Lexikon - Gesamtglossar aller Bücher

  • Begriff
    Erklärung
  • Wachstum, engl. growth
    (1) Größenzunahme des Körpers oder seiner Organe durch Zellteilung und Zellstreckung; (2) bei Mikroorganismen die Vermehrung einer Kultur
  • Wachstumsfaktoren, engl. growth factors
    chemische Signale, die Zellen zur Teilung anregen
  • Wachstumshormon, growth hormone (GH)
    auch als Somatotropin bezeichnet; vom Hypophysenvorderlappen gebildetes Peptidhormon, das viele anabole Prozesse stimuliert
  • Wachstumskegel
    Das spezialisierte Vorderende eines wachsenden Neuriten.
  • Wada-Test
    Ein Verfahren, bei dem eine Großhirnhälfte betäubt wird, um die Funktion der anderen zu prüfen.
  • Wahrnehmung
    Wahrnehmung ist der subjektiven Eindruck unserer Umwelt oder unseres Körpers, der durch die sensorische Verarbeitung von Reizen verschiedener Sinnesmodalitäten entsteht. Es kann zwischen bewusster und unbewusster Wahrnehmung unterschieden werden, wenn nicht genauer spezifiziert, ist aber meist die bewusste, verbalisierbare Wahrnehmung gemeint.
  • Wahrnehmungstäuschung
    Wahrnehmungstäuschung bedeutet die Verschaffung eines zeitlichen Vorteils eines Spielers oder einer Spielerin gegenüber dem Gegenspieler oder der Gegenspielerin durch bewusst falsch gegebene Hinweise auf die beabsichtigte Handlungsaktion.
  • Wahrnehmungsverzerrung
    Wahrnehmungsverzerrung bezieht sich auf optische Täuschungen.
  • Wahrscheinlichkeit (Probabilität), engl. probability
    eine numerische Einheit, die ausdrückt, mit welcher Gewissheit ein Ereignis auf einer Skala von 0 (keine Chance für das Ereignis) bis 1 (sicheres Eintreten) eintritt
  • Wärmeleitung, engl. conduction
    auch als Konduktion bezeichnet; die Übertragung von Wärme zwischen zwei Objekten durch direkten Kontakt
  • Warnsignal, engl. warning signal
    ein visueller oder akustischer Abwehrmechanismus, durch den Beutearten Prädatoren deutlich machen, dass sie möglicherweise giftig sind
  • → Wiskott-Aldrich-Syndrom
  • WASp (Wiskott-Aldrich-Syndrom-Protein)
    Defektes Protein bei Patienten mit Wiskott-Aldrich-Syndrom. Wenn WASp aktiviert wird, stimuliert es die Actinpolymerisierung.
  • Wassergefäßsystem
    → Ambulacralsystem
  • Wasserkreislauf, engl. hydrological cycle
    weltweite zyklische Zustandsänderung und Bewegung des Wassers vom Meer in die Atmosphäre, von dort in den Boden, in Flüsse und Seen und zurück ins Meer
  • Wasserpotenzial (Ψ, psi), engl. water potential
    bei der Osmose die Tendenz eines Systems (einer Zelle oder Lösung), durch eine semipermeable Membran Wasser aufzunehmen.
  • Wasserstoffbrücke (H-Brücke), engl. hydrogen bond
    schwache elektrostatische Wechselwirkung, die durch Anziehungskräfte zwischen der leicht positiven Ladung eines Wasserstoffatoms und der leicht negativen Ladung eines nahe gelegenen Sauerstoff- oder Stickstoffatoms entsteht
  • Wasserstoffbrückenbindung (hydrogen bond)
    Schwache chemische Bindung, bei der ein positiv geladenes Wasserstoffatom die Verbindung zwischen dem elektronegativeren Bindungspartner, mit dem es durch eine kovalente Bindung verknüpft ist, und einem freien Elektronenpaar eines anderen Atoms herstellt. Sie kann innerhalb eines Moleküls oder zwischen verschiedenen Molekülen auftreten.
  • wässrige Lösung, engl. aqueous solution
    eine Lösung, bei derWasser als Lösungsmittel dient
  • Wechselzahl (turnover number)
    Anzahl der Substratmoleküle, die ein Enzymmolekül pro Sekunde umsetzt.
