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Begriff Erklärung

-zumab

Suffix für humanisierte monoklonale Antikörper, die für Therapien beim Menschen angewendet werden (→ Humanisierung).

Zapfen

Photorezeptorzelle im Wirbeltierauge zum Sehen bei Tageslichtintensität

Zeitgeber

äußerer Einfluss, der die innere Uhr mit dem 24-h-Rhythmus der Umwelt synchronisiert

Zellatmung

oxidativer Abbau der Glucose zu Kohlendioxid und Wasser

Zelle

kleinste selbstständig lebensfähige Einheit

Zellmembran

→ Plasmamembran

Zentralkomplex

Gruppe von → Neuropilen im Zentrum des Insektengehirns, beteiligt an räumlicher Orientierung

Zirbeldrüse

→ Epiphyse

Zirkulation

1. Transport von Körperflüssigkeiten durch einen Tierkörper; 2. → Kreislaufsystem eines Tieres

zitterfreie Wärmebildung

oxidativer Abbau freier Fettsäuren in den Mitochondrien des → braunen Fettgewebes unter Kurzschluss der F0F1-ATPase in der inneren Mitochondrienmembran durch Insertion von Protonophoren (→ Entkopplerproteine, UCP) und Umsetzung der im Protonengradienten gespeicherten Energie in Wärme

Zonula occludens

→ Tight Junction

Zoophagie

Ernährungsweise, bei der sich Tiere von anderen Tieren ernähren (→ Carnivor)

Zygote

befruchtete Eizelle

Zymogen

→ Proenzym

ζ-Kette

Eine der Signalketten, die mit dem T-Zell-Rezeptor assoziiert sind. Die Kette enthält in der cytoplasmatischen Domäne drei ITAM-Motive.

Z-Scheibe

Ein Band, das die Sarkomere in einer Myofibrille einer Skelettmuskelfaser seitlich abschließt.

Zahnschmelz, engl. enamel

die harte äußere Schicht der Zähne; besteht überwiegend aus Calciumphosphat

ZAP-70 (ζ-Ketten-assoziiertes Protein)

Cytoplasmatische Tyrosinkinase in den T-Zellen, die an die phosphorylierte ζ-Kette des T-Zell-Rezeptors bindet und das entscheidende Enzym für die Signalübertragung der T-Zell-Aktivierung ist.

Zapfen

Ein Photorezeptor in der Netzhaut, der eines der drei Photopigmente enthält, die für unterschiedliche Wellenlängen des Lichts empfindlich sind. Zapfen sind in der Fovea konzentriert, auf das Sehen am Tag spezialisiert und für das gesamte Farbsehen verantwortlich. Siehe auch Stäbchen.

Zapfen, (1) engl. cone cells, (2) engl. cone

(1) die für die Farbwahrnehmung zuständigen Photorezeptoren (Lichtsinneszellen) in der Netzhaut von Wirbeltieren; (2) der Fortpflanzung dienende Strukturen der Koniferen (Nadelbäume), in der Botanik → Strobilus genannt

Zapfenblüte

"zapfenförmiger weiblicher Blütenstand der Nadelbäume; Einzelblüte besteht aus der Fruchtschuppe (Samenschuppe) und einer sterilen Deckschuppe"

Zea mays – Mais

Poaceae

Zeatin, engl. zeatin

ein ursprünglich ausMaiskörnern isoliertes Cytokinin

Zeaxanthin, engl. zeaxanthin

Blaulichtrezeptor, der an der Öffnung der Spaltöffnungen von Pflanzen beteiligt ist

Zeitabhängige Plastizität

Bidirektionale Modifikation der Synapsenstärke, hervorgerufen durch Veränderungen der relativen zeitlichen Beziehung zwischen präsynaptischen Eingängen und postsynaptischen Aktionspotenzialen (Spikes).

Zeitgeber

Jeder Umweltfaktor, wie der Licht-Dunkel-Zyklus, der einen Zeitverlauf signalisiert.

