Lexikon - Gesamtglossar aller Bücher

  • Begriff
    Erklärung
  • P-Nucleotide
    Kurze palindromische Nucleotidsequenzen, die zwischen den rekombinierten Gensegmenten für die V-Region der Antigenrezeptoren, die durch die asymmetrische Auflösung einer haarnadelförmigen Zwischenstufe während der RAG-abhängigen Genumlagerung entstehen.
  • P-Selektin
    → Selektine
  • P-Selektin-Glykoprotein-Ligand 1 (PSGL-1)
    Protein, das von aktivierten T-Effektorzellen exprimiert wird und ein Ligand für P-Selektin auf Endothelzellen ist; kann aktivierten T-Zellen die Fähigkeit verleihen, in geringer Zahl in alle Gewebe einzudringen.
  • P-Typ-Ganglienzelle
    Ein Typ von Ganglienzellen in der Netzhaut, der durch einen kleinen Zellkörper und Dendritenbaum, eine tonische Reaktion auf Licht und eine Empfindlichkeit für unterschiedliche Wellenlängen des Lichts gekennzeichnet ist. Auch als P-Zelle bezeichnet.
  • p-Wert, engl. P-value
    die berechnete Wahrscheinlichkeit, ein bestimmtes Ergebnis durch eine zufällige Stichprobe zu erhalten, sofern die Nullhypothese zutrifft
  • Untereinheit von NFκB
  • Untereinheit von NFκB
  • PA28-Proteasomaktivatorkomplex
    Der Proteinkomplex besteht aus mehreren Untereinheiten, wird von Interferon-γ induziert und nimmt die Stelle der regulatorischen 19S-Cap des Proteasoms ein, wodurch sich die Rate erhöht, mit der die Peptide den katalytischen Kernbereich des Proteasoms verlassen.
  • Paarregelgene, engl. pair rule genes
    Segmentierungsgene bei der Entwicklung von Taufliegen (Drosophila), welche die Embryonen in einem frühen Stadium in Einheiten aus jeweils zwei Segmenten unterteilen; Bestandteil der Entwicklungskaskade, an der auch Maternaleffektgene, Lückengene, Segmentpolaritätsgene und Hox-Gene beteiligt sind
  • Paarung, engl. mating
    die körperliche Vereinigung von Individuen zum Zweck der Fortpflanzung
  • Paarungstypen, engl. mating types
    eine bestimmte Form einer Art, die sich mit Mitgliedern anderer Formen derselben geschlechtlich fortpflanzen kann, nicht jedoch mit Vertretern der gleichen Form
  • Pachytän
    Quelle: Genetik
    Chromosomaler Strukturzustand während der meiotischen Prophase I (S. 237).
  • Pacini-Körperchen, engl. Pacinian corpuscle
    tief in der Haut liegende, verkapselte Mechanorezeptoren, die empfindlich auf Druck und Vibrationen reagieren
  • → plättchenaktivierender Faktor
  • Siehe periaquäduktales Grau.
  • Paläontologie (von griech. palaios für „alt“ und logos für „Kunde“), engl. paleontology
    die wissenschaftliche Erforschung von Fossilien und ausgestorbenen Lebewesen vergangener erdgeschichtlicher Epochen
  • Palindrom
    Quelle: Genetik
    "Wort, Zahl, Satz, der vorwärts und rückwärts gelesen denselben Sinn ergibt. In Nukleinsäuren sind das Sequenzen, die in Strang und Gegenstrang identisch und häufig Erkennungsstellen für Proteine sind (Transkriptionsfaktoren; Restriktionsenzyme)."
  • Palisadenparenchym
    langgestreckte, parallel nebeneinander ausgerichtete parenchymatische Zellen des Mesophylls. > Mesophyll, > Schwammparenchym
  • Pallidum (Globus pallidus)
    Ein Teil der Basalganglien im Vorderhirn; beteiligt an der Bewegungskontrolle.
  • Pallium
    → Mantel
  • PALS-Region (periarteriolar lymphoid sheath)
    Bestandteil des inneren Bereichs der weißen Pulpa in der Milz; enthält hauptsächlich T-Zellen.
  • PAMPs
    → pathogenassoziierte molekulare Muster
  • Paneth-Körnerzellen
    Drüsenzellen des Darmepithels
  • Paneth-Zellen
    Spezialisierte Epithelzellen an der Basis der Krypten im Dünndarm, die antimikrobielle Peptide sezernieren.
  • Pangaea (von griech. pan für „alles“, „ganz“ und gaia für „Erde“), engl. Pangaea
    einziger Superkontinent, der während des Perms durch Vereinigung aller einzelnen Landmassen entstand
  • Panikstörung
    Eine psychische Störung, die durch sich wiederholende und scheinbar unbegründete Panikattacken und die Angst vor einerWiederholung solcher Attacken gekennzeichnet ist.
  • Pankreas
    Bauchspeicheldrüse
  • Pankreas, engl. pancreas
    Bauchspeicheldrüse; bei Wirbeltieren nahe dem Magen gelegene Drüse, die Verdauungsenzyme in den Dünndarm sezerniert und Insulin und Glucagon in das Blut abgibt
  • größter Vormagen von Wiederkäuern (Rumen)
  • Pansen, engl. rumen
    erster Abschnitt des vierkammerigen Magens von Wiederkäuern. Hier und im Netzmagen wird die Pflanzennahrung, insbesondere Cellulose, mithilfe von Mikroorganismen vorverdaut.
  • → pyogene Arthritis, Pyoderma gangraenosum und Akne
  • Papain
    Protease, die das IgG-Antikörpermolekül an der aminoterminalen Seite der Disulfidbrücken spaltet, wodurch zwei Fab-Fragmente und ein Fc-Fragment entstehen.
  • Papez-Kreis
    Eine Kette von Strukturen, die den Hypothalamus und die Hirnrinde miteinander verbinden und die nach Papez ein System für das Entstehen von Emotionen ist.
  • Papille
    Eine kleine Auswölbung der Zungenoberfläche, die Geschmacksknospen enthält.
  • Parabronchien, engl. parabronchi
    Lungenpfeifen; Luftkanäle in der Lunge von Vögeln, durch welche die Atemluft unidirektional strömt
  • Paracortex, Paracorticalzone
    T-Zell-Region der → Lymphknoten.
  • Parahippocampaler Cortex
    Eine cortikale Region im medialen Temporallappen, die lateral zum Sulcus rhinalis liegt.
  • parakrin
    Beschreibung für ein Cytokin oder ein anderes biologisch aktives Molekül, das auf Zellen einwirkt, die in der Nähe der Zelle, die das Molekül produziert, lokalisiert sind.
  • Parakrin
    Signalstoff wirkt in unmittelbarer Umgebung der sekretorischen Zelle
  • parakrin, engl. paracrine
    Sekretionsmechanismus, bei dem das sezernierte Hormon auf Zellen in der Nachbarschaft der sezernierenden Zelle wirkt (vgl. → endokrin, → autokrin)
  • Parallele Reizverarbeitung
    Die Vorstellung, dass unterschiedliche Reizmerkmale im Gehirn parallel in voneinander abgegrenzten Bahnen verarbeitet werden.
  • Parallelentwicklung, engl. parallel evolution
    die wiederholte Entstehung von ähnlichen Merkmalen bei nahe verwandten Arten, ermöglicht durch konservierte Entwicklungsgene
  • Parallelfaser
    Ein Axon einer Körnerzelle im Kleinhirn, das Purkinje-Zellen innerviert. Die Plastizität der Synapse zwischen einer Parallelfaser und einer Purkinje-Zelle ist vermutlich für das motorische Lernen von Bedeutung.
  • Parallelnervatur
    in den Blättern parallel zueinander verlaufende Leitbündel. > Netznervatur, > Leitbündel
  • Paraloge Gene
    Quelle: Genetik
    Duplizierte Gene in einem Organismus (homologe Gene, orthologe Gene).
  • Paraloge, engl. paralogs
    homologe Gene, deren Abweichungen sich auf Genduplikationsereignisse zurückführen lassen und deren Produkte im gleichen Organismus oft unterschiedliche Funktion haben (Gegensatz zu → Orthologe)
  • paraphyletisch (von griech. para für „neben“ und pylon für „Stamm“, „Sippe“), engl. paraphyletic
    taxonomischer Begriff für eine Gruppe, die eine Ausgangsart und einige, aber nicht alle Abkömmlinge davon umfasst; beispielsweise die Gruppe der „Reptilia“, weil sie die Vögel ausschließt (Gegensatz zu → polyphyletisch, → monophyletisch)
  • Parasit (von griech. parasitos für „jemanden, der vom Tisch eines anderen speist“), engl. parasite
    Organismus, der einen anderen, meist wesentlich größeren Organismus (alsWirt bezeichnet) befällt und sich von dessen Substanz ernährt; schädigt seinen Wirt, tötet ihn aber nur manchmal
  • Parasiten
    Organismen, die auf Kosten eines lebenden Wirtes existieren und ihn dabei schädigen können. In der Immunologie beschränkt sich die Bezeichnung auf Würmer und Protozoen. Mit ihnen befasst sich die Parasitologie.
  • Parasitismus, engl. parasitism
    Form der Prädation, bei welcher der Prädator (ein Parasit) auf oder in seiner „Beute“ (dem Wirt) lebt und sich nur von bestimmten Geweben ernährt, ohne seinen Wirt notwendigerweise zu töten (Gegensatz zu → Carnivorie, → Herbivorie, → Omnivorie)
  • Parasympathicus
    Ein Bestandteil des vegetativen Nervensystems, der den Herzschlag, die Atmung, den Stoffwechsel und die Verdauung aufrechterhält; seine peripheren Axone treten aus dem Hirnstamm und dem sakralen Rückenmark aus. Siehe auch Sympathicus.
  • Parasympathicus, engl. parasympathetic nervous system
    Teil des autonomen (vegetativen) Nervensystems, das als Gegenspieler zum Sympathicus fungiert (Gegensatz zu → Sympathicus)
  • Parathormon
    → Parathyrin
  • Parathormon
    Peptidhormon zur Regulation des Calcium-Blutspiegels
  • Parathyreoidea, engl. parathyroid glands
    Nebenschilddrüse; vier in der rückwärtigen Oberfläche der Schilddrüse gelegene Drüsen; produzieren und sezernieren Parathormon
  • Parathyrin (PTH, Parathormon), engl. parathyroid hormone
    von den Nebenschilddrüsen sezerniertes Hormon; regt die Aktivität der Osteoklasten an und erhöht den Calciumspiegel im Blut (vgl. → Calcitonin)
  • Epitop-Bindungsstruktur von Immunglobulinen
  • Paratop (von griech. para für „neben“, „miteinander“), engl. paratope
    die für das Erkennen des → Epitops verantwortliche Region einer T-Zelle oder eines Antikörpers
  • Parazentrische Inversion
    Quelle: Genetik
    Inversion, die kein Centromer einschließt (S. 412).
  • "pflanzliches Grundgewebe (echtes Gewebe); besteht aus dünnwandigen, stoffwechselaktiven Zellen. > sekundäres Cambium, > Meristem"
  • Parenchym, engl. parenchyma
    Pflanzengewebe aus relativ unspezialisierten Zellen ohne Sekundärwände; bei Plattwürmern lockeres, zellenreiches Bindegewebe mit flüssigkeitsgefüllten Spalten (Gegensatz zu → Kollenchym, → Sklerenchym)
  • Parentalgeneration (P-Generation), engl. parental generation (P generation)
    Individuen, die sich bei einer genetischen Kreuzung als Elterngeneration fortpflanzen. Aus dieser Kreuzung geht die erste → Filialgeneration (F1-Generation) hervor.
  • Parietallappen (Scheitellappen)
    Die Region des Großhirns, die unter dem Scheitelbein liegt.
  • Parietallappen, engl. parietal lobe
    Scheitellappen; einer der vier Lappen der Großhirnhermisphären; hier werden komplexe Reize verarbeitet; umfasst auch den primären somatosensorischen Cortex
  • Parietalzellen
    → Belegzellen.
  • Parkinson-Krankheit
    Eine Bewegungsstörung, die durch Schädigung der Substantia nigra verursacht wird und die durch Bewegungsarmut, Probleme bei der Ausführung von willkürlichen Bewegungen und Ruhetremor gekennzeichnet ist.
  • paroxysmale nächtliche Hämoglobinurie (PNH)
    Krankheit, bei der die komplementregulatorischen Proteine defekt sind, sodass die Aktivierung von Komplementfaktoren, die an rote Blutkörperchen binden, zu Episoden spontaner Hämolyse führt.
  • Parsimonie-Prinzip (Sparsamkeitsprinzip), engl. parsimony principle
    das Prinzip, aus einer Reihe plausibler Erklärungen für ein Phänomen die einfachste auszuwählen. Auf die Rekonstruktion von Stammbäumen angewendet bedeutet dies, für all die Merkmale sämtlicher Gruppen eines Stammbaums möglichst wenige evolutionäre Veränderungen anzunehmen.
  • Vermehrungsweise von einigen Eukaryoten, bei der nur das mütterliche Genom weitergegeben wird. Individuen der weiblichen Klonlinien sind, bis auf Mutationen, identisch (> asexuelle Vermehrung).
  • Parthenogenese (von griech. parthenogenes für „von einer Jungfrau geboren“), engl. parthenogenesis
    Jungfernzeugung; Entwicklung von Organismen aus unbefruchteten Eizellen
  • Parthenokarpie (von griech parthenos für „Jungfrau“), engl. parthenocarpy
    Jungfernfrüchtigkeit; Fruchtbildung einer Blüte ohne vorherige Befruchtung
  • Partialdruck, engl. partial pressure
    Teildruck eines Gases in einem Gasgemisch, der auch dem Druck des Einzelbestandteils im gleichen Volumen entspräche. So entspricht der Partialdruck von Sauerstoff auf Meereshöhe 20,9%des barometrischen Luftdrucks.
  • partielle Furchung
    → meroblastische Furchung
  • Partieller Anfall
    Pathologisch starke und synchrone neuronale Aktivität, die auf eine kleine Region im Gehirn beschränkt bleibt. Siehe auch generalisierter Anfall.
  • Parvo-Interblob-Pfad
    Eine Bahn für die Verarbeitung visueller Information, die mit den P-Typ-Ganglienzellen der Netzhaut beginnt und in die Interblobregionen der Schicht III der primären Sehrinde reicht; vermutlich an der Verarbeitung von Informationen über Details von Objektformen beteiligt.
  • Parvozelluläre CGL-Schicht
    Eine Schicht des Corpus geniculatum laterale, die synaptische Eingänge von P-Typ-Ganglienzellen der Netzhaut erhält.
  • Passatwinde, engl. trade winds
    in den Tropen vorherrschendeWinde, die von Osten nach Westen wehen
  • passive Immunisierung
    Injektion von Antikörpern oder eines Immunserums in einen ungeschützten Empfänger, um einen spezifischen Immunschutz zu übertragen (→ aktive Immunisierung).
  • passiver Transport, engl. passive transport
    Diffusion durch eine Biomembran; kann durch einen Kanal oder ein Carrierprotein erleichtert werden (Gegensatz zu → aktiver Transport)
  • Patch-Clamp-Technik, engl. patch clamping
    Methode zur elektrischen Isolierung eines winzigen Membranstücks (Patch) vermittels einer sehr feinen Glaspipette (Clamp), um die Ionenbewegung durch einen einzelnen Membrankanal untersuchen zu können
  • Paternaler Effekt
    Quelle: Genetik
    (lat. pater, Vater) Einfluss des väterlichen Genoms auf den Phänotyp der Nachkommen.
  • Pathogen
    Mikroorganismus, der normalerweise eine Krankheit hervorruft, wenn er einen Wirtsorganismus infiziert.
  • Pathogen
    Krankheitenerzeugender Mikroorganismus
  • Pathogen (von griech. pathos für „Krankheit“ und gennan für „erzeugen“), engl. pathogen
    Krankheitserreger; Lebewesen oder Virus, das eine Krankheit hervorruft
  • pathogenassoziierte molekulare Muster (PAMPs) (pathogen-associated molecular patterns)
    Moleküle, die mit bestimmten Gruppen von Krankheitserregern assoziiert sind und von den Zellen des angeborenen Immunsystems erkannt werden (→ Mustererkennungsrezeptoren).
  • pathogenassoziierte molekulare Muster (PAMPs), engl. pathogen associated molecular patterns
    Moleküle oder Strukturmotive, die für ein breites Spektrum an → Pathogenen charakteristisch sind und von bestimmten Rezeptoren des angeborenen Abwehrsystems von Tieren und Pflanzen, den → Mustererkennungsrezeptoren, erkannt werden
  • Pathogenese
    Ursprung oder Ursache eines Krankheitsbildes pathogene Mikroorganismen Infektiöse Mikroorganismen, die bei ihrem Wirt eine Erkrankung verursachen.