  • Alfred Wegener hat als erster die Dynamik der Erdoberfläche beschrieben. Die auffällige Übereinstimmung der Küstenformation verschiedener Kontinente, wie bei einem Puzzle, erklärte er damit, dass die Erdoberfläche sich stetig verändert. Kontinente sind ständig in Bewegung. Heute wissen wir, dass die verschiedenen Kontinentalplatten auf dem zähflüssigen Erdmantel „schwimmen.“
  • Weibel-Palade-Körperchen
    Granula in Endothelzellen, die P-Selektin (→ Selektine) enthalten.
  • > Bast
  • Weiche Hirnhaut (Pia mater)
    Die innerste der drei Hirnhäute, also der Membranen, die das zentrale Nervensystem umhüllen.
  • weiße Blutzellen
    → Leukocyten
  • weiße Pulpa
    Die abgegrenzten Bereiche des Lymphgewebes in der Milz.
  • Weiße Substanz
    Eine allgemeine Bezeichnung für die Ansammlung von Axonen des zentralen Nervensystems. Wenn ein frisch präpariertes Gehirn aufgeschnitten wird, erscheinen die Axone weiß. Siehe auch graue Substanz.
  • weiße Substanz, engl. white matter
    Gewebe im Zentralnervensystem mit einem hohen Anteil an myelinisierten Axonen (Gegensatz zu → graue Substanz)
  • Wellenlänge, engl. wavelength
    der Abstand zwischen aufeinanderfolgenden maximalen Amplituden fortlaufender Wellen; zum Beispiel bei elektromagnetischer Strahlung
  • Wernicke-Aphasie
    Eine Sprachstörung, bei der die Sprache flüssig, das Sprachverständnis jedoch gestört ist.
  • Wernicke-Areal
    Eine Region an der superioren Oberfläche des Temporallappens zwischen der Hörrinde und dem Gyrus angularis; die Schädigung des Wernicke-Areals ist eng mit der Wernicke-Aphasie assoziiert.
  • Wernicke-Areal, engl. Wernicke’s area
    Bereich im Schläfenlappen des menschlichen Gehirns, der mit den sensorischen Aspekten von Sprache verknüpft ist
  • Wernicke-Geschwind-Modell
    Ein Modell für die Verarbeitung von Sprache, bei dem Broca- undWernicke-Areal mit sensorischen und motorischen Arealen in Wechselwirkung treten.
  • Westwinde, engl. westerlies
    die in mittleren Breiten vorherrschenden, von Westen nach Osten wehenden Winde (vgl. → Ostwinde)
  • Wetter, engl. weather
    der kurzzeitige Zustand der atmosphärischen Bedingungen (Temperatur, Niederschlag, Luftfeuchtigkeit, Windrichtung und Windgeschwindigkeit) zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort (Gegensatz zu → Klima)
  • Widerstand
    Siehe elektrischer Widerstand.
  • Wiedererkennungsgedächtnis
    Das Gedächtnis, das erforderlich ist, um eine sequenzielle Vergleichsaufgabe auszuführen.
  • Wiederfangmethode
    → Fang-Wiederfang-Methode
  • Wiederkäuer, engl. ruminant
    Huftiere mit vierkammerigem Magen, die ihre Nahrung hochwürgen und erneut durchkauen, zum Beispiel Rinder, Schafe und Hirsche. Die vier Magenkammern sind → Pansen, → Netzmagen, → Blättermagen und → Labmagen.
  • Wildtyp
    Quelle: Genetik
    Ein Gen, ein Genotyp oder ein Phänotyp, der in der Wildpopulation oder unter standardisierten Laborbedingungen für einen bestimmten Organismus vorherrschend ist. Der Begriff »normal« ist dagegen zu vermeiden, weil er zu falschen Schlussfolgerungen führt (Eugenik).
  • Wildtyp, engl. wildtype
    in der Genetik für den Standard- oder Referenztyp; Abweichungen von diesem Referenztyp werden – selbst wenn sie in der Natur vorkommen – in der Regel als Mutanten bezeichnet (auf menschliche Gene wird diese Terminologie allerdings gewöhnlich nicht angewendet)
  • Wirbelsäule, engl. vertebral column
    die aus einzelnen Wirbeln zusammengefügte, dorsal gelegene Struktur, die das Hauptstützelement im Skelett der Wirbeltiere darstellt
  • Wirt, engl. host
    Organismus, der einen Parasiten oder Symbionten beherbergt und ihn mit Nährstoffen oder einer anderen Dienstleistung versorgt
  • Wiskott-Aldrich-Syndrom (WAS)
    Immunschwächekrankheit, die gekennzeichnet ist durch Defekte im Cytoskelett der Zellen aufgrund einer Mutation im Protein WASp, das an Wechselwirkungen des Actincytoskeletts beteiligt ist. Patienten mit dieser Erkrankung sind für Infektionen mit eitererregenden Bakterien sehr anfällig, da die Wechselwirkungen der → follikulären T-Helferzellen mit den B-Zellen gestört sind.