Zeitliche Codierung

Die Übertragung von Information durch das zeitliche Muster von Aktionspotenzialen und nicht durch deren durchschnittliche Frequenz.

Zeitliche Summation

Die Verrechnung von exzitatorischen postsynaptischen Potenzialen, die in schneller Folge an der gleichen Synapse generiert werden. Siehe auch räumliche Summation.

zeitliche Summation, engl. temporal summation

die Addition der Depolarisationen und Hyperpolarisationen, die durch schnell hintereinander erfolgte Reizung eines einzelnen Punktes erzeugt wurden (diese tragen durch die zeitliche Summation zur Erzeugung oder Hemmung von Aktionspotenzialen in einem postsynaptischenNeuron bei) (Gegensatz zu → räumliche Summation)

Zell-Zell-Verbindungen, engl. cell junctions

spezielle interzelluläre Strukturen in der Plasmamembran von Epithelzellen; manche stehen im Zusammenhang mit Zelladhäsion, andere dienen der interzellulären Kommunikation

Zelladhäsion, engl. cell adhesion

die vielfach durch nichtkovalente Kräfte vermittelte Bindung von Zellen aneinander

Zelladhäsionsmolekül

Ein Molekül auf der Zelloberfläche, das den Kontakt zwischen Zellen vermittelt.

Zelladhäsionsmoleküle

Verschiedene Arten von Zelloberflächenproteinen, welche die Bindung einer Zelle an andere Zellen oder an Proteine der zellulären Matrix vermitteln. Integrine, Selektine und die Genprodukte der → Immunglobulinsuperfamilie (zum Beispiel ICAM-1) sind Zelladhäsionsmoleküle, die bei der Immunabwehr eine wichtige Rolle spielen.

Zelladhäsionsproteine, engl. cell adhesion proteins

Proteine auf der Oberfläche tierischer Zellen, die den selektiven Zusammenschluss von Zellen während der Embryogenese beeinflussen

Zellatmung, engl. cellular respiration

katabole Stoffwechselwege, durch die Elektronen von verschiedenen Molekülen über zwischengeschaltete Elektronencarrier auf O2 als Oxidationsmittel übertragen werden; hierbei entsteht H2O und es wird Energie in Form von ATP bereitgestellt

Zellautonom

Quelle: Genetik

Art der Genwirkung, die auf die Zelle beschränkt bleibt, in der ein Gen aktiv ist (S. 320).

Zelldifferenzierungszone, engl. zone of maturation

der im Allgemeinen oberhalb der Zellstreckungszone liegende Bereich der Pflanzenwurzel, in der sich die Zellen differenzieren (bisweilen auch als Wurzelhaarzone bezeichnet)

Zelle, engl. cell

kleinste strukturelle Einheit eines Lebewesens; bei vielzelligen Organismen der grundlegende Baustein von Geweben oder Organen

Zellerkennung, engl. cell recognition

durch Membranproteine oder Kohlenhydrate vermittelte Bindung von Zellen aneinander

zellfreie Pertussisimpfstoffe

Impfstoffe gegen Wundsrtarrkrampf, die chemisch inaktivierte Antigene enthalten, darunter auch das Pertussistoxin.

Zellkern

Kompartiment der eukaryotischen Zelle, in dem der überwiegende Teil ihrer DNA gespeichert und repliziert und in dem RNA synthetisiert (transkribiert) und prozessiert wird

Zellkern

→ Nucleus

Zellkern

Nucleus

Zellkernfaktoren aktivierter T-Zellen

→ NFATs

Zellkörper

Siehe Soma.

Zellkörper (Soma), engl. cell body

der Teil eines Neurons, der den Zellkern enthält und aus dem die Dendriten und das Axon entspringen

Zellmembran engl. →

Plasmamembran

Zellmigration

Bewegung von Immunzellen zwischen verschiedenen Körperkompartimenten

Zellmosaik

Zellen eines mehrzelligen Organismus tragen unterschiedliche genetische Informationen, bedingt durch Mutationen, die in einzelnen Zelllinien aufgetreten sind.

