, engl. multipotent
    Fähigkeit einer Zelle, sich zu einer begrenzten Zahl von Zelltypen zu differenzieren (Gegensatz zu → pluripotent, → totipotent, → unipotent)
  • multipotente Vorläuferzellen (MPPs) (multipotent progenitorcells)
    Knochenmarkzellen, aus denen sowohl lymphatische als auch myeloische Zellen hervorgehen können, sie sind jedoch keine sich selbst erneuernden Stammzellen mehr.
  • Hypothese, die den Ursprung der heutigen menschlichen Rassen durch die „gleichzeitige“ Entstehung des modernen Menschen in verschiedenen geografischen Populationen des Urmenschen erklärt.
  • Die Häufigkeitsverteilung wird von mehreren Variablen bestimmt.
  • Die Häufigkeitsverteilung wird von mehreren Variablen bestimmt.
  • Muraminsäuredipeptid (MDP)
    Bestandteil im Peptidoglykan der meisten Bakterien; wird vom intrazellulären Sensor NOD2 erkannt.
  • Muromomab
    Antikörper von der Maus gegen das humane CD3-Protein, mit dem man eine Transplantatabstoßung behandeln kann. Dies war der erste monoklonale Antikörper, der für Menschen als Wirkstoff zugelassen wurde.
  • Muscarinischer Acetylcholinrezeptor
    Ein Subtyp der Acetylcholinrezeptoren, der G-Protein-gekoppelt ist.
  • Muscularis, engl. muscularis
    Muskelgewebe des Magen-Darm- Trakts, bestehend aus einer Ring- und einer Längsmuskelschich
  • Muskelfaser
    Eine vielkernige Skelettmuskelzelle.
  • Muskelfaser, engl. muscle fiber
    einzelne Muskelzelle; beim Skelettmuskel ist diese Zelle syncytial und vielkernig (vgl. → Syncytium)
  • Muskelgewebe, engl. muscle tissue
    erregbares Gewebe, das sich durch das Zusammenwirken von Actin und Myosin kontrahieren kann; einer der vier wichtigsten Gewebetypen vielzelliger Tiere; drei Typen: Skelettmuskulatur, glatte Muskulatur, Herzmuskulatur
  • Muskelmagen, engl. gizzard
    das zweite der beiden magenähnlichen Organe von Reptilien und Vögeln, Regenwürmern und verschiedenen Insekten, in dem die Nahrung – zum Teil mithilfe kleiner Steinchen – zermahlen wird (vgl. → Kropf)
  • Muskelspindel
    Eine spezialisierte Struktur innerhalb des Skelettmuskels, die die Muskellänge wahrnimmt; liefert über Gruppe-Ia-Axone sensorische Informationen an Neuronen des Rückenmarks; auch als Dehnungsrezeptor bezeichnet.
  • Muskelspindeln, engl. muscle spindles
    in die Skelettmuskeln eingebettete Mechanorezepotoren, die Veränderungen der Muskelstreckung wahrnehmen
  • Muskeltonus (von lat. tonus für „Spannung“), engl. muscle tonus
    geringe muskuläre Grundspannung, die selbst im Ruhezustand des Körpers aufrechterhalten wird
  • Muskelzuckung, engl. muscle twitch
    Reaktion eines Muskels auf einen einzelnen Reiz; Teil der Muskelkontraktion
  • Musterbildung, engl. pattern formation
    in der Embryonalentwicklung der Tiere die definierte räumliche Anordnung einfacherer Strukturen zu komplizierteren Strukturen
  • Mustererkennung
    Mustererkennung befähigt Sportlerinnen und Sportler, relevante Stimuli einer Handlungssituation im Sport nicht nur als einzelne isolierte Objekte, sondern als ganzheitliche Struktur (z. B. eine 3:2:1-Verteidigung im Handball) erkennen zu können.
