Lexikon - Gesamtglossar aller Bücher

  • Begriff
    Erklärung
  • N-Nucleotide
    Nicht in der DNA-Matrize enthaltene Nucleotide, die bei der Umlagerung der Gensegmente von dem Enzym Terminale Desoxyribonucleotidyltransferase in die Verknüpfungsstellen zwischen den Gensegmenten eingefügt werden, welche die V-Regionen der schweren Ketten der Immunglobuline und T-Zell-Rezeptoren codieren. Durch die Translation dieser N-Regionen erhöht sich die Vielfalt dieser Rezeptorketten erheblich.
  • N-Regionen
    → N-Nucleotide
  • Nabelschnur, engl. umbilical cord
    aus embryonalen Membranen gebildete Versorgungsleitung des Embryos/Fetus von Säugetieren
  • nachhaltig, engl. sustainable
    Beschreibung für die langfristige, schonende Nutzung von Ökosystemen oder ein entsprechendes Ökosystemmanagement durch den Menschen; gewährleistet, lange von den Gütern und Dienstleistungen des Ökosystems profitieren zu können, ohne dass dieses dabei verändert wird
  • Nachhyperpolarisation
    Die Hyperpolarisation, die der starken Depolarisation der Membran folgt; die letzte Phase eines Aktionspotenzials, in der das Aktionspotenzial negativer ist als das Ruhepotenzial; auch als undershoot bezeichnet.
  • Nachhyperpolarisation, engl. after-hyperpolarization
    ein Abfall des Membranpotenzials unter das normale Ruhepotenzial nach einem Aktionspotenzial
  • Nackte-Lymphocyten-Syndrom (bare lymphocyte syndrome)
    → MHC-Klasse-I-Defekt, → MHC-Klasse-II-Defekt
  • Nacktmäuse
    nude-Mutation
  • NADPH-Reduktase
    Enzym mit mehreren Untereinheiten, das in stimulierten Phagocyten in der Membran der Phagolysosomen zusammengesetzt und aktiviert wird. Das Enzym produziert Superoxid in einer sauerstoffabhängigen Reaktion, die man als respiratorischen Burst bezeichnet.
  • Nährelemente, engl. nutrient elements
    chemische Elemente, die von Lebewesen aus ihrer Umgebung aufgenommen werden müssen, um existieren zu können (vgl. → Makronährelemente, → Mikronährelemente)
  • Nährstoffe, engl. nutrients
    (1) von Primärproduzenten aus anorganischen Vorstufen hergestellte organische Moleküle oder die verwertbaren organischen Bestandteile der Nahrung von Konsumenten; (2) Synonym für mineralische → Nährelemente, die Pflanzen für ihrWachstum benötigen
  • Nahrungskette, engl. food chain
    Teil eines Nahrungsnetzes, im häufigsten Fall eine einfache Abfolge von Beutearten und deren Räubern
  • Nahrungsnetz, engl. food web
    eine grafische Darstellung der trophischen oder energetischen Beziehungen zwischen den Arten einer Lebensgemeinschaft
  • Nahrungsvakuole, engl. food vacuole
    durch Phagocytose entstandenes, membranumhülltes, besonders großes, sekundäres Lysosom, das bei manchen Einzellern, zum Beispiel Ciliaten, als „Zellmagen“ für die Verdauung dient; wird durch Verschmelzung eines Phagosoms mit primären Lysosomen gebildet (vgl. → Lysosom, → Phagosom)
  • NAIP2
    NLR-Protein, das zusammen mit NLRC4 das PrgJ-Protein des Injektionssystems von Salmonella l.c. Typhimurium Typ III erkennt und als Reaktion auf die Infektion einen Inflammasomsignalweg auslöst.
  • NAIP5
    NLR-Protein, das zusammen mit NLRC4 intrazelluläres Flagellin erkennt und als Reaktion auf die Infektion einen Inflammasomsignalweg auslöst.
  • naive oder ungeprägte Lymphocyten
    T-Zellen oder B-Zellen, die im Thymus oder im Knochenmark ihre normale Entwicklung durchlaufen haben, aber noch nicht von einem fremden (oder körpereigenen) Antigen aktiviert wurden.
  • naive T-Zellen
    Lymphocyten, die noch keinen Kontakt mit ihrem spezifischen Antigen hatten und somit auch noch nie auf ihr Antigen reagiert haben. Darin unterscheiden sie sich von Gedächtnis- oder Effektorlymphocyten.
  • Narbe (Stigma), engl. stigma
    der Teil eines Stempels (Pistills) am Ende des Griffels (Stylus) in einer Blüte, der den Pollen aufnimmt und auf dem der Pollen keimt
  • nasenassoziiertes lymphatisches Gewebe (NALT)
    Strukturiertes Lymphgewebe in den oberen Atemwegen beim Menschen. Dieses umfasst den Waldeyer-Rachenring, zu denen die Rachenmandeln, die Gaumen- und die Zungenmandeln gehören, sowie weitere ähnlich strukturierte Lymphgewebe im Rachenraum. NALT gehört zum mucosalen Immunsystem.
  • Nastie, engl. nastic movement
    Scharnierbewegung bei Pflanzen, die in einer morphologisch vorgegebenen Richtung abläuft, sodass die Krümmungsrichtung unabhängig von der Reizrichtung ist. Der Reiz dient nur dem Auslösen der Krümmungsreaktion. Beispiele sind das Fangblatt der Venusfliegenfalle und das Blatt der Mimose. (Gegensatz zu → Tropismus)
  • Natalizumab
    Humanisierter Antikörper gegen das α4-Integrin. Natalizumab wird bei der Behandlung von Morbus Crohn und multipler Sklerose angewendet und blockiert die Ahäsion der Lymphocyten an das Endothel, um so deren Eindringen in Gewebe zu verhindern.
  • Natrium-Kalium-Pumpe
    Eine Ionenpumpe, die unter Einsatz von Adenosintriphosphat als Energiequelle Na+ aus der Zelle entfernt und K+ intrazellulär anreichert.
  • Natrium/Kalium-Pumpe (Na+/K+-Pumpe), engl. sodium-potassium pump
    auch als Natrium/Kalium-ATPase bezeichnet; für den primär aktiven Transport zuständiger Antiporter; transportiert jeweils gegen das Konzentrationsgefälle Natriumionen aus der Zelle und Kaliumionen in die Zelle
  • natürliche Antikörper
    Antikörper, die vom Immunsystem produziert werden, wenn keine erkennbare Infektion vorhanden ist. Sie besitzen ein breites Spezifitätspektrum für körpereigene und mikrobielle Antigene, können mit vielen Krankheitserregern reagieren und das Komplementsystem aktivieren.