Zellplatte, engl. cell plate

eine im Anschluss an die Mitose zwischen den beiden Tochterzellen entstehende, scheibenartige Struktur, welche die beiden Zellkerne und Cytoplasmaanteile voneinander trennt; später bildet sich daraus die Zellwand

Zellpotenz, engl. cell potency

das Potenzial einer undifferenzierten Zelle vielzelliger Organismen, sich zu einem bestimmten Zelltyp zu differenzieren (vgl. → multipotent, → pluripotent, → totipotent, → unipotent)

Zellproliferation, engl. cell proliferation

die Vermehrung von Zellen

Zellschicksal, engl. cell fate

Differenzierungsweg einer undifferenzierten embryonalen Zelle zu einer Zelle im erwachsenen Organismus

Zellspezialisierung, engl. cellular specialisation

die bei vielzelligen Organismen gängige Arbeitsteilung verschiedener Zelltypen, die im Organismus auf unterschiedliche Funktionen spezialisiert sind (z.B. Fortpflanzung oder Verdauung)

Zellstreckungszone, engl. zone of cell elongation

der im Allgemeinen oberhalb der Zellteilungszone liegende Bereich der Pflanzenwurzel, in dem die Zellen sich durch Streckungswachstum vor allem in Längsrichtung ausdehnen

Zellteilung, engl. cell division

Reproduktion von Zellen, bei der aus einer Mutterzelle zwei Tochterzellen entstehen; umfasst bei Eukaryoten eine Kernteilung ( → Mitose) und eine Teilung des Cytoplasmas ( → Cytokinese)

Zellteilungszone, engl. zone of cell division

die primären und Apikalmeristeme (Scheitelmeristeme) von Pflanzenwurzeln; hieraus gehen alle Zellen der primären Gewebe derWurzel hervor

Zellteilungszyklus

hochregulierter Metabolismus der Zellproliferation

Zelltheorie, engl. cell theory

anerkanntes Konzept, dass Zellen die strukturellen und physiologischen Grundeinheiten aller Lebewesen bilden und alle Zellen aus Vorläuferzellen hervorgehen

Zelltod, engl. cell death

dasAbsterben von Zellen; kann auf zweierlei Weise geschehen: durch → Nekrose oder durch → Apoptose

zelluläre Hypersensitivitätsreaktionen

Überempfindlichkeitsreaktionen, die vor allem von antigenspezifischen T-Lymphocyten vermittelt werden.

zelluläre Immunantwort, engl. cellular immune response

zellvermittelte Immunantwort; von T-Zellen vermittelte Reaktion des Immunsystems; richtet sich gegen Parasiten, Pilze, intrazelluläre Viren und fremde Gewebe (Transplantate) (Gegensatz zu → humorale Immunantwort)

zelluläre Immunantworten

→ Adaptive Immunantworten, bei denen antigenspezifische T-Effektorzellen eine zentrale Rolle spielen. Die gegen eine Infektion gerichtete Immunität, die auf solchen Reaktionen beruht, bezeichnet man als zelluläre Immunität. Eine primäre zelluläre Immunreaktion ist die T-Zell-Antwort, die entsteht, wenn ein bestimmtes Antigen zum ersten Mal auftritt (→ humorale Immunität).

zelluläre Immunologie

Wissenschaft der zellulären Grundlagen der Immunität.

Zellwand

"bei Landpflanzen liegt die Zellwand dem Plasmalemma außen an; Exkretionsprodukt der Zelle, das im Wesentlichen aus Cellulose, Hemicellulose, Proteinen und teilweise auch Lignin aufgebaut ist und der Stabilität der Zelle und des Gewebes dient; für Wasser und darin gelöste Stoffe frei durchlässig und Träger einiger Abwehrmechanismen der Pflanze zum Beispiel gegen Pilz- und Bakterienbefall"

Zellwand, engl. cell wall

relativ starre Struktur, welche die Zellen von Pflanzen, Pilzen, vielen Protisten und der meisten Prokaryoten umgibt; verleiht den Zellen ihre Form und verhindert ein zu starkes Aufquellen in hypotonischem Medium

Zellzyklus

Quelle: Genetik

Abfolge von Ereignissen, die in einer Zelle zwischen zwei Teilungen stattfinden (Mitose, Meiose) (7 Abschn. 5.2).