  • Mustererkennungsrezeptoren (PRRs) (pattern recognition rerceptors)
    Rezeptoren des angeborenen Immunsystems, die gemeinsame Molekülmuster auf der Oberfläche von Krankheitserregern erkennen.
  • Mustererkennungsrezeptoren (PRRs), engl. pattern recognition receptors
    von Zellen der angeborenen Immunabwehr von Tieren und Pflanzen exprimierte Proteine, die an Moleküle von Pathogenen binden, welche → pathogenassoziierte molekulare Muster (PAMPs) enthalten
  • Mutagen
    Quelle: Genetik
    (lat. mutare, verändern) Physikalische Einwirkung (Strahlung) oder chemische Verbindung, die Mutationen induziert (7 Abschn. 10.4).
  • Mutagen (von lat. mutare für „verändern“ und griech. gennan für „erzeugen“), engl. mutagen
    ein die Mutationsrate erhöhender Faktor, wie entsprechendeWirkstoffe oder Strahlung
  • Mutagenese, engl. mutagenesis
    das Erzeugen von Mutationen im Erbgut; geschieht entweder ungerichtet wie in der Natur, kann mittels Gentechnik aber auch als gerichtete Mutagenese erfolgen, also als gezielter Austausch bestimmter Nucleotide
  • Mutation
    Quelle: Genetik
    (lat. mutare, verändern) Die Veränderung von Genen (7 Kap. 10).
  • Die Kopie der Erbinformation unterscheidet sich vom Original. Penetranz Die Wirkung eines elterlichen Gens bestimmt die Merkmalsausprägung. Doch eine ansonsten dominante auffällige Eigenschaft wird im heterozygoten Individuum nicht immer vollständig ausgebildet: Untersucht man eine Gruppe von Individuen, die alle denselben heterozygoten Genotyp tragen, doch nur ein Teil von ihnen die Auffälligkeit zeigen, dann beschreibt der relative Anteil der auffälligen Individuen den Grad der Penetranz: Vollständig penetrant: 100 %, Unvollständig penetrant: < 100 %.
  • Mutation, engl. mutation
    Veränderung im genetischen Material, die nicht durch Rekombination entstanden ist
  • Mutterboden
    → Oberboden
  • Eine Kooperation von Individuen verschiedener Arten, die zum Nutzen aller beteiligten Arten ist. Die Kooperation kann dauerhaft und lebenslang sein (obligat oder symbiotisch) oder nur für eine bestimmte Zeit angelegt sein (fakultativ).
  • Mutualismus
    Symbiotische Beziehung zwischen zwei Lebewesen, von der beide einen Nutzen haben, etwa die Beziehung zwischen einem Menschen und seinen normalerweise im Darm vorkommenden (kommensalen) Mikroorganismen.
  • Mutualismus, engl. mutualism
    (1) im weiteren Sinn ein Synonym für Symbiose; (2) im engeren Sinn der Überbegriff für eine für beide Partner positive interspezifische Interaktion, wobei die Symbiose eine Spezialform des Mutualismus mit besonders starker gegenseitiger Abhängigkeit und engem körperlichen Kontakt ist (vgl. → Symbiose)
  • Mx-Proteine (Myxomaresistenzproteine)
    Durch Interferon induzierbare Proteine, die erforderlich sind, um die Replikation des Influenzavirus in der Zelle zu verhindern.
  • Myasthenia gravis
    Autoimmunerkrankung, bei der Autoantikörper gegen den Acetylcholinrezeptor auf Skelettmuskelzellen die Signalübertragung an neuromuskulären Synapsen blockieren. Die Krankheit führt zu einer langsam an Intensität zunehmenden Ermüdungslähmung und schließlich zum Tod.
  • Mycel (Plural: Mycelien; von griech. mykes für „Pilz“), engl. mycelium
    die Gesamtheit der Hyphen eines Pilzes
  • Mycophenolat
    Inhibitor der Synthese von Guanosinmonophosphat. Es wirkt als cytotoxisches Immunsuppressivum durch schnelles Abtöten von sich rasch teilenden Zellen, etwa von Lymphocyten, die als Reaktion auf ein Antigen proliferieren.