  • natürliche Cytotoxizitätsrezeptoren (NCRs)
    Aktivierende Rezeptoren auf NK-Zellen, die infizierte Zellen erkennen und das Abtöten der Zellen durch die NK-Zelle stimulieren.
  • natürliche interferonproduzierende Zellen
    → plasmacytoide dendritische Zellen
  • natürliche Killerzellen (NK-Zellen), engl. natural killer cells
    Form von Lymphocyten, die virusinfizierte Zellen, einige Tumorzellen sowie mit Antikörpern markierte Zielzellen angreifen
  • natürliche Killerzellen, NK-Zellen
    Eine Form der ILC-Zellen, die bei der angeborenen Immunität gegen Viren und andere intrazelluläre Krankheitserreger sowie bei der → antikörperabhängigen zellvermittelte Cytotoxizität (ADCC) eine wichtige Rolle spielen. NK-Zellen exprimieren aktivierende und inhibitorische Rezeptoren, aber keine antigenspezifischen Rezeptoren der T- und B-Zellen.
  • natürliche Selektion (natürliche Zuchtwahl), engl. natural selection
    der unterschiedliche Fortpflanzungserfolg verschiedener Phänotypen einer Population, der letztendlich zu einer Veränderung der relativen Allelhäufigkeit im Genpool der Population führt; von Charles Darwin postulierter Evolutionsmechanismus
  • natürliche Zuchtwahl
    → natürliche Selektion
  • Naturschutzbiologie, engl. conservation biology
    integrative Wissenschaftsdisziplin, die Prinzipien der Ökologie, der Ökonomie, der Gesellschaftswissenschaften und der Politik mit dem Ziel vereint, die biologische Vielfalt der Erde durch entsprechende Schutzmaßnahmen zu erhalten
  • Nauplius (von griech. nauplios für „Schalentier“), engl. nauplius
    planktonische, bilateralsymmetrische Larve der Krebstiere (Crustaceen)
  • Nebenhistokompatibilitätsantigene (minor histocompatibility antigens)
    Peptide aus polymorphen zellulären Proteinen, die an MHC-Moleküle gebunden sind und zur Transplantatabstoßung führen können, wenn sie von T-Zellen erkannt werden.
  • Nebenhoden
    → Epididymis
  • Nebenniere, engl. adrenal gland
    oben auf den Nieren gelegene, endokrine Drüsen von Wirbeltieren; besteht aus zwei unterschiedlichen Drüsenteilen, dem Nebennierenmark und der Nebennierenrinde
  • Nebennierenmark
    Das innere Segment der Nebenniere, innerviert durch präganglionäre sympathische Nervenfasern; setzt Adrenalin frei. Auch als adrenale Medulla bezeichnet.
  • Nebennierenmark, engl. adrenal medulla
    Gewebe im Inneren der Nebenniere; sezerniert Adrenalin und Noradrenalin
  • Nebennierenrinde
    Das äußere Segment der Nebenniere; setzt bei Stimulation durch das hypophysäre adrenocorticotrope Hormon Cortisol frei. Auch als adrenaler Cortex bezeichnet.
  • Nebennierenrinde, engl. adrenal cortex
    die äußerste Schicht der Nebenniere; produziert und sezerniert Steroidhormone
  • Nebenschilddrüse
    → Parathyreoidea
  • negative Regulation, engl. negative regulation
    Form der Genregulation, bei der das Gen normalerweise transkribiert wird; die Bindung eines Repressorproteins verhindert die Transkription (Gegensatz zu → positive Regulation)
  • negative Rückkopplung, engl. negative feedback
    in Regelkreisen eine Information, die eine Abweichung des Systems vom Ausgangspunkt vermindert (Gegensatz zu → positive Rückkopplung)
  • negative Selektion
    Der Vorgang, durch den während der Entwicklung der T-Zellen im → Thymus autoreaktive → Thymocyten aus dem Repertoire entfernt werden. Autoreaktive B-Zellen durchlaufen einen vergleichbaren Prozess im Knochenmark.
  • negative Selektion, engl. purifying selection
    auch als reinigende Selektion bezeichnet; die Eliminierung nachteiliger Merkmale aus einer Population durch die natürliche Selektion (Gegensatz zu → positive Selektion)
  • Neglekt-Syndrom
    Eine neurologische Störung, bei der ein Teil des Körpers oder ein Teil des Gesichtsfeldes vernachlässigt oder unterdrückt wird; am häufigsten assoziiert mit einer Schädigung der parietalen Regionen des Gehirns.
  • Nekrose
    Absterben von Zellen aufgrund von schädlichen Einwirkungen, beispielsweise Nährstoffmangel, physikalische Schädigungen oder Infektionen. Der Prozess unterscheidet sich von der → Apoptose, bei der die Zelle ein inneres (intrinsisches) Programm aktiviert, das zum Zelltod führt, etwa bei Immunzellen, wenn sie keine Überlebenssignale erhalten.
  • Nekrose (von griech. nekros für „Tod“), engl. necrose
    durch von außen einwirkende schädigende Einflüsse wie Verletzungen oder Gifte verursachter, vorzeitiger Zelltod
  • Nematocysten (von griech. nema für „Faden“ und kystis für „Blase“), engl. nematocysts
    Nesselkapseln, Cniden; komplizierte fadenartige Strukturen in einer Kapsel, die bei Nesseltieren (Cnidariern) von Nesselzellen gebildet werden; dienen hauptsächlich zum Fang und Lähmen der Beute
  • Nematocyten, engl. nematocytes
    auch als Cnidocyten oder Nesselzellen bezeichnet; dem Nahrungserwerb und der Abwehr dienende Zellen der Nesseltiere; enthalten die Nesselkapseln ( → Nematocysten oder Cniden)
  • Kleine weiße Würmchen, die eine feuchte Umwelt bevorzugen. Es sind sehr viele, auch parasitische Arten bekannt.
  • → IKK
  • NEMO-Defekt
    → X-gekoppelte hypohidrotische ektodermale Dysplasie mit Immunschwäche
  • Neocortex
    Teil der Großhirnrinde, der aus sechs oder mehr Schichten von Neuronen besteht und nur bei Säugetieren vorkommt.