Zellzyklus

"zyklischer Ablauf unterschiedlicher Phasen in der Entwicklung einer Zelle zwischen zwei Teilungsereignissen (Mitosen); Zellen, die diesen Zyklus verlassen, sind spezialisiert und nicht mehr teilungsfähig. > Mitose"

Zellzyklus (cell cycle)

Sich wiederholende Folge von Phasen unterschiedlicher Aktivität einer Zelle. Beschreibt den Wechsel von Zellteilung (Mitose) und Zwischenphase (Interphase).

Zellzyklus, engl. cell cycle

Abfolge verschiedener Stadien, die eine Zelle zwischen zwei Zellteilungen durchläuft; schließt die Interphasen und sämtliche Mitosestadien ein (vgl. → Mitose)

zentrale Gedächtniszellen (central memory T-cells) (TCM-Zellen)

Lymphocytische Gedächtniszellen, die CCR7 exprimieren und ähnlich den naiven T-Zellen zwischen dem Blut und den sekundären lymphatischen Geweben zirkulieren. Sie benötigen eine erneute Stimulation in den sekundären lymphatischen Geweben, um vollständig zu T-Effektorzellen heranzureifen.

zentrale lymphatische Organe, zentrale lymphatische Gewebe

Die Bereiche, in denen sich die Lymphocyten entwickeln, beim Menschen im → Knochenmark und im → Thymus. Die B-Zellen entwickeln sich im Knochenmark, während sich die T-Zellen im Thymus aus Vorläuferzellen bilden, die ihrerseits dem Knochenmark entstammen. Man bezeichnet sie auch als primäre lymphatische Organe.

zentrale Toleranz

Immuntoleranz von Lymphocyten, die sich in den → zentralen lymphatischen Organen entwickeln, gegenüber Autoantigenen (→ periphere Toleranz).

Zentraler Mustergenerator

Ein Nervenzellverband, der rhythmische muskuläre Aktivierungsmuster erzeugt.

zentrales Dogma, engl. central dogma

nichtnaturwissenschaftlicher Begriff für die zentrale Regel der Molekulargenetik, dass der Informationsfluss gerichtet von der DNA zur RNA zu den Polypeptiden (Proteinen) fließt (bei Retroviren gibt es jedoch als Ausnahme einen Informationsfluss von der RNA zur DNA)

Zentrales Nervensystem (ZNS)

Das Gehirn (einschließlich der Netzhaut) und das Rückenmark. Siehe auch peripheres Nervensystem.

Zentralität

Mit dem Begriff „Zentralität“ bezeichnet man in der Selbstkonzept-Forschung das Ausmaß des Selbstbezugs von Prozessen und Attributen. So besitzen einzelne Selbstaspekte einer Person genau dann hohe Zentralität, wenn die Person den entsprechenden Lebensbereichen hohe Wichtigkeit (subjektive Bedeutsamkeit) beimisst.

Zentralnervensystem (central nervous system)

Bei Wirbeltieren die Kombination von Gehirn und Rückenmark. Den übrigen Teil des Nervensystems nennt man peripheres Nervensystem.

Zentralnervensystem (ZNS), engl. central nervous system (CNS)

der Teil des Nervensystems, in dem die meisten Informationen verarbeitet, gespeichert und wieder abgerufen werden; umfasst beiWirbeltieren das Gehirn und das Rückenmark (Gegensatz zu → peripheres Nervensystem)

Zentralvakuole, engl. central vacuole

großes Zellorganell in Pflanzenzellen, das die Stoffwechselendprodukte speichert und den Turgor aufrechterhält

Zentralzylinder

"zentraler Bereich der Wurzel; besteht aus Perizykel, Leitbündel und Markparenchym. > Wurzel"

Zentromer

Verbindung zwischen Schwesterchromatiden (> G) und auch Chromosomenabschnitt, der zur korrekten Erkennung der verschiedenen Chromosomen (> G) in den Zellteilungsprozessen dient.

