Lexikon - Gesamtglossar aller Bücher

  • Begriff
    Erklärung
  • Oberboden (Mutterboden), engl. topsoil
    auch als A-Horizont bezeichnet; oberste Schicht des Bodens; enthält von allen Bodenschichten den größten Anteil an organischem Material, kann aber aufgrund von Auswaschung sehr arm an mineralischen Nährstoffen sein
  • obere kritische Temperatur, engl. upper critical temperature
    die Außentemperatur, bei der endotherme Organismen im Ruhezustand aktiv die Abgabe von Wärme erhöhen müssen, um ein Ansteigen ihrer Körpertemperatur zu vermeiden
  • Obere Olive (Nucleus olivaris superior)
    Ein Kern in der caudalen Brücke, der Afferenzen von den Cochleariskernen erhält und Efferenzen zum Colliculus inferior sendet.
  • Oberfläche/Volumen-Verhältnis, engl. surface area-to-volume ratio
    für Zellen oder Vielzeller ist das Verhältnis von Oberfläche zum Volumen ein wichtiger Faktor, etwa für die maximale Größe, die eine Zelle oder ein Organismus erreichen kann, oder für die Kontaktmöglichkeiten mit der Umgebung
  • Oberflächenimmunglobulin
    Membrangebundenes Immunglobulin, das auf B-Zellen als Antigenrezeptor fungiert.
  • Oberflächenspannung, engl. surface tension
    die anziehend wirkenden Kräfte zwischen den Molekülen an der Oberfläche einer Flüssigkeit; insbesondere beiWasser (hier bedingt durch die Polarität der Wassermoleküle)
  • Die Bewertung der Ausprägung eines Merkmals ist unabhängig von der untersuchenden Person.
  • obligat, engl. obligate
    zwingend erforderlich (vgl. → fakultativ)
  • obligater Anaerobier, engl. obligate anaerobe
    anaerober Organismus (meist Prokaryot), der in Anwesenheit von Sauerstoff nicht überleben kann (Gegensatz zu → fakultativer Anaerobier)
  • obligater Parasit, engl. obligate parasite
    Organismus, der ausschließlich in oder auf anderen Lebewesen existieren und wachsen kann und dabei seinen Wirtsorganismus schädigt
  • Siehe Zwangsstörung.
  • Off-Center-Effekt
    Beim Off-Center-Effekt handelt es sich um einen leichten Versatz des Torhüters oder der Torhüterin von der Mitte zur rechten oder linken Seite. Er erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der Schütze oder die Schützin zu der Seite mit mehr Platz schießt, obwohl der Versatz so klein ist, dass er vom Schützen oder von der Schützin nicht bewusst wahrgenommen wird.
  • offen-kollaterales Leitbündel
    "Xylem und Phloem stehen sich im Querschnitt des Leitbündels (Fascis) hälftig gegenüber und sind durch ein Cambium (faszikuläres Cambium) voneinander getrennt; typisch für die Sprosse der Dikotyledonen und Gymnospermen. > geschlossen-kollaterales Leitbündel"
  • Offener Leserahmen
    Quelle: Genetik
    (engl. open reading frame, ORF) Sequenz von Nukleotiden, die die Aminosäuren eines Proteins codiert. Der offene Leserahmen wird von einem Start- bzw. Stoppcodon begrenzt (Codon).
  • offenes Kreislaufsystem, engl. open circulatory system
    Kreislaufsystem, in dem die einheitliche extrazelluläre Flüssigkeit als Hämolymphe die Gefäße des Kreislaufsystems verlässt, die Gewebe zwischen den Zellen durchströmt und anschließend wieder in das Kreislaufsystem zurückkehrt, um wieder herausgepumpt zu werden (Gegensatz zu → geschlossenes Kreislaufsystem)
  • Ohm’sches Gesetz
    Die Beziehung zwischen Stromstärke (I), Spannung (V) und Leitfähigkeit (g): I = gV. Da die elektrische Leitfähigkeit der Kehrwert des Widerstands (R) ist, kann das Ohm’sche Gesetz auch lauten: V = IR.