  • Neoepitop
    Tumorabstoßungsantigen, das durch Mutationen in einem Protein entsteht, das von körpereigenen MHC-Molekülen den T-Zellen präsentiert werden kann.
  • Neomorph
    Quelle: Genetik
    "Allel, dessen Wirkung sich qualitativ von der des Wildtyps unterscheidet (S. 617); Hetero zygote zeigen üblicherweise die Produkte beider Allele."
  • neonataler Fc-Rezeptor
    → FcRn
  • Neotenie (von griech. neo für „neu“, „jung“ und tenein für „ausdehnen“), engl. neoteny
    das Beibehalten juveniler oder larvaler Merkmale bei voll entwickelten geschlechtsreifen Organismen
  • Nephridien (von griech. nephros für „Niere“), engl. nephridia
    röhrenförmige, sich nach außen öffnende Exkretionsorgane bei wirbellosen Tieren, die auch für den Wasserhaushalt eine Rolle spielen ( → Protonephridien, → Metanephridien)
  • Nephron, engl. nephron
    funktionelle Grundeinheit der Wirbeltierniere; besteht aus einem Nierenkörperchen, welches das Ultrafiltrat des Blutes erzeugt und aufnimmt, und einem Tubulus, in dem die Reabsorption und Sekretion bestimmter Stoffe stattfinden
  • Nephrostom (von griech. stoma für „Öffnung“), engl. nephrostome
    Wimpertrichter eines Nephridiums, durch den Körperflüssigkeit aufgenommen wird
  • neritische Zone, engl. coastal zone
    mariner Lebensraum, der sich von der Küstenlinie bis zum Rand des Kontinentalschelfs erstreckt; charakterisiert durch relativ flaches, sehr sauerstoffreiches Wasser sowie variable Temperaturen und variablen Salzgehalt
  • Nernst-Gleichung
    Eine mathematische Beziehung, mit der das Gleichgewichtspotenzial von Ionen errechnet wird.
  • Nernst-Gleichung, engl. Nernst equation
    mathematischer Ausdruck zur Berechnung des Potenzials einer Membran, die für einen einzigen Ionentyp permeabel ist, der auf beiden Seiten der Membran in unterschiedlicher Konzentration vorliegt
  • Ein Axonbündel im peripheren Nervensystem.
  • Nerv, engl. nerve
    aus einem Bündel neuronaler Axone und Bindegewebe bestehender Strang
  • Nervengewebe, engl. nerve tissue
    aus Nervenzellen (Neuronen) und Gliazellen bestehender grundlegender Gewebetyp der Tiere
  • Nervenimpuls
    → Aktionspotenzial
  • Nervennetz, engl. nerve net
    diffus im Körper verteilte Nervenzellen mit einem netzartigen Verbindungssystem, ohne Ansatz einer Zentralisierung; bei bestimmten einfach gebauten Tieren, insbesondere den Nesseltieren und Rippenquallen
  • Nervenwachstumsfaktor (nerve growth factor, NGF)
    Ein Neurotrophin, das für den Fortbestand von Zellen des sympathischen Anteils des vegetativen Nervensystems notwendig ist; auch wichtig für die Entwicklung des zentralen Nervensystems.
  • Nervenzellmembran
    Die etwa 5 nm dicke Begrenzung, die das Innere einer Nervenzelle von der äußeren Umgebung trennt; besteht aus einer Phospholipiddoppelschicht mit darin eingebetteten Proteinen; umschließt intrazelluläre Organellen und Vesikel.
  • Nesselkapseln
    → Nematocysten
  • Nestflüchter, engl. precocial
    Tiere, die in einem relativ weit entwickelten Zustand zur Welt kommen und daher sofort relativ unabhängig von ihren Eltern sein können
  • Nesthocker, engl. altricial
    Tiere, die in einem relativ unentwickelten Zustand geboren werden oder schlüpfen und von ihren Eltern umsorgt und gefüttert werden müssen
  • NET (neutrophile extracellular trap)
    Ein Gespinst aus Zellkernchromatin, das von neutrophilen Zellen, die an einem Infektionsherd eine Apoptose durchlaufen, in den Extrazellularraum abgegeben wird. Es dient als Gerüst, das extrazelluläre Bakterien festhält und dadurch die Phagocytose der übrigen Phagocyten unterstützt.
  • Netrin
    Ein Leitmolekül; ein Protein, das durch Zellen an spezifischen Stellen des sich entwickelnden ZNS sezerniert wird; es wirkt auf Axone, abhängig vom Netrinrezeptortyp, der im wachsenden Axon exprimiert wird, entweder anlockend oder abstoßend.
  • Nettoprimärproduktion, engl. net primary production
    die Menge der von Primärproduzenten erzeugten Biomasse, die für heterotrophe Konsumenten verfügbar ist. Der Rest der → Bruttoprimärproduktion wird von der Pflanze selbst zwecks Energiegewinnung verbraucht. (vgl. → Primärproduktion, → Primärproduktivität)
  • Nettoreproduktionsrate (R0), engl. net reproduction rate
    die durchschnittliche Zahl von Nachkommen, die ein Individuum einer Population während seiner Lebensspanne hervorbringt
  • Nettosekundärproduktion, engl. net secondary production
    die Menge an Energie oder Biomasse, die Konsumenten durch den Verzehr anderer Organismen in eigene Biomasse umsetzen
  • Netzhaut (Retina)
    Eine dünne Zellschicht am Augenhintergrund, die Lichtenergie in neuronale Aktivität umwandelt.
  • Netzmagen, engl. reticulum
    die zweite Kammer des vierkammerigen Magens der Wiederkäuer. Hier und im Pansen wird die Pflanzennahrung, insbesondere die Cellulose, mithilfe von Mikroorganismen vorverdaut.
  • Netznervatur
    netzartige Anordnung der Leitbündel in den Blättern. > Parallelnervatur, > Leitbündel
  • Neuralleiste
    Das primitive embryonale periphere Nervensystem, das aus dem neuralen Ektoderm besteht und das sich bei der Bildung des Neuralrohrs seitlich abschnürt.
  • Neuralleiste, engl. neural crest
    wird während der Neurulation bei Wirbeltieren aus Zellen gebildet, die von der Neuralplatte weg wandern; hieraus entstehen die Verbindungen des Zentralnervensystems mit dem übrigen Körper
  • Neuralplatte, engl. neural plate
    in der frühen Embryonalentwicklung der Wirbeltiere auf der dorsalen Seite aus Ektoderm entstehende Platte, die von Neuralwülsten begrenzt wird; hieraus entwickelt sich das Zentralnervensystem
  • Neuralrohr
    Das primitive embryonale zentrale Nervensystem, das aus einem Rohr aus neuralem Ektoderm besteht.