  • Mycophenolat-Mofetil
    Wirkstoffvorstufe für die Behandlung von Krebs, die im Stoffwechsel in Mycophenolat umgewandelt wird, das wiederum als Inhibitor der Inosinmonophosphat-Dehydrogenase wirkt, sodass die Bildung von Guanosinmonophosphat und damit die DNA-Synthese gestört ist.
  • MyD88
    Adaptorprotein bei der Signalübertragung von TLR-Proteinen mit Ausnahme von TLR-3.
  • Myelin
    Eine membranöse Hülle oder Scheide um Axone, die im zentralen Nervensystem durch Oligodendroglia und im peripheren Nervensystem durch Schwann-Zellen gebildet wird.
  • Myelin, engl. myelin
    konzentrisch angeordnete Plasmamembranschichten, die viele Axone von Nervenzellen umhüllen; isoliert die Axone elektrisch, wodurch sich die Geschwindigkeit der Weiterleitung von Nervenimpulsen stark erhöht
  • Myeloide
    Zelllinie der Blutzellen, die alle Leukocyten mit Ausnahme der Lymphocyten umfasst.
  • myelomonocytische Linie
    Angeborene Immunzellen, die aus den myelomonocytischen Vorläuferzellen im Knochenmark hervorgehen, die neutrophilen, basophilen und eosinophilen Zellen sowie Monocyten und dendritische Zellen.
  • Myeloperoxidase
    hypochloridionen-bildendes, lysosomales Enzym
  • Mykologie engl. mycology
    wissenschaftliches Fachgebiet, das sich mit den Pilzen befasst
  • Mykorrhiza (vom griechischen mykes für „Pilz“ und rhiza für „Wurzel“), engl. mycorrhiza
    symbiotische Verbindung zwischen den Wurzeln einer Pflanze und dem Mycel eines Pilzes
  • MyoD, engl. MyoD
    Protein, das vom myoblastendeterminierenden Gen codiert wird; ein Transkriptionsfaktor, der an der Differenzierung der Myoblasten (Vorläuferzellen der Muskelzellen) beteiligt ist
  • Myofibrille
    Eine zylindrische Struktur innerhalb der Skelettmuskelfaser, die als Reaktion auf ein Aktionspotenzial kontrahiert.
  • Myofibrillen (von griech. mys für „Muskel“ und lat. fibrilla für „kleine Faser“), engl. myofibrils
    fadenförmige Längselemente in Muskelfasern, die aus hintereinander angeordneten → Sarkomeren aufgebaut sind
  • Myofilamente, engl. myofilaments
    polymerisierte Einheiten aus Actin oder Myosin in einem → Sarkomer
  • myogen (von griech. genesis für „Entstehung“), engl. myogenic
    im Muskel entstanden
  • Myoglobin (von griech. mys für „Muskel“ lat. globus für „Kugel“), engl. myoglobin
    sauerstoffbindendes Protein in der Muskulatur; besteht aus einer Hämkomponente und einer einzelnen Globinkette und bindet Sauerstoff mit deutlich höherer Affinität als Hämoglobin
  • Myokardinfarkt, engl. myocardial infarction (MI)
    auch als Herzinfarkt oder Herzattacke bezeichnet; Verstopfung einer Arterie, die den Herzmuskel mit Blut versorgt
  • Myosin
    In allen Zellen ein Protein des Cytoskeletts und das in dicken Filamenten der Skelettmuskelfasern hauptsächlich vorkommende Protein; verursacht die Muskelkontraktion durch chemische Wechselwirkung mit Aktin.
  • Myosin, engl. myosin
    eines der beiden kontraktilen Hauptproteine in der Muskulatur; funktioniert als Motorprotein (vgl. → Actin)