  • Ohrmuschel (Pinna)
    Das trichterförmig gestaltete Außenohr, das aus mit Haut bedecktem Knorpel besteht.
  • Okazaki-Fragment
    Quelle: Genetik
    Kurze, diskontinuierliche Stücke von DNA, die auf dem Folgestrang bei der Replikation der DNA entstehen (7 Abschn. 2.2).
  • Okazaki-Fragmente, engl. Okazaki fragments
    neu synthetisierte DNA, die bei der DNA-Replikation den Folgestrang bildet. Die einzelnen Okazaki-Fragmente werden durch die DNA-Ligase zu einem durchgehenden Strang verbunden.
  • Okzipitallappen (Hinterhauptslappen)
    Die Region des Großhirns, die im Hinterkopf liegt.
  • Okzipitallappen (Occipitallappen), engl. occipital lobe
    Hinterhauptlappen; einer der vier Lappen der Großhirnhemisphäre; dient der Verarbeitung visueller Informationen
  • olfaktorischer Sinn (von lat. olfactorius für „riechend“), engl. olfactoric sense
    der Geruchssinn
  • Oligoadenylat-Synthetase
    Enzym, das von Zellen als Reaktion auf eine Stimulation durch Interferon produziert wird. Es synthetisiert ungewöhnliche Nucleotidpolymere, die ihrerseits eine Ribonuclease aktivieren. Diese baut dann virale RNA ab.
  • oligoarches Leitbündel
    "radiäres Leitbündel mit wenigen Xylem- und Phloemsträngen; typisch für die Wurzeln der Dikotyledonen. > polyarches Leitbündel"
  • Oligodendrocyt, engl. oligodendrocyte
    zu den Gliazellen zählender Zelltyp, der im Zentralnervensystem die Myelinscheiden der Axone bildet
  • Oligodendrogliazelle
    Eine Gliazelle, die im zentralen Nervensystem Myelin bildet.
  • Oligomere (von griech. oligo für „wenige“ und meros für „Einheiten“), engl. oligomers
    zusammengesetzte, mittelgroße Moleküle aus zwei oder wenigenMonomeren (Gegensatz zu → Monomere, → Polymere)
  • Oligonucleotide, engl. oligonucleotides
    aus wenigen (meist 15–30) Nucleotiden aufgebaute DNA- oder RNA-Fragmente
  • Oligonukleotid
    Quelle: Genetik
    (lat. nucleus, Kern) Kurzes Fragment von ungefähr 10 bis 30 Nukleotiden.
  • Oligosaccharide, engl. oligosaccharides
    Kohlenhydrate, die aus drei bis 20 Monosacchariden bestehen
  • Oligosaccharine, engl. oligosaccharins
    beim enzymatischen Abbau pflanzlicher Zellwandbestandteile gebildete, sehr komplexe Gruppe von pflanzlichen Signalstoffen (Pflanzenhormonen); lösen die Abwehr von Pathogenen aus
  • Omenn-Syndrom
    Schwere Immunschwächekrankheit, die durch Defekte in einem der beiden RAG-Gene gekennzeichnet ist. Betroffene können nur geringe Mengen eines funktionsfähigen RAG-Proteins produzieren, sodass nur eine kleine Anzahl von V(D)J-Rekombinationen möglich ist.
  • Ommatidium
    Quelle: Genetik
    Einheit der Komplexaugen von Insekten.
  • Ommatidium (von griech. omma für „Auge“), engl. ommatidium
    Einzelauge des aus wenigen Dutzend bis zu über 10.000 Einzelaugen bestehenden Komplex- oder Facettenauges der ArthropodengruppeMandibulata
  • Omnipotent
    Quelle: Genetik
    "(lat. omnis, alles; lat. potens, mächtig) Fähigkeit eines Zellkerns (einer Zelle), alle unterschiedlichen Zelltypen zu bilden (totipotent)."