  • Pathogenese
    Krankheitsverlauf
  • Das Potenzial eines Krankheitserregers, seinen Wirtsorganismus krank zu machen.
  • Pathophysiologie
    Untersuchung der pathologischen Veränderungen physiologischer Prozesse, die bei Erkrankungen auftreten.
  • patrouillierende Monocyten
    Bestimmte zirkulierende Monocyten, die sich an das Gefäßendothel heften und es überwachen. Sie unterscheiden sich von den klassischen Monocyten durch ihre geringe Expression von Ly6C.
  • PCR
    Quelle: Genetik
    "Polymerasekettenreaktion; Methode zur schnellen Amplifikation von DNA (7 Technikbox 4)."
  • Abkürzung von „polymerase chain reaction“ (Polymerasekettenreaktion). Eine Technik, die es erlaubt, kleine DNAMengen so zu vermehren, dass diese einer technischen Analyse zugänglich werden.
  • PCR
    → Polymerasekettenreaktion
  • PD-1 (programmed death 1)
    Rezeptor auf T-Zellen, der bei Bindung seiner Liganden PDL1 und PD-L2 die Signalübertragung des Antigenrezeptors hemmt. PD-1 enthält in seiner cytoplasmatischen Domäne ein ITIM-Motiv. Es ist ein Zielmolekül für Krebstherapien, die T-Zell-Antworten gegen Tumoren stimulieren sollen.
  • PD-L1 (B7-H1) (programmed death ligand-1)
    Transmembranrezeptor, der an den inhibitorischen Rezeptor PD-1 bindet. PD-L1 wird von vielen Zelltypen exprimiert und seine Expression von inflammatorischen Cytokinen gesteigert.
  • PD-L2 (B7-DC) (programmed death ligand-2)
    Transmembranrezeptor, der an den inhibitorischen Rezeptor PD-1 bindet und vor allem von dendritischen Zellen exprimiert wird.
  • Siehe Phosphodiesterase.
  • PECAM
    → CD31
  • Pediastrum sp.
    Chlorophyceae, Chlorophyta
  • Galacturonsäure-Polymer
  • Pelagial (von griech. pelagos für „Meer“), engl. pelagic zone
    das offene Meer
  • Pembrolizumab
    Humanisierter Anti-PD-1-Antikörper des Menschen; wird bei der Behandlung von metastasierenden Melanomen zur Checkpoint-Blockade angewendet.
  • Pemphigus vulgaris
    Autoimmunerkrankung, die durch starke Blasenbildung der Haut und Schleimhäute gekennzeichnet ist.
  • Penetranz
    Quelle: Genetik
    (lat. penetrare, durchdringen) Ausprägungsweise eines Allels (S. 478). Der Grad der Penetranz gibt an (in %), in welchem Anteil der Individuen mit der betreffenden genetischen Konstitution der Phänotyp eines Allels zur Ausprägung kommt.
  • Die Wirkung eines elterlichen Gens bestimmt die Merkmalsausprägung (> Dominanz). Doch die ansonsten dominante auffällige Eigenschaft wird in heterozygoten Individuen nicht immer ausgebildet: Untersucht man eine Gruppe von heterozygoten Individuen, die alle denselben Genotyp tragen und wir finden nur bei einem Teil die Auffälligkeit, dann beschreibt der relative Anteil der auffälligen Individuen den Grad der Penetranz: Vollständig penetrant: 100 %, Unvollständig penetrant: < 100 %.
  • Penetranz, engl. penetrance
    Wahrscheinlichkeit, mit der sich ein bestimmter Genotyp als der erwartete Phänotyp manifestiert
  • Penis, engl. penis
    Sexualorgan männlicher Tiere, mit dem die Spermien in den Fortpflanzungstrakt der Weibchen übertragen werden
  • pentameres IgM
    Hauptform der IgM-Antikörper, die durch die Aktivität der J-Kette entsteht und eine höhere Avidität für Antigene besitzt.
  • Pentamerie, engl. pentaradial symmetry
    fünfstrahlige Radiärsymmetrie; mit fünf Symmetrieebenen (oder einem Vielfachen davon); ein Merkmal adulter Stachelhäuter (Echinodermen)
  • Pentose (von griech. penta für „fünf“), engl. pentose
    Zucker mit fünf Kohlenstoffatomen
  • Pentraxine
    Familie von → Akute-Phase-Proteinen, die sich aus fünf identischen Untereinheiten zusammensetzen und zu denen auch das → C-reaktive Protein und das Serumamyloidprotein gehören.
  • PEP-Carboxylase (Phosphoenolpyruvat-Carboxylase), engl. PEP carboxylase
    Enzym, das am Beginn des Crassulaceen-Säurestoffmetabolismus bei CAM-Pflanzen und des C4-Zyklus bei C4-Pflanzen die Reaktion von Kohlenstoffdioxid mit Phosphoenolpyruvat (PEP) zu C4-Carbonsäuren katalysiert
  • Pepsin
    Protease, die Proteine an mehreren Stellen an der carboxyterminalen Seite von Disulfidbrücken spaltet. Dabei entstehen das F(ab‘)2-Fragment und mehrere Fragmente der Fc-Region.
  • Pepsin, engl. pepsin
    imMagensaft enthaltenes Enzym, das Proteine verdaut
  • Pepsinogen, engl. pepsinogen
    inaktives Proenzym, das durch einen niedrigen pH-Wert oder durch Enzymwirkung in Pepsin umgewandelt wird
  • Peptid-Editing
    Im Zusammenhang mit der Prozessierung und Präsentation von Antigenen das Entfernen von instabil gebundenen Peptiden aus MHC-Klasse-II-Molekülen durch HLA-DM.
  • Peptid:MHC-Tetramere
    Vier spezifische Peptid:MHC-Komplexe, die an ein einzelnes Streptavidinmolekül mit Fluoreszenzmarkierung gebunden sind. Der Komplex wird verwendet, um Populationen von antigenspezifischen T-Zellen zu identifizieren.
  • Peptidasen, engl. peptidases
    Verdauungsenzyme, die Peptide abbauen
  • Peptidbeladungskomplex (PLC) (peptide loading complex)
    Proteinkomplex im endoplasmatischen Reticulum, der MHC-Klasse-I-Moleküle mit Peptiden belädt.
  • peptidbindender Spalt
    Der Längsspalt auf der Oberfläche der Spitze eines MHC-Moleküls, in dem das Antigenpeptid gebunden ist; wird auch als Peptidbindungsfurche bezeichnet.
  • Peptidbindung
    Die kovalente Bindung zwischen der Aminogruppe einer Aminosäure und der Carboxylgruppe einer anderen Aminosäure.
  • Peptidbindung, engl. peptide bond
    Bindung zwischen Aminosäureresten in einem Protein; erfolgt zwischen der Carboxylgruppe der einen Aminosäure und der Aminogruppe der anderen Aminosäure (–CO–NH–) unter Abspaltung von Wassermolekülen
  • Peptiderg
    Beschreibt Neuronen oder Synapsen, die Peptidneurotransmitter bilden und freisetzen.
  • Peptidhormone, engl. peptide hormomes
    Hormonmoleküle aus zwei bis 50 Aminosäuren (Obergrenze willkürlich); von Genen codiert und durch Translation synthetisiert
  • Peptidoglykan
    Bestandteil von bakteriellen Zellwänden, der von bestimmten Rezeptoren des angeborenen Immunsystems erkannt wird.
  • Peptidoglykan
    Galacturonsäure-Polymer verbunden mit Peptiden
  • Peptidoglykan, engl. peptidoglycan
    Zellwandmaterial vieler Bakterien; besteht aus einem einzigen hochpolymerenMolekül, das die gesamte Zelle umgibt
  • Peptidoglykanerkennungsproteine (PGRPs)
    Familie von Proteinen bei Drosophila, die Peptidoglykane von bakteriellen Zellwänden binden und die proteolytische Kaskade des Toll-Signalwegs auslösen.
  • Peptidyltransferase, engl. peptidyltransferase
    katalytische Funktion der großen Untereinheit der Ribsomen, bestehend aus zwei Reaktionen: Lösen der Bindung zwischen einer Aminosäure und ihrer tRNA an der P-Stelle und Ausbilden einer Peptidbindung zwischen dieser Aminosäure und der Aminosäure an der A-Stelle der tRNA
  • perennierende Pflanzen (von lat. per für „durch“ und annus für „Jahr“), engl. perennial plants
    mehrjährige, ausdauernde Pflanzen (Gegensatz zu → annuelle Pflanzen, → bienne Pflanzen)
  • Perforin
    Zellmembranenpenetrierendes Protein
  • "Blütenhülle; Teil der Blüte, der Androeceum und/oder Gynoeceum einschließt; bei den Monokotyledonen bildet die Blütenhülle ein Perigon, das heißt, sie besteht aus einheitlich gestalteten (Perigon-)Blättern, den Tepalen; bei den Dikotyledonen setzt sich die Blütenhülle aus den (oft grün gestalteten) Kelchblättern (Kelch = Calyx), den Sepalen, und den oft farbigen Kronblättern (Krone = Corolla), den Petalen, zusammen. > Perigon, > Calyx, > Corolla"
  • Periaquäduktales Grau (PAG)
    Eine Region, die den cerebralen Aquädukt im Kern desMittelhirns umgibt und die absteigenden Bahnen, welche die Übertragung von schmerzverursachenden Signalen unterdrücken können, enthält.
  • "sekundäres Abschlussgewebe von Spross und Wurzel; besteht aus Phelloderm (Korkrinde), Phellem (Kork) und Phellogen (Korkcambium); das Phellogen ist innerhalb einer Vegetationsperiode nur begrenzte Zeit aktiv und muss durch neue aktive Phellogene ersetzt werden. > Borke, > Gewebe"
  • Periderm, engl. periderm
    hauptsächlich aus Kork bestehendes, sekundäres Abschlussgewebe bei Pflanzen
  • "einheitlich gestaltete Blütenhülle der Monokotyledonen; besteht aus einzelnen Perigonblättern, den Tepalen. > Perianth"
  • "Fruchtwand; besteht aus Exo-, Meso- und Endokarp, deren unterschiedliche Struktur und Funktion über den Fruchttyp entscheidet. > Frucht"
  • Perikaryon
    Siehe Soma.
  • Perilymphe
    Die Flüssigkeit, die die Scala vestibuli und die Scala tympani in der Cochlea des Innenohrs füllt und geringe K+- und hohe Na+-Konzentrationen aufweist.
  • Periode, engl. period
    (1) Unterkategorie in der geologischen Zeitskala; (2) Dauer eines einzelnen Zyklus bei einem immer wiederkehrenden Vorgang, zum Beispiel beim circadianen Rhythmus
  • Periodenystem, engl. periodic table
    die Anordnung der chemischen Elemente nach ihrer aufsteigenden Atomzahl, wobei die vertikalen Gruppen die gleiche Zahl an Valenzelektronen aufweisen
  • periphere lymphatische Gewebe, periphere lymphatische Organe
    → Lymphknoten, Milz und mucosaassoziierte lymphatische Gewebe, in denen Immunreaktionen ausgelöst werden. Man bezeichnet sie auch als sekundäre lymphatische Organe und -gewebe. In den → zentralen lymphatischen Organen findet dagegen die Entwicklung der Lymphocyten statt.
  • periphere Membranproteine, engl. peripheral membrane proteins
    Proteine, die mit der Plasmamembran assoziiert, aber nicht in diese eingebettet sind (Gegensatz zu → integrale Membranproteine)
  • periphere Toleranz
    Die von reifen Lymphocyten in den peripheren Geweben entwickelte Toleranz. Im Vergleich dazu bezieht sich der Begriff → zentrale Toleranz auf die Toleranz, die im Zuge der Lymphocytenreifung entwickelt wird.
  • Periphere Wahrnehmung
    Über die periphere Wahrnehmung wird die Umwelt permanent auf Bewegungen und Veränderungen gescannt. Bei der Entdeckung von Bewegungen und Kontrasten im visuellen Feld werden Blickbewegungen eingeleitet, um die jeweiligen Objekte fixieren bzw. über das foveale Sehen scharf wahrnehmen und identifizieren zu können.
  • Peripheres Nervensystem (PNS)
    Die Komponenten des Nervensystems, die nicht zum Gehirn und Rückenmark zählen. Das PNS umfasst alle Spinalganglien und Nerven, die Hirnnerven III–XII und das vegetative Nervensystem. Siehe auch zentrales Nervensystem.
  • peripheres Nervensystem (PNS), engl. peripheral nervous system
    der Teil des Nervensystems, in dem Informationen vom Zentralnervensystem weg und zu ihm hin transportiert werden; besteht aus Neuronen, die aber – zumindest teilweise – außerhalb von Gehirn und Rückenmark liegen, und deren Gliazellen (Gegensatz zu → Zentralnervensystem)
  • Perirhinaler Cortex
    Eine cortikale Region im medialen Temporallappen, die die laterale Bank des Sulcus rhinalis besetzt; Läsionen in dieser Region führen beim Menschen zu einer schweren anterograden Amnesie.
  • Peristaltik (von griech. peristaltikos für „zusammendrückend“), engl. peristalsis
    wellenartige Muskelkontraktionen entlang eines röhrenförmigen Organs, wodurch der Inhalt weiterbefördert wird, ohne zurückfließen zu können (z. B. Darmperistaltik) oder entlang eines wurmförmigen Körpers zu dessen Fortbewegung (z. B. beim Regenwurm)
  • Peritoneum (Bauchfell), engl. peritoneum
    die mesodermale Auskleidung der Bauchhöhle und die Aufhängung der inneren Organe bei coelomaten Tieren
  • peritubiläre Kapillaren, engl. peritubular capillaries
    kleine Blutgefäße, welche die Nierenkanälchen umgeben
  • Periventrikuläre Zone
    Eine Region des Hypothalamus, die am weitesten medial liegt und an den dritten Ventrikel grenzt.
  • Perizentrische Inversion
    Quelle: Genetik
    Inversion, die ein Centromer einschließt (S. 412).
  • "primäres Cambium; äußerste Zellschicht des Zentralzylinders der Wurzel, beteiligt an der Bildung von Seitenverzweigungen und eines geschlossenen Cambiumrings beim sekundären Dickenwachstum. > Meristem, > Wurzel"
  • Perizykel (von griech. perikyklos für „Umkreis“), engl. pericycle
    äußerste Zellschicht des Zentralzylinders in Pflanzenwurzeln, die unmittelbar innerhalb der Epidermis liegt. Durch meristematische Aktivität der Perizykelzellen entstehen die Anlagen der Seitenwurzeln.
  • Peroxidase
    Peroxide spaltendes Enzym
  • Peroxisomen, engl. peroxisomes
    Organellen, in denen Abbaureaktionen organischer Moleküle mithilfe von Sauerstoff ablaufen, durch die toxisches Wasserstoffperoxid (H2O2) gebildet wird. Dieses wird dann inWasser umgewandelt, wobei entweder Sauerstoff oder ein organisches Produkt entsteht.
  • Person-Situations-Schema
    Die Motivation einer Person, ein bestimmtes Ziel zu verfolgen, hängt von der Wechselwirkung (= Interaktion) zwischen Faktoren in der Person und in der Situation ab.
  • Persönlichkeitstraits
    Persönlichkeitstraits beschreiben relativ überdauernde (zeitstabile) Unterschiede zwischen Personen, zu denken, fühlen, wollen und sich zu verhalten. Als Synonyme werden häufig Begriffe wie „Persönlichkeitseigenschaft“, „Persönlichkeitsdisposition“, oder alltagssprachlich „Charakterzug“ oder „Charaktereigenschaft“ verwendet.
  • Petalen (von griech. petalon für „Blatt“), engl. petals
    Kronblätter; bei Blüten von Angiospermen sterile, umgewandelte Blätter, die keine Photosynthese betreiben; oft leuchtend gefärbt, um bestäubende Insekten anzulocken
  • Petiolus (von lat. petiolus für „Füßchen“), engl. petiole
    (1) der Blattstiel; (2) das enge, muskulöse Rohr, das Vorder- und Hinterkörper vieler Insekten verbindet
  • Petroselinum crispum – Petersilie
    Apiaceae
  • Peyer-Plaques
    Strukturierte lymphatische Organe unter dem Dünndarmepithel, besonders im Ileum (Krummdarm), in denen adaptive Immunantworten ausgelöst werden können. Sie enthalten Lymphfollikel und T-Zell-Zonen und sind Teil der darmassoziierten lymphatischen Gewebe.