  • Neuralrohr, engl. neural tube
    frühes Entwicklungsstadium des Nervensystems in der Embryonalentwicklung der Wirbeltiere. Das hohle Neuralrohr entsteht durch Schließung der eingefalteten Neuralrinne des dorsalen Ektoderms entlang der anteriorposterioren Körperachse.
  • Neuraminidase
    Protein des Influenzavirus, das Sialinsäure von den Körperzellen abspalten kann, sodass sich das Virus von der Zelle ablösen kann; weit verbreitete Antigendeterminante und ein Angriffsziel für antivirale Neuraminidaseinhibitoren.
  • Neurit
    Ein dünner Fortsatz, der von einem neuronalen Zellkörper ausgeht; es existieren zwei Formen: Axone und Dendriten.
  • Neurit
    → Axon
  • Neuroblast
    Ein unreifes Neuron vor der Zelldifferenzierung.
  • Neurofilament
    Ein Typ von Intermediärfilamenten, die in Neuronen vorkommen und einen Durchmesser von 10nm besitzen; ein wichtiger Bestandteil des neuronalen Cytoskeletts.
  • Neurohormon
    Ein Hormon, das von Neuronen in den Blutstrom freigesetzt wird.
  • Neurohormon, engl. neurohormone
    von Neuronen produziertes und sezerniertes chemisches Signal, das als Hormon wirkt
  • Neurohypophyse (Hypophysenhinterlappen), engl. posterior pituitary gland
    Teil der Hypophyse; leitet sich von Nervengewebe ab; übernimmt die Speicherung und Freisetzung von Adiuretin und Oxytocin
  • Neurokognition
    Die Neurokognition versteht kognitive Leistungen (z. B. Lernen, Denken, Planen, Verstehen usw.) als Ergebnis neuronaler Prozesse, die im Gehirn, oder besser gesagt, im Nervensystem realisiert sind.
  • Neuroleptikum
    Ein antipsychotischer Wirkstoff, der für die Behandlung von Schizophrenie eingesetzt wird und Dopaminrezeptoren blockiert; Beispiele sind Chlorpromazin und Clozapin.
  • Neuromuskuläre Endplatte
    Eine chemische Synapse zwischen dem Axon eines spinalenMotoneurons und einer Skelettmuskelfaser. Auch als motorische Endplatte bezeichnet.
  • neuromuskuläre Endplatte, engl. neuromuscular junction
    Synapse (Kontaktstelle), an der das Axon eines Motoneurons eine Muskelfaserzelle stimuliert (vgl. → motorische Endplatte)
  • Neuron
    Die informationsverarbeitende Zelle des Nervensystems. Die meisten Neuronen verwenden Aktionspotenziale, um Signale über Entfernungen zu leiten, und alle Neuronen kommunizieren über synaptische Signalübertragungen miteinander. Auch als Nervenzelle bezeichnet.
  • Neuron (von griech. neuron für „Nerv“), engl. neuron
    Nervenzelle; Zelle des Nervensystems, die über Dendriten einlaufende elektrische Potenziale integrieren, am Axonhügel Aktionspotenziale erzeugen, diese entlang des Axons zu einer Synapse weiterleiten und dort die Information auf eine andere Zelle übertragen kann
  • Neuronale Korrelate des Bewusstseins
    Merkmale in der Aktivität von Nervenzellen, die mit spezifischen bewussten Wahrnehmungen assoziiert sind.
  • Neuronale Vorläuferzelle
    Eine unausgereifte Nervenzelle vor der Differenzierung.
  • neuronales Netz, engl. neural network
    organisierte Gruppe von Nervenzellen mit drei funktionellen Kategorien von Neuronen – afferenten Neuronen, Interneuronen und efferenten Neuronen; ist zur Informationsverarbeitung in der Lage
  • Neuronendoktrin
    Das Konzept, dass das Neuron die elementare Funktionseinheit des Gehirns ist und dass Neuronen miteinander über die Herstellung von Zell-Zell-Kontakten kommunizieren, aber nicht kontinuierlich verbunden sind.
  • Neuronenverband (cell assembly)
    Eine Gruppe von gleichzeitig aktiven Neuronen, die ein Objekt im Gedächtnis repräsentiert.
  • Neuropharmakologie
    Das Forschungsgebiet, das die Wirkung von Medikamenten und Drogen auf das Gewebe des Nervensystems untersucht.
  • Neurosekretorische Zelle
    Ein kleines Neuron des medialen und periventrikulären Hypothalamus, das hypophyseotrope Peptidhormone in den hypothalamisch-hypophysären Pfortaderkreislauf sezerniert, um die Freisetzung von Hormonen aus dem Hypophysenvorderlappen zu stimulieren oder zu inhibieren.
  • Neurotransmitter
    Eine chemische Substanz, die durch ein präsynaptisches Element nach Stimulierung freigesetzt wird und postsynaptische Rezeptoren aktiviert.
  • Neurotransmitter, engl. neurotransmitter
    der in einem Neuron (der präsynaptischen Zelle) produzierte und in den synaptischen Spalt abgegebene chemische Überträgerstoff, der die folgende (postsynaptische) Zelle anregt oder hemmt
  • Neurotrophin
    Ein Mitglied einer Familie von ähnlichen trophischen neuronalen Faktoren, einschließlich des Nervenwachstumsfaktors und des brain-derived neurotrophic factor (BDNF).
  • Neurulation
    Die Bildung des Neuralrohrs aus dem neuralen Ektoderm während der embryonalen Entwicklung.
  • Neurulation, engl. neurulation
    Entwicklungsstadium der Wirbeltiere, in dessen Verlauf sich das dorsal gelegene Neuralrohr bildet
  • neutrale Mutation, engl. neutral mutation
    Mutation, bei der im Gegensatz zur → stillen Mutation ein Aminosäureaustausch stattfindet, der jedoch keinen Einfluss auf die Proteinfunktion hat
  • neutrales Allel, engl. neutral allele
    Allel, das die Funktion des Proteins, das von dem betreffenden Gen codiert wird, nicht verändert
  • neutralisierende Antikörper
    Antikörper, welche die Infektiosität eines Virus oder die Toxizität eines Giftstoffs hemmen.
  • Neutralisierung
    Hemmung der Infektiosität eines Virus oder der Toxizität eines Toxinmoleküls durch die Bindung von Antikörpern.