  • Omnivoren (von lat. omnis für „alles“ und vorare für „fressen“), engl. omnivores
    Allesfresser; Organismen, deren Ernährung auf mehreren trophischen Stufen erfolgt und die dabei sowohl pflanzliche als auch tierische Nahrung vertilgen (Gegensatz zu → Carnivoren, → Detritivoren, → Herbivoren)
  • Omnivorie, engl. omnivory
    Form der Prädation, bei der ein Tier als Prädator andere Tiere und Pflanzen frisst (Gegensatz zu → Carnivorie, → Herbivorie, → Parasitismus)
  • ON-Bipolarzelle
    Eine Bipolarzelle der Netzhaut, die als Reaktion auf Helligkeit (light ON) im Zentrum ihres rezeptiven Feldes depolarisiert.
  • Onkogene
    Quelle: Genetik
    Gene, die potenziell (bei Mutation) Tumoren verursachen können (7 Abschn. 13.4.1).
  • Onkogene (von griech. ogkos für „Schwellung“ und gennan für „erzeugen“), engl. oncogenes
    Gene, die ein Protein codieren, welches sehr stark die Zellteilung anregt.Mutationen in Onkogenen können zur Entstehung von Krebs führen.
  • Ontogenese
    Quelle: Genetik
    Entwicklung eines Individuums von der befruchteten Eizelle zum erwachsenen Lebewesen.
  • Ontogenie, engl. ontogeny
    Individualentwicklung eines Organismus (Gegensatz zu → Phylogenie)
  • Oocyte I (von griech. oon für „Ei“ und kytos für „Behältnis“), engl. primary oocyte
    der diploide Abkömmling eines Oogoniums. Bei vielen Arten tritt eine Oocyte in die Prophase der ersten meiotischen Teilung ein, danach kommt die Entwicklung für lange Zeit zum Stillstand. Erst viel später setzt sich der Prozess der Meiose fort, und es entstehen eine Oocyte II sowie ein Polkörper.
  • Oocyte II, engl. secondary oocyte
    die Tochterzelle der ersten meiotischen Teilung in der Oogenese, die fast das gesamte Cytoplasma erhält (vgl. → erster Polkörper)
  • Oocyte, engl. oocyte
    reife Eizelle und deren meiotische Vorläuferzellen (vgl. → Oocyte I, → Oocyte II)
  • Oocyten
    Quelle: Genetik
    "(lat. ovum, Ei) Weibliche Keimzellen (Eizelle). Primäre Oocyten: weibliche Keimzellen nach Abschluss der mitotischen Teilung; sekundäre Oocyten: weibliche Keimzellen nach der meiotischen Teilung, aus der sich die reifen weiblichen Keimzellen entwickeln (7 Abschn. 12.6.5)."
  • Oogenese (von griech. zoon für „Ei“ und genesis für „entstehen“), engl. oogenesis
    Gametenbildung im weiblichen Geschlecht, die zur Entstehung der Eizellen führt (vgl. → Oocyte)
  • Oogonien, engl. oogonia
    (1) bei manchen Algen und Pilzen vorkommende weibliche Geschlechtsorgane, in denen eine Eizelle gebildet wird; (2) bei weiblichen Tieren die diploiden Stammzellen der Eizellen (vgl. → Oocyte)
  • Ootiden, engl. ootids
    auch als Ovotiden bezeichnet; die Tochterzellen der Meiose II bei der Oogenese, die sich zur reifen Eizelle und zu den drei → Polkörpern differenzieren
  • Operante Konditionierung
    Eine Form des Lernens, bei der eine Reaktion wie eine motorische Verhaltensweise mit einer Belohnung wie Nahrung verbunden wird. Auch als instrumentelle Konditionierung bezeichnet.