  • Peyer‘sche Plaques
    zusammenhängende Ansammlung von Lymphfollikeln innerhalb des Darmepithels
  • Pfahlwurzelsystem, engl. taproot system
    für Eudikotylen typisches Wurzelsystem, das durch eine einzige vertikal wachsende Primärwurzel (Pfahlwurzel) und wenig ausgeprägte Seitenwurzeln gekennzeichnet ist (Gegensatz zu → Büschelwurzelsystem)
  • Pfeffersche Zelle
    von Wilhelm Pfeffer (1845–1920) konstruierte Vorrichtung, welche als ein Modell für die Pflanzenzelle als ein osmotisches System dient. > osmotisches Potenzial, > Plasmolyse
  • eukaryotischer Organismus, der mithilfe von Plastiden eine oxygene Photosynthese betreiben kann
  • Pfortadern, engl. portal blood vessels
    Blutgefäße, die in einem Kapillarbett eines Organs beginnen und enden
  • Pfropfreis, engl. scion
    Edelreis; im Gartenbau eine Knospe oder ein Sprossstück einer Pflanze, das mit der Wurzel oder dem bewurzelten Spross einer anderen Pflanze (der Pfropfunterlage) verbunden wird
  • pH-Wert, engl. pH value
    der negative dekadische Logarithmus der Protonenkonzentration; Maß für die Azidität einer Lösung. Eine Lösung mit einem pH-Wert von 7 wird als neutral bezeichnet. pH-Werte größer als 7 sind charakteristisch für basische Lösungen, während saure Lösungen einen pH-Wert kleiner als 7 aufweisen.
  • Phagen
    → Bakteriophagen
  • Phagentherapie, engl. phage therapy
    der therapeutische Einsatz von Bakteriophagen zur Behandlung pathogener bakterieller Infektionen
  • Phagocyten (von griech. phagein für „essen“ und kystos für „Sack“), engl. phagocytes
    eine der beiden Hauptklassen von Leukocyten; bei Tieren an einer der angeborenen Abwehrreaktionen beteiligt; eliminieren eingedrungene Mikroorganismen durch Phagocytose
  • Phagocytenoxidase
    → NADPH-Oxidase
  • Phagocytose
    Die Aufnahme von Partikeln durch Zellen in Form einer Einstülpung. Dabei umschließt die Zellmembran das Material und bildet schließlich ein intrazelluläres Vesikel (Phagosom), welches das aufgenommene Material enthält.
  • Phagocytose, engl. phagocytosis
    der Prozess, durch den eine Zelle mittels ihrer Plasmamembran Makromoleküle oder andere Partikel aus der extrazellulären Umgebung umschließt und aufnimmt (vgl. → Pinocytose)
  • phagocytotisches Glykoprotein 1 (Pgp1)
    → CD44
  • Phagolysosom
    Intrazelluläres Vesikel, das durch die Fusion eines Phagosoms (mit aufgenommenem Material) mit einem Lysosom entsteht und in dem das Material abgebaut wird.
  • Phagolysosom
    Fusionsprodukt aus Phagosom und Lysosom
  • Phagophor
    Cytoplasmatische Struktur, die von einer Doppelmembran umgeben ist und die Form einer Tasse hat (sichelförmig im Querschnitt).
  • Phagosom
    Intrazelluläres Vesikel, das bei der Aufnahme von Partikeln in eine phagocytotische Zelle entsteht.
  • Phagosom
    intrazelluläres Zellmembranvesikel für endozytotisch aufgenommenes Material
  • Phagosom, engl. phagosome
    von der Plasmamembran im Verlauf eine Phagocytose in das Cytoplasma abgeschnürtes Vesikel, das die aufgenommenen Partikel enthält (vgl. → Nahrungsvakuole, → Lysosom)
  • Phagozytose
    endozytotische Aufnahme von Material
  • Phänokopie
    Quelle: Genetik
    Simulation eines Gendefekts durch Umwelteinflüsse (S. 10).
  • Phänotyp
    Quelle: Genetik
    Ausprägung eines bestimmten Gens bzw. die Gesamtheit der sichtbaren Merkmale eines Organismus (S. 9).
  • Das äußere Erscheinungsbild eines Genotyps. Das Genom eines Individuums enthält die Bauanleitung für innere und äußere Körperstrukturen sowie das Verhalten eines Individuums. Der genetisch vorbestimmte Anteil einer Eigenschaft kann zusätzlich durch Umweltfaktoren modifiziert werden, das Ergebnis davon ist der Phänotyp.
  • Phänotyp (von griech. phanein für „zeigen“), engl. phenotype
    erkennbare Merkmale eines Individuums, die durch Einwirken sowohl genetischer als auch umweltbedingter Faktoren entstanden sind (Gegensatz zu → Genotyp)
  • phänotypische Plastizität
    → Entwicklungsplastizität
  • Pharmakogenomik, engl. pharmacogenomics
    die Erforschung, wie sich die genetische Ausstattung einer Person auf deren Reaktion auf Medikamente und andere Wirkstoffe auswirkt, mit dem Ziel, eine Vorhersage über die Effizienz verschiedener Behandlungsoptionen treffen zu können
  • Pharming, engl. pharming
    pharmazeutische Produktion von Arzneistoffen aus Pflanzen und Tieren mithilfe der Landwirtschaft; bei rekombinanten Proteinen auch als Gen-Pharming, Bio-Pharming oder molekulares Pharming bezeichnet
  • Pharynx (griech. für „Schlund“), engl. pharynx
    Rachenraum, Schlund; Teil des Verdauungstrakts zwischenMundöffnung und Speiseröhre
  • Phaseolus coccineus – Feuerbohne
    Fabaceae
  • Phaseolus vulgaris – Gartenbohne
    Fabaceae
  • "Korkgewebe; abgestorbene Zellen, Zellwände mit Cutin und Suberin inkrustiert. > Periderm"
  • "Korkrinde; zwei- bis dreilagige Zellschicht. > Periderm"
  • "Korkcambium; sekundäres Cambium. > Periderm"
  • Pheromon
    Ein olfaktorischer Reiz, der bei der chemischen Kommunikation zwischen Individuen eingesetzt wird.
  • Pheromone (von griech. pherein für „tragen“ und hormon für „antreibend“), engl. pheromone
    Botenstoffe mit Signalcharakter für Artgenossen; chemische Substanzen, die von Organismen an die Außenwelt abgegeben werden und bei der innerartlichen Kommunikation eine Rolle spielen
  • Gewebe (Siebteil), das aus assimilatleitenden Zellen (Siebröhren und Geleitzellen, Siebzellen) und begleitenden,stabilisierenden (Kollenchym, Sklerenchym) und speichernden Zellen (Parenchym) besteht. > Leitbündel, > Xylem
  • Phloem (von griech. phloos für „Rinde“), engl. phloem
    bei Gefäßpflanzen das Gewebe, durch das Zucker und andere gelöste Stoffe innerhalb der Pflanze vom Syntheseort zum Gebrauchsort transportiert werden; besteht aus Siebzellen und Siebröhren sowie Bastfasern und anderen spezialisierten Zellen
  • Phloembeladung, engl. phloem loading
    Vorgang der Übertragung der Photosyntheseprodukte, gewöhnlich Zucker, in die Siebröhren des Phloems
  • Phloementladung, engl. phloem unloading
    der Fluss der Assimilate (Zucker und andere Moleküle) aus dem Phloem in die umgebenden Pflanzengewebe
  • Phloemsaft, engl. phloem sap
    der flüssige Inhalt der Siebröhren des Phloems
  • Phoneme
    Die verschiedenen Laute, die bei einer gesprochenen Sprache verwendet werden.
  • Phosphatgruppe, engl. phosphate group
    die funktionelle Gruppe – OPO(OH)2. Der Energietransfer von einer Verbindung zu einer anderen ist häufig mit der Übertragung von Phosphatgruppen verbunden.
  • Phosphatidylinositol-3-Kinase (PI-3-Kinase)
    Enzym, das an intrazellulären Signalwegen beteiligt ist. Es phosphoryliert das Membranphospholipid Phosphatidylinositol-3,4-bisphosphat (PIP2), sodass Phosphatidylinositol-3,4,5-trisphosphat (PIP3) entsteht. PIP3 wiederum kann Signalproteine, die pleckstrinhomologe (PH-)Domänen enthalten, zur Membran lenken.
  • Phosphatidylinositolbisphosphat (PIP2), engl. phosphatidyl inositol-bisphosphate
    ein Phospholipid in der Plasmamembran, das an der Signalübertragung zwischen Zellen beteiligt ist, nachdem ein Ligand an einen benachbarten Rezeptor gebunden hat
  • Phosphatidylinositolkinasen
    Enzyme, welche die Inositolkopfgruppe von Membranlipiden phosphorylieren. Die so erzeugten phosphorylierten Molekülformen besitzen bei der intrazellulären Signalübertragung eine Reihe verschiedener Funktionen.
  • Phosphodiesterase (PDE)
    Ein Enzym, das die zyklischen Nucleotide zyklisches Adenosinmonophosphat (cAMP) und zyklisches Guanosinmonophosphat (cGMP), die als Second Messenger fungieren, spaltet.
  • Phosphodiesterbindung, engl. phosphodiester linkage
    durch die Bindung zweier Nucleotide entstehende Verbindung in einem Nucleinsäurestrang
  • Phosphoenolpyruvat (PEP), engl. phosphoenolpyruvate
    das phosphorylierte Salz der Brenztraubensäure mit drei Kohlenstoffatomen und der Formel (HO)2OP–O–C(CH2)–COOH; tritt als Zwischenprodukt von Stoffwechselwegen wie der Glykolyse auf
  • Phospholipase
    Fettsäuren von phosphoglycerid-abspaltendem Enzym
  • Phospholipase C (PLC)
    Ein Enzym, das das Membranphospholipid Phosphatidylinositol-4,5-bisphosphat spaltet, sodass die Second Messenger Diacylglycerin (DAG) und Inositoltrisphosphat (IP3) entstehen.
  • Phospholipase C-γ (PLC-γ)
    Schlüsselenzym bei intrazellulären Signalwegen, die von vielen verschiedenen Rezeptoren ausgehen können. Es wird durch Bindung an eine Membran und durch Tyrosinphosphorylierung aktiviert, die wiederum aufgrund der Ligandenbindung an Rezeptoren erfolgt. Die aktivierte Phospholipase C-? spaltet Phosphatidylinositol-4,5-bisphosphat (PIP2) zu Inositol-1,4,5-trisphosphat (IP3) und Diacylglycerin (DAG).
  • Phospholipiddoppelschicht
    Die Anordnung von Phospholipidmolekülen, die die Grundstruktur der Zellmembran darstellt. Der Kern der Doppelschicht besteht aus Lipiden und bildet eine Barriere für Wasser und wasserlösliche Ionen und Moleküle.
  • Phospholipiddoppelschicht, engl. phospholipid bilayer
    auch als Bilayer bezeichnet; Hauptstrukturkomponente von Biomembranen; die zwei Moleküle dicke Schicht ist so organisiert, dass die hydrophoben Fettsäureschwänze eng beieinander liegen und nach innen zeigen, während die hydrophilen phosphathaltigen Kopfgruppen nach außen hin orientiert sind
  • Phospholipide, engl. phospholipids
    Lipide mit einer darin enthaltenen Phosphatgruppe; wichtige Bestandteile von Plasmamembranen (vgl. → Lipide)
  • Phosphorylierung
    Anhängen einer Phosphatgruppe an ein Molekül, im Allgemeinen an ein Protein, katalysiert von Enzymen, die man als Kinasen bezeichnet.
  • Phosphorylierung
    Eine biochemische Reaktion, bei der eine Phosphatgruppe (PO4-2 ) von Adenosintriphosphat (ATP) auf ein anderesMolekül übertragen wird. Die Phosphorylierung von Proteinen durch Proteinkinasen verändert ihre biologische Aktivität.
  • Phosphorylierung, engl. phosphorylation
    die Anlagerung einer Phosphatgruppe an ein organisches Molekül
  • photische Zone, engl. photic zone
    die Zone in Seen und Meeren, in die Licht vordringt und in der daher photosynthesebetreibende Organismen leben können
  • Photoautotrophe (von griech. phos für „Licht“), engl. photoautotrophs
    Organismen, die ihre Energie aus dem Sonnenlicht und den Kohlenstoff aus Kohlenstoffdioxid gewinnen (Gegensatz zu → Chemoheterotrophe, → Chemoautotrophe, → Photoheterotrophe)
  • Photoheterotrophe, engl. photoheterotrophs
    bestimmte prokaryotische Organismen, die ihre Energie aus dem Sonnenlicht gewinnen, als Kohlenstoffquelle aber organische Verbindungen benötigen (Gegensatz zu → Chemoheterotrophe, → Chemoautotrophe, → Photoautotrophe)
  • Photomorphogenese, engl. photomorphogenesis
    ein Prozess bei Pflanzen, bei dem physiologische Prozesse und Entwicklungsereignisse durch Licht gesteuert werden
  • Photonen, engl. photons
    Lichtquanten; Einheiten der Lichtenergie, definierte Mengen sichtbarer Strahlung
  • Photoperiode, engl. photoperiod
    Dauer einer Lichtperiode, zum Beispiel die Zeitdauer in einem 24-Stunden-Zyklus, in der Tageslicht vorhanden ist
  • Photoperiodismus, engl. photoperiodism
    Kontrolle eines physiologischen Phänomens oder des Verhaltens von Tieren durch die Tag-Nacht-Länge ( → Photoperiode)
  • Photophosphorylierung, engl. photophosphorylation
    Mechanismus der ATP-Synthese in Chloroplasten, bei dem der Elektronentransport mit dem Transport von Wasserstoffionen (Protonen, H+-Ionen) durch die Thylakoidmembran gekoppelt ist (vgl. → Chemiosmose)
  • Photorespiration, engl. photorespiration
    Lichtatmung; durch Licht gesteuerte Aufnahme von Sauerstoff und Abgabe von Kohlenstoffdioxid bei Pflanzen. Der Kohlenstoff stammt aus vorausgegangenen Reaktionen in der Photosynthese.
  • Photorezeptor
    Eine spezialisierte Zelle in der Netzhaut, die Lichtenergie in Veränderungen des Membranpotenzials überträgt.
  • Photorezeptoren, engl. photoreceptors
    (1) bei Pflanzen: Pigmente, die eine physiologische Reaktion auslösen, wenn sie ein Photon absorbieren; (2) bei Tieren: Lichtsinneszellen; Zellen, die Lichtenergie wahrnehmen und darauf reagieren (vgl. → Zapfen, → Stäbchen)
  • Photosensitivität, engl. photosensitivity
    → Lichtempfindlichkeit
  • Photosynthate, engl. photosynthates
    die Kohlenhydratprodukte der Photosynthese
  • Photosynthese
    Prozess, mit dem die Pflanzen aus Kohlendioxid und Wasser unter Ausnutzung der Energie des Sonnenlichts Sauerstoff und Kohlenhydrate (Zucker) produzieren. > Chloroplast
  • Photosynthese (von griech. synthesis für „Zusammensetzung“), engl. photosynthesis
    ein von Landpflanzen, Algen und Cyanobakterien durchgeführter Stoffwechselprozess, bei dem sichtbares Licht absorbiert und die daraus gewonnene Energie zur Synthese von organischen Verbindungen (primär Glucose) aus anorganischen Stoffen verwendet wird
  • photosynthetische Lamellen, engl. photosynthetic lamelles
    das innere Membransystem von Cyanobakterien
  • Photosystem (von griech. phos für „Licht“ und systema für „Umsetzung“), engl. photosystem
    aus Pigmenten und Proteinen bestehender Komplex in der Thylakoidmembran der Chloroplasten, der Lichtenergie einfängt und in chemische Energie umwandelt. Photosystem II absorbiert Licht einer Wellenlänge von 660nm und überträgt die Energie auf Elektronen einer Elektronentransportkette. Photosystem I absorbiert Licht einer Wellenlänge von 700 nm, überträgt die von der Elektronentransportkette kommenden Elektronen auf Ferredoxin und reduziert dann NADP+ zu NADPH + H+.
  • phototroph (phototroph) und chemotroph (chemotroph
    Phototrophe Organismen nutzen Licht als Energiequelle, chemotrophe Lebens formen gewinnen ihre Energie aus chemischen Reaktionen.
  • Phototropine, engl. phototropins
    Lichtrezeptorproteine, die Pflanzen die Wahrnehmung von Licht ermöglichen
  • Phototropismus (von griech. trope für „Wendung“), engl. phototropism
    durch Licht beeinflusstes, gerichtetes Wachstum bei Pflanzen
  • Phycobilin, engl. phycobilin
    bei Cyanobakterien und manchen Rotalgen vorkommendes Photosynthesepigment, das rotes, gelbes, oranges und grünes Licht absorbiert
  • Phycoerythrin
    Lichtsammelndes Pigmentprotein, das von Algen produziert und in der Durchflusscytometrie verwendet wird. Auch wird es von einigen γ:δ-T-Zell-Rezeptoren als Ligand erkannt.
  • Phycoerythrin, engl. phycoerythrin
    ein rotes Proteinpigment, das bei Rotalgen vorkommt
  • Basierend auf ihrer evolutionären Herkunft werden Arten in einem hierarchischen System geordnet. Hierbei wird angenommen, dass sich zwei Arten immer auf einen gemeinsamen Ursprung zurückführen lassen (> Kladistik).