  • Wissensrepräsentationen
    Wissen wird im Gedächtnis in Form von Begriffen bzw. Konzepten nach gemeinsamen Merkmalen in einzelnen Kategorien repräsentiert, die in ihrer vertikalen Organisationsstruktur hierarchisch über verschiedene Ebenen mit anderen Kategorien vernetzt sind.
  • Wohlbefinden
    Das Wohlbefinden umfasst Bewertungen des eigenen Daseins sowie das Verhältnis von angenehmen und unangenehmen physischen und psychischen Empfindungen (Lischetzke und Eid 2005). Es beruht auf kognitiven und affektiven Prozessen, die sich auf das eigene Leben im Allgemeinen oder auf spezifische Aspekte wie die eigene Gesundheit, den eigenen Körper oder die soziale Umgebung einer Person beziehen können.
  • Wurm (Vermis)
    Die auf der Mittellinie liegende Region des Kleinhirns.
  • Wurmfortsatz
    Appendix vermiformis
  • Wurmfortsatz, engl. appendix
    auch als Appendix bezeichnet; kleines, blind endendes Anhängsel des Blinddarms mit einer immunologischen Funktion aber ohne Verdauungsfunktion
  • "neben Sprossachse und Blättern organisatorische Grundeinheit der Kormophyten; dient der Verankerung im Boden, der Wasseraufnahme und als Überdauerungsorgan. > Kormophyt"
  • Wurzel, engl. root
    pflanzliches Organ, das der Verankerung der Pflanze im Boden dient, Wasser und Mineralstoffe aufnimmt und bestimmte Hormone produziert; dient bei manchen Pflanzen zudem als Speicherorgan.
  • Wurzelapikalmeristem, engl. root apical meristem
    undifferenziertes Gewebe (Scheitelmeristem) an der Spitze von Wurzeln, aus dem die Zellen der Wurzel hervorgehen
  • im Zuge des sekundären Dickenwachstums der Wurzel gebildetes Phloem. > sekundäres Dickenwachstum, > Wurzel
  • "Trichom; schlauchförmige, nicht cutinisierte Ausstülpung einer Rhizodermiszelle, durch die Wasser und gelöste Nährstoffe aufgenommen werden. > apoplastischer Wassertransport, > symplastischer Wassertransport, > Wurzel"
  • Wurzelhaare, root hairs
    lange, dünne Auswüchse der Rhizodermiszellen, die der Absorption von Wasser und Mineralionen aus dem Boden dienen
  • Wurzelhaarzone
    "Bereich, in dem Wurzelhaare gebildet werden; Wurzelhaare haben eine begrenzte Lebenszeit, danach wird die Rhizodermis durch die Exodermis ersetzt. > Wurzel"
  • > Kalyptra
  • Wurzelhaube (Calyptra), engl. root cap
    fingerhutartige Kappe aus Parenchymzellen, die vom Scheitelmeristem (Wurzelapikalmeristem) der Wurzel gebildet wird und dieses schützt. Die Zellen dienen außerdem der Schwerkraftwahrnehmung, die für das Richtungswachstum der Wurzel von Bedeutung ist.
  • im Zuge des sekundären Dickenwachstums der Wurzel gebildetes Xylem. > sekundäres Dickenwachstum, > Wurzel
  • Wurzelknöllchen, engl. root nodules
    Anschwellungen an denWurzeln von Leguminosen wie der Sojabohne, die stickstofffixierende Rhizobium-Bakterien beherbergen
  • "Bereich außerhalb des Perizykels; besteht aus Endodermis, Rindenparenchym und Rhizodermis bzw. Exodermis. > Wurzel"
  • Rübe, die überwiegend durch Wurzelmaterial gebildet wird. > Metamorphose, > Wurzel
  • Wurzelsystem, engl. root system
    Organsystem, das eine Pflanze an ihrem Standort verankert und Wasser sowie gelöste Mineralionen absorbiert; kann auch der Speicherung von Photosyntheseprodukten des Sprosssystems dienen