  • operante Konditionierung, engl. operant conditioning
    die Steuerung der Verhaltensreaktion von Tieren auf einen nicht mit diesem Verhalten in Zusammenhang stehenden Reiz durch eine Belohnung oder Bestrafung
  • Operantes Verhalten
    Operantem Verhalten gehen keine längeren Abwägungen voraus. Es ist von einer Person selbst initiiert und wird spontan und über einen längeren Zeitraum wiederholt gezeigt (z. B. im Lebenslauf immer wieder auf das leistungsorientierte Sporttreiben zurückkommen).
  • Operator
    Quelle: Genetik
    (lat. operari, arbeiten, wirken) Ein cis-wirksames Regulationselement von Genen (S. 140).
  • Operator, engl. operator
    Region eines Operons, die als Bindungsstelle für den Repressor fungiert
  • Operon
    Quelle: Genetik
    (lat. operari, arbeiten, wirken) Gruppe zusammenhängender, funktionell verwandter Gene (in Bakterien), die in einer einzigen Transkriptionseinheit organisiert sind und durch eine einzelne, benachbarte regulatorische Region (Operator) reguliert werden (7 Abschn. 4.5).
  • Operon, engl. operon
    genetische Transkriptionseinheit, die im typischen Fall aus mehreren gemeinsam transkribierten Strukturgenen besteht; enthält mindestens zwei Kontrollregionen: den Promotor und den Operator
  • Ophthalmia sympathica
    Autoimmunreaktion, durch die bei Schädigung des einen Auges auch das andere Auge beeinträchtigt wird.
  • Opioide
    Eine Klasse von Substanzen wie Morphin, Codein und Heroin, die schmerzlindernd wirken, aber auch Stimmungsänderungen, Müdigkeit, geistige Umnachtung, Übelkeit, Erbrechen und Verstopfung hervorrufen können.
  • Opioidrezeptor
    Ein Membranprotein, das natürliche (z.B. Endorphin) und synthetische (z. B. Morphin) opioide Substanzen selektiv bindet.
  • Opportunitätskosten, engl. opportunity costs
    auch als Alternativkosten oder Gelegenheitskosten bezeichnet; Summe der Vorteile, die einem Tier dadurch entgehen, dass es ein bestimmtes Verhalten zeigt und daher nicht gleichzeitig andere Verhaltensweisen zeigen kann (vgl. → Energiekosten, → Risikokosten)
  • Opsin (von griech. opsis für „Blick“), engl. opsin
    der Proteinanteil des Sehpigments von Wirbeltieren; ist mit dem Pigmentmolekül 11-cis-Retinal assoziiert (vgl. → Rhodopsin)
  • Opsonisierung
    Bedeckung der Oberfläche eines Krankheitserregers mit Antikörpern und/oder Komplementproteinen, sodass er von Phagocyten aufgenommen werden kann.
  • Opsonisierung
    immunologische Markierung von Mikroorganismen
  • optische Auflösung, engl. optical resolution
    Eigenschaft eines Auges oder eines optischen Geräts, zum Beispiel eines Mikroskops; minimaler Abstand zwischen zwei Linien oder Punkten, die noch getrennt wahrgenommen werden können
  • optische Isomere (Enantiomere), engl. optical isomers
    zwei Stereoisomere, die sich wie Bild und Spiegelbild verhalten
  • Optisches Tectum (Tectum opticum)
    Eine Bezeichnung, die insbesondere bei nicht zu den Säugetieren gehörenden Vertebraten für die Beschreibung des Colliculus superior verwendet wird.
  • Optogenetik
    Eine Methode, die eine Steuerung der neuronalen Aktivität ermöglicht. Dazu werden in Neuronen fremde Gene eingeschleust, die Ionenkanäle in Membranen exprimieren, welche sich in Reaktion auf Licht öffnen.
  • oral (von lat. os für „Mund“), engl. oral
    bezieht sich auf den Mund bzw. den Bereich des Körpers, an dem der Mund liegt (Gegensatz zu → aboral)
  • orale Toleranz
    Unterdrückung von spezifischen systemischen Immunantworten auf ein Antigen, indem man dieses Antigen vorher oral (auf enterischem Weg) verabreicht.