  • phylogenetische Systematik
    → Kladistik
  • phylogenetischer (evolutionärer) Artbegriff, engl. lineage species concept
    die Definition einer Art als Zweig am Stammbaum des Lebens, dessen Geschichte mit der Artbildung (Speziation) beginnt und entweder mit dem Aussterben der Art oder mit einer erneuten Artbildung endet (Gegensatz zu → biologischer Artbegriff, → morphologischer Artbegriff)
  • phylogenetischer Baum (evolutionärer Stammbaum), engl. phylogenetic tree
    eine grafische Darstellung entwicklungsgeschichtlicher Abstammungslinien
  • phylogenetisches Netzwerk, engl. reticulation
    in einem phylogenetischen Baum durch die Kombination von Abstammungslinien (z. B. durch Hybridisierung und lateralen Gentransfer) entstehende Querverbindungen
  • Phylogenie
    Quelle: Genetik
    Stammesgeschichtliche Entwicklung von Organismen.
  • Beschreibung der evolutionären Geschichte von Lebewesen (> phylogenetische Systematik).
  • Phylogenie (von griech. phylon für „Stamm“ und genea für „Entstehung“), engl. phylogeny
    evolutionäre Stammesgeschichte; meist die Stammesgeschichte einer bestimmten Gruppe von Organismen oder von bestimmten Genen oder Proteinen (dann als molekulare Phylogenie bezeichnet)
  • Phylogeographie, engl. area phylogenies
    Phylogenien, bei denen die Namen der Taxa gegen die Namen der Gebiete ausgetauscht sind, in denen diese Taxa leben oder lebten
  • Phylum, engl. phylum
    Stamm; hohe Kategorie in der Taxonomie; die nächsthöhere Kategorie ist das Reich, die nächstniedrigere die Klasse. Ein Stamm umfasst verwandte, ähnliche Klassen. Da jedoch die Wertigkeit dieser Kategorien zwischen den verschiedenen Organismengruppen nicht vergleichbar ist, werden sie unter Fachleuten zunehmend abgelehnt und auch in diesem Buch kaum verwendet.
  • Physiologie, engl. physiology
    die Wissenschaft von den Lebensäußerungen und Lebensvorgängen von Organismen und der Organe, Gewebe und Zellen, aus denen sie aufgebaut sind
  • physiologische Entzündung
    Normalzustand des gesunden Darms, dessen Wand eine große Zahl von Effektorlymphocyten und weitere Zellen enthält, wahrscheinlich als Folge einer ständigen Stimulation durch kommensale Organismen und Antigene in der Nahrung.
  • Phytoalexine (phytoalexins)
    Unterschiedliche antimikrobielle chemische Verbindungen, die Pflanzen als Reaktion auf den Befall mit Pathogenen, auf Verletzungen oder anders verursachte Beschädigungen de novo bilden und die lokal auf den geschädigten Bereich begrenzt bleiben.
  • Phytoalexine (von griech. phyton für „Pflanze“), engl. phytoalexin
    von Pflanzen produzierte Abwehrstoffe gegen Pathogene, die bei Infektionen mit Bakterien oder Pilzen gebildet werden und auf diese toxisch wirken
  • Phytochrom (von griech. chroma für „Farbe“), engl. phytochrome
    Pflanzenpigment, das viele Entwicklungsvorgänge und andere Phänomene bei Pflanzen reguliert; kommt in zwei Isomeren vor: Pr absorbiert hellrotes Licht, Pfr dunkelrotes Licht; Pfr ist die aktive Form
  • Phytohormone, engl. phytohormones
    Botenstoffe ( → Hormone) bei Pflanzen; werden in verschiedenen Zellen gebildet und beeinflussen sehr unterschiedliche Aspekte der pflanzlichen Entwicklung
  • Phytomere, engl. phytomers
    die sich wiederholenden Bausteine von Pflanzensprossen, bestehend aus einem oder zwei an einem Knoten am Spross inserierenden Blättern, einem Internodium und einer oder mehreren Achselknospen
  • Phytoplankton
    → Plankton
  • Phytoremediation (Phytosanierung), engl. phytoremediation
    eine Form der → Bioremediation; die Beseitigung von Verunreinigungen oder Schadstoffen mithilfe von Pflanzen
  • Pia mater
    Siehe weiche Hirnhaut.
  • Pigment, engl. pigment
    Substanz, die sichtbares Licht absorbiert
  • Pigmentbecherauge (Pigmentbecherocelle), engl. eye cup
    Lichtsinnesorgan zum Beispiel von Plattwürmern; gehört zu den einfachsten Sehsystemen von Tieren
  • Pili (Singular: Pilus; von lat. pilus für „Haar“), engl. pili
    auch als Fimbrien bezeichnet; fädige Zellanhänge von Bakterien; dienen bei manchen Bakterien der gegenseitigen Anheftung während der Konjugation
  • Pilin
    Adhäsin von Neisseria gonorrhoeae, mit dem sich die Bakterien an eine Epithelzelle im Urogenitaltrakt heften und diese infizieren können.
  • Pilotieren, engl. piloting
    eine Form der Navigation, bei der sich Tiere Landmarken in ihrer Umgebung einprägen und sich daran orientieren
  • Pilze
    Ein- oder vielzellige eukaryotische Organismen wie Hefen und Schimmelpilze, die eine Reihe von Krankheiten verursachen können. Die Immunantworten gegen Pilze sind komplex und bestehen aus humoralen und zellulären Reaktionen.
  • Pinna
    Siehe Ohrmuschel.
  • Pinocytose, engl. pinocytosis
    Endocytose gelöster flüssiger Substanzen durch eine Zelle (vgl. → Phagocytose)
  • Pinus nigra – Schwarzkiefer
    Pinaceae
  • Pionierarten, engl. pioneer species
    Arten, die bei einer Primärsukzession als Erste ein Habitat besiedeln und mit extremen Bedingungen zurechtkommen müssen. Ihre Lebenszyklusstrategie ist zumeist auf ein maximales Populationswachstum ausgerichtet (vgl. → r-Strategen). Man spricht auch von frühen Sukzessionsarten.
  • Phosphatidylinositol-4,5-bisphosphat; ein Phospholipid in der Membran, das von der Phospholipase C-γ gespalten wird. Dabei entstehen die Signalmoleküle Diacylglycerin (DAG) und Inositoltrisphosphat (IP3). PIP2 kann auch von der PI-3-Kinase phosphoryliert werden, sodass PIP3 entsteht.
  • Phosphatidylinositol-3,4,5-trisphosphat; ein Phospholipid in der Membran, das intrazelluläre Signalmoleküle mit pleckstrinhomologen (PH-)Domänen zur Membran rekrutieren kann.
  • "Stempel; Fruchtblatt der Angiospermen; besteht aus Fruchtknoten (Ovar), Griffel (Stylus) und Narbe (Stigma); im Fruchtknoten befinden sich die Samenanlagen. > Gynoeceum"
  • Pistill
    → Stempel
  • Siehe Proteinkinase A.
  • Siehe Proteinkinase C.
  • Serin/Threonin-Kinase, die von IFN-α und IFN-β aktiviert wird. Das Enzym phosphoryliert den eukaryotischen Initiationsfaktor der Proteinsynthese eIF2. Dadurch wird die Translation gehemmt, was zur Blockierung der viralen Replikation beiträgt.
  • Placenta (lat. für „Kuchen“), engl. placenta
    das bei weiblichen Säugetieren während der Schwangerschaft ausgebildete Organ zur Versorgung des Embryos/Fetus mit Nährstoffen und Sauerstoff und zur Beseitigung fetaler Abfallprodukte; kommt auch bei manchen Haiarten vor
  • Plankton, engl. plankton
    frei im Wasserkörper schwebende und treibende aquatische Organismen, die mit der Stömung verfrachtet werden. Ihre Fortbewegung erfolgt mittels Meeresströmungen und Winden. Zum Plankton gehören neben adulten Tieren wie Quallen, Rippenquallen und Salpen auch zahlreiche Protisten, darunter viele einzellige Algen, sowie die Larven zahlreicher Tiergruppen. Photosynthesebetreibende Vertreter des Planktons werden als Phytoplankton bezeichnet, tierische Vertreter nennt man Zooplankton.
  • Planula (von lat. planum für „flach“), engl. planula
    frei schwimmende bewimperte Larve der Cnidaria (Nesseltiere)
  • Planum temporale
    Eine Region auf der superioren Oberfläche des Temporallappens, die in der linken Hirnhälfte häufig größer ist als in der rechten.
  • Plaque (franz. für „Metallplatte“ oder „Münze“), engl. plaque
    (1) kreisförmige Aussparung in einem dichten Bakterienrasen auf der Oberfläche eines festen Nährmediums; (2) Ansammlung prokaryotischer Organismen auf dem Zahnschmelz (die von diesen Organismen hergestellten Säuren können Karies verursachen); (3) Bereich der Arterienwand, in dem sich Fibroblasten und Fettablagerungen angesammelt haben
  • Plasma
    Quelle: Genetik
    Wasserhaltige Substanz, die das Zellinnere oder den Zellkern füllt.
  • Plasma, engl. plasma
    der flüssige Anteil des Blutes, der nach Abtrennen der Blutzellen und Thrombocyten übrig bleibt
  • Plasmablast
    Immunglobulinebildender B-Lymphozyt
  • Plasmablasten
    B-Zellen in einem Lymphknoten, die bereits einige Merkmale einer → Plasmazelle zeigen.
  • plasmacytoide dendritische Zellen (pDCs)
    Eine eigene Linie von dendritischen Zellen. Nach einer Aktivierung durch Krankheitserreger und ihre Produkte, die von bestimmten Rezeptoren wie Toll-like-Rezeptoren vermittelt wird, sezernieren sie große Mengen an Interferon (→ konventionelle dendritische Zellen).
  • Biomembran, welche das Cytoplasma zur Zellwand hin abgrenzt. > Tonoplast
  • Plasmamembran, engl. plasma membrane
    auch als Zellmembran bezeichnet; die jede Zelle umgebende Membran, welche die Aufnahme und Abgabe von Molekülen und Ionen reguliert; jede Zelle besitzt eine Plasmamembran
  • Plasmazellen
    Ausdifferenzierte aktivierte B-Lymphocyten. Sie sind die wichtigsten antikörperbildenden Zellen des Körpers. Man findet sie in der → Medulla der → Lymphknoten, in der roten Pulpa der → Milz, im → Knochenmark und in den mucosalen Geweben.
  • Plasmazellen, engl. plasma cells
    antikörpersezernierende Zellen, die sich aus B-Zellen entwickelt haben; Effektoren der humoralen Immunantwort
  • Plasmid
    Quelle: Genetik
    Extrachromosomale, ringförmige DNA in Bakterien, die unabhängig vom Wirtsorganismus repliziert (7 Abschn. 4.2).
  • Kleines Organell von Bakterien mit eigener Erbinformation. Plasmide tragen oftmals auch Gene, die Bakterien eine Resistenz gegen Antibiotika verleihen.
  • Plasmide, engl. plasmids
    außerhalb des Chromosoms (bzw. der Chromosomen) liegende (extrachromosomale), ringförmige DNA-Moleküle bei Bakterien; werden unabhängig vom großen ringförmigen Bakterienchromosom repliziert; können Gene zwischen Bakterien übertragen ( → horizontaler Gentransfer) und werden in der Gentechnik vielfältig eingesetzt
  • Plasmodesmen (Singular: Plasmodesmos; von griech. desma für „Band“), engl. plasmodesmata
    Cytoplasmastränge, die zwei benachbarte Pflanzenzellen miteinander verbinden
  • Plasmodesmos
    plasmatische Verbindung zwischen Zellen in einem Gewebe
  • Plasmogamie, engl. plasmogamy
    die Verschmelzung des Cytoplasmas zweier Zellen (Gegensatz zu → Karyogamie)
  • Vorgang, bei dem die Vakuole aufgrund des stärker negativen osmotischen Potenzials ihrer Umgebungsflüssigkeit (z. B. Bodenwasser) Wasser abgibt und schrumpft. > Deplasmolyse
  • Plasmolyse, engl. plasmolysis
    Schrumpfen des Cytoplasmas und Ablösen der Plasmamembran von der Zellwand durch osmotischen Austritt von Wasser; beschränkt auf Zellen mit starrer Zellwand
  • Plasmolysefiguren
    Ausprägungen des Plasmolyseablaufs: Konvex- und Konkavplasmolyse, Hechtsche Fäden. > Plasmolyse
  • Plastid
    Quelle: Genetik
    Organell im Cytoplasma von Pflanzenzellen, das im Dienste der Photosynthese steht.
  • allgemeine Bezeichnung für Chloroplast, Chromoplast oder Leukoplast. > Chloroplast, > Chromoplast, > Leukoplast
  • Plastiden, engl. plastids
    von einer Doppelmembran umgebene Organellen in Pflanzenzellen; in ihnen laufen die biochemischen Reaktionen der Photosynthese ab
  • Plastizität
    In der Neurobiologie bezeichnet der Begriff „Plastizität“ die Eigenschaften von Synapsen, Nervenzellen oder ganzen Hirnarealen, sich in Abhängigkeit von der Verwendung in ihren Charakteristiken zu verändern. In der Entwicklungspsychologie beschreibt Plastizität allgemein die Veränderbarkeit innerhalb einer Person.
  • Plastizität, engl. plasticity
    irreversible Dehnbarkeit oder Biegbarkeit; die Fähigkeit, nach einer Störung den neuen Zustand beizubehalten (Gegensatz zu → Elastizität)
  • Plastochinon, engl. plastoquinone
    mobiler Elektronenüberträger in der Thylakoidmembran der Chloroplasten, der die Photosysteme I und II miteinander verbindet
  • Plastom
    Quelle: Genetik
    Genom von Plastiden. In Anlehnung an Genom.
  • Plättchenaktivierender Faktor
    proinflammatorisches Signal-Phospholipid
  • plättchenaktivierender Faktor (PAF) (platelet activating factor)
    Lipidmediator, der die Blutgerinnungskaskade und einige andere Komponenten des angeborenen Immunsystems aktiviert.
  • Plattentektonik (von griech. tekton für „Erbauer“), engl. plate tectonics
    Lehre von der Struktur und den Bewegungen der Platten der Erdkruste (Lithosphäre), welche die Ursache der Kontinentaldrift sind
  • Unterklasse (Eutheria) der Säugetiere (Mammalia). Weitere Unterklassen sind die eierlegenden Kloakentiere (Protheria) und Beuteltiere (Metatheria).
  • Siehe Phospholipase C.
  • Pleiotrop
    Quelle: Genetik
    Offensichtlich vielfältige, aber nicht unmittelbar zusammenhängende Auswirkungen von Genen oder Allelen auf den Phänotyp (S. 485).
  • Ein Gen nimmt auf verschiedene phänotypische Merkmale Einfluss.
  • Pleiotropie (von griech. pleios für „voll“), engl. pleiotropy
    die Erscheinung, dass ein einzelnes Gen mehr als ein Merkmal bestimmt
  • Plesiomorphie, engl. plesiomorphy
    ursprüngliches Merkmal einer Gruppe von Organismen als Folge der Abstammung von einem gemeinsamen Vorfahren (Gegensatz zu → Apomorphie; vgl. → Symplesiomorphie)
  • Pleura (griech. für „Rippen“, „Seite“), engl. pleural membrane
    Brustfell, Lungenfell; äußere Umhüllung der Lungenflügel (Lungenfell) und innere Auskleidung der Brusthöhle (Brustfell) der Säugetiere. Die beiden Pleurablätter haften aufgrund des zwischen ihnen liegenden, flüssigkeitsgefüllten Spalts fest aneinander, sind aber gegeneinander reibungslos verschiebbar, was die Grundlage der Unterdruckatmung der Säugetiere ist. Eine Entzündung dieser Membranen wird als Pleuritis (Lungenfell- oder Brustfellentzündung) bezeichnet.
  • Ploidie
    Quelle: Genetik
    Bezeichnung der Chromosomenzahl pro Zelle (haploid, diploid, polyploid).
  • Die Anzahl homologer Chromosomen in einer Zelle. Der Mensch ist diploid, da er von beiden Eltern mit deren haploiden Gameten ein einfaches genetisches Paket erhält. Der Ploidiegrad des Homo sapiens ist damit gleich zwei. Als aneuploid werden Abweichungen vom normalen Chromosomensatz (> G) einer Art bezeichnet. Bei asexueller Reproduktion sind aneuploide und polyploide Chromosomensätze möglich (triploid = drei homologe Chromosomen, tetraploid usw.).
  • Die Anzahl gleicher homologer Chromosomen.
  • Pluripotent
    Quelle: Genetik
    "(lat. plures, mehrere; lat. potens, mächtig) Die Fähigkeit eines Zellkerns (einer Zelle), unterschiedliche Zelltypen zu formen (jedoch nicht alle! Omnipotent) (S. 586)."