Zentrum-Umfeld-Struktur

Antagonistischer Aufbau eines rezeptiven Feldes. Ein Beispiel sind retinale rezeptive Felder mit einem kreisförmigen Zentrum und einer Region, die das Zentrum ringförmig umgibt; die Stimulierung des Zentrums führt zu einer Reaktion, die entgegengesetzt ist zu der Reaktion, die nach Stimulierung des Umfelds auftritt.

Zersetzer

→ Destruenten

Zersetzung, engl. decomposition

der physikalische und chemische Abbau von Detritus durch Detritivoren; dabei wird letztlich anorganisches Material freigesetzt

ZFP318

Protein des Spleißosoms, das in reifen und aktivierten B-Zellen exprimiert wird und das Spleißen des umgelagerten VDJ-Exons der schweren Immunglobulinkette an das Cδ-Exon begünstigt, sodass die Expression von IgD auf der Oberfläche stimuliert wird.

Ziele

Nach Hacker (1998) sind Ziele mehr oder weniger bewusste Intentionen bzw. Vorsätze einer Person, die sich auf zukünftige, angestrebte Resultate ihres Handelns beziehen. Ziele beinhalten zugleich kognitive Repräsentationen der angestrebten Handlungsresultate.

Zielimagination

Zielimagination bezeichnet eine Simulation der Verfolgung und Verwirklichung eines potenziellen Ziels, die eine möglichst ähnliche Wahrnehmung (Kognition, auch Emotionen) wie eine tatsächlich realisierte Handlung ermöglicht (Schultheiss und Brunstein 1999).

Zielzelle, engl. target cell

Zelle mit den passenden Rezeptoren, um ein bestimmtes Hormon oder einen anderen chemischen Botenstoff zu binden und darauf zu reagieren

Zirbeldrüse, engl. pineal gland

auch als Epiphyse bezeichnet; zwischen den Großhirnhemisphären liegende Drüse, die Melatonin sezerniert

Zitrusfrucht

Sonderform der Beerenfrucht, bei der das Endokarp Safthaare ausbildet. > Frucht, > Fruchttyp

ZNS

Siehe zentrales Nervensystem.

Zöliakie

gluten-induzierte Entzündung des Darmes

Zöliakie

Chronische Erkrankung des oberen Dünndarms, die durch eine Immunreaktion gegen Gluten, einen Komplex aus Proteinen in Weizen, Hafer und Gerste, hervorgerufen wird. Dabei kommt es zu einer chronischen Entzündung der Darmwand, die Villi werden zerstört und die Fähigkeit des Darms, Nährstoffe zu absorbieren, wird beeinträchtigt. Sie wird auch als Heubner-Herter-Krankheit bezeichnet.

Zona occludens

Teil der Darmbarriere

Zona pellucida, engl. zona pellucida

Glashaut; gallertige Schutzhülle, welche die Eizelle von Säugetieren bei der Freisetzung aus dem Ovar umgibt

Zonula adhaerens

Teil der Darmbarriere

Zoonotisch

Bezeichnung für eine Krankheit, die von Tieren auf den Menschen übertragen werden kann.

Zooplankton

→ Plankton

Zoosporen, engl. zoospores

die begeißelten schwimmfähigen Sporen von Algen und Pilzen; können diploid oder haploid sein

Zotten

Ausstülpungen des Darmabschlussgewebes

Zotten-Hyperplasie

krankhafte Vergrößerung der Zotten

Züchtung

Die Kreuzung von Individuen verschiedener Zuchtlinien oder Rassen werden ebenfalls als Hybride bezeichnet. Hybride Organismen können auch mithilfe gentechnischer Methoden geschaffen werden. Technik: Mischprodukte. In der Molekulargenetik bezeichnet Hybridisierung die Zusammenlagerung von DNA-Einzelsträngen zu einem Doppelstrang.