  • Orbital, engl. orbital
    räumlich definierter Bereich um den Atomkern, in dem sich das Elektron mit höchster Wahrscheinlichkeit befindet
  • ordinale Variablen, engl. ordinal variables
    kategorische Variablen mit einer natürlichen Reihenfolge, etwa die Stufen A, B, C, D, E und F
  • Ordnungszahl, engl. atomic number
    Zahl der Protonen im Kern eines Atoms; entspricht auch der Zahl der Elektronen, die ein neutrales Atom umgeben; bestimmt die chemischen Eigenschaften des Atoms und seine Stellung im Periodensystem der Elemente
  • Orexigenes Peptid
    Ein neuroaktives Peptid, das das Nahrungsaufnahmeverhalten stimuliert; Beispiele sind Neuropeptid Y (NPY), agouti-related peptide (AgRP), Melanin-konzentrierendes Hormon (melanin-concentrating hormone, MCH) und Orexin.
  • Organe (von griech. organon für „Werkzeug“), engl. organs
    Körperteile wie Herz, Leber, Gehirn bei Tieren oder Wurzel und Blätter bei Pflanzen. Organe sind aus unterschiedlichen Geweben zusammengesetzt und erfüllen bestimmte Funktionen. Einzelne Organe wiederum sind Bestandteil eines übergeordneten → Organsystems, zum Beispiel des Verdauungs- oder des Fortpflanzungssystems.
  • Organellen, engl. organelles
    spezialisierte, meist membranumhüllte Strukturen in eukaryotischen Zellen; Beispiele sind Chloroplasten, endoplasmatisches Reticulum, Mitochondrien
  • Organidentitätsgene, engl. organ identity genes
    Gene von Angiospermen, welche die verschiedenen Blütenorgane festlegen (vgl. → homöotische Gene)
  • Organisator
    → Spemann-Organisator
  • organisch, engl. organic
    (1) Beschreibung der chemischen Kohlenstoffverbindungen(mit Ausnahme weniger anorganischer Verbindungen); (2) Beschreibung aller Aspekte lebender Materie, zum Beispiel deren Evolution, Struktur oder Chemie
  • organische Chemie, organic chemistry
    die Chemie der Kohlenstoffverbindungen (mit Ausnahme weniger anorganischer Verbindungen)
  • organische Dünger, engl. organic fertilizers
    organische Substanzen, die dem Boden zur Verbesserung der Fruchtbarkeit zugefügt werden; bestehen aus teilweise verrottetem Pflanzenmaterial (Kompost) oder tierischen Ausscheidungsprodukten (Dung, Mist)
  • organische Phosphate, engl. organic phosphates
    auch als Organophosphate bezeichnet; die Phosphatgruppen in organischen Verbindungen
  • Organogenese, engl. organogenesis
    Bildung von Organen und Organsystemen während der Embryonalentwicklung
  • Organsystem, engl. organ system
    zusammenhängendes, koordiniertes Gefüge von Geweben und Organen, das gemeinsam eine physiologische Funktion erfüllt
  • Organum vasculosum laminae terminalis (OVLT)
    Eine spezialisierte Region des Hypothalamus, die Neuronen enthält, welche empfindlich für die Bluttonizität sind; sie aktivieren magnozelluläre neurosekretorische Zellen, die Adiuretin in das Blut abgeben und so osmotischen Durst auslösen.
  • Orientierungskolumne
    Eine Säule aus Neuronen der Sehrinde, die sich von der Schicht II zur Schicht VI erstreckt, die am stärksten auf die gleiche Stimulusorientierung reagieren.
  • Orientierungsselektivität
    Die Eigenschaft einer Zelle des Sehsystems, die nur auf eine schmale Bandbreite von Orientierungsreizen reagiert.