  • Neutralmodell, engl. neutral model
    auch als Lotteriemodell bezeichnet; eine Hypothese, der zufolge die Artenvielfalt in einer Biozönose durch eine Art Lotterie aufrechterhalten wird, wobei die Ressourcen, die durch die Auswirkungen von Störungen, Stress oder Prädation verfügbar gemacht werden, von den Individuen verschiedener Arten nach dem Zufallsprinzip genutzt werden
  • Neutraltheorie, engl. neutral theory
    Theorie der molekularen Evolution, der zufolge die meisten Punktmutationen die codierte Aminosäure nicht verändern, daher auch keiner Selektion unterliegen und sich derartige stille Mutationen in einer Population anreichern. Das Ausmaß der Anreicherung hängt von der Mutationsrate und der Gendrift ab.
  • Neutron, engl. neutron
    elektrisch neutrales Elementarteilchen der Materie (d. h. ein Teilchen ohne elektrische Ladung) mit der atomaren Masseneinheit von näherungsweise 1; eines der drei Elementarteilchen neben Protonen und Elektronen
  • Neutropenie
    Anormal niedrige Zahl von neutrophilen Zellen im Blut.
  • neutrophile Zellen
    Die häufigsten weißen Blutzellen im peripheren Blut des Menschen. Sie besitzen einen stark gelappten Kern und Granula, die sich mit neutralen Farbstoffen anfärben lassen. Sie dringen in infizierte Gewebe ein, nehmen extrazelluläre Krankheitserreger auf und töten sie.
  • neutrophile Zellen, engl. neutrophil cells
    häufig vorkommender, kurzlebiger und phagocytierender Typ von Leukocyten, die mit Antikörpern bedeckte Antigene angreifen
  • Neutrophilen-Elastase
    Proteolytisches Enzym, das in den Granula der neutrophilen Zellen gespeichert wird und bei der Prozessierung von antimikrobiellen Peptiden eine Rolle spielt.
  • NFκB
    Heterodimerer Transkriptionsfaktor, der durch die Stimulation von Toll-like-Rezeptoren und Signale von Antigenrezeptoren aktiviert wird. Er besteht aus den beiden Untereinheiten p50 und p65.
  • NFATs (nuclear factors of activated T cells)
    Familie von Transkriptionsfaktoren, die als Reaktion auf eine erhöhte Calciumkonzentration im Cytoplasma aktiviert werden, was wiederum eine Folge von Signalen der Lymphocytenantigenrezeptoren ist.
  • Nfil3
    Transkriptionsfaktor, der während der Entwicklung von einigen Typen der Immunzellen, etwa bestimmter Typen von NK-Zellen, eine wichtige Rolle spielt.
  • Siehe Nervenwachstumsfaktor.
  • → Verknüpfung nichthomologer Enden
  • nicht codierende Kontrollregionen (intergenic control regions)
    Nichtcodierende Abschnitte zwischen den Genen, die deren Expression und Umstrukturierung steuern, indem sie mit Transkriptionsfaktoren und chromatinmodifizierenden Proteinen interagieren.
  • Nicht-REM-Schlaf
    → Tiefschlaf
  • Mutation innerhalb eines Gens, deren Basenaustausch beim Protein die Aminosäurenkette verändert. Eine Aminosäure wird durch eine andere ersetzt.
  • Nichtassoziatives Lernen
    Eine Verhaltensänderung, die mit der Zeit als Reaktion auf einen einzelnen Reiz auftritt; man unterscheidet zwei Formen: Habituation und Sensitisierung.
  • Nichtassoziatives Lernen
    „Als nichtassoziatives Lernen bezeichnet man die Verhaltensänderung, die im Laufe der Zeit als Reaktion auf einen einzelnen Reiz auftritt“ (Bear et al. 2007, S. 867). Zum nichtassoziativen Lernen gehören die Habituation (Anpassung durch wiederholte identische Reizung), die Sensitivierung (Zunahme der Reaktion auf einen Standardreiz als Folge eines zwischengeschalteten Störreizes) und die Dishabituation oder Entwöhnung (Zunahme der Reaktion auf einen Standardreiz als Folge eines Fremdreizes bzw. Auslösung einer zuvor durch Habituation verminderten oder vollständig ausbleibenden Verhaltensreaktion).
  • Nichtdeklaratives Gedächtnis
    Das Gedächtnis für Fähigkeiten, Gewohnheiten, emotionale Reaktionen und einige Reflexe.
  • nichtdepletierende Antikörper
    Immunsuppressive Antikörper, welche die Funktion von Zielproteinen auf den Zellen blockieren, ohne dass die Zellen dadurch zerstört werden.
  • nichtkanonischer NFκB-Signalweg
    Signalweg für die Aktivierung von NFκB, der sich von dem Signalweg unterscheidet, der durch Signale von Antigenrezeptoren aktiviert wird. Der alternative Weg führt zur Aktivierung der NFκB-induzierenden Kinase (NIK), die wiederum die IκB-Kinase ? (IKK?) aktiviert. Dadurch wird die Spaltung der NFκB-Proteinvorstufe p100 ausgelöst und die aktive p52-Untereinheit freigesetzt.
  • nichtkanonisches Inflammasom
    Alternative Form des Inflammasoms, die nicht von Caspase 1, sondern von Caspase 11 (bei Mäusen) oder Caspase 4 oder 5 (beim Menschen) abhängt.
  • nichtklassische MHC-Gene
    Eine Klasse von Proteingenen im MHC-Locus, deren Produkte mit MHC-Klasse-I-Molekülen verwandt, aber nicht so hochgradig polymorph sind und nur eine begrenzte Zahl von Antigenen präsentieren.
  • nichtkompetitive Hemmung, engl. noncompetitive inhibition
    Blockierung eines Enzyms durch Bindung eines Hemmstoffs außerhalb des aktiven Zentrums. Dadurch wird die Konformation des Enzyms so verändert, dass das Substrat nicht mehr binden kann. (Gegensatz zu → kompetitive Hemmung)
  • nichtkompetitiver Inhibitor, engl. noncompetitive inhibitor
    Hemmstoff, der an einen Bereich des freien, nicht mit Substrat besetzten Enzyms bindet, der nicht dem aktiven Zentrum entspricht (im Gegensatz zu → kompetitiver Inhibitor, → unkompetitiver Inhibitor)
  • nichtmethylierte CpG-Dinucleotide
    Während die Genome der Säuger in den CpGSequenzen einen hohen Anteil an methylierten Cytosinresten aufzuweisen haben, ist die nichtmethylierte CpG-Sequenz eher ein Merkmal der bakteriellen Genome. CpG wird im Endosom von TLR-9 erkannt.