Zuchtwert

"Werden zwei Individuen mit einer bestimmten Merkmalsausprägung verpaart, dann beschreibt der Zuchtwert die Wirkung von ihren Genen auf das Merkmal ihres Nachkommen unter vorgegebenen Umweltbedingungen. Zuchtwerte werden aus phänotypischen Vergleichen mit Verwandten geschätzt. Ein Zuchtwert von 1 ist durchschnittlich; entsprechend werden Zuchtwerte, die größer oder kleiner als 1 sind, positiv oder negativ für die Zucht gesehen."

Zuckeralkohole (Alditole)

Zucker mit reduzierter funktionaler Aldehyd- oder Ketogruppe

Zuckung, engl. twitch

minimale Kontraktion einer Muskelfaser, ausgelöst durch ein einzelnes Aktionspotenzial

zufällige Verteilung, engl. random dispersion

die durch Zufallsmuster charakterisierte räumliche Verteilung der Individuen einer Population (vgl. → geklumpte Verteilung, → regelmäßige Verteilung)

Zungenmandeln

Beidseitig vorhandene, strukturierte periphere lymphatische Gewebe an der Zungenbasis, in denen adaptive Immunantworten ausgelöst werden können. Sie gehören zum mucosalen Immunsystem (→ Gaumenmandeln).

zusammengesetztes Transposon, engl. composite transposon

zwei in der DNA nahe beieinander liegende, transponierbare Elemente, die gemeinsam transponiert werden; dabei wird auch der dazwischenliegende DNA-Abschnitt mit übertragen (vgl. → transponierbare Elemente)

Zwangsstörung (obsessive-compulsive disorder, OCD)

Eine psychische Störung, zu der Zwangsvorstellungen (sich wiederholende, sich aufdrängende Gedanken, Bilder, Ideen oder Triebe, die als übertrieben, unsinnig oder verboten empfunden werden) und Zwangshandlungen (sich wiederholende Verhaltensweisen, die ausgeführt werden, um die mit den Zwängen verbundene Angst zu verringern) gehören.

zweiter Hauptsatz der Thermodynamik, engl. second law of thermodynamics

das Prinzip, dass bei der Umwandlung von Energie von einer Form in eine andere ein Teil dieser Energie nicht mehr zum Leisten von Arbeit zur Verfügung steht

zweiter Polkörper, engl. second polar body

die Tochterzelle der zweiten meiotischen Teilung in der Oogenese, die später degeneriert (vgl. → Ootiden)

Zwischenhirn

→ Diencephalon

Zwischenhirn (Diencephalon)

Ein Bereich des Hirnstammes, der sich vom Vorderhirn ableitet. Zu den Strukturen im Zwischenhirn gehören Thalamus und Hypothalamus.

Zwischenrippenmuskeln (Intercostalmuskeln), engl. intercostal muscles

Muskeln zwischen den Rippen, die durch Heben und Senken des Brustkorbs die Atmungsbewegungen unterstützen

Zwischenstufe, engl. intermediate

instabiles Molekül, das im Laufe einer chemischen Reaktion beim Übergang der Reaktanden in die Produkte entsteht

Zwitter

→ Hermaphrodit

Zwitterblüte, engl. perfect flower

Blüte, die sowohl Staubblätter als auch Fruchtblätter enthält und somit zweigeschlechtlich oder zwittrig ist (Gegensatz zu → eingeschlechtige Blüte)

Zygospore, engl. zygospore

vielkernige diploide Zelle, die im Lebenszyklus von Jochpilzen (Zygomycota) als Ruhestadium dient

Zygotän

Quelle: Genetik

Chromosomaler Strukturzustand während der meiotischen Prophase I (S. 237).

Zygote

Quelle: Genetik

"Zelle, die aus der Fusion von Gameten hervorgeht; befruchtete Eizelle."

Zygote

Einzellstadium nach der Befruchtung einer Eizelle, aus dem sich ein neues mehrzelliges Individuum entwickelt.