  • Orthologe (von griech. orthos für „echt“, „direkt“), engl. orthologs
    homologe Gene, deren Abweichungen sich auf Artbildungsereignisse zurückführen lassen und deren Genprodukt bei unterschiedlichen Arten die gleiche Funktion hat (Gegensatz zu → Paraloge)
  • Orthologe Gene
    Quelle: Genetik
    Gene sind ortholog, wenn sie sich zur selben Zeit auseinanderentwickelten wie die betrachteten Organismen.
  • Ortszelle
    Ein Neuron im Hippocampus der Ratte, das nur reagiert, wenn sich das Tier in einem bestimmten Ort der Umgebung befindet.
  • Osmokonformer, engl. osmoconformer
    aquatische Tiere, bei denen die Osmolarität ihrer extrazellulären Flüssigkeit passiv der Osmolatität ihrer externen Umgebung folgt (Gegensatz zu → Osmoregulatoren)
  • Osmolarität, engl. osmolarity
    Konzentration osmotisch aktiver Teilchen ( → Solute) in einer Lösung
  • Osmoregulatoren, engl. osmoregulators
    aquatische Tiere, welche die Osmolarität ihrer extrazellulären Flüssigkeit aktiv regulieren (Gegensatz zu → Osmokonformer)
  • Osmorezeptoren, engl. osmoreceptors
    Neuronen, die Ladungen im osmotischen Potenzial extrazellulärer Flüssigkeiten in Aktionspotenziale umwandeln
  • Osmose (von griech. osmos für „schieben“), engl. osmosis
    Diffusion von Molekülen eines Lösungsmittels durch eine semipermeable Membran, die zwei Regionen unterschiedlicher Solutkonzentration voneinander trennt
  • Lösung, die in der Lage ist, ein osmotisches Potenzial aufzubauen. > osmotisches Potenzial
  • Osmotischer Durst
    DieMotivation,Wasser zu trinken als Folge einer gestiegenen Bluttonizität (Osmolarität des Blutes).
  • osmotisches Potenzial
    Maß für das Bestreben einer wässrigen Lösung, die von einer anderen Lösung durch eine selektiv permeable Membran getrennt ist, sich durch Wasseraufnahme zu verdünnen. > Plasmolyse, > Deplasmolyse, > Osmotikum
  • osmotisches Potenzial
    → Lösungspotenzial
  • Osteoblasten (von griech. osteon für „Knochen“ und blastanein für „bilden“), engl. osteoblasts
    Knochenbildungszellen; Zellen, welche die kollagenhaltige Matrix des Knochens anlegen
  • Osteocyten, engl. osteocytes
    aus Osteoblasten hervorgehende Zellen, die vom Lakunensystem des Knochens umgeben sind, den sie bilden
  • Osteoklast
    mehrkerniger, das Knochengewebe zerstörender Phagozyt (Chondrozyt)
  • Osteoklasten (von griech. osteon für „Knochen“ und klaein für „zerbrechen“), engl. osteoclasts
    knochenabbauende Zellen
  • Osteone
    → Havers-Systeme
  • Osteozyt
    Knochenzelle
  • Ostwinde, engl. easterlies
    die in hohen Breiten vorherrschenden, von Osten nach Westen wehenden Winde (vgl. → Westwinde)
  • Otolithen
    → Statolithen
  • Otolithenapparat
    Utriculus oder Sacculus; Organe des vestibulären Labyrinths im Innenohr, die Neigung des Kopfes und Beschleunigung übertragen.
  • Eine Art, die weit verwandt zu Arten ist, deren Eigenschaften verglichen werden. Die Mitbetrachtung von Outgroup-Spezies beim genetischen Artenvergleich ist notwendig, um einen Evolutionsweg möglichst eindeutig zu beschreiben.
  • Ovales Fenster
    Ein Loch in der knöchernen Hörschnecke des Innenohrs, an dem die Bewegung der Gehörknöchelchen auf die Flüssigkeit in der Hörschnecke übertragen wird.