  • pluripotent
    Die Fähigkeit einer Vorläuferzelle, alle möglichen Zelllinien des Organsystems hervorzubringen.
  • pluripotent (von lat. pluri für „viele“ und potens für „mächtig“), engl. pluripotent
    Eigenschaft einer Zelle, sich in sämtliche anderen Zelltypen des Körpers zu differenzieren (Gegensatz zu → multipotent, → totipotent, → unipotent)
  • → Granulocyten
  • Pneumatophoren, engl. pneumatophores
    Luftwurzeln; bei Bäumen in der Gezeitenzone oder in sumpfigen Gebieten vorhandene Wurzeln, die aus dem Wasser oder aus Schlamm nach oben in die Luft wachsen und das Wurzelsystem dieser Bäume mit Sauerstoff versorgen
  • Siehe peripheres Nervensystem.
  • Podocyten, engl. podocytes
    Füßchenzellen der Bowman-Kapsel eines Nephrons, welche die gefensterten Kapillaren des Glomerulus bedecken und Filtrationsschlitze bilden
  • Poikilotherme (von griech. poikilos für „verschieden“ und thermos für „warm“), engl. poikilotherms
    wechselwarme Tiere, deren Körpertemperatur größtenteils von der Umgebungstemperatur abhängt (Gegensatz zu → Homoiotherme, → Heterotherme)
  • Polη
    Fehleranfällige Transläsions-DNA-Polymerase, die bei der Reparatur von DNA-Schäden aufgrund von UV-Strahlen und bei der somatischen Hypermutation eine Rolle spielt.
  • polar, engl. polar
    Eigenschaft eines Moleküls, das voneinander getrennte, gegensätzliche Teilladungen aufweist. Das bekannteste Beispiel ist das Wassermolekül (H2O). (Gegensatz zu → unpolar)
  • polare kovalente Bindung, engl. polar covalent bond
    chemische Bindung, bei der die elektrische Ladung ungleichmäßig auf die beiden beteiligten Atome verteilt ist, weil die Elektronen von einem der Kerne stärker angezogen werden (Gegensatz zu → unpolare kovalente Bindung)
  • Polarität, engl. polarity
    (1) in der Entwicklung Unterschiede zwischen den beiden Enden eines Organismus oder einer Struktur; (2) in der Chemie die Eigenschaft der ungleichen Ladungsverteilung polarer Moleküle aufgrund polarer kovalenter Bindungen
  • Polkerne, engl. polar nuclei
    auch als Endospermkerne bezeichnet; Kerne der Embryosackzelle des weiblichen Megagametophyten von Angiospermen; nach der Befruchtung entsteht aus ihnen das Endosperm
  • Polkörper
    Quelle: Genetik
    Während der Meiose in der weiblichen Keimzellentwicklung entstehende degenerierte Zelle, die sich nicht weiterentwickelt.
  • Polkörper engl. polar body
    kleine Zelle mit einem funktionslosen Zellkern, der während der Meiose in der Oogenese entsteht
  • Während der weiblichen Meiose (> G) entstehen neben der haploiden Eizelle, die fast die gesamte Zellflüssigkeit (> Zytoplasma) und die Mitochondrien (> G) erhält, noch drei weitere haploide Teilungsprodukte, die aber nur Chromosomen enthalten.
  • "wird von einzelnen Pollenkörnern gebildet; ein Pollenkorn hat eine zweischichtige Wand (Exine und Intine), wobei Hauptbestandteil der Exine das widerstandsfähige Sporopollenin ist; im Pollenkorn befinden sich männlich determinierte Zellen, wobei eine davon über den Pollenkeimschlauch zur Eizelle gelangt und diese mit ihrem Zellkern befruchtet. > Androeceum"
  • Pollen (Pollenkorn) (lat. für „Staubmehl“), engl. pollen
    die mikroskopisch kleinen Körnchen der Samenpflanzen, die den männlichen Gametophyten ( → Mikrogametophyten) und die Gameten ( → Mikrosporen) enthalten
  • Pollenkorn
    → Pollen
  • Pollenschlauch engl. pollen tube
    aus dem Pollenkorn auswachsende, schlanke Struktur, die der Übertragung der Spermazellen auf den Megagametophyten dient
  • Pollination
    → Bestäubung
  • Polplasma, engl. pole plasm
    das Cytoplasma an einem Ende eines Insekteneies; determiniert die Entwicklung der an dieser Stelle gebildeten Zellen zu Keimzellen
  • Poly(A)-Schwanz
    Quelle: Genetik
    Besteht aus ungefähr 200 Adenin-Resten am 3’-Ende der eukaryotischen mRNA und dient vor allem deren Stabilisierung. Für die Laborpraxis ist er als Startstelle der cDNA-Herstellung wichtig (7 Technikbox 8).
  • Poly-A-Schwanz, engl. poly(A) tail
    lange Sequenz von Adeninnucleotiden (50–250), die nach der Transkription an das 30-Ende der meisten eukaryotischen mRNAs gehängt wird
  • Poly-Ig-Rezeptor
    → Immunglobulinpolymerrezeptor
  • Trägersubstanz zur Auftrennung verschiedener Proteinmoleküle sowie DNA- und RNA-Fragmente. Mit dem Polymerisieren der giftigen Teilkomponenten bildet sich ein Sieb. Die Netzstruktur kann durch verschiedene Mischungsverhältnisse der Substanzen fein abgestimmt werden und bei der Auftrennung von Molekülen kommt dann neben der elektrophoretischen Trennung noch ein Siebeffekt (Größe) zum Tragen.
  • Nach der Transkription (> G) eines eukaryotischen Gens folgt das Anheften vieler Adeninnukleotide an die mRNA, eventuell dient dies zur Stabilisierung der mRNA.
  • Polyadenylierung
    mRNA-Modifikation
  • Polyandrie
    Paarungsverhalten, bei dem sich ein Weibchen mit mehr als einem Männchen paart.
  • Polyandrie (von griech. poly für „viele“), engl. polyandry
    Paarungssystem, bei dem sich ein Weibchen mit mehreren Männchen paart (Gegensatz zu → Polygynie)
  • polyarches Leitbündel
    "radiäres Leitbündel mit zahlreichen Xylem- und Phloemsträngen; typisch für die Wurzeln der Monokotyledonen. > oligoarches Leitbündel"
  • Polycistronische mRNA
    Quelle: Genetik
    "mRNA, die die Amino säuresequenzen mehrerer hintereinander liegender Proteine codiert (Cistron; S. 140)."
  • Polygen
    Quelle: Genetik
    Phänotyp, der durch mehrere Gene hervorgerufen wird, wobei die Wirkung eines einzelnen Gens bzw. Allels auf den Phänotyp nur gering ist.
  • polygen
    Das Vorhandensein mehrerer getrennter Loci, die Proteine mit derselben Funktion codieren; trifft beispielsweise auf den MHC zu (→ polymorph).
  • Ein Merkmal, dessen Ausprägung durch viele, z. T. unbekannte Gene bestimmt wird.
  • Erkrankung, die durch die Verlängerung einer Glutamin-(Aminosäuren)-Kette in einigen Proteinen entsteht. Die Veränderungen des Proteins durch die Vergrößerung des Glutaminbereichs führen zu Störungen in seinem Stoffwechsel.
  • Erkrankungen, die durch eine ungewöhnliche Verlängerung eines CAG-Mikrosatelliten (> G) verursacht werden. CAG codiert für Glutamin.
  • Polygynie
    Paarungsverhalten, bei dem sich ein Männchen mit mehr als einem Weibchen paart.
  • Polygynie, engl. polygyny
    Paarungssystem, bei dem sich einMännchen mit mehreren Weibchen paart (Gegensatz zu → Polyandrie)
  • polyklonale Aktivierung
    Aktivierung von Lymphocyten durch ein Mitogen, unabhängig von der Antigenspezifität. Dadurch werden viele Zellklone mit unterschiedlicher Spezifität aktiviert.
  • polyklonale Antikörper, engl. polyclonal antibodies
    Gemisch von Antikörpern gegen mehrere bis viele → Epitope
  • Polykultur, engl. polyculture
    Form der Landwirtschaft mit gemischtem Anbau zahlreicher verschiedener Nutzpflanzen in großem Maßstab (Gegensatz zu → Monokultur)
  • Polymerase
    Quelle: Genetik
    "Enzym, das die Bildung von DNA (DNA-Polymerase; Replikation) bzw. RNA (RNAPolymerase; Transkription) aus Nukleotiden katalysiert (7 Abschn. 2.2 und 7 Abschn. 3.3)."
  • Polymerasekettenreaktion (PCR), engl. polymerase chain reaction
    molekularbiologische Technik zur schnellen Herstellung von millionenfachen Kopien eines bestimmten DNA-Abschnitts mithilfe einer hitzestabilen DNA-Polymerase, ausgehend von einer geringen DNA-Menge
  • Polymeraseverzögerung (polymerase stalling)
    Das Anhalten der RNA-Polymerase während der Transkription eines Gens an Stellen innerhalb des Genlocus in Form eines regulierten Vorgangs. Dieser Mechanismus ist beim Klassenwechsel von Bedeutung.
  • Polymere (von griech. meros für „Einheit“), engl. polymers
    große Moleküle, die aus vielen ähnlichen oder gleichen Untereinheiten (Monomeren) bestehen (Gegensatz zu → Monomere)
  • Polymerisation, engl. polymerization
    chemische Reaktion, bei der durch Verknüpfung von Monomeren Polymere entstehen
  • Ein Locus ist polymorph, wenn mindestens zwei Allele in der untersuchten Population vorhanden und deren Allelhäufigkeiten kleiner als 99 % sind. Diese Bewertung eines Locus gilt für eine Population und kann sich für andere Populationen einer Art unterscheiden. Trifft für einen Locus diese Eigenschaft nicht zu, dann wird er als monomorph bezeichnet. Im Allgemeinen haben SNP nur zwei Allele, was die Umkehrung der Definition gestattet: Ein Locus ist polymorph, wenn sein seltenes Allel eine Häufigkeit von mehr als einem Prozent hat.
  • polymorph
    Existenz eines Objekts in mehreren verschiedenen Formen. Beispielsweise umfasst ein polymorphes Gen eine Reihe verschiedener Allele.
  • Polymorphismus
    Quelle: Genetik
    Das gleichzeitige Vorkommen von zwei oder mehreren Allelen in einer Population mit Häufigkeiten, die nicht allein durch wiederholte Mutationen erklärt werden können.
  • Ein Locus ist polymorph, wenn mindestens zwei Allele in der jeweiligen Population vorhanden sind und deren Frequenzen kleiner als 99 % sind. Da SNP (> G) im Normalfall nur zwei Allele besitzen, können wir diese allgemeine Definition umkehren: Ein Locus ist polymorph, wenn die Häufigkeit seines seltenen Allels über einem Prozent liegt. Diese Bewertung der Variabilität von Loci gilt für eine Teilpopulation und kann für andere Populationen derselben Art unterschiedlich ausfallen.
  • Polymorphismus
    Variabilität an einem Genlocus, wenn alle Varianten mit einer Häufigkeit von über 1 % auftreten.
  • Polymorphismus (von griech. poly für „viele“ und morphe für „Form“, „Gestalt“), engl. polymorphism
    Vielgestaltigkeit; (1) Coexistenz unterschiedlicher Körpergestalten innerhalb einer Art wie etwa verschiedene Polypentypen oder Polyp und Meduse bei den Nesseltieren (bei nur zwei Typen auch Dimorphismus genannt); (2) Coexistenz von zwei oder mehr unterschiedlichen Ausprägungen eines Merkmals bei den Individuen einer Population, die auf dem Vorhandensein verschiedener (polymorpher) Allele beruhen
  • polymorphkernige neutrophile Leukocyten (PMNs)
    → Granulocyten
  • Polyp, engl. polyp
    festsitzendes (sessiles) Stadium im Entwicklungszyklus der meisten Cnidaria (Nesseltiere) (Gegensatz zu → Meduse)
  • > Aminosäure: Grundbaustein von Eiweiß (Protein). Die lineare Verbindung von Aminosäuren oder auch Peptiden ergibt eine Polypeptid- oder Aminosäurekette.
  • Polypeptid
    Eine Kette aus Aminosäuren, die durch Peptidbindungen miteinander verknüpft sind.
  • Polypeptide, engl. polypeptides
    auch als Polypeptidketten bezeichnet; Polymere aus Aminosäuren, die durch Peptidbindungen miteinander verbunden sind. Proteine bestehen aus einem oder mehreren Polypeptiden.
  • polyphyletisch (von griech. poly für „viele“ und pylon für „Stamm“, „Sippe“), engl. polyphyletic
    taxonomische Beschreibung einer Gruppe, deren Mitglieder von unterschiedlichen Vorfahren abstammen, die in der Gruppe nicht enthalten sind; die Gruppe wird oft aufgrund ähnlicher Merkmale zusammengefasst, weil die stammesgeschichtlichen Verhältnisse noch nicht geklärt sind (Gegensatz zu → monophyletisch, → paraphyletisch)
  • Polyploid
    Quelle: Genetik
    Mehrfache Ausführung des haploiden Genoms in einem Zellkern (S. 405).
  • polyploid, engl. polyploid
    bezeichnet den Besitz von mehr als zwei kompletten Chromosomensätzen
  • Polyploidie, engl. polyploidy
    das Vorhandensein von mehr als zwei kompletten Chromosomensätzen
  • Polyribosom
    Eine Ansammlung von Ribosomen, die sich frei im Cytoplasma bewegen.
  • Polyribosom
    → Polysom
  • Polysaccharide, engl. polysaccharides
    polymere Makromoleküle aus vielen Monosacchariden (Einfachzuckern). Bekannte Beispiele sind Cellulose und Stärke.
  • Polysaccharidkapseln
    Spezielle Struktur bei einigen Bakterien - sowohl bei gramnegativen als auch bei grampositiven -, die außerhalb der Zellmembran und Zellwand liegt und die direkte Phagocytose durch Makrophagen, ohne Antikörper oder Komplementfaktoren, verhindern kann.
  • Polysom (Polyribosom), engl. polysome
    Komplex aus einem fädigen mRNA-Molekül und einigen bis vielen daran aufgereihten Ribosomen. Die Ribosomen bewegen sich an der mRNA entlang und synthetisieren dabei Polypeptidketten.
  • Polytän
    Quelle: Genetik
    Zustand von Riesenchromosomen in bestimmten Organen vor allem von Insekten, die aus mehreren bis vielen Chromatiden bestehen (S. 248).
  • Chromosomen (> G), die aus vielen Chromatiden (> G) bestehen. Bei einigen Arten finden wir solche Chromosomen in bestimmten Körperzellen. Diese Chromosomen werden auch als Riesenchromosomen bezeichnet und können leicht mit dem Mikroskop beobachtet werden.
  • Polyubiquitin
    Polymer aus Ubiquitin, das über einen Lysinrest in dem einem Ubiquitinmolekül mit dem Carboxyterminus des jeweils nächsten Ubiquitinmoleküls kovalent verbunden ist.
  • POM, engl. particulate organic matter
    Mikroorganismen und kleinteilige organische Überreste von Organismen im Plankton oder Sediment (vgl. → Detritus)
  • Siehe Brücke.
  • Pons (lat. für „Brücke“), engl. pons
    Brücke, ventraler, vor der Medulla gelegener Teil des Hirnstamms von Wirbeltieren
  • Population
    Quelle: Genetik
    "(lat. populus, Volk) Gemeinschaft von Individuen, die sich innerhalb einer Region untereinander paaren können und einen gemeinsamen Genpool besitzen (7 Abschn. 11.5); Begriff der Populationsgenetik."
  • Population, engl. population
    (1) in der Biologie eine Gruppe artgleicher Individuen, die gleichzeitig im selben Habitat leben und sich untereinander fortpflanzen können; (2) in der Statistik die auch als Grundgesamtheit bezeichnete Menge aller Untersuchungseinheiten
  • Populationsdichte, engl. population density
    die Zahl der Individuen einer Population pro Flächen- oder Volumeneinheit
  • Populationsdynamik, engl. population dynamics
    die Veränderungen von Populationen in Zeit und Raum
  • Populationsgenetik, engl. population genetics
    die Erforschung der genetischen Variabilität und ihrer Ursachen innerhalb von Populationen
  • Populationsgröße, engl. population size
    die Gesamtzahl der Individuen in einer Population
  • Populationsstruktur, engl. population structure
    Gesamtheit der Merkmale einer Population; zum Beispiel die Alterstruktur (der prozentuale Anteil der verschiedenen Altersgruppen an der Gesamtpopulation), aber auch die Verteilung der Population im Raum
  • Populationswachstum, engl. population growth
    die Veränderung der Populationsgröße im Laufe der Zeit
  • Populationswachstumsrate, engl. population growth rate
    die Geschwindigkeit der Veränderung der Populationsgröße im Laufe der Zeit
  • Protein der äußeren Membran von Neisseria meningitidis, das an C4BP bindet und dadurch das auf der bakteriellen Oberfläche abgelagerte C3b inaktiviert.