  • nichtproduktive Genumlagerungen
    → unproduktive Genumlagerungen
  • nichtsynonyme Substitution, engl. nonsynonymous substitution
    Veränderung eines Gens durch Austausch eines Nucleotids, wobei das betreffende Codon durch den Austausch nun eine andere Aminosäure codiert (z. B. wird bei der Mutation von AGC in AGA statt Serin Arginin eingebaut) (Gegensatz zu → synonyme Substitution)
  • nichtzufällige Paarung, engl. nonrandommating
    Auswahl der Geschlechtspartner aufgrund eines bestimmten Merkmals oder einer Gruppe von Merkmalen
  • nichtzyklischer Elektronentransport, engl. noncyclic electron transport
    Elektronenfluss während der Lichtreaktion der Photosynthese, der ATP, NADPH und Sauerstoff (O2) produziert
  • Nicotiana tabacum – Tabak
    Solanaceae
  • Nieren, engl. kidneys
    paarige Exkretionsorgane von Wirbeltieren
  • Nierenarterie, engl. renal artery
    Die Hauptarterie, welche die Nieren versorgt
  • Nierenkanälchen, engl. renal tubule
    Bestandteile des Nephrons, die den aus dem Blut filtrierten Primärharn sammeln, bestimmte Ionen, Nährstoffe und Wasser resorbieren und diese wieder dem Blut zuführen; überschüssige Ionen und Abfallprodukte wie Harnstoff werden zur Ausscheidung aus dem Körper in dem Maß konzentriert, wie Wasser abgegeben werden soll
  • Nierenpyramiden, engl. renal pyramids
    Strukturen des Nierenmarks, die in das Nierenbecken ragen und den Urin dorthin abgeben; von dort gelangt er dann in die Harnröhre
  • Nierenvene, engl. renal vein
    die Hauptvene, die das Blut von der Niere wegführt
  • Nikotinischer Acetylcholinrezeptor
    Eine Klasse von acetylcholinabhängigen Ionenkanälen, die an verschiedenen Stellen, insbesondere am Übergang zwischen Neuron und Muskel, zu finden sind.
  • Nische
    → ökologische Nische
  • Nissl-Farbstoff
    Eine Klasse von basischen Farbstoffen, die die Somata von Neuronen anfärben; benannt nach ihrem Entdecker, dem deutschen Histologen Franz Nissl (1860-1919).
  • Nitratreduktion, engl. nitrate reduction
    Vorgang, bei dem Nitrat (NO3-) zu Ammoniak (NH3<(sub>) reduziert wird
  • Nitrifikation, engl. nitrification
    von chemoautotrophen Bakterien (Nitrifizierern) im Boden und im Meerwasser durchgeführte Oxidation von Ammoniak (NH3<(sub>)) zu Nitrationen (NO3-)
  • Nitrifizierer, engl. nitrifiers
    Prokaryoten, die Ammoniak in Nitrat umwandeln
  • Nitrogenase, engl. nitrogenase
    Enzymkomplex bei stickstofffixierenden Organismen, der die schrittweise Reduktion von atmosphärischem Stickstoff (N2) zu Ammoniak (NH3) katalysiert; unterliegt einer starken Hemmung durch Sauerstoff
  • Nivolumab
    Anti-PD-1-Antikörper des Menschen; wird bei der Behandlung von metastasierenden Melanomen zur Checkpoint-Blockade angewendet.
  • NK-Zell-Rezeptor-Komplex (NKC)
    Cluster von Genen, die eine Familie von Rezeptoren der NK-Zellen codieren.
  • NK-Zellen
    → natürliche Killerzellen
  • Familie von C-Typ-Lektinen, die bei den NK-Zellen eine der Untereinheiten in den Rezeptoren der KLR-Familie beisteuern.
  • NKG2D
    Aktivierender C-Typ-Lektin-Rezeptor auf NK-Zellen, cytotoxischen T-Zellen und γ:δ-T-Zellen, der die Stressproteine MIC-A und MIC-B erkennt.
  • NLRC4
    Vertreter der NLR-Familie, der mit NAIP2 und NAIP5 zusammenwirkt.
  • NLRP-Familie
    Gruppe von 14 NOD-like-Rezeptoren (NLRs), die eine Pyrindomäne enthalten und bei der Bildung des Inflammasomsignalkomplexes eine Rolle spielen.
  • NLRP3
    Protein aus der Familie der intrazellulären NOD-like-Rezeptoren, die eine Pyrindomäne enthalten. NLRP3 wirkt als Sensor für zelluläre Schädigungen und ist Bestandteil des Inflammasoms. Eine andere Bezeichnung ist NALP3.
  • NMDA-Rezeptor
    Ein Subtyp der Glutamatrezeptoren; ein glutamatabhängiger Ionenkanal, der für Na+, K+ und Ca2+ durchlässig ist. Der einwärtsgerichtete Ionenstrom durch den N-Methyl-D-Aspartat-Rezeptor ist spannungsabhängig, da bei negativem Membranpotenzial Magnesium den Durchtritt blockiert.
  • NOD-like-Rezeptoren (NLRs)
    Große Familie von Proteinen, die eine nucleotidbindende Oligomerisierungsdomäne (NOD) enthalten, die mit verschiedenen anderen Domänen assoziiert ist. Diese Rezeptoren können Mikroorganismen und Anzeichen für zellulären Stress erkennen.
  • NOD-Unterfamilie
    Untergruppe der NLR-Proteine, die eine CARD-Domäne enthalten, welche stromabwärts gerichtete Signale überträgt.
  • NOD1, NOD2
    Proteine der NOD-Unterfamilie in der Zelle, die eine LRR-Domäne enthalten, welche an Bestandteile von Mikroorganismen bindet, wodurch der NFκB-Weg aktiviert wird und Entzündungsreaktionen ausgelöst werden.