  • ovales Fenster, engl. oval window
    von den im Mittelohr befindlichen Gehörknöchelchen bewegte, flexibleMembran, welche die Druckwellen im Innenohr erzeugt
  • "Fruchtknoten; Teil des Pistills. > Pistill"
  • Ovar (von lat. ovum für „Ei“), engl. ovary
    weibliches Organ bei Tieren (Eierstock) und Pflanzen (Fruchtknoten), das Eizellen produziert
  • Ovarialzyklus, engl. ovarian cycle
    der Monatszyklus bei Frauen, in dessen Verlauf Eizellen und Hormone produziert werden (Gegensatz zu → Menstruationszyklus)
  • Ovidukt (von lat. ovum für „Ei“ und ducere für „führen“), engl. oviduct
    Eileiter; Gang, der dem Transport der Eizellen vom Eierstock in den Uterus (bei Säugetieren) oder nach außen dient
  • Oviparie (von lat. oviparus für „eigeboren“), engl. ovipary
    das Legen von Eiern; Entwicklungstyp, bei dem sich die vom Weibchen abgelegten Eier außerhalb des Mutterleibs entwickeln (Gegensatz zu → Viviparie)
  • Ovoviviparie, engl. ovoviviparity
    Form der Fortpflanzung, bei der sich die befruchteten Eier innerhalb des mütterlichen Körpers entwickeln und auch die Jungen im Körper der Mutter schlüpfen, ohne jedoch über eine Placenta mit ihr verbunden zu sein
  • Ovulation, engl. ovulation
    Eisprung; Abgabe einer Eizelle aus dem Ovar
  • Ovulum
    → Samenanlage
  • Ovum (lat. für „Ei“), engl. ovum
    die Eizelle, der weibliche Gamet
  • Oxalacetat, engl. oxaloacetate
    vier Kohlenstoffatome enthaltendes Salz einer Carbonsäure mit der Formel HOOC–CO–CH2–COOH; Zwischenstufe von Stoffwechselwegen wie dem Citratzyklus
  • Oxidation, engl. oxydation
    der relative Verlust von Elektronen bei einer chemischen Reaktion; entweder durch direkte Abgabe eines Ions oder, indem die Elektronen mit einer anderen Substanz geteilt werden, die – wie etwa Sauerstoff – eine höhere Elektronegativität besitzen. Die meisten Oxidationen, einschließlich der biologischen, sind mit der Freisetzung von Energie verbunden. (Gegensatz zu → Reduktion)
  • Oxidationsmittel, engl. oxidizing agent
    Substanz, die von einer anderen Substanz Elektronen aufnehmen kann. Das Oxidationsmittel wird dabei reduziert, der Partner (das → Reduktionsmittel) oxidiert.
  • Oxidative Phosphorylierung
    Teil des aeroben Energiestoffwechsels
  • oxidative Phosphorylierung, engl. oxidative phosphorylation
    die Bildung von ATP in den Mitochondrien, die mit einem Elektronenfluss in der Atmungskette verbunden ist
  • "Enzym, das Sauerstoffatome auf ein Substrat überträgt; eine Elektronenübergabe/-abgabe wird katalysiert."
  • Oxygenase, engl. oxygenase
    Enzym, das die direkte Übertragung von molekularem Sauerstoff (O2) auf ein Substrat katalysiert
  • Oxytocin
    Ein kleines Peptidhormon, das vom Hypophysenhinterlappen durch magnozelluläre neurosekretorische Zellen freigesetzt wird; stimuliert die Uteruskontraktion und die Entleerung der Milch aus den Milchdrüsen.
  • Oxytocin, engl. oxytocin
    vom Hypophysenhinterlappen sezerniertes Hormon, das soziale Bindungen fördert
  • ozeanische Zone, engl. ocenanic zone
    dieMeereszone, die sich von der Küste bis ins offene Meer erstreckt; charakterisiert durch tiefes Wasser mit unterschiedlichem Sauerstoffgehalt, relativ stabile Temperaturen und einen relativ stabilen Salzgehalt