  • Positionsinformation (Lageinformation), engl. positional information
    die Grundlage der räumlichen Wahrnehmung in der Entwicklung, die induziert, dass sich die Zellen entsprechend ihrer Lage im sich entwickelnden Organismus differenzieren; äußert sich vielfach in Form eines Morphogengradienten
  • Positionsklonierung, engl. positional cloning
    Technik zur Isolierung eines krankheitsverursachenden Gens anhand seiner ungefähren Lage auf dem Chromosom
  • positive Interaktion, engl. positive interaction
    trophische oder nichttrophische Wechselbeziehung zwischen zwei Arten, von der eine der Arten oder auch beide profitieren und keine davon geschädigt wird (vgl. → Probiose, → Kommensalismus, → Symbiose)
  • positive Regulation, engl. positive regulation
    Form der Genregulation, bei der ein regulatorisch wirksames Makromolekül erforderlich ist, um die Transkription eines Strukturgens anzuschalten; ohne dessen Anwesenheit findet keine Transkription statt (Gegensatz zu → negative Regulation)
  • positive Rückkopplung, engl. positive feedback
    in Regelkreisen eine Information, die eine regulatorische Reaktion und die Abweichung des Systems vom Ausgangspunkt verstärkt (Gegensatz zu → negative Rückkopplung)
  • positive Selektion
    Vorgang, der im Thymus stattfindet und bei dem nur diejenigen sich entwickelnden T-Zellen reifen, deren Rezeptoren Antigene erkennen, die von körpereigenen MHC-Molekülern präsentiert werden.
  • positive Selektion, engl. positive selection
    Form der natürlichen Selektion, durch deren Einwirken sich ein Merkmal etablieren kann, durch welches sich die Überlebenschancen in einer Population erhöhen (Gegensatz zu → negative Selektion)
  • positiver Zusammenhang, engl. positive relationship
    Beziehung, in der bei den Beobachtungen zwei Variablen tendenziell in die gleiche Richtung variieren
  • positives Feedback
    → Feedback
  • Posterior
    Quelle: Genetik
    (lat. posterior, letzte, hintere) Hinterende des Organismus.
  • Posterior
    Anatomische Lagebezeichnung; Richtung Schwanz oder caudal gelegen.
  • posterior (von lat. postere für „hinter“, „nachfolgend“), engl. posterior
    Lagebezeichnung; bezogen auf die Körperachse hinten oder rückseitig gelegen (Gegensatz zu → anterior)
  • Posteriorer Parietalcortex
    Eine posteriore Region des Parietallappens, hauptsächlich Brodmann-Areale 5 und 7, die an der visuellen und somatosensorischen Integration und an der Aufmerksamkeit beteiligt ist.
  • Postganglionäres Neuron
    Ein peripheres Neuron von Sympathicus und Parasympathicus des vegetativen Nervensystems; sein Zellkörper liegt in einem autonomen Ganglion und seine Axone enden auf peripheren Organen und Geweben.
  • postprandial
    nach dem Essen einer Mahlzeit
  • Postresorptionsphase, engl. postabsorptive state
    Stadium zum Abschluss des Verdauungsvorgangs, wenn keine Nahrung mehr im Darm vorhanden ist und daher keine Nährstoffe resorbiert werden können (Gegensatz zu → Resorptionsphase)
  • Postsynaptische Verdichtung
    Eine Differenzierung der postsynaptischen Membran, in der die Rezeptoren für die Neurotransmitter lokalisiert sind.
  • postsynaptische Zelle, engl. postsynaptic cell
    die Zelle, die an einer Synapse Informationen von einemNeuron erhält (Gegensatz zu → präsysnaptische Zelle)
  • Postsynaptisches Miniaturpotenzial
    Eine Veränderung des postsynaptischen Membranpotenzials, verursacht durch die Wirkung von Neurotransmittern, die von einem einzigen synaptischen Vesikel freigesetzt werden.
  • Postsynaptisches Potenzial (PSP)
    Eine Veränderung des postsynaptischen Membranpotenzials durch die präsynaptische Aktivität einer elektrischen Synapse oder durch einen an der Synapse freigesetzten Neurotransmitter.
  • postzygotische Isolationsbarriere
    Eigenheiten von verschiedenen sich sexuell reproduzierenden Arten, die eine erfolgreiche Paarung ihrer Individuen verhindern. Beispiel: embryonale Entwicklungsstörungen, Sterilität von Nachkommen.
  • postzygotische Isolationsmechanismen (metagame Isolationsmechanismen), engl. postzygotic isolating mechanisms
    alle nach der Verschmelzung der Zellkerne der beiden Gameten erfolgenden Prozesse, die eine erfolgreiche Fortpflanzung verhindern (Fortpflanzungsbarrieren) (Gegensatz zu → präzygotische Isolationsmechanismen)
  • Potenzial (potential)
    Physikalische Größe eines Orts. Die Differenz der Poten ziale zweier miteinander verbundener Orte gibt an, wie viel Arbeit ein Teilchen verrichten kann, wenn es sich vom höheren zum niedrigeren Potenzial bewegt. Biologisch wichtig sind das chemische Potenzial (enthält Eigenschaften und Konzentrationen einer Substanz), das elektrische Potenzial (Differenzen wirken als elektrische Spannungen auf Ionen) und das elektrochemische Potenzial (erweitert das chemische Potenzial um elektrische Einwirkungen).
  • potenzielle Energie, engl. potential energy
    gespeicherte Energie, die keine Arbeit leistet, aber das Potenzial dazu besitzt; kann unter anderem in chemischen Bindungen gespeichert werden (Gegensatz zu → kinetische Energie)
  • Poweranalyse, engl. power analysis
    Ermittlung der → Teststärke eines statistischen Tests
  • PR-Proteine, engl. pathenogenesis related (PR) proteins
    pflanzliche Proteine, die an der systemisch erworbenen Resistenz beteiligt sind. Ihre Synthese erfolgt als Reaktion auf eine Infektion durch ein → Pathogen, etwa einen Pilz.
  • Prä-B-Zell-Rezeptor
    Rezeptor der Prä-B-Zellen, der eine schwere Immunglobulinkette, die Proteine der leichten Ersatzkette sowie die Signalmoleküle Igα und Igβ umfasst. Signale dieses Rezeptors führen dazu, dass die Prä-B-Zelle in den Zellzyklus eintritt, die RAG-Gene abschaltet, die RAG-Proteine abbaut und mehrere Zellteilungen durchläuft.
  • Prä-mRNA (Primärtranskript), engl. pre-mRNA
    erstes Gentranskript; wird durch RNA-Spleißen wie auch das Anhängen der Cap-Struktur und des Poly(A)-Schwanzes zu funktionsfähiger, reifer mRNA prozessiert
  • Prä-T-Zell-Rezeptor
    Rezeptorprotein, das von sich entwickelnden T-Lymphocyten im Stadium der Prä-T-Zelle gebildet wird. Es besteht aus TCRβ-Ketten, die an die α-Ersatzkette (Prä-T-Zell-α, pTα) binden. Der Prä-T-Zell-Rezeptor ist außerdem mit CD3-Signalketten assoziiert. Signale dieses Rezeptors induzieren die Proliferation der Prä-T-Zellen und die Expression von CD4 und CD8, während die Umlagerung der TCR-β-Kette endet.
  • Präbiotika
    spezifischer Kohlenhydrat-Ballaststoff
  • Beutemachen. Räuber (Prädatoren, Fressfeinde) nutzen andere Individuen (Beute) als Nahrungsquelle.
  • Prädation, engl. predation
    trophische Wechselbeziehung, bei der ein Individuum der einen Art (der Prädator) Individuen einer anderen Art (der Beute) teilweise oder ganz konsumiert Prädatoren, predators Fressfeinde; Lebewesen, die andere Lebewesen teilweise oder ganz (als „Beute“) konsumieren; wird für → Carnivoren, → Herbivoren, → Omnivoren und → Parasiten verwendet (vgl. → Beute)
  • Prädator (predator)
    Tiere, die sich von lebenden Organismen oder Teilen von diesen ernähren. Prädatoren umfassen Herbivoren, Carnivoren und Parasiten. Im engeren Sinne auch auf Carnivoren beschränkt verwendet.
  • Präfrontaler Cortex
    Eine cortikale Region am rostralen Ende des Frontallappens, die Eingang vom dorsomedialen Nucleus des Thalamus erhält.
  • Präganglionäres Neuron
    Ein Neuron von Sympathicus und Parasympathicus des vegetativen Nervensystems; sein Zellkörper liegt im ZNS (Rückenmark oder Hirnstamm), seine Axone ziehen in die Peripherie und sind über Synapsen mit postganglionären Neuronen in den autonomen Ganglien verbunden.
  • Prägung, engl. imprinting
    Begriff aus der Verhaltenslehre; Form des Lernens, das in einem begrenzten Zeitraum innerhalb eines bestimmten Entwicklungsabschnitts eines Tieres abläuft ( → sensible Phase) und ein spezifisches, lebenslang anhaltendes Verhaltensmuster gegenüber einem bestimmten Objekt oder anderen Organismus bedingt
  • Präkambrium, engl. Precambrian
    die erste und längste Periode der geologischen Zeit, in der das Leben auf der Erde entstand
  • präkapillärer Sphinkter, engl. precapillary sphincter
    Schließmuskel aus glatter Muskulatur, der den Blutfluss in Richtung eines Kapillarbetts unterbinden kann
  • prämotorischer Cortex, engl. pre-motor cortex
    die vor dem primären motorischen Cortex gelegene Region des Frontallappens des Großhirns
  • Prämotorisches Areal
    Der laterale Teil des Cortexareals 6, der an der Kontrolle willkürlicher Bewegungen beteiligt ist.
  • präsynaptische Erregung/Hemmung, engl. presynaptic excitation/inhibition
    erfolgt, wenn ein Neuron die Aktivität an einer Synapse verändert, indem es einen Neurotransmitter in die präsynaptische Nervenendigung abgibt
  • präsynaptisches Neuron, engl. presynaptic neuron
    Neuron, das eine Information über eine Synapse an eine andere Zelle übermittelt (Gegensatz zu → postsynaptische Zelle)
  • Die Häufigkeit von Individuen in einer Population/Gruppe/Bevölkerung, die sich ab einem bestimmten Alter auffällig verändern und vom Normalzustand unterscheiden (z. B. hat Morbus Parkinson eine Häufigkeit von 0,4 % in der deutschen Bevölkerung, bei über Sechzigjährigen liegt diese bei etwa einem Prozent). Die Inzidenz ist ein Maß für den Zuwachs an veränderten Individuen in einer Altersgruppe pro Zeiteinheit (zum Beispiel können wir die jährlichen Neuerkrankungen an Parkinson für Personen ab dem 60. Lebensjahr feststellen).
  • präzygotische Isolationmechanismen (progame Isolationsmechanismen), engl. prezygotic reproductive barriers
    alle vor der Verschmelzung der Zellkerne zweier Gameten erfolgenden Prozesse, die eine erfolgreiche Fortpflanzung verhindern (Fortpflanzungsbarrieren) (Gegensatz zu → postzygotische Isolationsmechanismen)
  • präzygotische Isolationsbarriere
    Eigenheiten von sich sexuell reproduzierenden Individuen verschiedener Arten, die eine erfolgreiche Befruchtung einer Eizelle verhindern. Beispiel: zeitliche Asynchronisation der Reproduktionsphase, genetische Unverträglichkeit von Ei- und Samenzellen, Unterschiede im Paarungsverhalten.
  • Prednison
    Synthetisches Steroid mit entzündungshemmender und immunsuppressiver Wirkung. Man setzt es ein, um akute Abstoßungsreaktionen bei Transplantationen, Autoimmunerkrankungen und lymphatische Tumoren zu behandeln.
  • Pressorezeptor
    → Barorezeptor
  • PREX1
    Guaninaustauschfaktor (GEF), der stromabwärts von kleinen G-Proteinen als Reaktion auf die Aktivierung von GPCR-Rezeptoren (etwa durch den fMLP- oder den C5a-Rezeptor) aktiviert wird.
  • Proteinkomponente des inneren Stabes des Typ-III-Sekretionssystems von Salmonella Typhimurium, mit dem das Bakterium eukaryotische Zellen infiziert. Dieses Protein wird von den NLR-Proteinen NAIP2 und NLRC4 erkannt.
  • Pribnow-Box
    Quelle: Genetik
    "Element aus sechs Basenpaaren, das oberhalb des Starts der Transkription prokaryotischer Gene liegt; Bindestelle für die σ-Untereinheit der RNA-Polymerase. Consensussequenz: TATAAT (7 Abschn. 3.3.2)."
  • primär aktiver Transport, engl. primary active transport
    Form des aktiven Transports, bei dem ATP hydrolysiert wird, um die Energie zu gewinnen, die zum Transport von Ionen entgegen ihres Konzentrationsgefälles erforderlich ist (Gegensatz zu → sekundär aktiver Transport)
  • primäre Endodermis
    die Endodermiszellen besitzen einen Caspary-Streifen. > sekundäre Endodermis, > tertiäre Endodermis, > Caspary-Streifen, > apoplastischer Wassertransport, > symplastischer Wassertransport
  • primäre Endosymbiose, engl. primary endosymbiosis
    die Aufnahme eines Cyanobakteriums durch eine größere eukaryotische Zelle; führte zur Entstehung der ersten photosynthetisch aktiven Eukaryoten mit Chloroplasten
  • primäre Geschlechtsbestimmung, engl. primary sex determination
    genetische Festlegung des gametischen Geschlechts: männlich oder weiblich (Gegensatz zu → sekundärer Geschlechtsbestimmung)
  • primäre Geschlechtsmerkmale, engl. primary sex characteristics
    für die Fortpflanzung unmittelbar notwendige Geschlechtsorgane wie Ovar, Uterus, Vagina, Hoden und Penis beim Menschen (Gegensatz zu → sekundäre Geschlechtsmerkmale)
  • primäre Geschlechtsorgane, engl. primary sex organs
    Hoden und Eierstöcke
  • Primäre Geschmacksrinde
    Ein Gebiet des Neocortex, das Geschmacksinformationen von dem posterior gelegenen Nucleus ventromedialis erhält.
  • primäre Granula
    Granula der neutrophilen Zellen, die den Lysosomen entsprechen und antimikrobielle Peptide, wie Defensine, und andere antimikrobielle Faktoren enthalten.
  • Primäre Hörrinde
    Brodmann-Areal 41, auf der superioren Oberfläche des Temporallappens lokalisiert. Auch als A1 bezeichnet.
  • primäre Immunantwort
    Adaptive Immunreaktion infolge eines ersten Antigenkontakts.
  • primäre Immunantwort, engl. primary immune response
    die erste Reaktion des Immunsystems auf ein Antigen; hierzu gehören die Erkennung durch Lymphocyten und die Produktion von Effektor- und Gedächtniszellen (Gegensatz zu → sekundäre Immunantwort)
  • primäre Immunisierung, Priming
    Der erste Kontakt mit einem bestimmten Antigen, das die adaptive primäre Immunantwort auslöst.
  • primäre Immunschwächekrankheiten
    Fehlende Immunfunktion aufgrund eines genetischen Defekts.
  • primäre Leibeshöhle
    → Blastocoel
  • primäre lymphatische Organe
    → zentrale lymphatische Organe
  • primäre Lymphfollikel
    Zusammenlagerungen von ruhenden B-Lymphocyten in den peripheren lymphatischen Organen (→ sekundäre Lymphfollikel).
  • Primäre Sehrinde
    Brodmann-Areal 17, auf dem Okzipitalpol lokalisiert. Auch als primärer visueller Cortex, striärer Cortex oder V1 bezeichnet.
  • primärer Bau
    Organisation im ersten Vegetationsjahr. > sekundärer Bau
  • Primärer Motorcortex
    Brodmann-Areal 4, auf dem Gyrus praecentralis lokalisiert; die Region des Cortex, die bei schwacher Stimulation lokale Muskelkontraktionen auslöst. Auch als M1 bezeichnet.
  • primärer motorischer Cortex, engl. primary motor cortex
    → motorischer Cortex
  • primärer Organisator
    → Spemann-Organisator
  • primärer Pflanzenkörper, engl. primary plant body
    derjenige Teil des Pflanzenkörpers, der durch das Primärwachstum gebildet wird; umfasst sämtliche unverholzten Teile der Pflanze; viele krautige Pflanzen bestehen ausschließlich aus einem primären Pflanzenkörper (Gegensatz zu → sekundärer Pflanzenkörper)
  • Primärer somatosensorischer Cortex
    Brodmann-Areal 3b, im Gyrus postcentralis lokalisiert. Auch als S1 bezeichnet.