  • "Knoten; Bereich des Sprosses, an dem die Blätter inserieren. > Blatt, > Internodium, > Spross"
  • Nodium (Plural: Nodien; von lat. nodus für „Knopf“, „Knoten“), engl. node
    Knoten; der manchmal verdickte Bereich des Sprosses, an dem bei Pflanzen ein Blatt ansitzt
  • Ein Merkmal hat eine überschaubare Anzahl von qualitativen Ausprägungen. Wir können somit die Objekte entsprechend ihrer Ausprägung gruppieren. Bei der Einteilung in Kategorien (Ausprägungsformen) sind keine Zwischenstufen zugelassen – die gebildeten Kategorien sind diskret. Beispiel: Personen, die nach dem Genotyp eines variablen Locus klassifiziert werden.
  • Non-Flag Error (NFE)
    Der Assistent oder die Assistentin zeigt kein Abseits an, obwohl Abseits vorliegt.
  • Non-REM-Schlaf
    Eine Schlafphase, die durch große und langsame EEG-Wellen, weniger intensive Träume und den teilweisen Verlust der Muskelspannung gekennzeichnet ist. Siehe auch REM-Schlaf.
  • Nonamer
    Konservierte DNA-Sequenz aus neun Nucleotiden in den Rekombinationssignalsequenzen (RSSs), welche die Gensegmente in den T-Zell-Rezeptor- und Immunglobulinloci flankieren.
  • Nondisjunction
    Quelle: Genetik
    (lat. disjunctio, Verteilung) Nichttrennung von Chromatiden oder homologen Chromosomen während Mitose oder Meiose (S. 486).
  • Nondisjunktion, engl. nondisjunction
    Fehler während der Meiose II oder der Mitose, wobei sich die Schwesterchromatiden nicht trennen, oder unterbleibende Auftrennung der beiden homologen Chromosomen bei der Meiose I; führt zu Aneuploidie
  • NonM-nonP-Ganglienzelle
    Eine Ganglienzelle in der Netzhaut, die nach ihrer Zellmorphologie und den Reaktionen weder vomM- noch vom P-Typ ist. Von den zahlreichen Zelltypen dieser Klasse sind einige bekannt, die empfindlich für verschiedene Wellenlängen des Lichts sind.
  • Nonsense-Mutation, engl. nonsense mutation
    Unsinnmutation; Veränderung der Gensequenz, die dazu führt, dass die Synthese des Polypeptids vorzeitig abgebrochen wird, weil ein Codon für eine Aminosäure durch Austausch einer Base in ein Stoppcodon umgewandelt wurde (Gegensatz zu → Missense-Mutation, → Frameshift-Mutation, → stille Mutation)
  • Nonsense-Substitution, engl. nonsense substition
    Veränderung in einem Gen durch den Austausch eines Nucleotids, der zum vorzeitigen Abbruch der Translation führt, weil eines der Codons in ein Stoppcodon umgewandelt wurde (Gegensatz zu → synonyme Substitution)
  • Noradrenalin
    Ein Catecholamin-Neurotransmitter, der aus Dopamin synthetisiert wird. Auch als Norepinephrin bezeichnet.
  • Noradrenalin, engl. norepinephrine
    auch als Norepinephrin bezeichnet; Neurotransmitter, der im Zentralnervensystem und an den postganglionären sympathischen Nervenendigungen wirkt
  • Noradrenerg
    Beschreibt Neuronen oder Synapsen, die Noradrenalin bilden und freisetzen.
  • Norepinephrin
    → Noradrenalin
  • Mathematische Funktion, die die Häufigkeitsverteilung eines messbaren Merkmals beschreibt. Die Funktion ist eindeutig durch ihren Mittelwert und Standardabweichung definiert, sie ist symmetrisch und der Flächeninhalt unter der Kurve ist gleich 1 (> Gaußsche-Glockenkurve).
  • Normative Konformität
    Menschen passen ihre Urteile an die Urteile anderer an, weil sie eine Verhaltensvorschrift wahrnehmen, möglichst einheitlich zu urteilen.
  • Notochord
    → Chorda dorsalis
  • Nozizeptor
    Jede Rezeptorzelle, die selektiv für potenziell schädliche Reize ist; kann auch dieWahrnehmung von Schmerz einschließen.
  • NS1 (Nichtstrukturprotein 1)
    Protein des Influenza-A-Virus, welches das zwischengeschaltete Signalprotein TRIM25 stromabwärts der Virussensoren RIG-I und MDA-5 hemmt, sodass das Virus der angeborenen Immunität entkommt.
  • Nucleasen, engl. nucleases
    Verdauungsenzyme, die Nucleinsäuren spalten
  • Nuclei pontis
    Siehe Brückenkerne.
  • Nucleinsäurehybridisierung, engl. nucleic acid hybridization
    Technik, bei der eine einzelsträngige Nucleinsäuresonde hergestellt wird, die komplementär zu einer Zielsequenz – DNA oder RNA – ist und an diese bindet. Das so entstandene doppelsträngige Molekül ist ein Hybrid.
  • Nucleinsäuren, engl. nucleic acids
    Kernsäuren; aus zahlreichen Nucleotiden aufgebaute Polymere, die auf die Speicherung, Übertragung und Expression der genetischen Information spezialisiert sind. Beispiele für Nucleinsäuren sind Ribonucleinsäure (RNA) und Desoxyribonucleinsäure (DNA).
  • Nucleoid, engl. nucleoid
    Kernäquivalent; Region, die bei prokaryotischen Zellen die Chromosomen enthält; im Gegensatz zum Kern eukaryotischer Zellen nicht von einer Membran umgeben
  • Nucleolus, engl. nucleolus
    kleines, im Allgemeinen kugeliges Körperchen im Kern eukaryotischer Zellen; Ort der Synthese ribosomaler RNA; tritt je nach Zelltyp auch in Mehrzahl oder Vielzahl auf
  • Nucleoplasma, engl. nucleoplasma
    Kernplasma; flüssige Substanz innerhalb der Kernhülle einer Zelle; enthält sämtliche Einschlüsse wie Chromosomen, Nucleoli und andere partikuläre Bestandteile
  • Nucleosid, engl. nucleoside
    ein Nucleotid ohne Phosphatgruppe; ein Zucker mit daran gebundener Stickstoffbase
  • Nucleosom
    einen Komplex aus DNA und Histonen
  • Nucleosom, engl. nucleosome
    aus DNA und Histonen aufgebaute Grundeinheit eines eukaryotischen Chromosoms (jedes Chromosom besteht aus vielen einzelnen Nucleosomen)
  • Nucleotid, engl. nucleotide
    Baustein der Nucleinsäuren; besteht aus einem Pentosezucker, einer stickstoffhaltigen Base und einer Phosphatgruppe
  • Nucleotidaustausch, engl. nucleotid substitution
    der Austausch eines Basenpaares gegen ein anderes in einer DNA-Sequenz
  • nucleotidbindende Oligomerisierungsdomäne (NOD)
    Konservierte Domäne, die ursprünglich in ABC-(ATP-binding cassette-)Transportern entdeckt wurde und in zahlreichen Proteinen vorkommt, aber auch die Homooligomerisierung von Proteinen bewirkt.