Zygote (von griech. zygotos für „zusammengejocht“), engl. zygote

die durch die Verschmelzung zweier Keimzellen entstandene Zelle, in der auch die beiden Kerne der Gameten fusionieren; das früheste Stadium der diploiden Generation

Zykline

den Zellteilungszyklus steuernde Signalproteine

zyklische Dinucleotide (CDNs)

Ringförmige Dimere von Adenosin- und/oder Guanosinmonophosphaten, die von verschiedenen Bakterien als Second Messenger produziert und von STING erkannt werden.

zyklische Neutropenie

Dominant vererbbare Krankheit, bei der die Anzahl der neutrophilen Zellen innerhalb eines Zyklus von 21 Tagen zwischen normal und sehr niedrig oder null schwankt. Davon ist die schwere angeborene Neutropenie zu unterscheiden, bei welcher der vererbbare Defekt dauerhaft zu einer niedrigen Anzahl der neutrophilen Zellen führt.

zyklischer Elektronentransport, engl. cyclic electron transport

Elektronenfluss während der Lichtreaktion der Photosynthese, der ATP, nicht aber NADPH oder Sauerstoff (O2) produziert

zyklischer Wiedereintritt, Modell

Erklärung für das Verhalten von B-Zellen in den Lymphfollikeln. Es postuliert, dass aktivierte B-Zellen in den Keimzentren die Expression des Chemokinrezeptors CXCR4 an- und abschalten und sich so unter der Einwirkung des Chemokins CXCL12 aus der hellen in die dunkle Zone und zurück bewegen können.

Zyklisches Adenosinmonophosphat (cAMP)

Ein Second Messenger, der durch die Aktivität des Enzyms Adenylatcyclase aus Adenosintriphosphat synthetisiert wird.

zyklisches AMP

→ cAMP

zyklisches GMP

→ cGMP

Zyklisches Guanosinmonophosphat (cGMP)

Ein Second Messenger, der durch die Aktivität des Enzyms Guanylatcyclase aus Guanosintriphosphat synthetisiert wird.

zyklisches Guanosinmonophosphat-Adenosinmonophosphat (zyklisches GMP-AMP oder cGAMP)

→ zyklische Dinucleotide

Zymogen

Inaktive Form eines Enzyms, häufig einer Protease, das auf bestimmte Weise modifiziert werden muss, etwa durch selektive Spaltung der Proteinkette, bevor die Enzyme aktiv sein können.

Zymogen

→ Proenzym

zystische Fibrose

(Synonym: Mukoviszidose) ist die häufigste angeborene Stoffwechselkrankheit in europiden Populationen (1:2000). Einige Mutationen des CFTR-Gens („cystic fibrosis transmembrane regulator“) verursachen bei Homozygoten und Compound-Heterozygoten eine Funktionsstörung eines Zellmembrankanals in Drüsenzellen, der die Salz-/Chloridkonzentration der Zellen regelt. Phänotypisch fallen hauptsächlich zäher Schleim in den Atemwegen, dem Dünndarm und dem Pankreas sowie eine exzessive Sekretion von Schweißelektrolyten ins Auge. Die Folgen sind Lungenerkrankungen mit wiederkehrenden Atemwegsinfektionen, eine Pankreasinsuffizienz, frühkindliche Darmverschlüsse sowie bedrohliche Salzverlustkrisen. Die Lebenserwartung von Betroffenen ist heute durch palliative Therapie (begleitend, ohne zu heilen) auf mehr als 30 Jahre angestiegen.

Zytogenetik

Teilgebiet der Genetik, das sich mit der Darstellung und mit Strukturen und Veränderungen von Chromosomen beschäftigt.

Zytokine

Signalpeptide

Zytokinese

Zellteilung

Zytoplasma

Die Zellflüssigkeit ist von der Zellwand umgeben und enthält alle Elemente einer Zelle (bei Eukaryoten: Zellkern, Mitochondrien usw.).

Zytoskelett

ein im Zytoplasma lokalisiertes Faser- und Filamentsystem

Zytosol

Zellflüssigkeit (Protoplasma)

zytotoxisch

spezifische Zerstörung von Zellen