  • primärer somatosensorischer Cortex
    → somatosensorischer Cortex
  • primäres Cambium
    einlagige Schicht teilungsaktiver Zellen, die schon im Embryo vorhanden ist. > sekundäres Cambium > Meristem
  • primäres Dickenwachstum
    Substanz und Volumenzunahme im ersten Vegetationsjahr. > sekundäres Dickenwachstum
  • primäres Lysosom, engl. primary lysosome
    Lysosom vor der Verschmelzung mit einem Phagosom (vgl. → Lysosom, → sekundäres Lysosom)
  • Primäres sensorisches Neuron
    Ein Neuron, das auf die Verarbeitung von Umweltsignalen über die sensorische Oberfläche des Körpers spezialisiert ist.
  • primäres Wachstum, engl. primary growth
    das Wachstum von Pflanzen, das durch einen Längenzuwachs von Spross undWurzeln und die Bildung neuer Seitenzweige und Seitenwurzeln durch Verzweigung gekennzeichnet ist (Gegensatz zu → sekundäres Dickenwachstum)
  • Primärfokus
    Bereich in der medullären Rinde in den Lymphknoten, wo eine früh einsetzende Antikörperproduktion durch Plasmablasten stattfindet. Diese geht der Keimzentrenreaktion und der Differenzierung zu Plasmazellen voraus.
  • Primärkonsument, engl. primary consumer
    herbivorer Organismus, der sich von Primärproduzenten ernährt
  • Primärmeristem, engl. primary meristem
    Meristem, das für das primäre Wachstum der Pflanze zuständig ist
  • Primärproduktion, primary production
    die durch Primärproduzenten fixierte Kohlenstoffmenge pro Zeiteinheit
  • Primärproduktivität, engl. primary productivity
    die durch Primärproduzenten fixierte Kohlenstoffmenge pro Zeiteinheit pro Flächeneinheit
  • Primärproduzenten, engl. primary producers
    photo- oder chemosynthesebetreibende Organismen, die aus einfachen anorganischen Molekülen komplexe organische Moleküle synthetisieren
  • Primärstruktur, engl. primary structure
    die spezifische Aminosäuresequenz in einem Protein (Gegensatz zu → Sekundärstruktur, → Tertiärstruktur, → Quartärstruktur)
  • Primärsukzession, engl. primary succession
    ökologische Sukzession in Gebieten, in denen es zuvor noch keine Lebewesen gab, zum Beispiel auf neu entstandenenMoränen oder erkalteten Lavaströmen (Gegensatz zu → Sekundärsukzession)
  • Primärtranskript
    → Prä-mRNA
  • Primärwand, engl. primary cell wall
    Struktur, die bei Pflanzenzellen nach der Cytokinese die Mittellamelle bildet; besteht aus Cellulosemikrofibrillen, Hemicellulose und Pektin (Gegensatz zu → Sekundärwand)
  • Primase, engl. primase
    Enzym, das die Synthese eines Primers für die DNA-Replikation katalysiert
  • Kurze Basenfolgen, die synthetisch hergestellt werden, um an den Anfang und das Ende eines einzelsträngigen DNA-Abschnitts zu binden, der untersucht werden soll.
  • Primer, engl. primer
    kurzer, einzelsträngiger Abschnitt einer Nucleinsäure, gewöhnlich RNA, der die erforderliche Matrize für die Synthese eines neuen DNA-Strangs bildet. Die Synthese erfolgt dabei vom 3‘-Ende des Primers an.
  • Primitivknoten
    → Hensen-Knoten
  • Primitivknoten, engl. primitive node
    ein Bereich am Vorderende der Primitivrinne; die Stelle der Einwanderung der Zellen während der Gastrulation; hat bei Säugetieren und Vögeln eine ähnliche Funktion wie die dorsale Urmundlippe bei Amphibien; bei Vögeln auch → Hensen-Knoten genannt
  • Primitivstreifen (Keimstreifen), engl. primitive streak
    axial entlang der Keimscheibe verlaufender Streifen; Bereich, in den bei der Bildung des dreischichtigen Embryos Zellen einwandern; findet sich in der Embryonalentwicklung von Vögeln und Fischen
  • Primordium
    Quelle: Genetik
    (lat. primordium, Anfang) Vorläuferzellen eines Organs während der Ontogenese (S. 529).
  • Prionen, engl. prions
    Proteine von Tieren, die in einer physiologischen und einer infektiösen Konformation existieren; die infektiöse kann sich auf die physiologische übertragen
  • Prioritätenkarte
    Karte des sichtbaren Raumes, die anzeigt, worauf man beruhend auf Reizauffälligkeit und kognitivem Input seine Aufmerksamkeit richten sollte.
  • prismatisch
    geometrisch geformte Körperzelle
  • Pro-B-Zellen
    Stadium in der Entwicklung der B-Lymphocyten, in dem die Zellen zwar bereits B-Zell-spezifische Oberflächenproteine tragen, bei denen jedoch die Gene für die schwere Kette noch nicht rekombiniert sind.
  • Pro-Kopf-Geburtenrate (b), engl. per capita birth rate
    in Modellen zum Populationswachstum die durchschnittliche Zahl von Nachkommen, die ein Individuum innerhalb eines bestimmten Zeitraums hervorbringt
  • Pro-Kopf-Sterberate (d), engl. per capita death rate
    in Modellen zum Populationswachstum die durchschnittliche Wahrscheinlichkeit, dass ein Individuum innerhalb eines bestimmten Zeitraums sterben wird
  • Pro-Kopf-Wachstumsrate (r), engl. per capita growth rate
    in Modellen zum Populationswachstum der durchschnittliche Beitrag eines Individuums zur Wachstumsrate der Gesamtpopulation; mathematisch ausgedrückt die Differenz zwischen der Pro- Kopf-Geburtenrate (b) und der Pro-Kopf-Sterberate (d), also b - d.
  • Probabilität
    → Wahrscheinlichkeit
  • Probiose, engl. probiosis
    Form der positiven interspezifischen Interaktion, bei dem ein Partner profitiert und der andere unbeeinflusst bleibt. In diese Kategorie gehört unter anderem der → Kommensalismus. (vgl. → interpezifische Konkurrenz, → Amensalismus, → Symbiose, → Mutualismus)
  • Probiotika
    lebensmittel-assoziierte, gesundheitsfördernde Mikroorganismen
  • Problemorientierte und emotionsorientierte Angstbewältigung
    Problemorientierte Angstbewältigung versucht, direkt die Situation oder das Verhalten zu ändern, emotionsorientierte Angstbewältigung versucht, Belastungen und das Erleben zu lindern.
  • Procaspase 1
    Inaktive Form der Caspase 1 und Bestandteil des NLRP3-Inflammasoms.
  • Produktionseffizienz, engl. production efficiency
    der Anteil der assimilierten Biomasse, der in die Produktion neuer Konsumentenbiomasse oder Nettosekundärproduktion einfließt
  • Proenzym (Zymogen), engl. proenzyme
    inaktive Vorstufe eines Verdauungsenzyms, das in den Verdauungstrakt sezerniert wird. Dort werden die Zymogene von Proteasen gespalten und dadurch zu aktiven Enzymen.
  • Profilin
    Actinbindendes Protein, das Actinmonomere abzieht. Die Profiline der Protozoen enthalten Sequenzen, die von TLR-11 und TLR-12 erkannt werden.
  • progame Isolationsmechanismen
    → präzygotische Isolationsmechanismen
  • Progesteron (von lat. pro für „für“ und gestatio für „das Tragen“), engl. progesterone
    weibliches Geschlechtshormon, das für die Aufrechterhaltung der Schwangerschaft mitverantwortlich ist
  • programmierter Zelltod
    → Apoptose
  • Die Schwere der Symptome einer Krankheit wird im Verlauf gravierender.
  • progressive multifocale Leukoencephalopathie (PML)
    Krankheit bei Patienten mit einem geschwächten Immunsystem, die aufgrund einer opportunistischen Infektion mit dem JC-Virus hervorgerufen wird.
  • Proinflammatorisch
    entzündungsfördernd.
  • Prokambium, engl. procambium
    primäres Meristem, aus dem das Leitgewebe hervorgeht
  • Prokaryoten
    Quelle: Genetik
    Einzellige Organismen ohne Zellkern.
  • Prokaryoten, engl. prokaryotes
    einzellige Organismen, die weder einen Zellkern noch membranumhüllte Organellen besitzen; umfassen die Bacteria und die Archaea (Gegensatz zu → Eukaryoten)
  • Prolactin, engl. prolactin
    vom Hypophysenvorderlappen freigesetztes Hormon, das unter anderem die Produktion der Muttermilch bei weiblichen Säugetieren stimuliert
  • Proliferation
    → Zellproliferation
  • Proliferation
    Vermehrung von Zellen
  • Prometaphase, engl. prometaphase
    zweites Stadium der Kernteilung, in dessen Verlauf sich die Chromosomen zur Mitte der Mitosespindel bewegen
  • Promotor
    Quelle: Genetik
    (lat. promovere, vorrücken, (be)fördern) Regulationselement eines Gens, initiiert die Funktion der RNA-Polymerase (7 Abschn. 4.5.2 und 7 Abschn. 7.3.1).
  • Promotor
    Eine Region auf der DNA, an die die RNA-Polymerase bindet, um die Gentranskription zu initiieren.
  • Promotor
    Anbindungsstelle eines Gens für die RNA-Polymerase
  • Promotor, engl. promoter
    DNA-Sequenz, die als initiale Bindungsstelle für die RNA-Polymerase bei der Initiation der Transkription fungiert (vgl. → Operon)
  • Pronukleus
    Quelle: Genetik
    Väterlicher oder mütterlicher Gametenkern in der Zygote vor der Karyogamie.
  • Proofreading
    → Korrekturlesen
  • Propeptid
    Inaktive Vorstufe von Polypeptiden oder Peptiden, die zur Erzeugung des aktiven Peptids prozessiert werden muss.
  • Properdin
    → Faktor P
  • Prophage, engl. prophage
    nichtinfektiöse Einheit, die in das bakterielle Wirtsgenom integriert ist und sich mit diesem vervielfältigt, aber nicht zur Lyse der Zelle führt; kann zu einem späteren Zeitpunkt in den lytischen Zyklus eintreten
  • Prophase
    Quelle: Genetik
    Bestimmte Periode während der Mitose oder Meiose (7 Abschn. 6.3.1 und 7 Abschn. 6.3.2).
  • Prophase, engl. prophase
    erstes Stadiumder Kernteilung, in dessen Verlauf die Chromosomen aus diffusem, fädigem Material zu einzelnen, kompakten Strukturen kondensieren
  • Organell der Pflanzenzelle, aus dem sich die verschiedenen Plastidentypen differenzieren. > Chloroplast, > Chromoplast, > Leukoplast
  • Propriorezeptor
    Ein sensorischer Rezeptor in Muskeln, Gelenken und in der Haut, der zur Propriozeption beiträgt.
  • Propriozeption
    Die Wahrnehmung von Körperposition und -bewegung über sensorische Signale von Muskeln, Gelenken und Haut.
  • Prosencephalon
    Siehe Vorderhirn.
  • Prosencephalon
    → Vorderhirn
  • Prostaglandin
    von Fettsäuren abgeleitete Signalstoffgruppe
  • Prostaglandine
    Lipidprodukte des Arachidonsäuremetabolismus. Sie zeigen eine Reihe von Wirkungen auf die Gewebe, beispielsweise als Entzündungsmediatoren.
  • Prostaglandine, engl. prostaglandins
    Gruppe spezieller Lipide mit hormonähnlichen Funktionen.Noch ist ungeklärt, ob sie auch in größerer Entfernung von ihrem Entstehungsort wirken können oder nur lokal begrenzt.
  • Prostata, engl. prostate gland
    akzessorische Geschlechtsdrüse an der Einmündung der paarigen Samenleiter in die Harnröhre direkt unterhalb der Harnblase; steuert eine säureneutralisierende Flüssigkeit zum Ejakulat bei
  • prostataspezifische saure Phosphatase (PAP)
    Enzym, das von Prostatakrebszellen exprimiert wird und im Impfstoff Sipuleucel-T (Provenge®) als Tumorabstoßungsantigengenutzt wird.
  • prosthetische Gruppe
    hochaffin oder kovalent an ein Enzym gebundenes organisches Molekül
  • prosthetische Gruppe, engl. prosthetic group
    der nicht aus Aminosäuren bestehende Anteil eines Enzyms
  • Protease
    proteinspaltendes Enzym
  • Proteasen, engl. proteases
    Verdauungsenzyme, die in Polypeptidketten die Peptidbindungen zwischen benachbarten Aminosäuren spalten
  • Proteasom
    Große intrazelluläre Protease mit vielen Untereinheiten, die Proteine abbaut und dabei Peptide produziert.
  • Proteasom
    im Zytosol befindliche multikatalytische Protease 
  • Proteasom, engl. proteasome
    großer Proteinkomplex im Cytoplasma von Eukaryoten, der an andere, zuvor mit Ubiquitin markierte, zelluläre Proteine bindet und diese spaltet
  • Protein
    Ein Polymer aus Aminosäuren, die über Peptidbindungen miteinander verknüpft sind.
  • Protein (von griech. protos für „der Erste“), engl. protein
    eines der grundlegendenMakromoleküle lebender Organismen; langkettige Polymere aus Aminosäuren mit 20 unterschiedlichen Seitenketten. Bei fibrösen Proteinen liegt die Polymerkette eher ausgestreckt vor, bei Enzymen und anderen globulären Proteinen ist die Kette zu einer eher geballten Struktur gefaltet. Proteine sind Produkte von Genen, ihre Aminosäurebausteine werden von Tripletts der mRNA codiert.
  • Protein-Energie-Mangel
    Mangelernährung mit unterschiedlicher Symptomatik
  • Proteinbiosynthese
    Der Zusammenbau von Proteinmolekülen im Cytoplasma von Zellen entsprechend der genetischen Information.
  • Proteinfamilie
    → Genfamilie
  • Proteinhormone (Proteohormone), engl. protein hormones
    große Hormonmoleküle aus Polypeptidketten, die in der Regel über 50 Aminosäuren lang sind; werden von Genen codiert und durch Translation produziert
  • Proteininhibitoren für aktivierte STAT-Faktoren (PIASs)
    Kleine Familie von Proteinen, die Transkriptionsfaktoren der STAT-Familie hemmen.
  • Proteinkinase
    Eine Enzymklasse, die Proteine phosphoryliert; eine Phosphorylierung ändert die Konformation des Proteins und seine biologische Aktivität.
  • Proteinkinase A (PKA)
    Eine Proteinkinase, die durch den Second Messenger cAMP aktiviert wird.
  • Proteinkinase C (PKC)
    Eine Proteinkinase, die durch den Second Messenger DAG aktiviert wird.
  • Proteinkinase C- (PKC-)
    Serin/Threonin-Kinase, die als Bestandteil von Antigenrezeptorsignalwegen in Lymphocyten durch Diacylglycerin aktiviert wird.
  • Proteinkinasekaskade, engl. protein kinase cascade
    durch ein molekulares Signal ausgelöste Reaktionsfolge, bei der mehrere Proteinkinasen einander in bestimmter Reihenfolge aktivieren und dadurch das Signal bei jedem Schritt verstärken
  • Proteinkinasen
    Enzyme, die an bestimmten Aminosäureresten (Tyrosin, Threonin oder Serin) Phosphatgruppen an Proteine hängen (→ Tyrosinkinasen, → Tyrosinphosphatasen, → Serin/Threonin-Kinasen).
  • Proteinkinasen, engl. protein kinases
    Enzyme, die die Übertragung einer Phosphatgruppe von ATP auf ein spezifisches Zielprotein katalysieren. Diese Phosphorylierung kann die Konformation und die Aktivität des Zielproteins verändern.
  • Locus, der für ein Protein codiert.
  • Proteinogene Aminosäuren
    Aminosäuren für den Proteinstrukturaufbau
  • Proteinphosphatase
    Ein Enzym, das Phosphatgruppen von Proteinen entfernt.
  • Proteinphosphatasen
    Enzyme, die Phosphatgruppen aus Proteinen entfernen, die durch Proteinkinasen an Tyrosin-, Threonin- oder Serinresten phosphoryliert wurden.
  • Proteinstammbaum, engl. protein phylogenetic tree
    grafische Darstellung der evolutionären Beziehungen eines Proteins oder der Mitglieder einer Proteinfamilie bei verschiedenen Organismenarten ( → phylogenetischer Baum, → Genstammbaum)
  • Proteinwechselwirkungsdomänen, Proteinwechselwirkungsmodule
    Proteindomänen, die normalerweise selbst keine enzymatische Aktivität besitzen, aber spezifisch mit bestimmten Stellen (beispielsweise phosphorylierten Tyrosinresten, prolinreichen Regionen, Membranphospholipiden) auf anderen Proteinen oder Zellstrukturen interagieren.