  • Nucleus (von lat. nux für „Kern“ oder „Nuss“), engl. nucleus
    (1) in Zellen: zentral in der eukaryotischen Zelle gelegenes Kompartiment, das von einer doppelten Membran (der Kernhülle) umgeben ist und die Chromosomen enthält; (2) im Gehirn: eine deutlich abgegrenzte Gruppe von Neuronen mit bestimmten Eigenschaften oder Funktionen
  • Nucleus arcuatus
    Ein Kern in der periventrikulären Region des Hypothalamus, der eine große Zahl von Neuronen enthält, die für Veränderungen des Leptinspiegels empfindlich sind, und der an der Regulation des Energiehaushalts beteiligt ist.
  • Nucleus arcuatus, engl. arcuate nucleus
    eine Gruppe von Neuronen im Hypothalamus, die zahlreiche Neuropeptide produzieren und an der Regulation des Appetits beteiligt sind
  • Nucleus caudatus
    Ein Teil der Basalganglien, beteiligt an der Kontrolle der Motorik.
  • Nucleus gustatorius
    Siehe Geschmackskern.
  • Nucleus olivaris inferior
    Siehe untere Olive.
  • Nucleus olivaris superior
    Siehe obere Olive.
  • Nucleus paraventricularis
    Eine Region des Hypothalamus, die an der Regulation des vegetativen Nervensystems beteiligt ist und die Sekretion des Schilddrüsensteuerhormons und des adrenocorticotropen Hormons aus dem Hypophysenvorderlappen kontrolliert.
  • Nucleus ruber
    Siehe roter Kern.
  • Nucleus subthalamicus
    Siehe subthalamischer Kern.
  • Nucleus tractus solitarii
    Ein Kern des Hirnstammes, der sensorischen Eingang erhält; dieser wird verwendet, um vegetative Funktionen wie Atmung und Blutdruck über austretende Signale in Richtung anderer Hirnstamm- und Vorderhirnkerne und zum Hypothalamus zu koordinieren.
  • Nucleus ventralis lateralis (VL-Kern)
    Ein Kern des Thalamus, der Informationen aus den Basalganglien und des Kleinhirns auf den Motorcortex umschaltet.
  • Nucleus ventralis posterior (VP-Kern)
    Der wichtigste Umschaltkern des Thalamus im somatosensorischen System.
  • Nucleus ventralis posteromedialis (VPM-Kern)
    Der Teil des Nucleus ventralis posterior des Thalamus, der somatosensorischen Eingang vom Gesicht erhält, einschließlich der Afferenzen von der Zunge.
  • Nuclid
    → Isotop
  • Nuklease
    Quelle: Genetik
    (lat. nucleus, Kern) Enzym, das Nukleinsäuren (DNA, RNA) abbaut.
  • Die Bausteine dieser Riesenmoleküle sind Nukleotide, diese sind eine Verbindung der vier Basen Adenin, Cytosin, Guanin, Thymin (im Fall von DNA) oder Uracil (im Fall von RNA) mit einem Zucker und Phosphatrest.
  • Nukleoid
    Quelle: Genetik
    (lat. nucleus, Kern) Kernäquivalent bei Prokaryoten, das nicht von einer Membran umschlossen ist.
  • Nukleolus
    Quelle: Genetik
    (lat. nucleus, Kern) Ort der Synthese von ribosomaler RNA (rRNA) im Zellkern (7 Abschn. 5.1.5).
  • Nukleosid
    Quelle: Genetik
    "(lat. nucleus, Kern) Purin- oder Pyrimidin-Base, die mit einem Zucker (Ribose oder Desoxyribose) kovalent verknüpft ist; Baustein der RNA bzw. DNA (7 Abschn. 2.1.2)."
  • Nukleosom
    Quelle: Genetik
    (lat. nucleus, Kern) Elementare Struktureinheit der Chromatide, in der zwei Windungen der DNA um einen Proteinkomplex aus acht Histonmolekülen gewunden sind (7 Abschn. 6.2).
  • Nukleotid
    Quelle: Genetik
    "(lat. nucleus, Kern) Nukleosid, das mit einem Phosphatrest kovalent verknüpft ist; Baustein der RNA bzw. DNA (7 Abschn. 2.1.2)."
  • "Grundbaustein der Nukleinsäuren (DNA und RNA); Nukleotide haben aber auch wichtige Aufgaben im Stoffwechsel eines Organismus. Nukleotide sind eine Verbindung aus einer Base, Zucker und einem Phosphat. Nukleoside haben keinen Phosphatrest."
  • Nukleus
    Quelle: Genetik
    (lat. nucleus, Kern) Zellkern.
  • Null-Allel
    Quelle: Genetik
    Allel, aus dem kein funktionelles Genprodukt entsteht.
  • Jedes statistisch Testverfahren legt eine Nullhypothese zugrunde, die anhand einer Stichprobe überprüft wird. Die Nullhypothese erklärt normalerweise die Struktur einer Datenmenge durch Zufall oder Unabhängigkeit von Ereignissen. Aus der Nullhypothese folgen z. B. Mittelwerte, die im Testverfahren mit den Beobachtungswerten verglichen werden. Der Nullhypothese steht die Alternativhypothese gegenüber.
  • Nullhypothese, engl. null hypothesis
    in der Statistik die Prämisse, dass sämtliche in einem Experiment beobachteten Unterschiede auf zufällige Abweichungen zurückzuführen sind, die sich durch die Entnahme von zwei begrenzten Stichproben aus derselben Population ergeben
  • Schließfrucht, bei der das gesamte Perikarp sklerenchymatisch ist. > Frucht, > Fruchttyp
  • NY-ESO-1 (New York esophageal squamous cell carcinoma-1)
    Besonders hochgradig immunogenes Krebs-Hodenantigen, das beim Menschen von vielen Tumoren exprimiert wird, etwa von Melanomen.
  • Nymphe, engl. instar
    letztes Entwicklungsstadium von hemimetabolen Insekten vor der Imaginalhäutung, das im Aussehen bereits sehr dem Vollinsekt ( → Imago) ähnelt (vgl. → Larve)