  • Proteionoplast
    proteinspeichernder Leukoplast. > Proplastid
  • Protektine
    entzündungsauflösende Lipidmediatoren
  • Proteoglykan, engl. proteoglycan
    Glykoprotein aus einem Proteinkern mit langen linearen Kohlenhydratketten
  • Proteohormone
    → Proteinhormone
  • Proteolyse
    Proteinhydrolyse (Aufspaltung)
  • Proteolyse (von griech. protos für „der Erste“ und lysis für „Auflösung“), engl. proteolysis
    enzymatischer Abbau von Proteinen oder Peptiden
  • proteolytische Untereinheiten β1, β2, β5
    Konstitutive Bestandteile der katalytischen Kammer des Proteasoms.
  • Gesamtheit an Proteinstrukturen des Körpers
  • Proteom (proteome)
    Gesamtheit aller Proteine einer Zelle zu einem bestimmten Zeitpunkt und unter bestimmten Bedingungen.
  • Proteom, engl. proteome
    Gesamtheit aller Proteine, die in einem Organismus oder einem Zelltyp zu einem bestimmten Zeitpunkt vorhanden sind. Bei Eukaryoten ist wegen des alternativen Spleißens des Primärtranskripts die Zahl der synthetisierbaren Proteine weitaus größer als die Zahl der proteincodierenden Gene im Genom des betreffenden Organismus. (vgl. → Transkriptom)
  • prothorakotropes Hormon (PTTH), engl. prothoracotropic hormone
    Hormon von Insekten, das die Sekretion der Prothoraxdrüse steuert
  • Prothoraxdrüse, engl. prothoracic gland
    Drüse von Insekten, die das Häutungshormon Ecdyson sezerniert
  • Prothrombin, engl. prothrombin
    die inaktive Form des an der Blutgerinnung beteiligten Enzyms Thrombin
  • Protobionten, engl. protobiontes
    hypothetische Vorläufer der ersten lebenden Zellen, mit interagierenden Proteinen und Nucleinsäuren, umhüllt von einer Lipiddoppelmembran und mit einem einfachen Stoffwechsel (vgl. → Mikrosphären, → Protozellen)
  • Protoderm, engl. protoderm
    primäres Meristem, aus dem die pflanzliche Epidermis hervorgeht
  • Proton (von griech. protos für „Erster“, „Vorderster“), engl. proton
    (1) subatomares Teilchen mit einer einzelnen positiven Ladung (die Zahl der Protonen im Kern eines Atoms entspricht der Ordnungszahl des Elements); (2) ein Wasserstoffion (H+)
  • protonenmotorische Kraft, engl. proton-motive force
    meist in Millivolt angegebene Kraft, die an einer Membran erzeugt wird; ausgeübt durch den elektrochemischen Gradienten, der aus zwei Komponenten besteht: dem Konzentrationsgradienten (chemischer Gradient) und dem elektrischen Gradienten (elektrisches Potenzial, elektrische Spannung)
  • Protonenpumpe, engl. proton pump
    aktives Transportsystem, das unter Verwendung von Energie aus ATP Protonen (H+) durch eine Membran transportiert und dadurch einen Protonengradienten aufbaut
  • Protonephridien (von griech. proto für „vor“ und nephros für „Niere“), engl. protonephridia
    Exkretionsorgane, zum Beispiel bei Plattwürmern, die aus einer Terminalzelle mit Wimpernflamme und einem Exkretionskanal bestehen (vgl. → Nephridien)
  • Protoonkogene, engl. protooncogene
    normale Allele, die Vorläufer von → Onkogenen (krebsverursachende Gene) sind; codieren Wachstumsfaktoren oder Rezeptorproteine
  • einzellige Pflanze. > Pflanze
  • Protoplast (protoplast)
    Der essenzielle Teil einer Zelle, die von einer Zellwand umgeben ist. Der Protoplast umfasst die Plasmamembran sowie das darin enthaltene Cytoplasma mitsamt Organellen. Ohne Zellwand kann der Protoplast nur in einem isotonischen Medium bestehen.
  • Protoplast, engl. protoplast
    der cytoplasmatische Inhalt einer Pflanzenzelle; die Plasmamembran und alle darin enthaltenen Zellbestandteile
  • prototroph (von griech. trophe für „Nahrung“), engl. prototroph
    bezüglich der Ernährung der Wildtyp (Referenzform) von Mikroorganismen. Als Nährstoffe werden nur einfache Nährstoffe und Mineralien benötigt. Abweichende Formen, die zusätzliche Wachstumsfaktoren benötigen, bezeichnet man als Ernährungsmutanten oder → auxotroph.
  • Protozellen, engl. protocells
    selbstorganisierende Vesikel aus Lipiden, die als wichtiger Entwicklungsschritt bei der Entstehung des Lebens gelten (vgl. → Protobionten, → Mikrosphären)
  • Provirus
    DNA-Form eines Retrovirus nach seiner Integration in das Genom einer Wirtszelle, wo es möglicherweise über einen langen Zeitraum hinweg keine aktive Transkription zeigt.
  • Provirus, engl. provirus
    von einem Virus synthetisierte, doppelsträngige DNA, die in das Chromosom des Wirtsorganismus eingebaut wird; enthält Promotoren, die vom Transkriptionsapparat der Wirtszelle erkannt werden
  • proximal, engl. proximal
    Lagebezeichnung; nahe am Ansatz oder Referenzpunkt (Gegensatz zu → distal)
  • Proximaler (Gürtel-)Muskel
    Ein Muskel, der die Schulter oder das Becken kontrolliert.
  • proximaler Tubulus, engl. proximal convoluted tubule
    der unmittelbar auf den Glomerulus folgende, erste Abschnitt des Nephrons (vgl. → distaler Tubulus)
  • proximate Ursachen, engl. proximate causes
    die unmittelbaren genetischen, physiologischen, neurologischen und Entwicklungsmechanismen, die ein Verhalten oder ein körperliches Merkmal bedingen (Gegensatz zu → ultimate Ursachen)
  • Prozedurales Gedächtnis
    Das Gedächtnis für Fähigkeiten und Verhalten.
  • prozedurales Gedächtnis, engl. procedural memory
    speichert motorische Fertigkeiten und Handlungsabläufe; lässt sich nicht willentlich abrufen und beschreiben (Gegensatz zu → deklaratives Gedächtnis)
  • prozessiv, engl. processive
    Eigenschaft eines Enzyms, das, wenn es einmal an sein Substrat gebunden hat, viele identische Reaktionsdurchläufe („Prozesse“) nacheinander katalysiert, wie die DNA-Polymerase während der DNA-Replikation
  • Prozessziele
    Prozessziele definieren bestimmte Handlungen bzw. die qualitative Ausführung einer Handlung. Es geht darum, wie bestimmte Strategien oder Fertigkeiten in einer bestimmten Situation umgesetzt werden sollen. Beispiele für Prozessziele sind z. B. ein gutes Gefühl im Fuß beim Absprung im Hochsprung oder eine ruhige, gleichmäßige Atmung beim Joggen.
  • → Mustererkennungsrezeptoren
  • Prunus avium – Süßkirsche
    Rosaceae
  • Pseudoallergie
    Unverträglichkeitsreaktion
  • Die unterschiedlichen Geschlechtschromosomen (> Gonosomen) einer Art besitzen Chromosomenabschnitte, die sich entsprechen (> homolog) und damit für die korrekte Paarung während der Meiose wichtig sind. Diese Regionen verhalten sich wie Autosomen (> G) und können auch rekombinieren (> G).
  • Pseudocoel (von griech. pseudes für „falsch“), engl. pseudocoelom
    nicht von einem mesodermalen Bauchfell (Peritoneum) ausgekleidete Leibeshöhle; charakteristisch zum Beispiel für Nematoden und Rotatorien (vgl. → Leibeshöhle)
  • pseudodimere Peptid:MHC-Komplexe
    Hypothetische Komplexe aus einem Antigenpeptid:MHC-Molekül und einem Selbst-Peptid:MHC-Molekül auf der Oberfläche einer antigenpräsentierenden Zelle, die möglicherweise die T-Zell-Aktivierung in Gang setzen.
  • Pseudogen
    Quelle: Genetik
    "Sequenz der DNA mit signifikanter Homologie (75–80 %) zu einem funktionellen Gen; die Sequenz ist aber so verändert, dass kein funktionelles Genprodukt entsteht (S. 743)."
  • Eine DNA-Sequenz, die oftmals aus der Duplikation (> G) eines funktionellen Gens entstanden ist, und sich im Genom erfolgreich etablieren konnte. Entweder hat das Gen bereits beim Duplikationsprozess seine Funktion verloren oder Mutationen führen in den nachfolgenden Generationen zum Funktionsverlust.
  • Pseudogen, engl. pseudogene
    DNA-Segment, das homolog zu einem funktionellen Gen ist, aber durch eine Genmutation oder die Veränderung seiner Lage im Genom nicht exprimiert wird
  • Pseudogene
    Genelemente, welche die Fähigkeit verloren haben, ein funktionsfähiges Protein zu codieren, aber im Genom noch erhalten geblieben sind und vielleicht weiterhin normal transkribiert werden.
  • Pseudoplasmodium, engl. pseudoplasmodium
    einem Plasmodium ähnelnde Aggregation von Myxamöben
  • Pseudopodien (von griech. podos für „Fuß“), engl. pseudopods
    temporäre Plasmaausstülpungen des Zellkörpers, die der Fortbewegung, Anhaftung an den Untergrund und der Nahrungsaufnahme dienen
  • Psoriasis
    Chronische Autoimmunkrankheit, die wahrscheinlich von T-Zellen ausgeht und Symptome auf der Haut zeigt, aber auch die Finger- und Zehennägel und Gelenke betreffen kann.
  • Psoriasis
    Schuppenflechte
  • psoriatrische Gelenkschäden
    → Psoriasis
  • Psychochirurgie
    Gehirnchirurgie, mit der man psychische Störungen oder Verhaltensstörungen behandelt.
  • Psychologisch-konstruktivistische Theorie der Emotion
    Ansatz zur Erklärung von Emotionen, dem zufolge sich jede Emotion aus einer Kombination von nichtemotionalen psychologischen Komponenten wie körperlichen Empfindungen und Aufmerksamkeit zusammensetzt.
  • → Prä-T-Zell-Rezeptor
  • Puffer, engl. buffer
    Lösung, die vorübergehend Protonen aufnehmen oder abgeben und dadurch Schwankungen im pH-Wert ausgleichen kann
  • pulmonal (von lat. pulmo für „Lunge“), engl. pulmonal
    die Lunge betreffend
  • Pulmonalklappe, engl. pulmonary valve
    als Rückschlagventil wirkende Taschenklappe zwischen der rechten Herzkammer und der Lungenarterie, die beim Erschlaffen der Herzkammer den Rückfluss des Blutes verhindert
  • Pulpahöhle, engl. pulp cavity
    der Hohlraum im Inneren eines Zahns, der Blutgefäße, Nerven und dentinproduzierende Zellen enthält
  • Pulvinar
    Eine Ansammlung von Neuronen im posterioren Thalamus, die weitreichende reziproke Verbindungen mit Arealen in der Großhirnrinde aufweisen. An der Steuerung von Aufmerksamkeit beteiligt.
  • Austausch einer einzelnen Base.
  • Punktmutation, engl. point mutation
    die minimalste Form einer Genmutation; beruht auf dem Hinzukommen (Insertion), dem Verlust (Deletion) oder dem Austausch (Substitution) eines einzigen Nucleotids in der DNA (vgl. → Genommutation, → Chromosomenmutation, → Genmutation)
  • Punktualismus, engl. punctualism
    Evolutionsmuster, bei dem sich Perioden mit schnellen Veränderungen abwechseln mit längeren Perioden, in denen nur wenige oder gar keinen Veränderungen stattfinden (Gegensatz zu → Gradualismus)
  • Punnett-Quadrat, engl. Punnett square
    Hilfsmittel, mit dem sich auf Basis der Mendel-Regeln das Ergebnis einer genetischen Kreuzung prognostizieren lässt. Dazu trägt man die Gameten der Eltern jeweils in der oberen und linken Spalte des Rekombinationsquadrats ein und kann so die Häufigkeit der möglichen Genotypen bei den Nachkommen ermitteln.
  • Pupille
    Die Öffnung, durch die Licht in das Auge eintritt und auf die Netzhaut trifft.
  • Pupille, engl. pupil
    die Öffnung der Iris im Wirbeltierauge, durch die Licht einfällt
  • Pupillenreflex
    Eine Anpassung der Pupille an unterschiedliche Helligkeit der Umgebung; der Durchmesser der Pupille wird als Reaktion auf die retinalen Eingänge der Neuronen des Hirnstammes, welche die Iris kontrollieren, im Schwachlicht größer und im Starklicht kleiner.
  • Puppe, engl. pupa
    Entwicklungsstadium holometaboler Insekten, in dem die Umwandlung von der → Larve in das Vollinsekt ( → Imago) erfolgt
  • Purine, engl. purines
    eine der beiden Familien stickstoffhaltiger Basen in Nucleinsäuren. Die beiden Purine – Adenin und Guanin – gehen jeweils eine Basenpaarung mit einer bestimmten Pyrimidinbase ein. (vgl. → Pyrimidine)
  • purinerger Rezeptor P2X7
    Von ATP aktivierter Ionenkanal, der bei aktivierten Zellen einen Kaliumausstrom bewirkt. Als Reaktion auf einen starken intrazellulären ATP-Überschuss kann dadurch das Inflammasom aktiviert werden.
  • Purinnucleotidphosphorylase-(PNP-)Mangel
    Enzymdefekt, der zu einem → schweren kombinierten Immundefekt führt. Eine ungenügende Aktivität des Enzyms führt zur Anhäufung von Purinnucleosiden, die für reifende T-Zellen toxisch sind und dadurch eine Immunschwäche verursachen.
  • Purkinje-Fasern, engl. Purkinje fibers
    spezialisierte Herzmuskelzellen, die der Erregungsausbreitung im Herzmuskel dienen
  • Purkinje-Zelle
    Eine Zelle in der Kleinhirnrinde, deren Axon in die tiefen Kleinhirnkerne projiziert.
  • Putamen
    Ein Teil der Basalganglien im basalen Großhirn; an der motorischen Kontrolle beteiligt.
  • PYHIN
    Familie aus vier intrazellulären Sensorproteinen, die anstelle der LRR-Domäne, wie sie bei den meisten NLR-Proteinen vorkommt, eine H-Inversionsdomäne (HIN) enthalten. Die HIN-Domäne kann cytoplasmatische dsDNA erkennen. Beispiele sind AIM2 und IFI16.
  • pyogene Arthritis, Pyoderma gangraenosum und Akne (PAPA)
    Autoinflammatorisches Syndrom, das auf Mutationen in einem Protein zurückzuführen ist, das mit Pyrin in Wechselwirkung tritt.
  • pyogene Bakterien
    → eiterbildende Bakterien
  • Pyramidenbahn (Tractus corticospinalis)
    Die Bahn, die im Neocortex entspringt, entlang der ventralen Medulla verläuft und im Rückenmark endet; beteiligt an der Kontrolle von willkürlichen Bewegungen. Auch als Corticospinaltrakt oder Tractus pyramidalis bezeichnet.
  • Pyramidenzelle
    Ein Neuron, das durch einen pyramidenförmigen Zellkörper und einen verlängerten Dendritenbaum gekennzeichnet ist; zu finden in der Großhirnrinde.
  • Struktur innerhalb der Plastiden von Algen, an der Stärke angelagert wird
  • Pyrimidine, engl. pyrimidines
    eine der beiden Familien stickstoffhaltiger Basen in Nucleinsäuren. Die Pyrimidine – Cytosin, Thymin und Uracil – gehen jeweils eine Basenpaarung mit einer bestimmten Purinbase ein. (vgl. → Purine)
  • Pyrin
    Eine von mehreren → Proteinwechselwirkungsdomänen. Sie ist strukturell mit den CARD-, TIR-, DD- und DED-Domänen verwandt, aber doch unterschiedlich.
  • Pyrogen (von griech. pyros für „Feuer“ und gennan für „erzeugen“), engl. pyrogen
    Substanz, die einen Anstieg der Körpertemperatur (Fieber) bewirkt; wird entweder von einem eingedrungenen Pathogen oder als Reaktion auf die Infektion von Zellen des Immunsystems produziert
  • Pyroptose
    Eine Form des programmierten Zelltods, der mit einem Überschuss an proinflammatorischen Cytokinen einhergeht, beispielsweise IL-1β und IL-18, die durch die Aktivierung des Inflammasoms produziert werden.
  • Pyruvat, engl. pyruvate
    ionische Form von Brenztraubensäure; C3-Carbonsäure; Endprodukt der Glykolyse und Ausgangsmaterial für den Citratzyklus
  • Pyruvatoxidation, engl. pyruvate oxidation
    Umwandlung von Pyruvat in Acetyl-CoA und CO2; erfolgt in Anwesenheit von O2 in der mitochondrialen Matrix